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    Prophet Mohammad (s), der Gründer der islamischen Zivilisation (Teil 1)

    • Akbar Orwati Mowafagh
    • http://www.taqrib.info/germany
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    Der islamischen Zivilisation wurde aus verschiedenen Blickwinkeln und Dimensionen von den Denkern Beachtung geschenkt, und es wurden darüber Bücher und zahlreiche verschiedenartige Artikel geschrieben. Aber das, was hier vernachlässigt wurde und keine Zuwendung fand, ist die grundlegende und unersetzliche Rolle des Propheten Mohammad –Friede sei mit ihm und seiner Familie- bei der Gründung dieser großen Zivilisation.

     

    Der Setzling dieses kraftvollen Baumes wurde durch die fähigen Hände des edelmütigen Propheten –Friede sei mit ihm und seiner Familie- gepflanzt, und seine Wurzeln wurden durch die Auswanderung (Hedjrat) dieses großartigen Menschen nach Yathrib (ehem. Name v. Medina) gekräftigt. In diesem Artikel werden die grundlegenden Faktoren der Zivilisation aus dem Blickwinkel der Wissenschaftler überprüft – und die Rolle des geehrten Propheten –Friede sei mit ihm und seiner Familie- bei der Schaffung von Ruhe und Sicherheit, nationalem Zusammenhalt, Zusammenarbeit, sittlicher Gesinnung, Ausdauer und Geduld, Einigkeit und relativem Wohlergehen, welche wirksame Faktoren der Zunahme und des Aufstiegs der Zivilisationen sind, dargelegt.

     

     

    Vorwort

     

    Die islamische Zivilisation ist aus der Sicht der Wissenschaftler oftmals von verschiedenen Aspekten her betrachtet und besprochen worden. Diese Zivilisation hat in sich die größte wissenschaftliche Ordnung herangebildet und der Welt bedeutende Persönlichkeiten auf den verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten vorgestellt. Der Fortschritt und die schnelle Ausdehnung, die Größe, die Vollkommenheit und die Ausbreitung des Umfanges der islamischen Zivilisation und ebenso die Teilnahme verschiedener Bevölkerungsschichten unterschiedlicher Völker und Rassen bei dem Aufbau und Aufstieg dieser Zivilisation sind Dinge, die alle ins Erstaunen versetzen, und viele Denker, insbesondere die westlichen zum Eingeständnis in diesem Zusammenhang gezwungen hat.

     

    Jedoch muss beachtet werden, dass die goldene Zeit des Islam hinsichtlich der religiösen und seelischen Lebenskraft und der Verwirklichung der Ideale sowie der Herauskristallisierung ihrer Werte, die Zeit des edlen Propheten –Friede sei mit ihm und seiner Familie- und der Befestigung der islamischen Religion in Medina war, und einem Samenkorn gleicht, was ausgesät wird, und woraus ein Baum entsteht, der durch geeigneten Nährboden nach geraumer Zeit Früchte trägt. Der Baum der islamischen Zivilisation trug auch über viele Jahrhunderte nach seiner Pflanzung durch die gesegneten Hände des Propheten –Friede sei mit ihm und seiner Familie- Früchte, die sich auf den Gebieten der Kultur und Kunst, religiös-gesetzlicher und rationeller Wissenschaft und der Literaturwissenschaft zeigten.

     

    Dr. Hossein Nasr ist bezüglich des Wachstums der islamischen Zivilisation folgender Überzeugung: „Erst nach der Festigung der islamischen Gesellschaftsordnung, und auch nachdem die Spuren der islamischen Offenbarung so verkörpert und fühlbar wurden, dass sie der neuen Zivilisation – trotz der unislamischen Elemente, die ihr zugefügt wurden – die konkrete islamische Farbe geben konnten, ja, erst in dieser Zeit war es, in der das Wissen und die Literatur und die Philosophie den Höhepunkt ihrer Vollkommenheit erreichte.“ (1)

     

    Die islamische Zivilisation hat durch Nutzung der Offenbarung und die Maßnahmen des edelmütigen Propheten –Friede sei mit ihm und seiner Familie- im Laufe der Phasen auf dem Wege der Vollkommenheit und Reife solch einen Grad erreicht, dass Adam Metz, der schweizerische Wissenschaftler in seinem Buch, das vierte Jahrhundert nach der Hedjrat (Auswanderung) die Epoche der islamischen Wiedergeburt genannt hat, (2) und Frau Siegrid Hunke ihr Aufblühen für doppelt so stark wie das der griechischen Zivilisation betrachtet. Sie ist davon überzeugt, dass die Muslime sehr viel direkter und vielseitiger als die Griechen die westliche Welt beeinflusst haben und äußert die Hoffnung: „Vielleicht wird wie in der vergangenen Geschichte, als die Muslime das Bild der Erde veränderten, wiederum in nächster Zeit unser Schicksal in engster Weise von ihnen abhängen.“ (3)

     

    Wie erwähnt, wurde der islamischen Zivilisation in verschiedener Hinsicht Aufmerksamkeit geschenkt, aber die Rolle des geehrten Propheten –Friede sei mit ihm und seiner Familie- bei der Gründung dieser Zivilisation, wurde leider weniger beachtet. In diesem Artikel wird unter Berücksichtigung grundlegender Faktoren und wirksamer Elemente bei der Errichtung und dem Aufstieg der menschlichen Zivilisation, die Rolle des Propheten –Friede sei mit ihm und seiner Familie- diesbezüglich einer Nachprüfung unterzogen.

     

     

    Bedeutung des Begriffes „Zivilisation“

     

    a- wörtliche Bedeutung

     

    Das Wort „Zivilisation“ entstammt dem Wort „maddana“ im Arabischen, was „ansässig werden“ und „eine städtische Lebensweise übernehmen“ bedeutet. (4) Auch in den persischen Lexika bedeutet das Wort „Tamadon“ (Zivilisation) „in einer Stadt sesshaft werden“, „sich an die Moral und die Umgangsformen der Stadtbewohner gewöhnen“ und „Mitarbeit der Mitglieder einer Gesellschaft in öffentlichen, wirtschaftlichen, religiösen, politischen und ähnlichen Angelegenheiten. (5)

     

    Wenn auch in der östlichen und auch in der lateinischen Sprache die Zugehörigkeit zur Stadt und städtischen Lebensweise die Grundlage der Zivilisation bildet, muss jedoch beachtet werden, dass Zivilisation nicht unbedingt bedeutet „in einer Stadt zu leben“, sondern der zivilisierte Mensch ist ein Mensch, der die Stufe der städtischen Lebensweise erreicht hat. Eigentlich ist städtische Lebensform die Folge der Zivilisation gewesen, nicht ihre Ursache. Nach der Aussage von John Bernal ist eine bewohnte Stadt Teil der Zivilisation, und es trifft nicht zu, dass städtische Lebensform die Zivilisation hervorgerufen haben soll. (6) Auch Will Durant ist folgender Überzeugung: „Allein die Zivilisation ist es, die den Menschen auf den Gedanken zur Gründung von Städten (7) bringt. Aus bestimmter Sicht gesehen vereint sich die Zivilisation mit der guten Eigenschaft der Höflichkeit und dem freundlichen Umgang miteinander und dieser freundliche Umgang miteinander ist jene ethische Freude, die man in der bewohnten Stadt (8) erlebt.“ (9)

     

     

    b- terminologische Bedeutung

     

    Das Wort „Zivilisation“ ist verschiedentlich definiert worden. Vor der Anmerkung einiger dieser Definitionen, muss dieser Punkt berücksichtigt werden, nämlich dass „Zivilisation“ ein verhältnismäßig neuer Begriff ist, (10) der auch im Laufe der letzten Jahrhunderte einem Wandel in seiner Bedeutung unterlag. Trotzdem wird unter der Berücksichtigung des oben genannten Punktes dieses Wort aus der Sicht einiger westlicher und muslimischer Denker in Betracht gezogen:

     

    Will Durant definiert „Zivilisation“ folgendermaßen: „Zivilisation ist eine gesellschaftliche Ordnung, die ein kulturelles Wachstum beschleunigt, und zur Nutzung von Ideen, guten Sitten, Bräuchen und Kunst, Erfindungen tätigt und Kreatives schafft; eine politische Ordnung, die durch Sittlichkeit und das Gesetz behütet wird und eine wirtschaftliche Ordnung, die durch anhaltende Produktion beständig bleibt.“(11)

     

    Die muslimischen Denker haben auch ihre eigene Definition von „Zivilisation“. Ebn Chaldun hält die Zivilisation für den gesellschaftlichen Zustand des Menschen .(12) Seiner Meinung nach verdient eine Gesellschaft die Bezeichnung der „Zivilisiertheit“, die sich durch die Errichtung einer Regierung regeln lässt, Ämter und Regierungseinrichtungen geschaffen hat, damit diese den Schutz der Ordnung überwachen, statt des Einzellebens die städtische Lebensweise anstrebte, sowie zur Anhebung der Tugenden und Fähigkeiten wie Wissen und Kunst führte.

     

    Allameh Mohammad Taghi Dja’fari deutet „Zivilisation“ auf diese Weise: „Zivilisation ist eine harmonisch abgestimmte Organisation von Menschen in einer rationalen Lebensweise, in gerechten Beziehungen stehend und unter Mitbeteiligung aller Personen und Gruppen der Gesellschaft bei der Vorantreibung der materiellen und immateriellen Ziele der Menschen in allen positiven Dimensionen.“ (13)

     

    Bei einer Zusammenfassung aller genannten Definitionen lässt sich folgendes sagen: „Zivilisation“ ist das Ergebnis eines kulturellen Anstiegs und die Annahme einer gesellschaftlichen Ordnung. Zivilisation ist ein Verlassen des Nomadenlebens und ein Betreten des institutionalisierten Hauptweges gesellschaftlicher Angelegenheiten, oder wie es ebn Chaldun ausdrückt, das     Erreichen von Kultiviertheit. (14)

     

    Wirksame Faktoren bei dem Aufbau und Aufstieg der Zivilisationen

     

    Bei der Entstehung und dem Aufstieg einer Zivilisation spielen verschiedene Faktoren und Elemente eine Rolle. Nach Ansicht von Will Durant können bei einer Zivilisation vier Grundstützen und Hauptelemente unterschieden werden. Diese sind: Voraussicht und Achtsamkeit in wirtschaftlichen Angelegenheiten, politische Struktur, ethische Tradition und Streben auf dem Wege der Kenntnis und Ausbreitung der Kunst. (15)

     

    Will Durant ist überzeugt, dass das Entstehen einer Zivilisation dann möglich ist, wenn Unordnung und Unsicherheit beendet worden sind, weil sich erst mit dem Schwinden der Angst die Wissbegierde und das Bedürfnis nach Entdeckungen und Erfindungen einstellt, und der Mensch seinem Instinkt zu folgen beginnt, der ihn auf natürliche Weise auf den Weg der Suche nach Wissen und Kenntnis und Beschaffung von Dingen zur Verbesserung seines Lebens führt. (16)

     

    Ebn Chaldun hält für die Schaffung einer Zivilisation sieben Faktoren für wirkungsvoll: 1- Regierung und Führung; 2- religiöse Gesetzesführung oder Gewohnheitsrecht; 3- ethische Gesinnung; 4- Arbeit; 5- Handwerk; 6- Population; 7- Reichtum

     

    Nach Meinung ebn Chalduns können die drei ersten Elemente als Hauptelemente bezeichnet werden, die wichtiger als die anderen vier sind.(17)

     

    Unter Berücksichtigung verschiedener Stimmen und Meinungen kann auf untere Faktoren für die Entstehung der Zivilisationen hingewiesen werden:

     

    1-Sicherheit und Ruhe

    2- nationaler Zusammenhalt, an den ebn Chaldun mit dem Ausdruck „Asabiyat“ hier soviel wie „Patriotismus“ (18) erinnert. Dieser Begriff ist in Wirklichkeit die eigentliche Seele jeder Zivilisation; ein Faktor, der den nötigen Anreiz liefert, und die Zusammenarbeit einer bestimmten zielgerichteten Gruppe gestaltet.(19)

    3-Zusammenarbeit und Kooperation

    4-Moralischer Aspekt

    5-Toleranz, Geduld und Langmut anderen Denkweisen gegenüber (gemeint ist hier das Tolerieren und Verstehen anderer, nicht jedoch Gleichgültigkeit)

    6- Wahrung der Einheit und Eintracht und Verhinderung von Trennung und Separatismus

    7- Religion

    8- Relativer Wohlstand(20)

     

     A – Der Prophet Mohammad –Friede sei mit ihm und seiner Familie- und die Schaffung von Sicherheit und Ruhe   

     

    Die islamische Zivilisation nahm mit der Aufforderung zum Islam in Mekka ihren Anfang und mit der Errichtung einer Regierung in Medina fasste sie Wurzeln; das heißt, an einem Ort verband sich die islamische Regierung mit der städtischen Lebensweise. In den Jahren, als die Muslime in Mekka weilten, versuchte die Sippe der Qoraisch mit aller Kraft die Menschen vom Islam fernzuhalten, und die Götzenanbeter Mekkas schreckten nicht davor zurück, die Neu-Muslime zu misshandeln.

     

    Die wirtschaftliche Blockade der Bani Haschem im Abi-Taleb-Tal und der Tod der geehrten Chadidja (Friede sei mit ihr) und Abu Talebs, die zu den starken Beschützern des Propheten und der Muslime zählten, hatten den Muslimen Ruhe und Sicherheit entzogen, während der Prophet für die Legung des Fundamentes der großen islamischen Zivilisation einen ruhigen und sicheren Ort brauchte. Aus diesem Grunde reiste der Prophet nach Ta’ef, um eine Umgebung der Sicherheit und Ruhe für die unterdrückten Muslime zu finden, aber leider war die Reise nach Ta’ef nicht erfolgreich. Die Verwalter dieser Stadt kamen seinem Angebot nicht nach, und stachelten sogar unwissende Leute an, um den Propheten zu verfolgen und ihn zu vertreiben.(21)

     

     a- Der Prophet Mohammad –Friede sei mit ihm und seiner Familie- und die Schaffung von Sicherheit und Ruhe

     

    Im gleichen Jahr ergaben sich die Umstände zu einer Begegnung des geehrten Propheten – Friede sei ihm und seiner Famiie – mit einer Gruppe Leute aus der Stadt Yathrib. Die Art des edelmütigen Propheten –Friede sei mit ihm und seiner Familie- war es, während der Hadj (Pilgerzeit) die Stämme, die zum Besuch des Hauses ((Ka’ba) gekommen waren, aufzusuchen und diese vom Islam zu überzeugen. Einmal trafen sechs Leute des Stammes Chasradj den Propheten. Der geehrte Mohammad –Friede sei mit ihm und seiner Familie- teilte ihnen seine Botschaft mit. Nachdem sie ihm zugehört hatten, kamen sie seiner Einladung, die eine frohe Nachricht der Freundschaft und der Freude und Tugendhaftigkeit war, entgegen und sagten: „Wir werden zu unseren Leuten gehen und sie über deine Religion unterrichten; vielleicht weicht durch deinen Segen aus unserer Stadt Krieg und Fehde. Wir wollen dich am meisten von allen ehren, wenn wir durch dich vereint werden.“(22)

     

    Zwei Jahre später, im dreizehnten Jahr nach der Berufung des Propheten, zur Zeit der Hadj, leisteten die Vertreter der Bewohner Medinas dem Propheten den Treueid und erklärten seine Feinde als die ihrigen, und seine Freunde zu ihren Freunden, und sagten jedem, der gegen ihn in den Krieg zieht, den Kampf an. Nach diesem Treueid war es, dass der Prophet –Friede sei mit ihm und seiner Familie- den Muslimen die Auswanderung nach Yathrib (Medina) gestattete. Die Anstrengung des Propheten auf der Suche nach Sicherheit und Festigkeit hatte sich gelohnt, und das Milieu Medinas mit seiner Sicherheit bot für den werten Propheten –Friede sei mit ihm und seiner Familie- die Bedingungen zur Stabilisierung der Grundstützen der islamischen Regierung.

     

     

    b- Prophet Mohammad -Friede sei mit ihm und seiner Familie- und der nationale Zusammenhalt.

     

    Der weitere Schritt des Propheten bei der Fundamentierung der islamischen Zivilisation war die Schaffung eines Geistes der Zusammengehörigkeit. Der edelmütige Prophet -Friede sei mit ihm und seiner Familie- hatte zu Anfang seines Einzugs in Yasreb trotz der Rassen- und Abstammungsunterschiede der muslimischen Gesellschaft in Medina ein Abkommen getroffen, welches eine einheitliche Gesellschaft der Muslime, die Geschlossenheit und Gleichheit untereinander vorsah. Einige der Maßnahmen des geehrten Propheten waren:

     

    1- Die Aufstellung des ersten allgemeinen schriftlichen Bündnisses im Islam: Der Gesandte Gottes -Friede sei mit ihm und seiner Familie- hatte in den ersten Monaten seiner Anwesenheit in Medina einen Vertrag zwischen den Emigranten und den Anssár (Einwohner von Medina) einerseits und mit den Juden andererseits abgeschlossen. In diesem Abkommen hatte der Prophet die Gesetze und das Vermögen der Juden unter bestimmten Bedingungen respektiert. Dieser Vertrag veranschaulicht, auf welche Art der edle Prophet -Friede sei mit ihm und seiner Familie- das Prinzip der Freiheit, der Ordnung und der Gerechtigkeit im Leben achtete und wie er mit diesem Abkommen eine einheitliche Front gegenüber äußeren Angriffen bildete. (23)

     

    Die Hauptpunkte dieses Abkommens, welches ebn Eshagh überliefert, waren:

     

    1- Die Muslime und Juden werden als ein Volk in Medina leben.

    2- Die Muslime und Juden können ihre religiösen Veranstaltungen frei ausführen.

    3- Bei Kriegsfall wird jede dieser beiden Parteien die andere, falls sie nicht Aggressor sein sollte, gegen den Feind unterstützen.

    4- Wenn Medina vom Feind angegriffen werden sollte, werden beide zusammen Medina mit vereinten Kräften verteidigen.

    5- Der Friedensvertrag mit dem Feind wird unter nach beidseitiger Beratung abgeschlossen.

    6- Da Medina eine heilige Stadt ist, wird von beiden Seiten Respekt aufgebracht; und jegliches Blutvergießen in dieser Stadt ist religionsrechtlich untersagt.

    7-Bei Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen hat der Gesandte Gottes -Friede sei mit ihm und seiner Familie- die letzte Rechtsprechung.

    8- Die Unterzeichner dieses Abkommens werden miteinander gütig und wohlwollend umgehen. (24)

     

    2- Der Friedensvertrag zwischen den Emigranten und den Anssár :

     

    Acht Monate nach der Hedjrat (Auswanderung) schloss der Gesandte Gottes zwischen den Emigranten und den Anssár einen Freundschaftsvertrag, damit sie sich unterstützten und nach ihrem Tode gegenseitig beerbten. Der edle Prophet -Friede sei mit ihm und seiner Familie-, hatte mit dieser Maßnahme die Auswanderer und die Anssár in jeder Hinsicht vereint. Es wurde dank der Gleichheit und Brüderlichkeit sogar eine Stufe erreicht, auf der jeder seinem muslimischen Mitbruder den Vorrang gab; sodass geschrieben steht: Am Tag der Verteilung dessen, was beim Gefecht mit den „Bani Nassir“ den Muslimen in die Hände gefallen war, sagte der Prophet zu den Anssár: „Wenn ihr wollt, können wir die Emigranten an den errungenen Gütern beteiligen, wenn nicht, soll alles euch gehören.“ Die Anssár sagten: „Nicht nur allein die Beute geben wir vollständig an unsere ausgewanderten Brüder ab, sondern wir lassen sie auch an unserem Vermögen und Besitz teilhaben.“ (25)

     

    Auf jeden Fall waren die wohlüberlegten Anstrengungen des edlen Propheten -Friede sei mit ihm und seiner Familie- für die Entstehung des Zusammenhalts und der Eintracht in der Gesellschaft der Muslime von großer Wirkung, sodass in den ersten Jahren der islamischen Regierung ältere Männer ihren Bart färbten und wie die jungen Männer zum Kampf auf das Schlachtfeld zogen.

     

     

    Fußnoten:

     

    1-   Seyed Hossein Nasr, „Drei muslimische Weise“, übersetzt von Ahmad Aram, sechste Auflage, Teheran, Wissenschaftliches und Kulturelles , 2005, Seite 1

    2-   Adam Metz, „Die islamische Zivilisation im vierten Jahrhundert der Hedjrat (Auswanderung)“, übersetzt von Ali Resa Sekawati Gharagaslu, zweite Auflage, Teheran, Amir Kabir, 1985, Seite 9

    3-   Siegrid Hunke, „Die islamische Kultur in Europa“, übersetzt von Mortesa Rahbani, Teheran, Verlagsbüro Islamische Kultur, 1982, Band 2, Seite 36

    4-   Louis Maaluf, Al Mondjad, übersetzt von Mohammad Bandar Rigi, Teheran, 2005, Band 2, Seite 1766

    5-   Mohammad Mo’in, „Wörterbuch der Persischen Sprache“, achte Auflage, Teheran, Amir Kabir, 1992, Band 1, Seite 1139

    6-   John Bernal, „Wissen in der Geschichte“, übersetzt von Assadpur Piranfar, Teheran, Amir Kabir, 1967, Seite 86

    7-   City

    8-   Civitas

    9-   Will Durant, „Geschichte der Zivilisation“, Band 1, Seite 5

    10-wie oben

    11- wie oben, Band 1, Seite 3, „Überblick über die Geschichte der Zivilisation“. Seite 256

    12- Ebn Chaldun,“ Vorwort von ebn Chaldun“, übersetzt von Mohammad Parwin Gonabadi, achte Auflage, Teheran, Wissenschaftliches und Kulturelles, 1996, Band 1, Seiten 75-76

    13- Mohammad Taghi Dja’fari,“ Die Übersetzung von Nahdj ol-Balagha“, Teheran, Verlagsbüro Islamische Kultur, 1981, Band 5, Seite 161

    14- Ali Akbar Welajati, sein Geschichtswerk, Band 1, Seite 32

    15- Will Durant, „Die Geschichte der Zivilisation“, Band 1, Seite 3

    16- wie oben

    17- Esatollah Radmanesch, „Sämtliche Ansichten ebn Chalduns über die Philosophie, Geschichte und Zivilisation“, Teheran, Verlagsbüro Islamische Kultur, 1979, Seite 17

    18- wie oben, Seiten 9-35

    19- Will Durant, „Islamische Zivilisation“, Band 1, Seite 66

    20- Ali Akbar Welajati, sein Geschichtswerk, Band 1, Seiten 33-34

    21- Seyed Dja’far Schahidi, „Islamische Geschichtsanalyse“, fünfte Auflage, Teheran, Verlagszentrum der Universität, 1985, Seite 43

    22- wie oben, Seite 45

    23- Dja`far Sobhani, „Der Glanz der Ewigkeit“, Qom, Verlagsbüro Tablighát Eslami, Band 1, Seite 377

    24- Mohammad Ebráhimi Ajati, „Geschichte des Propheten des Islam“, vierte Auflage, Teheran, Universität Teheran, 1987, Seite 234 nach der Überlieferung von: Ebn Haschem, „Siraton-Nabi“, Beirut, Dar ol-Fekr, Band 2, Seiten 119-123

    25- Seyed Dja`far Schahidi, Titel wie vorher, Seite 55; Mohammad Ebráhim Ajati, s.o. Seite 235