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    Qur`an, die Fitrah (Gott gegebene innere Natur) und das künstlerische Schaffen (2)

    • Mohammad Ali Taskhiri
    • http://www.taqrib.info/germany
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    Beispiele für die gelungene Ausdrucksweise im Heiligen Qur`an

     

    Die Verwendung der Kunst der Rhetorik und der verschiedenen literarischen Kunstgriffe sowie die Harmonie zwischen dem äußerem Rahmen aus Wörtern und dem verborgenen Sinninhalt im Heiligen Qur`an lassen sich nicht zählen und ausführliche Beschreibungen sind in diesem kurzen Artikel nicht möglich. Deshalb müssen wir uns mit einem flüchtigen Hinweis begnügen und legen diesbezüglich einige Beispiele aus den verschiedenen Ebenen vor, die Interessierte zu weiteren Studien anregen sollen.

     

    1-Die kunstvolle Ausdrucksweise bei der Beschreibung von natürlichen Phänomen und den Schönheiten der Schöpfung

     

    (Raad (Sure 13), Vers 2 bis 4):

     

    Gott ist es, der die Himmel, ohne dass ihr Stützen sehen würdet, emporgehoben und sich daraufhin auf dem Thron zurechtgesetzt hat (um die Welt zu regieren) Und er hat die Sonne und den Mond in den Dienst gestellt – jedes (der beiden Gestirne) läuft (seine Bahn) auf eine bestimmte Frist. Er dirigiert den Logos. Er legt die Zeichen dar. Vielleicht würdet ihr euch davon überzeugen lassen, dass ihr eurem Herrn begegnen werdet.

     

    Und er ist es, der die Erde ausgebreitet und auf ihr feststehende (Berge) und Flüsse schuf. Und von allen Früchten hat er auf ihr ein Paar geschaffen. Und er lässt die Nacht über den Tag kommen. Darin liegen Zeichen für Leute, die nachdenken.

     

    Und auf der Erde gibt es in Nachbarschaft voneinander Landstrecken (unterschiedlicher Art) und Gärten mit Traubenstöcken, sowie Getreide und Palmen mit Doppel- und mit Einzelstämmen (aus einer einzigen Wurzel), (alles) bewässert mit ein und demselben Wasser. Und wir zeichnen die einen von ihnen vor den anderen im Fruchtertrag aus. Darin liegen Zeichen für Leute, die Verstand haben.

     

    (Raad (Sure 14), Vers 12 und 13):

     

    Er ist es, der euch (wenn es gewittert) den Blitz sehen lässt. (Dann seid ihr) in Furcht (vom Blitz erschlagen oder sonstwie geschädigt zu werden) und (zugleich) in Verlangen (nach dem Regen, den das Gewitter mit sich zu bringen pflegt). Und er lässt schweres Gewölk entstehen.

     

    Und der Donner lobpreist ihn, und (desgleichen) die Engel, aus Ehrfurcht vor ihm. Er schickt die Blitze und trifft damit, wen er will. Dennoch streiten sie über Gott, obwohl er allmächtig ist.

     

    2-die gelungene Ausdrucksweise des Qur`ans bei der Beschreibung der Ereignisse im Jenseits

     

    Sure Al Takwir (81 ), Vers 1 bis 14:

     

    Wenn die Sonne eingehüllt wird

    Die Sterne herabstürzen

    Und die Berge sich fortbewegen

    Wenn die Kamelsstuten, die im zehnten Monat trächtig sind, vernachlässigt,

    die wilden Tiere versammelt,

    die Meere überlaufen

    und die Seelen in zwei Gruppen aufgeteilt werden

    wenn das lebendig begrabene Mädchen befragt wird

    wegen welcher Schuld man es umgebracht hat

    wenn die Bücher offengelegt werden,

    der Himmel weggezogen wird

    wenn der Höllenbrand entfacht

    und das Paradies nahe herangebracht wird

    (wenn all dies geschieht) wird jede Seele wissen, was sie an Taten (zur Abrechnung) beigebracht hat

     

    Sowie alle Verse der gesegnete Sure Haqqah, (Sure 69), darunter Vers 25 bis 33:

     

    Und sie gingen in der Frühe zielstrebig hinaus (scheinbar) fähig (über den Garten und dessen Ertrag ) zu verfügen (ohne den Armen ihren Anteil daran zu geben)

     

    Als sie ihn aber zerstört sahen, sagten sie: `Wir haben uns verirrt!

    Nein! Wir sind (unseres Glückes und Erfolges) beraubt`!

    Da sprach der Würdigste von ihnen: `Habe ich euch nicht gesagt: Warum preist ihr nicht Gott?!`

    Und sie sagten: `Unser Herr sei gepriesen! Wir haben gefrevelt.`

    Und sie machten sich gegenseitig Vorwürfe und sagten: `Wehe uns! Wir waren gegen Gott aufsässig.

     

    Doch vielleicht gibt uns unser Herr (wenn wir reuevoll umkehren) etwas zum Tausch, was besser ist als der Garten. Nach unserem Herrn steht unser Verlangen.`

     

    So ist die Strafe (im Diesseits für die Sünder). Aber die Strafe im Jenseits ist schwerer. Wenn sie nur Bescheid wüssten.

     

    3-Gespräch zwischen den Bewohnern des Paradieses und der Verdammnis

     

    Al Muddathir (74), Vers 38-47:

     

    Ein jeder haftet für das, was er begangen hat

    ausgenommen die von der Rechten (die Seligen)

    Sie werden in Gärten sich gegenseitig fragen

    Was aus den Sündern geworden ist

    (und fragen die Sünder) Was hat euch in die Hitze gebracht?`

     

    Die Sünder sagen: `Wir haben nicht zu denen gehört, die das Gebet verrichteten,

     

    Wir haben dem Armen nicht zu essen gegeben

    es mit denen gehalten, die (lose) plauderten

     

    Und den Tag des Gerichts für Lüge erklärt

    bis zu uns kam, was gewiss ist.`

     

     

    4- Beschreibung des Paradieses und seiner Segensgaben

     

    Sure An Naba (78 ), Vers 31 – 36:

     

    Die Gottesfürchtigen haben Glück zu erwarten

    Gärten und Weinstöcke

    Gleichaltrige mit schwellenden Brüsten

    Und vollgefüllte Becher

    Sie hören darin weder Gerede noch Lügen

    Dies als Lohn von deinem Herrn als angemessenes Geschenk

     

     

    5-Beschreibung der Hölle und ihrer Qualen

     

    Sure An Naba ( 78 ), Vers 21-30:

     

    Die Hölle liegt auf der Lauer

     

    Eine Einkehr für diejenigen, die aufsässig sind

    Sie werden (unabsehbare) Zeiträume in ihr verweilen,

    ohne dass sie darin Kühle zu spüren oder etwas zu trinken bekommen

    außer heißem Wasser und Eiter

    zum Lohn, der angemessen ist

     

    Sie haben sich nicht darauf gefasst gemacht, dass es eine Abrechnung geben würde

    Und unsere Zeichen fortgesetzt für Lüge erklärt

    Alles haben wir in einer Schrift aufgezählt

    `Nehmt nun die Strafe hin, die wir euch stets vergrößern werden.`

     

     

    6- Kunstvolle Ausdrucksweise des Korans bei Schwüren

     

    Takwir ( 81 ), Vers 15-19:

     

    Fala Uqsimu bil Chunnas

    Al Dschawari-l kunnas

    Wa-l laili iza asas

    Was subhi iza tanaffasa

    Innahu laqaulu rasulin karimin …

     

    Nein doch! Ich schwöre bei den Sternen

    Die dahin ziehen und unsichtbar werden

    Bei der Nacht, wenn sie weicht

    Und beim Morgen, wenn er aufatmet

    Er (der Qur`an) ist die Aussage eines vortrefflichen Gesandten