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    Muhammad inmitten des Getümmels

    • M. Hussain Haikal
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    Muhammad stand mitten in diesem Feuerofen, in dem der Engel des Todes einherging, dem Unglauben den Hals abzuschneiden. Er nahm eine Handvoll Kies, wandte sich damit den Quraisch zu und sagte: “Die Gesichter sind entstellt!“ Dann bewarf er sie damit und gab seinen Gefährten die Anweisung, loszustürmen. Und die Muslime stürmten los und waren zahlenmäßig immer noch weniger als die Quraisch. Aber jeder von ihnen war von einem von Allah kommenden Hauch erfüllt, und niemand von ihnen hätte den Feind getötet oder jemanden gefangen genommen, wäre da nicht dieser Hauch gewesen, der seine Kraft vervielfachte. In diesem Zusammenhang wurden die Worte des Erhabenen geoffenbart:

     

    „Als dein Herr den Engeln offenbarte: ICH bin gewiss mit euch, so festigt denn die Gläubigen. ICH werde in die Herzen der Ungläubigen Schrecken werfen, so schlagt auf die Nacken und schlagt jeden Finger von ihnen ab.“ (8:12)

     

    Und die Worte des Erhabenen:

    “Und nicht ihr tötetet sie, sondern Allah tötete sie; und nicht du warfst, als du warfst, sondern Allah warf.“ (8:17)

     

    Als der Gesandte erkannte, dass Allah ihm SEIN Versprechen erfüllt und den Muslimen vollkommenen Sieg geschenkt hatte, kehrte er in die Laubhütte zurück. Die Quraisch flohen, und die Muslime verfolgten sie und nahmen von ihnen gefangen, wer nicht getötet worden war bzw. sich nicht durch die Flucht retten konnte.

     

    Die Muslime töteten niemanden, der ihnen gegenüber Wohlverhalten gezeigt hatte. Dies ist der Kriegszug von Badr, durch den sich die Lage für die Muslime in ganz Arabien festigte. Er stellt den Beginn der Einheit der Halbinsel im Schutz des Islam und den Beginn des sich ausweitenden islamischen Reiches dar. Er begründete in der Welt eine Zivilisation, die einen tiefen Einfluss auf ihre Existenz hatte und immer noch hat.

     

    Es ruft vielleicht Verwunderung hervor zu erfahren, dass Muhammad, obwohl er seine Gefährten anfeuerte und die Vernichtung von Allahs und seinen Feinden wünschte, den Muslimen vom ersten Augenblick der Schlacht an nahe legte, die Banū Hāschim und einen Teil der Edelleute der Quraisch nicht zu töten. Auch wenn sie sich am Kampf gegen die Muslime beteiligten und ihrerseits von den Muslimen töten würden, wen sie könnten.

     

    Es wäre falsch anzunehmen, er habe damit seine Angehörigen oder einen seiner Verwandten begünstigen wollen, denn Muhammad war über solche Erwägungen erhaben. Vielmehr gedachte er bei den Banū Hāschim ihres dreizehnjährigen Schutzes für ihn vom Tag der Entsendung bis zum Tag der Auswanderung, ja dass sogar sein Onkel Abbas in der Nacht des Abkommens von Akaba mit ihm war. Neben den Banū Hāschim gedachte er des Wohlverhaltens anderer Quraisch: jener, die trotz ihres Beharrens auf dem Unglauben die Vernichtung des Schriftstücks verlangten, mit dem die Quraisch ihn und seine Gefährten zum Ausharren in der Bergschlucht zwangen, nachdem sie jede Verbindung und Beziehung mit ihnen abgebrochen hatten.

     

    Dieses Wohlverhalten, die die einen und anderen gezeigt hatten, erachtete Muhammad bereits als eine gute Tat. Dies sollte ihnen mit gleichem, ja mit zehnmal mehr vergolten werden. Deshalb war er zur Stunde des Kampfes ihr Fürsprecher bei den Muslimen. Dennoch weigerten sich einige dieser Quraisch, sich unter den Schutz dieser Vergebung zu stellen, wie zum Beispiel Abu al-Bachtari, einer von jenen, die für die Zerstörung des Schriftstücks eingetreten waren – er weigerte sich und wurde getötet.

     

    Die Mekkaner wandten sich niedergeschlagen ob ihres Schicksals und mit vor Schmach gesenktem Blick zur Flucht. Fast jeder von ihnen wich dem Blick seiner Gefährten aus, um sein Gesicht aus Scham vor dem übel, das sie alle getroffen hatte, zu verbergen. Die Muslime blieben bis zum Ende des Tages in Badr. Dann sammelten sie die Getöteten von den Quraisch, hoben für sie einen Graben aus und beerdigten sie.

     

     

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