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    Muhammads Biographie (Teil 11 von 12): Rückkehr nach Mekka

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    Der Feldzug von Khyber

     

    Im siebten Jahr der Hijrah führte der Prophet einen Feldzug gegen Khyber, die Hochburg der jüdischen Stämme in Nordarabien, die zu einem Hornissennest seiner Feinde geworden waren.  Die Juden von Khyber waren seitdem bereit, den Muslimen einen Tribut (Gizya) zu zahlen, damit sie unter der Herrschaft der Muslime ihre Religion und ihr Rechtsgefüge beibehalten konnten, aber unter deren Schutz standen.

     

    Es war in Khyber, wo eine jüdische Frau vergiftetes Fleisch für den Propheten zubereitet hat, von dem er nur einen Bissen kostete.  Kaum hatte das Stückchen seine Lippen berührt, wurde ihm gewahr, dass es vergiftet war.  Ohne es herunterzuschlucken, warnte er seine Gefährten vor dem Gift, aber ein Muslim, der bereits einen Bissen verschluckt hatte, starb später.  Die Frau, die das Fleisch gekocht hatte, wurde zu Tode verurteilt.

     

    Pilgerfahrt nach Mekka

     

    Im selben Jahr erfüllte sich die Vision des Propheten: er besuchte Mekka ohne Widerstand.  Im Einklang mit den Vereinbarungen der Waffenruhe evakuierten die Götzendiener die Stadt und von den Höhen der Umgebung aus beobachteten sie das Vorgehen der Muslime.

     

    Bruch der Waffenruhe durch die Quraisch

     

    Wenig später brach ein Stamm, der zu den Verbündeten der Quraisch gehörte, die Waffenruhe, indem er einen Stamm angriff, der mit dem Propheten verbündet war.  Sie massakrierten sie sogar in ihrem Allerheiligsten in Mekka.  Danach fürchteten sie sich aufgrund dessen, was sie getan hatten.  Sie schickten Abu Sufyan nach Medina, um zu bitten, dass die existierende Waffenruhe erneuert und ihre Laufzeit verlängert würde.  Sie hofften, er würde vor den Nachrichten von dem Massaker ankommen.  Aber ein Abgesandter von dem geschädigten Stamm war ihm zuvor gekommen, und Abu Sufyan hatte wiederum Pech.

     

    Eroberung von Mekka   

     

    Dann sammelte der Prophet all die Muslime, die in der Lage waren, Waffen zu tragen und marschierte Richtung Mekka.  Die Quraisch waren verängstigt.  Ihre Reiter wurden zur Verteidigung vor der Stadt aufgestellt, aber sie wurden ohne Blutvergießen passiert; und der Prophet betrat seine Geburtsstadt als Eroberer.

     

    Die Bewohner erwarteten Vergeltung für ihre vergangenen Missetaten, aber der Prophet erklärte eine allgemeine Amnestie.  Aus Erleichterung und Überraschung beeilte sich die gesamte Bevölkerung von Mekka, ihre Treue zu schwören.  Der Prophet ordnete an, dass alle Götzen, die sich im Heiligen Bereich befanden, zu zerstören seien, indem er sagte: „Die Wahrheit ist gekommen; die Dunkelheit ist verschwunden;“ und der Gebetsruf der Muslime war in Mekka zu hören.

     

    Schlacht von Hunain

     

    In demselben Jahr gab es eine zornige Versammlung der götzendienenden Stämme, die darauf versessen waren, die Kaaba zurückzugewinnen.  Der Prophet führte zwölf tausend Männer gegen sie.  Bei Hunain, in einer tiefen Schlucht, wurden seine Truppen aus dem Hinterhalt überfallen und beinahe in die Flucht geschlagen.  Nur mit Schwierigkeiten konnten sie wieder um den Propheten und seine Schutzgarde aus gläubigen Gefährten gesammelt werden, die alleine standhaft geblieben waren.  Aber als der Sieg kam, war es ein vollkommener Sieg mit einer gewaltigen Beute, denn viele der feindlichen Stämme hatten alles mit sich gebracht, was sie besaßen.

     

    Eroberung von Taif    

     

    Die Stämme von Thaqief waren bei Hunain unter den Feinden.  Nach diesem Sieg wurde ihre Stadt von den Muslimen belagert und letztendlich unterworfen.  Dann ernannte der Prophet einen Statthalter für Mekka und er selbst kehrte nach Medina zurück, sehr zur großen Freude der Ansaar, die schließlich befürchtet hatten, dass er sie nun, wo er seine Heimatstadt zurückgewonnen hatte, aufgeben könnte und Mekka zur Hauptstadt machen würde.

     

    Der Feldzug von Tabuuk   

     

    Als er im neunten Jahr der Hijrah davon hörte, dass sich in Syrien wieder eine Armee rüstete, rief der Prophet alle Muslime auf, ihn in einem riesigen Feldzug zu unterstützen.  Der Anstrengung zum Trotz führte der Prophet im Mittsommer eine Armee zur syrischen Grenze.  Die weite Strecke, die heiße Jahreszeit, die Tatsache, dass Erntezeit war, und das Ansehen des Feindes haben viele dazu bewegt, sich zu entschuldigen und noch mehr blieben unentschuldigt zurück.  Sie lagerten nachts ohne Nahrung oder Trinken im Schutz ihrer Kamele; und so erreichten sie die Oase von Tabuuk und kehrten schließlich nach Mekka zurück, nachdem sie mehrere Stämme zum Islam gerufen hatten.  Aber der Feldzug endete friedlich.  Die Armee rückte bis Tabuuk an der syrischen Grenze vor, aber dort erfuhren sie, dass der Feind sich noch nicht gesammelt hatte.

     

    Immunitätserklärung

     

    Obwohl Mekka erobert worden war und sein Volk nun Muslime waren, hatte sich die offizielle Ordnung der Pilgerreisen noch nicht verändert; die heidnischen Araber verrichteten sie nach wie vor auf ihre Weise und die Muslime auf ihre Weise.  Erst als die Karavane der Pilger im neunten Jahr der Hijrah Medina verlassen hatte, als der Islam in Nordarabien vorherrschend war, wurde die sogenannte Immunitätserklärung offenbart.  Ihr Ziel war, dass nach jenem Jahr nur noch die Muslime pilgern durften, eine Ausnahme gab es lediglich für diejenigen Götzendiener, die einen laufenden Pakt mit den Muslimen geschlossen und niemals Vertäge gebrochen hatten oder andere gegen solche, mit denen sie Verträge besaßen, unterstützt hatten.  Solche genossen die Privilegien ihrer Vertäge, aber wenn diese abgelaufen sein würden, würden sie wie die anderen Götzendiener behandelt.

     

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