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    Quelle der Gottesdienstbarkeit

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    Quelle der Gottesdienstbarkeit Anlässlich des Jahrestages des Märtyrertodes Imam Hussein Askaris (a.s.)

     

    Im Jahre 260 nach der Hidschra ca. 852 n. Chr. fand Imam Hassan Askari aleihe salam den Märtyrertod. Wir kondolieren aus diesem Anlass und möchten aus seinem Leben berichten.

     

    Das Leben der Imame enthält große Lehren für den Einzelnen und die Gesellschaft. Die Imame lebten unter ungerechten Herrschsystemen und sahen sich schwierigen Bedingungen hinsichtlich der Verbreitung des Islamwissens gegenüber. Die Herrscher der Umayyaden und der Abbassiden haben Imam Hadi und seinen vierjährigen Sohn Imam Hassan Askari gezwungen von Medina in die Nähe von Bagdad, dem Sitz der Abbassiden umzusiedeln. Imam Askari hat viele Jahren seines kurzen Lebens zusammen mit seinem Vater Hadi a.s. in einem Militärbezirk namens Askar in Samara, nördlich von Bagdad leben müssen. Nachdem er Märtyrer wurde, übernahm Imam Hassan Askari das Amt des Schutzfreundes der Gläubigen und wurde ihr Imam.

     

    Sechs Jahre lang hat er unter schwersten Bedingungen den muslimischen Gelehrten und seinen Schülern seine wissenschaftlichen Weisungen und seine politischen und gesellschaftlichen Standpunkte übermitteln können. Durch Briefe oder durch bestimmte Vertreter ging er gegen die abwegigen Ansichten, die das wahre Denken des Islams bedrohten, vor. Ein besonders wichtiger Augenblick im Leben Imam Hassan Askaris war die Geburt seines Sohnes – des Verheißenen Mahdi – Gott möge ihn bald in Erscheinung treten lassen. Imam Mahdi ist gemäß zahlreichen islamischen Überlieferungen der Verheißene Retter, der die Welt von Unrecht und den nicht-göttlichen Herrschersystemen befreien wird. Die Abbassiden wussten, dass Imam Mahdi der Sohn Hassan Askaris sein wird. Deshalb machten sie diesem Imam das Leben besonders schwer.

     

    Das Vertrauen zu Gott und die enge Beziehung zu ihm festigten den Willen Imam Hassan Askaris auf seinem schwierigen Weg. In jedem Menschen steckt die Liebe zu Gott und dies ist ihm eine große Hilfe in schweren Zeiten. Besonders auserlesene Menschen, die eine große Gottes-Dienstbarkeit erreichen, haben sich von sinnlosen Abhängigkeiten befreit und den hohen Gipfel der moralischen Größe erreicht. Der Prophet des Islams Friede sei mit ihm und sein Haus steht an der Spitze solcher Auserlesenen. Er und die Edlen seiner Familie haben durch ihre Ergebenheit in die unendliche Macht Gottes, so hohe Stufen erreicht, dass sie gegenüber dem Unglauben und dem Götzentum und den Inhabern von Geld und Macht sich niemals schwach fühlten.

     

    Das Gott-Dienen ist die Sprossenleiter, die hinauf zu den hohen geistigen und Qualitäten führt. Jede gute Tat, die der Mensch vornimmt, mit der Absicht Gott näher zu kommen, gilt als Gott-Dienen. Ein Teil des Gott-Dienens betrifft dabei besondere Dinge wie die Verrichtung des Ritualgebetes oder das Fasten.

     

    Speziell das tägliche Ritualgebet wird hervorgehoben. Imam Hassan Askari hat einem seiner besonderen Schüler namens Ali Ibn Babuyeh Qumi hinsichtlich des empfohlenen zusätzlichen Ritualgebetes zur Nacht geschrieben: „Du solltest das Nacht-Gebet verrichten, so wie es der Prophet (s.a.a.s.) Ali (a.s.) in seinem letzten Willen empfohlen hat und sagte: „O Ali: Sieh in dem Nacht-Gebet eine Pflicht!“

     

    So nimm auch du nun meine Empfehlung ernst und sag allen meinen Anhängern, dass sie dies tun sollen!“

     

    Auch im Gefängnis der Abbassiden hat Imam Hassan das Nachtgebet gepflegt. Saleh Ibn Wasif, einer der Gefängniswärter berichtet: Zwei meiner übelsten Helfer haben sich durch ihre nahe Begegnung mit Imam Hassan Askari dermaßen geändert, dass sie nun hinsichtlich des Gott-Dienens und des Betens und Fastens eine hohe Stufe erreichen konnten. Als ich sie nach dem Grund fragte, sagten sie: `Was können wir über jemanden sagen, der am Tag fastet und die ganze Nacht betet und vor dem Morgengrauen mit dem Gebet zubringt. Er spricht mit niemand anderem als Gott und wenn er uns anschaut, werden wir wie von selbst von seiner geistigen und mystischen Größe angezogen`.“

     

    Auch Mohammad Ibn Ismail Alavi berichtet von der Ausstrahlung des Imams . Er sagt: Sie haben den Imam einem Gefängniswärter überlassen, der Ali Ibn Utasch hieß, ein Mann der sehr hartherzig und schlecht war und ihm wurde gesagt, er sollte so gut er konnte hart mit dem Imam umgehen. Aber die Erhabenheit und die spirituelle Ausstrahlung des Imams und sein geistiger und mystische Zustand hat diesen üblen Mann derartig verwandelt, dass er schon nach einem Tag sein Verhalten änderte und im Imam den besten Menschen erkannte.

     

    Die aufrichtigen Diener Gottes, die die Süße des Gott-Dienens gekostet haben, sehen ihr Wohl und ihre Größe in der Dienstbarkeit gegenüber dem Herrn. Diese Dienstbarkeit muss immer mit Wissen über den Schöpfer einhergehen. Mit zunehmender Erkenntnis über Gott, nimmt auch die Ergebenheit und Demut beim Gott-Dienen zu und wird die Beziehung zu Gott intensiver. Daher hat Imam Hassan Askari hervorgehoben: “Gott-Dienen heißt nicht „sehr viel Fasten und sehr oft das Gebet verrichten“. Fürwahr : Es ist ein Gott-Dienen, sehr viel über die Anweisung Gottes nachzudenken.“

     

    Der Minister der Abbassiden, Ahmad Ibn Chaqan nennt Imam Hassan Askari einen Menschen, dem keiner in Samara hinsichtlich seines Großmutes und seines Verhaltens, seiner Spiritualität und seiner Gottesdienstbarkeit gleichkommt. Er berichtet: „Freund und Feind achten und loben ihn“.

     

    Diese Ehrung beruhte auf der Ergebenheit des Imams gegenüber Gott, dem Erhabenen und seiner Verbindung zu Gott. Er selber hat gesagt: „Kein Mächtiger hat sich von Gott entfernt, ohne erniedrigt zu werden und kein geringfügiger hat sich Gott angeschlossen, ohne mächtig und geachtet zu werden.“

     

    Trotz der Einschränkungen durch die Abbassidenherrscher wurde Imam Hassan Askari immer beliebter unter den Menschen und dies störte die Abbassidischen Herrscher, insbesondere Mu`tamid. Er fürchtete den Einfluss des Imams auf die Bevölkerung und so ersann er eine List. Er ließ den Imam vergiften. Imam Askari starb wenige Tage danach. Einer von denen, die in seinem Hause arbeiteten, berichtet:

     

    „Als er krank auf seinem Lager ruhte und die letzten Augenblicke seines Lebens dahin gingen, wurde er gewahr, dass es Zeit für das Morgengebet ist. Da sagte er: `Ich möchte beten.` Wir breiteten den Gebetsteppich auf seinem Bett aus. Der Imam nahm die rituelle Kurzwaschung vor und betete sein letztes Morgengebet und nur wenige Augenblicke später, stieg sein Geist in die höheren Gefilde.“

     

    Imam Hassan Askari hat laut einer Überlieferung über den hohen Platz, den diejenigen einnehmen, die das Gebet pflegen, gesagt:

     

    „Wenn der Gott-Diener zum Ort seines Gebetes geht, um zu beten, spricht Gott zu seinen Engeln: Seht ihr meinen Diener, wie er sich von allen Geschöpfen getrennt hat und zu mir kommt, wobei er auf Meine Barmherzigkeit hofft! Ich nehme euch zum Zeugen, dass ich ihm meinen Segen und meinen Großmut zukommen lasse.“

     

    Der Imam hat einige Stunden vor seinem Lebensende seinem Sohn Imam Mahdi gesagt: „Dir sei die frohe Botschaft verkündigt, mein Sohn, dass du der Herr der Zeit bist und der Mahdi, der Beweis Gottes auf Erden bist.

     

    Wir bringen diesen Beitrag mit Ausschnitten aus dem Gebeten Imam Hassan Askaris zu Ende. In einem Gebet spricht er:“ O Gott, dessen Versprechen wahr sind. O Du Schöpfer, dessen Segen zunimmt. O Du, der Du den wohltuenden Schatten deiner Barmherzigkeit ausbreitest! O Du, der Du den Rufenden zur Hilfe eilst und der Du die Gebete der Bedürftigen erhörst, lass Mohammad und seinem Hause Segensgrüße zukommen und gibt mir Rechtleitung, breite deine Barmherzigkeit für mich aus und schicke deinen Segen auf mich. Wahrlich! Du bist der Große Schöpfer des Daseins und ich bin Dein schwacher unfähiger Diener und welch ein Unterschied ist zwischen mir und dir. O du gütiger Gott, O du Barmherziger O du, der dir alle Herrlichkeit und Großzügigkeit gehört.“