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    Muhammad ,der Prophet des Islam -zweites Kapitel

    • Professor K. S. Ramdrishna Rao
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    Der Auserwählte

     

    „Die da spenden in leichten und schweren Zeiten, die ihren Zorn in Zaum halten und den Mitmenschen vergeben; und Gott liebt die, die Gutes tun“ (Koran 3:134)

     

    Dies ist an die Araber gerichtet, die sich über Jahrzehnte hin bei der geringsten Provokation bekämpften. Früher waren sie für ihre Bereitschaft zu Gewalt und zum Töten berüchtigt. Lief zum Beispiel ein Kamel aus einer Herde auf das Weideland der Anderen, konnten sich die Gegner gnadenlos bekämpfen, dass es bis zu 70.000 Tote zu beklagen gab und beiden Stämmen die Ausrottung drohte. Der Prophet des Islam hingegen lehrte Selbstkontrolle und Disziplin und auf dem Schlachtfeld zu beten.

     

    Krieg zur Selbstverteidigung

     

    Der Prophet des Islam änderte die ganze Strategie auf dem Schlachtfeld. Nach wiederholten fehlgeschlagenen Versuchen, Konflikte auf friedlichem Wege beizulegen, zwangen ihn die Konfrontationen zur reinen Selbstverteidigung. Die Anzahl der gesamten Opfer betrug nicht mehr als ein paar Hundert in all den Kämpfen, die während seines Lebens stattfanden, als die ganze arabische Halbinsel unter sein Banner kam. Er lehrte die rohen Araber, zu Gott, dem Allmächtigen zu beten, nicht einzeln, sondern in Gemeinschaft, sogar inmitten von Staub und Sturm des Krieges. Wann immer die Zeit zum Gebet kam, wurde das gemeinschaftliche Gebet nicht aufgegeben oder auch nur verschoben. Der eine Teil des Heeres war verpflichtet, sich vor Gott niederzubeugen, während der andere mit dem Feind beschäftigt war. Nach Beendigung des Gebetes wechselten beide Gruppen ihre Positionen.

     

    Ein menschlicher Kampfplatz

     

    In jener Zeit der Barbarei sorgte er für mehr Menschlichkeit auf dem Schlachtfeld und gab strikte Instruktionen, nichts zu unterschlagen, nicht zu betrügen, nicht das Vertrauen zu brechen, nichts und niemanden zu verstümmeln, kein Kind keine Frau und keinen alten Mann zu töten, keine Bäume zu fällen oder zu verbrennen, und Mönche und andere Personen, die gerade beteten, nicht zu belästigen. Die Art, wie er selbst mit seinen erbittertsten Feinden umging, war das edelste Beispiel für seine Nachfolger. Nach der Eroberung von Mekka war er auf dem Höhepunkt seiner Macht. Die Stadt, die ihn und seine Anhänger gepeinigt, die ihn und seine Leute ins Exil getrieben und unerbittlich verfolgt und boykottiert hatten, sogar noch nachdem er an einen mehr als 200 Meilen entfernten Ort geflüchtet war, lag ihm jetzt zu Füßen. Nach den geltenden Kriegsgesetzen hätte er sich an all den Gräueltaten, die ihm und seinem Volk zugefügt wurden, rächen können. Doch wie behandelte er sie tatsächlich: Muhammads Herz floss über von Liebe und Freundlichkeit, als er erklärte: „Heute gibt es keinen Tadel gegen euch, und ihr seid alle frei.“

     

    Der wichtigste Grund, warum er den Krieg auf der Grundlage der Selbstverteidigung überhaupt gestattete, war es, seine Gefährten zu vereinigen. Als dieses Ziel erreicht war, verzieh er sogar seinen ärgsten Feinden, sogar jenen, die seinen geliebten Onkel Hamza getötet und dessen Leichnam geschändet haben.

     

    Theorie verbunden mit Praxis

     

    Das Prinzip universaler Brüderlichkeit und die Lehre von der Gleichheit der Menschen vor Gott, die Muhammad verkündete, repräsentieren seinen immens großen Beitrag zum sozialen Aufstieg der Humanität. Alle großen Religionen haben dieselben Inhalte gepredigt, aber der Prophet des Islam hat diese Theorie auch in die Praxis umgesetzt und seinen Wert wird man irgendwann einmal vielleicht voll erkennen. Wenn das internationale Bewusstsein erwacht ist, verschwinden rassistische Vorurteile und eine tiefere Auffassung von Brüderlichkeit und Humanität wird Wirklichkeit werden.

     

    Pilgerfahrt, ein lebendes Zeugnis

     

    Jedes Jahr, in der Zeit der großen Pilgerfahrt, kann die Welt dieses wunderbare Ereignis miterleben, wie sich der Islam in Überwindung aller Unterschiede von Rassen, Farbe und Rang international darstellt. Die Europäer, die Afrikaner, die Iraner, die Inder, die Chinesen und viele andere treffen alle in Mekka als Mitglieder einer göttlichen Familie zusammen und alle sind sie im gleichen Tuch gekleidet, jede Person in zwei Teilen eines nahtlosen Kleidungsstückes, barhäuptig, ohne Pomp und Zeremonie und sie wiederholen ständig folgenden Satz: „Ich komme zu Dir, oh Gott, ich komme zu Dir.“

     

    So bleibt dort kein Unterschied mehr zwischen Höherem und Niederem und jeder Pilger trägt die Eindrücke der internationalen Bedeutung des Islam mit nach Hause. Professor Hurgronje formulierte es wie folgt: „Der Völkerbund, gegründet vom Propheten des Islam, untermauert das Prinzip der interanationalen Einheit und menschlichen Bruderschaft mit so universalen Fundamenten, dass es den anderen Nationen wie ein Licht erscheinen muss. Tatsache ist, dass keine Nation der Welt eine Parallele zu dem aufweisen kann, was der Islam zu Verwirklichung eines Völkerbundes getan hat.“

     

    Islam, ein Leuchtfeuer für die übrige Welt

     

    Der Prophet des Islam brachte die Staatsform der Demokratie in ihre optimalste Form. Die Kalifen Umar, Mansur, Abbas, der Sohn des Kalifen Ma’mun und viele andere Kalifen und Könige mussten als gewöhnliche Männer beim islamischen Gericht vor dem Richter erscheinen. Man mache sich den Status von Bilal klar, einem afrikanischen Sklaven zur Zeit des Propheten des Islam, vor fast 14 Jahrhunderten. Die Aufgabe, die Muslime zum Gebet zu rufen, war (und wird noch) als eine Ehre im Islam angesehen und diese wurde ihm übertragen.

     

    „Oh Menschheit! Ganz sicher sind Wir es, die euch von einem einzelnen (Paar) von Mann und Frau erschaffen haben und es sind Wir, die Wir euch zu Völkern und Stämmen gemacht, dass ihr einander erkennen möget. Wahrlich, der Angesehenste vor Gott ist der Gerechteste von euch.“ (Koran 49:13)

     

    Was für ein gewaltiger Wechsel vollzog sich durch den Koran und den Propheten Muhammad bei den Arabern, dem stolzesten Volk der Erde. Dies ist der Grund, weshalb Goethe, der größte Deutsche Dichter, erklärt, wenn er über den Koran spricht: „Dieses Buch wird weiterhin in allen Zeitaltern einen sehr großen Einfluss ausüben.“

     

    Dies ist auch der Grund, weshalb George Bernhard Shaw sagte: „Wenn eine Religion eine Chance hat, über England, nein Europa, innerhalb der nächsten 100 Jahre zu herrschen, dann ist es der Islam.“

     

     Der Islam ehrt und fördert die Frauen

     

    Es ist dieser gleiche demokratische Geist des Islam, der die Frauen von der Abhängigkeit des Mannes emanzipiert hat. Sir Charles Edward Archibald Hamilton sagte: „Der Islam lehrt, dass der Mensch unschuldig auf die Welt kommt. Er lehrt außerdem, dass Mann und Frau aus derselben Essenz hervorgegangen sind, dass sie beide die gleiche Seele besitzen und dass sie mit derselben Kapazität für intellektuelle, geistige und moralische Fähigkeiten ausgestattet sind.“

     

     

    Frauen haben Rechte auf ihren eigenen Besitz

     

    Vor dem Islam hatten die Araber eine sehr festgefahrene Tradition, die besagte, dass nur derjenige alleine erben darf, der mit dem Speer schlagen und das Schwert handhaben kann.

     

    Aber der Islam kam als Verteidiger des schwachen Geschlechts und verlieh den Frauen das Recht, ebenfalls Anteil an dem Erbe ihrer Eltern und Familien zu bekommen. Er gab den Frauen schon vor so langer Zeit das Recht auf eigenen Besitz. Dennoch dauerte es noch 13 Jahrhunderte, bis im Jahre 1881 England, die vermeintliche Wiege der Demokratie, diese Institution des Islam übernahm und ein Gesetz verabschiedet wurde, das man „TheMarriedWomen’sAct“ (Das Recht der verheirateten Frau) nannte. Aber Jahrhunderte früher, hatte der Prophet des Islam bereits proklamiert: „Frauen sind die zweite Hälfte des Mannes, die Rechte der Frauen sind Heilig.“ Ebenso so wie: „Seht zu, dass den Frauen die ihnen zugesicherten Recht auch erhalten bleiben.“

     

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    Geschrieben von: Professor K.S. Ramdrishna Rao

     

    Kommentiert von Dr.M.Razavirad