islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Sicherheit und Frieden aus Sicht der IRI

    Sicherheit und Frieden aus Sicht der IRI

    Rate this post

    08 Februar 2011

     

    Wir erleben nun den 32. Jahrestag des Sieges der Islamischen Revolution in Iran, eine Revolution, die viele Veränderungen in politischen Machtgleichgewichten und Theorien von Politkwissenschaftlern hervorrief, und auch internationale Beziehungen einem Wandel unterwarf.

     

    Die Islamische Revolution ereignete sich zu einer Zeit, in der das diktatorische Regime von Muhammad Reza Pahlawi als eines der am meist konsolidierten Regime im Mittleren Osten bezeichnet wurde und man Iran für ein Zentrum der Stabilität gehalten hatte. In der Tat entsprach dies dem Bild, das sich die USA als größter Unterstützer eines der diktatorischsten Regime der Mittelostregion gemacht hatten. Die US-Regierung machte Iran nach dem Putsch im Jahr 1953 und Umsturz der Volksregierung von Doktor Muhammad Mossadeq zur Achse ihrer Mittelostpolitik. Der Grund dafür bestand in der strategischen Lage Irans im Persischen Golf und seiner Nachbarschaft zur ehemaligen Sowjetunion. Aus diesem Grunde wurde dem Regime von Muhammad Reza Pahlawi in der amerikanischen Mittelostpolitik große Bedeutung beigemessen.

     

    Viele der modernen damaligen Waffen der USA, die sie nicht einmal ihren nächsten europäischen Verbündeten zur Verfügung stellten, gingen an das Regime von Muhammad Reza Pahlawi. F-14 Kampfflugzeuge gehörten damals zu den höchst entwickelten Jagdbombern der Welt. Die US-Regierung verkaufte Iran eine große Anzahl dieser Kampfjets. Diese Ausrüstung wurde dem Schahregime nur deshalb zur Verfügung gestellt, damit es seiner Rolle als Gendarm in der Region zur Gewährleistung der Interessen Washingtons optimal gerecht werden konnte.

     

    Muhammad Reza Pahlawi verfiel durch diese Militärausrüstung allerdings in falschen Ehrgeiz. Je mehr hoch entwickelte amerikanische Waffen die iranische Armee erhielt, desto fester glaubte der Schah an die Stabilität seiner Herrschaft.

    Die Gegner des diktatorischen kaiserlichen Staatssystems wurden unter wachsenden Druck gesetzt und die Gefängnisse waren voll mit politischen Gefangenen. Als die Säulen der Herrschaft des amerikanischen Gendarm im Mittleren Osten schwankten und zu stürzen begannen und die Islamische Revolution in Iran den Sieg errang, begannen die westlichen Unterstützer des Schah mit Verschwörungen und Feindschaft.

     

    Die US-Regierung war zur Rechtfertigung ihrer Interventionspolitik in Iran und im Mittleren Osten darauf angewiesen, das Staatssystem der IRI als Grundlage für Instabilität und Unsicherheit darzustellen. Die IRI hatte die Interessen und die expansionistische Politik Washingtons im Mittleren Osten herausgefordert. Aus diesem Grund bedienten sich die USA der Hervorrufung einer Angstmachepolitik vor Iran in der Nahostregion, einer so genannten Iranophobie, die insbesondere in den arabischen Anrainerländern des Persischen Golfes als Achse der US-Strategie zur Rechtfertigung ihrer militärischen, wirtschaftlichen, politischen und agitatorischen Aktionen gegen die Volksrevolution des iranischen Volkes zustande gekommen war.

     

    Dabei hatte die Islamische Revolution niemals einen territorialen Anspruch auf seine Nachbarn angeschnitten. Auch wenn manchmal vom Export der Islamischen Revolution gesprochen wird, so meint man damit den spirituellen Export der Botschaften und Wertmaßstäbe dieser Revolution, Werte, denen die menschlichen Wertmaßstäbe dieser Revolution zugrunde liegen. Dazu gehören die Auslöschung des Imperialismus sowie die Befreiung der Völker von diktatorischen Staatssystemen. Die IRI unterstützt den Frieden und die Sicherheit der Bürger, aber keine diktatorischen von den USA unterstützten Militärdiktaturen.

     

    Die IRI hat seit dem Sieg der Revolution die Hand zur Freundschaft mit allen Ländern ausgestreckt. Dagegen wurden Kooperationen mit dem rassistischen Besatzerregime Israel eingestellt. Selbst die Botschaft der USA als ein Land, das über 25 Jahre lang als Hauptunterstützer des diktatorischen Regimes von Muhammad Reza Pahlavi galt, war einige Monate nach dem Sieg der Islamischen Revolution in Teheran weiterhin aktiv gewesen.

     

    Als dann für alle offensichtlich war, dass sich die US-Botschaft zu einem Spionagenest für die Verschwörung gegen die neu gegründete Islamische Revolution entwickelt hatte, wurde das Botschaftsgebäude von iranischen Studenten besetzt. Die annähernd 100 Bücher und Dokumente, die von den Studenten veröffentlicht wurden, sind ein Indiz dafür, dass diese Botschaft zum Zentrum für Spionage und Verschwörung gegen die Islamische Revolution geworden war.

     

    Die IRI ist nicht nur ein Überbringer des Friedens und der Gerechtigkeit für alle Länder der Region, sondern für alle Völker der Welt. Doch binnen den 32 Jahren, die seit dem Sieg der Islamischen Revolution in Iran vergangen sind, waren die USA und ihre europäischen Verbündeten stets bestrebt, das nach Gerechtigkeit suchende und freiheitliche Antlitz der iranischen Nation und Regierung verzerrt darzustellen.

     

    Vor dem Sieg der Islamischen Revolution Iran hatten die USA und ihre Verbündeten kein Wort über einen Frieden in der Region verloren, während die Völker des Mittleren Ostens von dem Hegemonialsystem unterdrückt und ihr Ruf nach Freiheitsliebe durch die Diktatoren niedergeschlagen wurde.

    Indes setzte das zionistische Regime die Unterdrückung und Vertreibung der Palästinenser aus ihrem Land fort und drohte arabischen Ländern mit Militärschlägen und Okkupation.

     

    So waren die libanesischen Bürger mit den Kampfhandlungen jener Gruppierungen und Konfessionen konfrontiert, die von den USA und der östlichen Supermacht unterstützt wurden. Aus Sicht der US-Administration waren selbst unter diesen kritischen Umständen, der Frieden und die Sicherheit in der Region nicht gefährdet. Denn das zionistische Regime strebte unter der durch Washington hergestellten Sicherheit danach, seinen Traum zur Verwirklichung des verheißenen Landes vom Nil bis zum Euphrat zu verwirklichen. Für die USA sind Frieden und Sicherheit von Bedeutung, sofern die Hegemonialpolitik nicht herausgefordert wird. Wenn die Völker mit Armut und Knebelungspolitik der diktatorischen Systeme konfrontiert sind und die US-Administration die Ressourcen der regionalen Länder ausplündert, dann herrschen aus Sicht der US-Regierung dennoch weiterhin Frieden und Sicherheit vor. Entschließt sich ein Volk, diese Umstände zu ändern und die unterdrückerischen Herrscher zu stürzen, so sehen die USA Frieden und Sicherheit in der Region gefährdet.

     

    Aus Sicht der US-Administration sind Regierungen, die sich nicht auf der Bahn der US-Hegemonialpolitik bewegen, Quellen der Unsicherheit und Instabilität.

    So ist die IRI nach dieser amerikanischen Definition Urheber für Instabilität und Unsicherheit in der Region. Nun sind aber die Argumente der USA gegen die IRI ans Tageslicht gekommen. Je mehr Zeit also verstreicht, desto ratloser fühlen sich die USA gegenüber Iran.

     

    Über drei Jahrzehnte nach dem Sieg der Islamischen Revolution in Iran hat deren Botschaft die entlegensten Länder, ja sogar Lateinamerika erreicht. Eine Region die einst als Hinterhof der USA bezeichnet wurde. Die IRI hat gegenwärtig überaus gute wirtschaftliche und politische Beziehungen zu den lateinamerikanischen Ländern.

     

    Die jüngsten Entwicklungen in Tunesien, Ägypten und Jemen zeigen, dass die betrügerische Stellung und Politik der USA bei der Verfechtung von Freiheit und Frieden für alle Völker der Region ans Tageslicht gekommen sind. In diesem Sinne streben nun sogar die Bürger in Ägypten, Tunesien und Jemen in Anlehnung an die Iraner Frieden und Sicherheit an, während die USA und ihre Hegemonialpolitik im Nahen und Mittleren Osten als Haupturheber der Unsicherheit in der Region gelten.

     

    Für Iran lässt sich Frieden und Sicherheit allein im Lichte der Zusammenarbeit und Konvergenz unter den regionalen Staaten und ohne Einmischung der fremden Hegemonialländer erreichen. Wenn wir von Regierungen sprechen, meinen wir solche, die mit den Stimmen des Volkes und nicht mit der Unterstützung Washingtons an die Macht gekommen sind. Allerdings werden sich sogar solche Länder nicht mehr lange bewähren und diese Botschaft ist auch den USA und anderen westlichen Staaten geläufig. Deshalb sind Amerika und ihre europäischen Verbündeten bestrebt, auf den durch die Völker entstandenen turbulenten Wellen zu reiten und die Entwicklungen in diesen Ländern in Richtung ihrer Hegemonialpolitik zu leiten. Die Ereignisse in Tunesien und Ägypten haben jedoch gezeigt, dass Washington mit dieser Politik nur Misserfolg ernten wird.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/245782-sicherheit-und-frieden-aus-sicht-der-iri