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    Muslime helfen mit Kampagnen

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    Hilfskampagnen von Muslimen richten sich oft auf die Unterstützung von Waisen.

     

    Dies liegt am besonderen Stellenwert, den der Islam den Waisen zuerkennt. Hintergrundinformationen und zwei aktuelle Projekte aus Deutschland.

     

    Der Prophet Muhammad (s) kam als Halbwaise auf die Welt. Der Vater war kurz vor der Geburt verstorben. In jungem Kindesalter wurde der Prophet des Islams Vollwaise. Seine Mutter verstarb, als er gerade einmal sechs Jahre alt war. Der kleine Muhammad wuchs bei seinem Onkel auf. Später, als er Prophet wurde, wusste er am Besten, wie es den Waisen ging. Denn er war selbst einer von ihnen.

     

    So wird im Koran auch der Prophet Muhammad (s) direkt von Gott angesprochen. Dieser fragt: „Fand Er dich nicht als Waise und nahm dich auf?“ (Sure Dûha, 93:6) An ca. 24 Stellen spricht der Koran das Thema „Waisen“ an. Unter anderem fordert Allah die Menschen dazu auf, die Waisen gut zu behandeln. Sie sollen den Waisen ihr Recht und das zustehende Vermögen geben. So heißt es in einem Vers: „Und sie befragen dich über die Waisen. Sprich: »Sie zu fördern ist gut. Und wenn ihr das Leben mit ihnen teilt, sind sie euere Geschwister.«“ (Sure Bakara, 2:220)

     

    Muslime sehen es daher als ihre besondere Pflicht an, den Waisen zu helfen. Auch in Deutschland tun sich immer wieder Kampagnen und Aktionen auf, die Waisenkindern helfen sollen.

     

    IGMG-Frauenorganisation hilft 2.405 Waisen

     

    Zwischen Oktober und Dezember 2013 hat die Frauenorganisation der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) eine eigene Hilfskampagne für Waisen durchgeführt. Innerhalb von nur zwei Monaten konnten durch die Kampagne Gelder zur Unterstützung von 2.405 Waisen zusammengetragen werden. Tausende von Menschen haben die Kampagne der Frauenorganisation unterstützt.

     

    Laut Hatice Şahin, Vorsitzende der IGMG-Frauenorganisation, haben sich die Damen mit Mutterliebe und Barmherzigkeit dafür eingesetzt, den Waisen auf der Welt zu helfen. Şahin drückte ihre Freude darüber aus, dass die Kampagne so erfolgreich verlaufen sei. Die Frauenorganisation hatte mit weit weniger Spenden durch die Gemeinden gerechnet. Insgesamt hatten 25 IGMG-Regionalverbände aus ganz Europa an der Aktion der Frauenorganisation teilgenommen.

     

    „Ich danke all unseren Geschwistern, die uns bei unserer Waisen-Kampagne unterstützt haben. Insbesondere möchte ich der zuständigen Kommission für die Sozialen Dienste unserer Frauenorganisation, insbesondere der Leiterin Selma Zor, allen regionalen und lokalen Vorsitzenden für Soziale Dienste, unseren Imamen, unseren Leiterinnen und allen anderen ,die geholfen haben, im Namen unserer Organisation und in meinem Namen unseren Dank aussprechen. Um vielen weiteren Waisen helfen zu können, haben sie sich Tag und Nacht bemüht, sie haben sich mit ihrem aufgebauten Netzwerk immer wieder gegenseitig motiviert“, erklärte Şahin gegenüber der IGMG-Gemeinschaftszeitung Camia zum Abschluss der Kampagne.

     

    Islamic Relief: „Speisen für Waisen“

     

    Ein anderes Projekt, dass sich auch an Nichtmuslime wendet, ist die bundesweite Hilfsaktion „Speisen für Waisen“. Ab dem 12. Januar 2014 bringt Islamic Relief Deutschland hierfür Muslime und Nichtmuslime zusammen, um sich gemeinsam sozial zu engagieren. Unter dem Motto: „Gemeinsam essen, gemeinsam helfen“ laden Muslime Familie, Freunde und Bekannte zum Essen ein und sammeln Spenden zugunsten von Waisenkindern. Die Aktion wird erneut von prominenten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterstützt.  Unter anderem von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), der bereits im letzten Jahr an einem Essen bei einer muslimischen Familie zur Unterstützung von Waisenkindern teilgenommen hat.

     

    Islamic Relief Deutschland startet die Aktion am 12. Januar, weil an diesem Datum auch der Geburtstag des Propheten Muhammad (Mawlîd) gefeiert wird. Es wird betont, dass das Wohlergehen von Waisen Muslimen eine besondere Verpflichtung ist. Die Erlöse der Hilfsaktion sollen in diesem Jahr vor allem syrischen Kindern zugutekommen, die im Bürgerkrieg ihre Eltern verloren haben.

     

    „Mit der Aktion möchten wir nicht nur die Schwächsten und Ärmsten der Welt – Waisenkinder in Kriegs- und Krisengebieten – in den Mittelpunkt rücken“, sagt Nuri Köseli, von Islamic Relief Deutschland. „Dass Muslime und Nichtmuslime in geselliger Runde zusammenkommen und gemeinsam essen, leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Integration.“ 2013 haben mehr als 2.000 Menschen an der Aktion teilgenommen. Insgesamt wurden über 89.000 € gespendet, die für ein Hilfsprojekt in Bangladesch genutzt wurden.

     

    Islamic Relief erreicht nach eigenen Angaben mit ihrem Waisenprogramm als Teil eines weltweiten Netzwerks mehr als 37.000 Kinder in 23 Ländern – davon unterstützt Islamic Relief Deutschland über 3.900 Waisen.

     

    Quelle: IslamiQ