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    Saddams Militäroffensive gegen den Iran (anlässlich der Woche der Heiligen Verteidigung)

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    Saddams Militäroffensive gegen den Iran (anlässlich der Woche der Heiligen Verteidigung)
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    6. September 2010

     

    Vor dreißig Jahren, marschierten am 22. September 1980 plötzlich ohne Vorwarnung die Truppen der tyrannischen Ba’th- Minderheitsregierung von Bagdad in der Islamischen Republik Iran ein.

     

    Nach monatelangem herausforderndem Verhalten und nachdem Saddam vor den Fernsehkameras den irakischen-iranischen Grenzvertrag aus 1975 zerriss, griff die vollständig ausgerüstete Ba’thisten- Armee den Iran auf Geheiß des großen Satans, der USA, in der Hoffnung, das iranische Volk zu demoralisieren und sich die Islamische Republik zu unterwerfen, zu Land und Wasser und aus der Luft an. Saddams Kriegsmaschinerie war sowohl von den westlichen als auch von den östlichen kommunistischen Mächten voll ausgerüstet worden und wurde aus dem Ölreichtum der reaktionären arabischen Regime am Persischen Golf finanziell unterstützt. Fast die gesamte Welt war gegen die Islamische Republik des Iran gewesen, und die westlichen Mächte setzten ihre Propaganda in Gang, indem sie das Ende der Islamischen Revolution und die problemlose Beschlagnahmung großer Teile des iranischen Territoriums, besonders die an Öl reichen Süd-Westteile, verkündeten. Aber zur Überraschung des Westens und der ganzen Welt änderte das iranische Volk und seine Kämpfer, inspiriert vom Vater der Islamischen Revolution, Imam Chomeini (Gott habe ihn selig), den Verlauf des Krieges und zwangen die aggressiven Feinde und ihre ebenfalls feigen Rückendecker in die Defensive.

     

    Der kaltblütige skrupellose Saddam, welcher im Juli 1979 von den USA und Großbritannien an die Macht gebracht worden war, kurz nach dem historischen Triumph der Islamischen Revolution im Februar jenen Jahres, hatte über ein Jahr lang diesen Augenblick geplant und davon geträumt, der große Held der Arabischen Welt zu werden, indem er die Aufmerksamkeit von der illegalen zionistischen Macht, Israel, ablenke und stattdessen die Islamische Republik Iran als einen Feind brandmarke. Ebenso irrte er darin, dass seine Kräfte die ölreiche Provinz Chusestan einnehmen und somit den Iran seines Ölreichtums berauben könne, was auf jeden Fall mit einem Zusammenbruch der Islamischen Republik geendet hätte. Seine westlichen, östlichen und arabischen Unterstützer hatten damit gerechnet, nach drei Tagen oder höchstens einer Woche einen jubelnden Sieg über das, was sie als einen von revolutionären Aufrührern geschwächten Iran bezeichneten, davonzutragen. Amerikanische Analysten glaubten, dass die iranische Armee die Landesgrenzen nicht verteidigen könne und dass der Krieg nicht mehr als paar Tage oder zwei Wochen dauern würde. Nach Beginn des Krieges hatten die USA den Import jeglicher militärischer Bedarfsmittel gestoppt und dabei gedacht, dass der Iran aufgrund unausreichender militärischer Mittel nicht in der Lage sei, sein Territorium zu verteidigen. In den ersten Kriegstagen, als die 250 000 Mann starke Ba’thist- Armee von der Süd-, Mittel- und Westfront her tief in den Iran eingedrungen war, freute man sich in Washington, London, Paris, Bonn, Moskau, Bagdad, Kairo und den meisten anderen arabischen Hauptstädten. Am ersten Kriegstag bombadierten über einhundert irakische Kriegsflugzeuge 19 iranische Städte, um die iranische Luftwaffe zu zerstören und Flughäfen, Raffinerien und andere wichtige Infrastrukturen außer Kraft zu setzen.

     

    An der Mittel- und Westfront wurden die Hafenstadt Chorramschahr von den Ba’thist- Eroberern zusammen mit Susangard und Qasr-e Schirin eingenommen, vor allem deswegen, weil der verräterische iranische Präsident, Abol-Hasan Bani Sadr, der ein amerikanischer Agent war, der Armee befohlen hatte, sich zurückzuziehen und die Mobilisation zur Verteidigung verhinderte. Die Feinde und ihre Unterstützer in aller Welt begannen zu feiern. Doch es erwartete sie ein Schock. Imam Chomeini erklärte sofort, dass es haram d.h. religiös verboten sei sich zurückzuziehen, und es sei die Pflicht aller Iraner, die Ehre ihres Heimatlandes zu verteidigen. Die Worte des Imams hatten einen elektrisierenden Effekt und der Basidsch – die Volksarmee – , welche noch im Entstehen war, versammelte sich für den Islam und das Land. Diese Volkskräfte zogen, nur wenig ausgerüstet, aber mit der starken Waffe des Glaubens an Gott gewappnet an die Front und verhindertem so das Vordringen der schwerbewaffneten Ba’thist- Kräfte. Der Spieß drehte sich allmählich um, als Tage zu Wochen und Wochen zu Monaten wurden, ohne dass Sadam den von den Amerikanern verheißenen Sieg erzielte. Die iranischen muslimischen Kämpfer stürzten nun auf die feigen Feinde herab und begannen schon bald an, die besetzten Gebiete ihres Heimatlandes zu befreien.

     

    Ende Jahr 1981 durchbrachen die iranischen Mitstreiter die einjährige Belagerung Abadans, und sieben Monate später, nach anderen siegreichen Operationen, am 24. Mai 1982, befreiten sie die Hafenstadt Chorramschah, was praktisch der Ba’thist- Armee das Rückgrad brach. Etwa 16 000 Ba’thist-Soldaten wurden getötet und 19000 gefangengenommen, dazu kamen die Zerstörung von hunderten Tankern, die von der Sowjetunion stammten, sowie 60 Flugzeuge. Die feigen Feinde begannen um Frieden zu bitten, obwohl noch große Teile iranischen Territoriums unter ihrer Kontrolle waren. Der UN Sicherheitsrat verabschiedete verschiedene Resolutionen für einen sogenannten Frieden ohne auf die Einwände Irans zu hören, dass es unfair sei, einen Krieg zu stoppen, wenn die Feinde sich weigern, ihre Streitkräfte zurückzuziehen. Dank der klugen Voraussicht Imam Chomeinis, welcher sagte, dass ein aufgezwungener Frieden schlimmer sei als ein aufgezwungener Krieg, setzten die iranischen Mitstreiter ihre heldenhafte heilige Verteidigung fort und drängten nicht nur die feindlichen Kräfte hinter die internationalen Grenzen zurück, sondern befreiten ebenso einige Gebiete des Irak, wie zum Beispiel die strategisch wichtige Halbinsel Faw, südlich von Basra.

     

    Der Sieg der Iraner in Faw im Februar 1986 erstaunte die Militärexperten, und auch die Kerbala 5 Operation in Ostbasra war ein weiterer großer Sieg für den Iran über die Militärtechnik der Sowjetischen Experten, die scheinbar undurchdringbare Verteidigungswälle für Saddams Armee gebaut hatten. Bei dieser schwierigen Operation, welche Anfang 1987 stattfand, sind 80 Flugzeuge, 700 Tanker und viele andere bewaffnete Fahrzeuge der Ba`thisten zerstört worden. Aus diesem Grund vergrößerte der Westen die Unterstützung für Saddam, und jetzt traten die USA, welche Saddam mittels AWAC Flugzeuge, die in Saudi- Arabien stationiert gewesen sind, Luftschutz geleistet hatten, direkt dem Krieg gegen die Islamische Republik des Iran bei und erlaubten dem Diktator gegen iranische Streitkräfte und auch gegen die irakischen Kurden von Halabtsche chemische Waffen, die international verboten waren, einzusetzen.

     

    Die Amerikaner versenkten das iranische Handelsschiff Iran-Adschor im Persischen Golf, setzten iranische Erdölinseln in Flammen, attackierten iranische Kriegsschiffe und schossen schließlich am 3. Juli 1988 ein iranisches Zivilflugzeug mit über 290 Zivilisten an Bord, einschließlich Frauen und Kinder, ab. Es war klar, dass Washington Saddam vor einer völligen Niederlage und einem Zusammenbruch bewahren wollte, da sich der erzwungene Krieg jetzt gegen die Ba’thisten und ihre westlichen und östlichen Meister wendete.

     

    Als dann am 20. August 1988 die UNO aufgrund der Resolution 598 den Waffenstillstand verkündete, war klar, dass der wahre Sieger die Islamische Republik Iran war. Der achtjährige Krieg kann mit der ungleichen Ahsaab-Schlacht zur Zeit des Propheten Mohammad (Gott segne ihn und seine Familie) verglichen werden. Damals sahen sich die Muslime von Medina einer starken Macht bestehend aus allen arabischen Sippen und den Bani Israil gegenüber. Die Feinde wurden aber dank der Tapferkeit Imam Alis (Friede sei mit ihm) geschlagen. Nun also, nach einem achtjährigen aufgezwungenen Krieg, war es der Islamische Republik Iran gelungen, die Ba’thistische Kriegsmaschinerie sowie die westlichen und östlichen Unterstützer Saddams einschließlich der reaktionären arabischen Regime zu besiegen, indem sie dem Weg des Imam Ali (Friede sei mit ihm) gefolgt war. Die Sowjetunion hatte Saddam 53 Prozent und Frankreich 20 Prozent seiner Waffen zur Verfügung gestellt. Saudi- Arabien, Kuweit und die EU hatten ihm 80 Billionen Dollar für die Bekämpfung des Irans bereitgestellt. Nun fordern diese Staaten diese riesige Summe Geldes mit Zins von der Regierung, die nach dem Saddam Regime die Macht in Irak übernahm, zurück, obwohl diese überhaupt nicht an dem Krieg der Ba`thisten gegen den Iran mitbeteiligt gewesen ist.