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    Muslime sind das größte Opfer

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    Wenn wir einen Blick auf die Zeit nach dem Ereignis vom 11. September 2001 werfen, entsteht der Eindruck, dass dieses Ereignis eingeplant wurde , um einen Massenmord unter den Muslimen anzurichten.

     
    Circa 3000 Menschen starben bei dem Vorfall am 11. September, als die Passagiermaschinen in die beiden Zwillingstürme des Welthandelszentrums in New York bzw. das Pentagongbäude in Washington rasten. Bush kündigten einen neuen Kreuzzug an. Und Washington hat in der Tat bei seinem Rachefeldzug in den vergangenen 12 Jahren hunderttausenden in Afghanistan, Irak und anderen muslimischen Ländern das Leben genommen.

     

    Seit 12 Jahren sind die USA unter verschiedenen Vorwänden wie Bekämpfung des Terrorismus, Kampf gegen die Gefahr von Massenvernichtungswaffen und Verteidigung der Menschenrechte als „Fahnenträger des Friedens und der Demokratie“ mit ihren Bomben und Raketen in den muslimischen Ländern in der Region präsent. Nach Afghanistan und Irak ist es diesmal die wehrlose Bevölkerung in Syrien, die den ständigen Drohungen der politischen und militärischen Machthabern in den USA ausgesetzt sind.

     

    Die Regierung von George Bush behauptete in Afghanistan gegen die Al Kaida vorzugehen und setzte in diesem Land Bomben und Raketen ein und ließ Zehntausende US-Soldaten einmarschieren. Danach startete sie die Irak-Invasion, weil Saddam angeblich Massenvernichtungswaffen besaß.

     

    12 Jahre nach dem Afghanistanangriff und 10 Jahre nach Besetzung des Iraks sehnt sich die muslimische Bevölkerung in diesen beiden Ländern nach Frieden, Sicherheit und Stabilität.

     

    In Afghanistan haben inzwischen einige Gruppen, wegen deren angeblichen Bekämpfung die USA tausende von Afghanen getötet oder verletzt haben, Verhandlungen mit den Amerikanern aufgenommen, damit der gefahrlose Abzug der US- und Natosoldaten aus Afghanistan abgesichert wird und die Interessen der westlichen Regierungen nach dem Abzug aus diesem Land bewahrt bleiben. Im Irak richtet die Al Kaida, die der Feind der Amerikaner sein soll, mit direkter oder indirekter Unterstützung der USA und ihrer Verbündeten in der Region durch Bombenanschläge täglich ein Blutbad unter der Zivilbevölkerung an. Es ist nämlich im Interesse der USA und ihrer Verbündeten wie den Saudis, dass die Lage in Irak instabil bleibt.

     

    Das Szenario in Afghanistan und Irak wird in Syrien wiederholt. Die US-Regierung will unter dem Vorwand, gegen die chemischen Waffen Syriens vorzugehen, seine Verbündeten in Europa und der Region für einen Militärschlag auf Syrien gewinnen. Die Regierung von Obama betreibt weitgehende Konsultationen im Inland und auf internationaler Ebene um einen solchen Militärangriff zu legitimisieren.

     

    Die Bushregierung hat 2001 und 2003 mit einer riesigen Propagandawelle einen Teil der US-Bevölkerung auf ihre Seite gezogen und ohne Genehmigung der UNO erst Afghanistan und dann Irak angegriffen. Aber die Obama-Regierung konnte bislang noch nicht einmal im Inland die Unterstützung der öffentlichen Meinung gewinnen. Der US-Präsident stieß im In- und Auslad weitgehend auf Ablehnung eines Syrienangriffes.

     

    Die Abgeordneten im englischen Unterhaus haben im Gegensatz zu 2001 und 2003 den geplanten Militärangriff der USA abgelehnt, dabei ist England der engste Verbündete der USA in Europa . Die US-Regierung strengt sich aber weiter an das Thema C-Waffen in Syrien und ihre angebliche Gefahr für die syrische Bevölkerung und die Regionalstaaten in den Mittelpunkt zu rücken um die UNO und die öffentliche Meinung im In und Ausland von einem Militärschlag auf Syrien zu überzeugen.

     

    In den vergangenen 2 Jahren sind 120 Tausend Menschen in Syrien ums Leben kommen. Warum sind die USA heute darüber erzürnt und besorgt, dass 1300 Unschuldige in Ghuta bei Damaskus bei einem C-Angriff starben? Die UN-Inspektoren haben außerdem die Behauptungen der US-Regierung noch nicht bestätigt, dass die syrische Regierung diese Waffen eingesetzt hat. Der Einsatz von C-Waffen ist auf jeden Fall zu verurteilen, egal wer solche Waffen anwendet. Aber wenn Unschuldige getötet werden geht es eigentlich erst zweitrangig darum, mit welcher Waffe sie umgebracht wurden. Was ist denn mit den circa 118.700 Menschen die in den letzten zwei Jahren durch andere als chemische Waffen im Syrienkonflikt ums Leben kamen?

     

    Es ist nicht zu glauben: Aber die US-Regierung die selber für den Verkauf von Massenvernichtungswaffen an viele Länder verantwortlich sind, wollen die Menschenrechte auf der Welt verteidigen!

     

    In den vergangenen 6 Jahrzehnten haben die USA gegen zahlreiche Resolutionsentwürfe der UNO zu den unmenschlichen Angriffen des illegalen israelischen Regimes auf die wehrlosen Palästinenser ihre Veto eingelegt und nun argumentieren sie für den Syrienangriff mit der Begründung ,dass in der Nähe von Damaskus 1300 Menschen einem C-Waffenangriff zum Opfer fielen.

     

    Für die Fälle in den die US-Regierung und ihre europäischen Verbündeten in Sachen Menschenrechte mit zweierlei Maß gemessen haben, ließe sich eine lange Liste aufstellen. Zu diesen zahllosen Widersprüchlichkeiten gehört, dass sie erst verbrecherische Diktatoren wie den Schah in Iran, Saddam in Irak und Mubarak in Ägypten unterstützen und dann behaupten gegen sie zu sein, oder dass sie die Stammesregimes in den Scheichtümern am Persischen Golf unterstützen und behaupten sich die Demokratie für die anderen Völker zu wünschen.

     

    Die muslimischen Ländern im Nahen Osten haben in den letzten 3 Jahrzehnten viele Kriege und Unruhen erlebt. Ein großer Teil davon ist, und das ganz besonders nach dem 11. September, durch Hetze und Unterstützung nicht-regionaler Staaten, insbesondere der USA und England zustandegekommen.

     

    Der Irak hat unter Saddam anderen zwei verheerende Kriege aufgezwungen und wurde in zwei weiteren Kriegen selber ruiniert. Heute leidet dieses Land unter den Anschlägen der Salafisten- und Takfiri-Gruppen. Kuwait verlor sein Kapital über Nacht und der Libanon erlebte mehrere Bürgerkriege und Fremdangriffe.

     

    Afghanistan wurde ebenso ruiniert. Sudan wurde geteilt und die Zukunft von Jemen ist unklar. Libyen hat sich in ein Zentrum für Mord und Plünderung verwandelt und in Mali herrscht Krieg. In Tunesien und Algerien ist die Lage instabil und in Pakistan brennt das Feuer des Sektiererhasses gegen Anhänger anderer Religionsgruppen. In Bahrain unterdrückt die herrschende Minderheit die wehrlose Mehrheit. Türkei ist innerlich gespalten und in Grenzkonflikte verwickelt und in Ägypten ist im Begriff sich aufzulösen. In Syrien ist vom Krieg im Inland und den Angriffen von außen ausgesetzt. Saudi Arabien, die Emirate und Katar haben zwar keinen Krieg erlebt, aber bereits viele Gelder in den Aufstand in Syrien gesteckt.

     

    Wenn die USA und England an einer direkten Einmischung in Syrien festhalten, so ist dies im Rahmen eines größeren Projektes von einem sogenannten neuen Nahen Osten zu sehen. Unabhängig davon, welche Meinung wir nun gegenüber den Krisen und Unruhen in den muslimischen Ländern in Afrika und dem Nahen Osten vertreten, ist zu sehen, was sich unter dem Schlussstrich aus dieser Krisen und Unruhen für die Muslime ergibt und welcher Eindruck von den Muslimen und vom Muslimsein entsteht.

     

    Klammert man den Iran und einige andere muslimische Nationen aus, bleiben nur verbrannte Erde und verloren gegangenes Kapital und Hassgefühle. Die USA und ihre Verbündeten haben bereits jetzt ihre Hände in Syrien im Spiel und so gut sie konnten Krieg geschürt. Es geht ihnen hierbei und auch bei der offen angedrohten direkten Militärinvasion nicht um Beilegung der Konflikte sondern um deren Fortsetzung.

     

    Die ehemalige US-Außenministerin Condoleeza Rice hat bei ihrem Beirut-Besuch im Jahre 2006 von dem Projekt eines neuen Nahost gesprochen. Dieses Projekt schlug damals noch fehl. Anhand des Entwicklungsverlaufes im Nahen Osten und der US-Politik können die Muslime bereits die verheerenden Ausmaße eines solchen Projektes ahnen.

     

    Die USA und ihre europäischen und regionalen Verbündeten streben unter dem Deckmantel Verbreitung der Demokratie und Zivilfreiheiten nach der Teilung der Nahoststaaten. Dieses Ziel ist jedoch nicht ohne Zwietrachtstiftung und Krieg zwischen den einzelnen Bevölkerugnsgruppen in den islamischen Gesellschaften möglich.

     

    Die westlichen Regierungen wollen die Muslime in verschiedene Gruppen zersplittern, damit sie sich gegenseitig die Kehle zudrücken, dadurch ihr Ansehen ruinieren und sich selber vernichten. Es ist für die westlichen Regierung gut, wenn sich die Muslime selber gegenseitig exkommunizieren und umbringen. Diese Politik des Westens entspricht dem, was einmal der bekannte US-Stratege Henry Kissinger in einem Interview über den Krieg den Saddam der IRI aufzwang, gesagt hat, nämlich: „Ich hoffe sie bringen sich gegenseitig um!“

     

    Der Westen hat also den Krieg der Zivilisationen schon vor Jahren begonnen, aber er verläuft raffinierter als das was Huntington skizziert. Warum denn einen Krieg zwischen dem Westen und Osten? Es ist doch einfacher für den Westen einen Krieg zwischen den Menschen im Osten, zwischen Osten und Osten, zwischen den muslimischen Rechtsschulen, zwischen Schiiten und Sunniten und unter den Arabern voranzutreiben und zu unterstützen.

     

    Die westlichen Staaten brauchen auf die geschilderte Weise kein Geld auszugeben und ihre Soldaten geraten nicht in Gefahr . Durch Zwietrachtstiftung in den Islamischen Gesellschaften können sie an die Vorherrschaft im strategisch wichtigen Nahost gelangen und damit die Sicherheit des illegalen zionistischen Regimes gewährleisten. US-Außenminister John Kerry hat offen erklärt, dass die Saudis in Riad die Unkosten für den Angriff auf Syrien übernehmen werden.

     

    Die Zwietracht zwischen den Muslimen und die Spaltung islamischer Länder führt in Wahrheit zur allmählichen Vernichtung der muslimischen Länder und Stärkung und Überlegenheit des zionistischen Regims. Es wäre schön, wenn die Gelehrten jeder Rechtsschule den Konflikt zwischen den Muslimen und jegliches Massaker unter ihnen unter allen Umständen religiös für verboten erklären und persönlich sich gegen jeglichen diesbezüglichen Verstoß einsetzen würden. Wenn jemand die Konflikte zwischen Religionsgruppen fördert oder ihnen gegenüber schweigt, nimmt er in Wahrheit an der Vernichtung der muslimischen Länder teil und stellt den Islam als unfähig hin. Der einzige Sieger wird Israel sein.

     

    Die Muslime, deren Prophet von Gott als Barmherzigkeit für die Menschen ausgesandt wurde und die jeden Tag im Gebet Gott den Allbarmherzigen und Gütigen rufen und hoffen das Gott sie erhört, müssen wissen, dass durch den Mord an anderen Muslimen niemals die Muslime zu Aufschwung gelangen. Sie müssen sich auch bewusst werden, dass die Fremden niemals etwas tun, was das Ansehen der Muslime und ihre Würde als Mensch stärkt.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/islamfeindliche-schritte/item/250217-muslime-sind-das-gr%C3%B6%C3%9Fte-opfer-des-us-militarismus