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    Muhammads Biographie (Teil 9 von 12): Der Verrat der früheren Verbündeten

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    Der Kampf von Uhud

     

    Im nächsten Jahr rückte eine Armee von dreitausend Mann aus Mekka an, um Yathrib zu zerstören.  Die erste Idee des Propheten war, die Stadt einfach nur zu verteidigen, ein Plan den Ibn Ubayy, der Anführer „der Heuchler“, sehr befürwortete.  Aber die Männer, die bei Badr gekämpft hatten, glaubten, dass Gott ihnen gegen alles helfen würde und so dachten sie, es sei eine Schande, sich hinter Mauern zu verstecken.

     

    Der Prophet, der ihren Glauben und ihre Tapferkeit kannte, gab ihnen nach und zog mit einer Armee von eintausend Mann zum Berg Uhud, wo die Feinde ihr Lager aufgeschlagen hatten.  Ibn Ubayy zog sich mit seinen Männern, die einen Drittel der Armee darstellten, aus Rache zurück.  Trotz der großen Unterschiede hätte die Schlacht von Uhud ein sogar noch großartigerer Sieg für die Muslime werden können als die von Badr, aber wegen des Ungehorsams einer Gruppe von fünfzig Schützen, die der Prophet aufgestellt hatte, um einen Pass vor der Kavallerie des zu bewachen, blieb es nicht dabei.

     

    Als diese ihre Kameraden siegreich sahen, verließen diese Männer ihre Posten aus Angst, nicht genug von der Beute abzubekommen.  Die Kavallerie der Quraisch ritt durch die Lücke und fiel über die jubelnden Muslime her.  Der Prophet selbst wurde verletzt und es erhob sich ein Schrei, dass er gefallen sei, bis jemand ihn erkannte und ausrief, dass er noch am Leben sei; ein Aufschrei, der die Muslime wieder aufmunterte.  Den Propheten in ihrer Mitte traten sie den Rückzug an und ließen viele Tote auf dem Berg zurück.

     

    Das Feld gehörte nun den Mekkanern, und jetzt bewegten sich die Frauen der Quraisch zwischen den Leichen, beklagten die Gefallenen von ihrem eigenen Volk und verstümmelten die toten Muslime.  Hamza, der junge Onkel des Propheten und Freund aus seiner Kindheit, war einer der Letztgenannten.  Die scheußliche Hind, Abu Sufyans Frau, hegte einen tiefen Groll gegen Hamza, sie hatte dem Mann, der ihn tötete, eine große Belohnung versprochen, und sie aß seine Leber, die sie aus dem noch warmen Körper gerissen hatte.

     

    Am folgenden Tag zog der Prophet mit dem, was von seiner Armee übrig war, noch einmal voran, so dass die Quraisch hören konnten, dass er noch auf dem Schlachtfeld war und vielleicht davon abgeschreckt wurden, die Stadt anzugreifen.  Die Strategie hatte Erfolg dank des Verhaltens eines freundlichen Beduinen, der die Muslime traf, sich mit ihnen unterhielt, und danach die Armee der Quraisch traf.  Als er von Abu Sufyan befragt wurde, sagte er, Muhammad sei auf dem Schlachtfeld stärker denn je und nach Rache dürstend für den vorausgegangenen Tag.  Aufgrund dieser Neuigkeit entschied Abu Sufyan, nach Mekka zurückzukehren.

     

    Massaker an Muslimen  

     

    Die Niederlage, die sie beim Berg Uhud erlitten hatten, ließ das Ansehen der Muslime bei den arabischen Stämmen und auch bei den Juden in Yathrib sinken.  Stämme, die erst den Muslimen zugeneigt waren, neigten jetzt zu den Quraisch.  Die Anhänger des Propheten wurden angegriffen und ermordet, wenn sie in kleinen Gruppen auszogen.  Khubaib, einer seiner Boten, wurde von einem Wüstenstamm gefangen genommen und an die Quraisch verkauft, die ihn in Mekka öffentlich zu Tode folterten.

     

    Vertreibung von Bani Nadhir

     

    Trotz ihres Abkommens mit den Muslimen, verbargen die Juden jetzt kaum noch ihre Feindseligkeit.  Sie begannen, mit den Quraisch und den ´Heuchlern´ Bündnisse auszuhandeln, und sie vrsuchten sogar, den Propheten zu ermorden.  Der Prophet war gezwungen, gegen einige von ihnen Strafmaßnahmen zu verhängen.  Der Stamm von Bani Nadhir wurden in ihren starken Türmen belagert, besiegt und gezwungen, auszuwandern.

     

    Die Grabenschlacht

     

    Abu Sufyan muss sehr wohl verstanden haben, dass das alte Spiel mit gleicher Münze zurückzuzahlen, nicht länger gültig war.  Entweder mussten die Muslime für immer zerstört werden oder das Spiel war für immer verloren.   Mit großartiger diplomatischer Fähigkeit schloss er Abkommen mit Beduinenstämmen, von denen manche zweifellos den Muslimen feindlich gesonnen waren, andere aber waren nur versessen auf die Beute; und zur selben Zeit begann er in aller Ruhe, sich bei den Juden in Medina nach einem möglichen Bündnis umzuhören.  Im fünften Jahr der Hijrah (früh im Jahr 627 nChr.) zog er mit 10.000 Mann los, mit der größten Armee, die im Hijaz (der westlichen Region der Arabischen Halbinsel) jemals gesehen worden war.  Medina konnte ihm gerade 3.000 entgegen stellen.

     

    Der Prophet hielt einen Kriegsrat, aber dieses Mal schlug ihm niemand mehr vor, sich dem Feind zu stellen.  Die einzige Frage lautete, wie die Stadt am besten verteidigt werden könnte.  An dieser Stelle schlug Salman, der Perser, ein ehemaliger Sklave, der einer der engsten Gefährten geworden war, vor, einen tiefen Graben auszuheben, der die starken Verteidigungspunkte, die von Lavafeldern und Festungen gebildet wurden, unterstützen sollte.  Dies war etwas nie Gesehenes in der arabischen Kriegsführung, aber der Prophet schätzte die Vorzüge dieses Planes gleich: er begann sogleich mit der Arbeit und schleppte selbst den Schutt von den Aushebungen auf seinem Rücken.

     

    Die Arbeit war kaum beendet, als die Armee der Verbündeten am Horizont erschien.  Während die Muslime auf den Angriff warteten, erhielten sie die Neuigkeiten, dass Bani Quraidhah, ein jüdischer Stamm aus Yathrib, der sich bis dahin loyal verhalten hatte, zum Feind übergelaufen war.  Der Fall schien hoffnungslos.  Der Prophet brachte jeden verfügbaren Mann zum Graben, ließ die Stadt selbst unter dem Befehl eines blinden Gefährten, und die Feinde wurde von einem Pfeilhagel überrascht, als sie an das unerwartete Hindernis kamen.

     

    Es gelang ihnen nicht, es zu überwinden, aber sie hielten die Belagerung drei oder vier Wochen lang, beschossen die Verteidiger mit Pfeilen und Beschimpfungen.  Das Wetter wurde schlimm: eisige Winde und schreckliche Wolkenbrüche – das war zuviel für die verbündeten Beduinen.  Sie waren in der Erwartung einer leichten Beute gekommen und sahen nun, dass sie bei entsetzlichem Wetter neben einem schlammigen Graben kauerten und mitansehen mussten, wie ihre Tiere aus Futtermangel starben.  Sie verschwanden, ohne auch nur Abu Sufyan zu verabschieden.  Die Armee löste sich auf und er war selbst gezwungen, sich zurückzuziehen.  Das Spiel war vorbei.  Er hatte verloren.