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    Muhammads Biographie (Teil 8 von 12): Die Schlacht von Badr

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    Die Schlacht von Badr

     

    Auf einer Expedition war die Karavane der Quraischiten, die sich auf dem Weg nach Syrien befand, den Muslimen entkommen.  Daraufhin warteten die Muslime auf ihre Rückkehr.  Einige Kundschafter der Muslime sahen die Karawane, die von Abu Sufyan angeführt wurde, an sich vorüberziehen, und sie beeilten sich, den Propheten über sie und ihre Größe zu informieren.  Wenn diese Karawane abgefangen würde, hätte dies einen unvorstellbaren wirtschaftlichen Verlust zur Folge gehabt, einen, der die gesamte Gesellschaft der Mekkaner erschüttert hätte.  Die muslimischen Kundschafter berichteten, dass die Karawane bei den Quellen von Badr halten würde, und die Muslime bereiteten sich darauf vor, sie abzufangen.

     

    Die Nachricht von diesen Vorbereitungen erreichten Abu Sufyan auf seiner Reise in den Süden, und er sandte eine dringende Nachricht nach Mekka, damit eine Armee entsandt wurde, um mit den Muslimen fertig zu warden.  Die katastrophalen Konsequenzen eines Überfalls auf die Karawane begreifend, rüsteten sie soviel Kraft wie möglich und zogen los, um den Muslimen entgegenzutreten.  Auf ihrem Weg nach Badr erreichte die Armee die Nachricht, dass es Abu Sufyan gelungen war, den Muslimen zu entgehen, indem er die Karavane auf einer anderen Route die Küste entlang führte.  Die mekkanische Armee, die etwas tausend Mann zählte, bestand darauf, nach Badr zu ziehen, um den Muslimen eine Lehre zu ereilen, damit diese zukünftig keine Karawanen mehr bedrohen sollten.

     

    Als die Muslime gewahr wurden, dass sich ihnen die mekkanische Armee näherte, wußten sie, dass sie in dieser Angelegenheit einen mutigen Schritt unternehmen mussten.  Wenn die Muslime ihnen bei Badr nicht entgegentraten, würden die Mekkaner damit fortfahren, die Sache des Islam mit all ihrer Macht zu untergraben, möglicherweise würden sie nach Medina ziehen, um Leben, Vermögen und Wohlstand dort zu entweihen.  Der Prophet rief einen Kriegsrat zusammen, um die Vorgehensweise festzulegen.  Der Prophet wollte die Muslime nicht anführen, denn die Helfer bildeten beiweitem die Mehrheit des Heeres und sie waren durch das Abkommen von Aqaba noch nicht einmal daran gebunden, außerhalb ihres Territoriums zu kämpfen, wenn sie nicht zustimmten.

     

    Ein Mann von den Helfern, Sa´d ibn Mu´aadh, bestätigte ihre Ergebenheit für den Propheten und die Sache des Islam.  Von ihm stammen die folgenden Worte:

    “O Prophet Gottes!  Wir glauben an dich und wir bezeugen, was du uns gewährt hast, und wir erklären in unzweideutigen Worten, dass du uns die Wahrheit gebracht hast.  Wir geloben dir feierlich unseren Gehorsam und unsere Opferbereitschaft.  Wir gehorchen dir willig in allem, was du uns befiehlst und bei Gott, Der dich mit der Wahrheit gesandt hat, wenn du uns bitten würdest, ins Meer zu springen, würden wir dem bereitwillig Folge leisten und kein einziger von uns wird zurückbleiben.  Wir haben nichts dagegen einzuwenden, uns dem Feind zu stellen.  Wir sind erfahren im Kampf, und wir sind zuverlässig im Gefecht.  Wir hoffen, dass Gott dir durch unsere Hände Taten zeigen wird, die vor deinen Augen Gefallen finden.  Sei so freundlich und führe im Namen Gottes in den Kampf.“

     

    Nach dieser Enthüllung der extremen Unterstützung und Liebe für den Propheten sowohl durch die Emigranten wie auch durch die Helfer, machten sich die Muslime, die wenig mehr als 300 waren, so gut sie konnten auf den Weg nach Badr.  Sie hatten nur 70 Kamele und drei Pferde dabei, also ritten die Männer abwechselnd.  Sie näherten sich dem, was als al-Yaum al-Furqan, der Tag der Unterscheidung, in die Geschichte eingegangen ist; die Unterscheidung zwischen Licht und Dunkelheit, gut und Böse, richtig und falsch.

     

    Vor dem Tag der Schlacht verbrachte der Prophet die ganze Nacht im Gebet und sprach Bittgebete.  Die Schlacht fand am 17. Ramadhan im zweiten Jahr der Hijrah, 624 nChr., statt.  Es war ein Brauch der Araber, den Kampf mit einzelnen Duellen beginnen zu lassen.  Die Muslime errangen einen Vorteil bei den Duellen und ein paar Angesehene von den Quraisch wurden getötet.  Die Quraisch waren aufgebracht und fielen über die Muslime her, um ihnen ein für allemal ein Ende zu bereiten.  Die Muslime behielten eine strategischeVerteidigungsposition bei, und das verursachte große Verluste für die Mekkaner.  Der Prophet flehte die ganze Zeit mit aller Macht zu seinem Herrn, er erhob seine Hände so hoch, dass ihm sein Umhang von den Schultern fiel.  Daraufhin erhielt er eine Offenbarung, welche die Hilfe Gottes versprach:

    “…Ich will euch mit eintausend Engeln nacheinander beistehen.” (Quran 8:9)

     

    Als der Prophet die gute Nachricht hörte, befahl er den Muslimen, anzugreifen.  Die riesige Armee der Quraisch wurde von dem Eifer, der Tapferkeit und dem Glauben der Muslime überwältigt, und nachdem sie schlimme Verluste mit ansehen mussten, konnten sie nichts tun, als zu fliehen.  Die Muslime blieben allein auf dem Schlachtfeld zurück mit ein paar verdammten Mekkanern, unter ihnen der Erzfeind des Islam, Abu Jahl.  Die Quraisch waren geschlagen und Abu Jahl war tot.  Gott hat Sein Versprechen wahr gemacht:

    “Die Scharen werden alle besiegt werden, und sie werden in die Flucht geschlagen.” (Quran 54:45)

     

    Dies war eine der entscheidendsten Schlachten in der Geschichte der Menschheit, die Zahl der Toten lag zwischen siebzig und achtzig.

     

    Mekka taumelte unter dem Schock, wo Abu Sufyan als bestimmende Persönlichkeit zurückgenlieben war, und er wußte besser als sonst irgendwer, dass die Angelegenheit nicht einfach so hingenommen werden konnte.  Erfolg bringt Erfolg hervor, und die Beduinenstämme, die auf jede Verschiebung des Gleichgewichts der Mächte gleich reagierten, neigten zunehmend dazu, sich mit den Muslimen zu verbünden und der Islam gewann in Medina zahlreiche neue Konvertierte.