islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Prophet Mohammad (s), der Gründer der islamischen Zivilisation (Teil 3)

    Prophet Mohammad (s), der Gründer der islamischen Zivilisation (Teil 3)

    • Akbar Orwati Mowafagh
    • http://www.taqrib.info/germany
    Prophet Mohammad (s), der Gründer der islamischen Zivilisation (Teil 3)
    Rate this post

     

    f- Der Prophet Mohammad –Friede sei mit ihm und seiner Familie- und die Bildung der Einheit

     

    Eine andere Eigenschaft, welche auf dem Wege der Entstehung der Zivilisationen Einfluss ausüben kann, ist die Einheit und gemeinsame Eintracht, die seit der Zeit des Beginns der Einladung des Propheten für den Islam wichtig war.

     

    Der edle Qor`an lädt in vielen Versen die Muslime zum Bündnis ein. Der Qor`an hat mit dem in den Mittelpunkt gestellten „Tauhid“ (Einzigartigkeit Gottes) alle zur Beziehung zu Gott, oder zum beharrlichen Festhalten am Seile Gottes aufgerufen: „Und haltet fest an Gottes Seil insgesamt und trennt euch nicht…“ (Sure Emrán, Vers 103)

     

    Der edle Prophet -Friede sei mit ihm und seiner Familie- schaffte es, in kurzer Zeit mit Hilfe des Islam unter den Stämmen, zwischen denen mehr als einhundert Jahren Krieg, Blutvergießen und Meinungsverschiedenheiten herrrschten, Friede und Ruhe zu stiften, und er bildete mit ihrem Bündnis eine starke Front in Medina.

     

    John Davenport, der bekannte englische Wissenschaftler, schreibt: Mohammad –Friede sei mit ihm und seiner Familie-, ein einfacher Araber, hat die zerstreuten kleinen und barfüßigen und hungernden Stämme seines Landes in eine kompakte und disziplinierte Gesellschaft verwandelt und ihnen unter allen Nationen der Welt neue Charakterzüge und neue moralische Werte vorgestellt, und in weniger als dreißig Jahren hat diese Handlungsweise den konstantinopolitanischen Imperator besiegt und die Herrscher des Iran entmachtet, Syrien und das Stromland von Euphrat und Tigris und Ägypten erobert und seine Eroberungsgrenzen vom Atlantischen Ozean bis an die Ufer des Kaspischen Meeres und bis an den Syrdarja (Fluss) ausgeweitet.“ (40)

     

     

    g- Der Prophet Mohammad –Friede sei mit ihm und seiner Familie- und Religion und Zivilisationsbildung

     

    Die Religion nimmt einen höheren Platz ein und spielt eine besondere und wichtigere Rolle bei dem Aufbauprozess. Es steht fest, dass keine Kultur und Zivilisation bei keinem Volk aufzufinden ist, in dessen Kultur und Zivilisation nicht irgendeine Form von Religion existiert. Rada Krischnan hält die Religion für das Innere der Zivilisation( 41), und ist überzeugt: „Die Religion befindet sich wie die Seele im Innern des gesellschaftlichen Systems.“

     

    Die Rolle der Religion bei der Bildung der Zivilisation kann von zwei Seiten her Beachtung gezollt werden: Durch die natürlichen Fähigkeiten lässt die göttliche Rechtleitung einerseits die Menschen aufblühen, und durch Verursachung von Wandlung in den Gedanken und dem Geist des Menschen beseitigt sie die alten und störenden Traditionen und gründet eine aktive und lebendige Ordnung. Im Laufe solch einer Wandlung verbessert sich das wirtschaftliche Leben des Menschen, seine wissenschaftlichen, technischen, künstlerischen und literarischen Fähigkeiten blühen auf.

     

    Andererseits ebnet die Religion den Weg für die Grundlage des Zusammenhalts oder so wie es ebn Chaldun ausdrückt, die Grundlage der „Vaterlandsliebe“. Nach Meinung ebn Chalduns besteht zwischen der „Vaterlandsliebe“ und der Religion eine direkte Verbindung. (42)

     

     

    h- Der Prophet Mohammad –Friede sei mit ihm und seiner Familie- und Bildung relativen Wohlstandes

     

    Solange sich die Muslime in Mekka aufhielten, waren sie aufgrund der klimatischen Bedingungen dieser Stadt bei der Deckung von Grundbedürfnissen mit vielen Problemen konfrontiert. Das Kaufmannsmilieu und der Kleinhandel der Stadt Mekka hinderte das Vorankommen der schwachen Schichten der Gesellschaft bei der Erlangung von besseren Berufspositionen; aber nach der Auswanderung nach Medina fanden sich die Muslime in einer neuen Umgebung, und es eröffneten sich neue Möglichkeiten für sie. In Medina war der Rassen- und Stammesfanatismus, von dem   Hochnäsigkeit und Stolzes ausging, nicht so groß. Ein weißhäutiger iranischer Sklave, wie Salman, war einem schwarzen abessinischen Sklaven, wie Belal, gleich. Dieses Ausmaß an Gleichheit ging so weit, dass ein Araber aus dem Stamme der Qoraisch, es als keine Schande ansah, sich mit einem Araber, der eine Nomadenleben führte, wie Abusar, zu verbrüdern.

     

    Auf der anderen Seite boten die Wassermengen und die Dattelpalmhaine und Anbaugärten Medinas im Vergleich zu Mekka den Emigranten Bedingungen für die Hinwendung zur Bepflanzung und zum Ackerbau, so dass sie auf diese Weise ihre grundlegendsten Lebensbedürfnisse deckten.

     

    Die Schaffung relativen Wohlstandes in der Gesellschaft führte zur Sicherstellung einiger ihrer notwendigen Bedürfnisse; und die Gewährleistung grundlegender Lebensbedürfnisse erfüllte die Voraussetzung zur Entfaltung.

     

    Die Wertschätzung der Arbeit und wirtschaftlichen Aktivseins und Achtung der Leistung des Arbeiters gelten in dem praktischen und theoretischen Lebenskonzept des edlen Propheten –Friede sei mit ihm und seiner Familie- (43) als ein sehr wichtiger Faktor, und sind von Einfluss auf das wirtschaftliche Wachstum und bei der Schaffung relativen Wohlstandes in den ersten Jahren des Aufenthaltes der Muslime in Medina.

     

     

    —————————————————————

     

    Zusammenfassung und Schlussfolgerung

     

    In allgemeiner Zusammenfassung kann folgendes gesagt werden: Die entstandene islamische Gesellschaft in Medina, der Stadt des Propheten, erfüllte alle notwendigen Voraussetzungen für die Anfangsbewegung ihrer Zivilisation. Deswegen muss die Anwesenheit des edlen Propheten –Friede sei mit ihm und seiner Familie- in Medina und die Regierungsbildung als eine weitere praktische Maßnahme von ihm nach dem Missionsauftrag und der Einladung (zum Islam) auf dem Wege des Zivilisationsaufbau des Islam angesehen werden. Angesichts des Entgegenkommen der Leute von Yassreb gründete der edle Prophet –Friede sei mit ihm und seiner Familie- die ersten Grundprinzipien und die Fundamente der Zivilisation und Bürgerlichkeit seiner Gesellschaft   auf Weitherzigkeit, gegenseitigem Verständnis, Antidespotismus, auf Freundlichkeit und Koexistenz. Die unersetzliche Rolle des Propheten Mohammad –Friede sei mit ihm und seiner Familie- bei der Fundamentierung und dem Aufstieg der islamischen Zivilisation verdient große Aufmerksamkeit und bedarf einer ausgedehnten Untersuchung. Deshalb muss ein solches mächtiges Werk durch Kenner erfolgen, damit die verschiedenartigen Dimensionen der Rolle dieses großen, ehrwürdigen Menschen bestens dargelegt werden.

     

     

    Fußnoten:

     

    40- John Davenport, „Abbitte an Mohammad und Qor`an“, übersetzt von Seyed Gholamresa Sa`idi, Ghom, Dar ot- Tabligh Eslami, 1970, Seite 77

    41- Esatollah Radmanesch, Titel wie oben, Seite 179

    42 – siehe oben, Seiten 71-82

    43- Mortesa Motahari, „Bildung und Erziehung im Islam“, Teheran, As-Sahrá, 1983, Seite 272

     

     

    Quelle: Monatszeitschrift Ma`refat, Ausgabe Nr. 110