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    Sure al-Fatiha (Teil 1): Die Vorzüglichkeit von Sure al-Fatiha

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    Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten (2) dem Allerbarmer, dem Barmherzigen (3) dem Herrscher am Tage des Gerichts (4) Dir (allein) dienen wir und dich (allein) bitten wir um Hilfe (5) Führe uns den geraden Weg (6) Den Weg derer, denen du Gnade erwiesen hast, nicht derer, die Deinen Zorn erregt haben und nicht den Weg der Irregehenden (7)

    (Sure al-Fātiĥa)

     

     

    Inhaltsverzeichnis

     

    1. Die Vorzüglichkeit von Sure al-Fatiha

    2. Ihre Inhalte

    3. Ihre Namen

    Die sieben zu wiederholenden Verse

    Die Eröffnende des Buches

    Die Mutter des Buches und die Mutter der Schrift

    „al-Hamd“

    4. Die Vorzüge ihrer Rezitation

    5. Die Bedeutung der Bevorzugung der Suren und Verse

    6. Manche Wirkungen, die mit der Rezitation dieser Sure einhergehen

     

     

    1. Die Vorzüglichkeit von Sure al-Fatiha

     

    Der heilige Qur’ān macht vor allem auf die Wichtigkeit dieser reinen Sure aufmerksam und wertet sie hinsichtlich ihres Gewichts und Vorzüglichkeit wie den gesamten restlichen Qur’ān. Allah (t.) sagt:

     

    وَلَقَدْ آتَيْنَاكَ سَبْعا ً مِنَ الْمَثَانِي وَالْقُرْآنَ الْعَظِيمَ

     

    Und Wir gaben dir wahrlich die sieben zu wiederholenden Verse und den großartigen Qur`an [1]

     

    Mit den „sieben zu wiederholenden Versen“ sind laut dem heiligen Gesandten Gottes (s.) und seine reine Ahl al Bayt (a.) die Sure al-Fātiĥa gemeint. Aus diesem Grund bestätigen die reinen Überlieferungen, dass diese Sure die vorzüglichste ist, welche auf das Herz des Siegels herab gesandt wurde.

     

    Von Ali (a.) wird berichtet, dass er sagte: „Ich hörte den Gesandten Allahs (s.) sagen: Allah (t.) sagte mir: „O Muhammad, und Wir gaben dir wahrlich die sieben zu wiederholenden Verse und den großartigen Qur`an“. Er (t.) hat diese Sure speziell für ihn (s.) erkoren und sie gemäß dem (restlichen) Qur’an gewichtet. Die Eröffnende des Buches ist das vorzüglichste der Schätze des Throns und Allah (t.) erwählte speziell Muhammad (s.) und segnete ihn damit und kein anderer Prophet teilt diese Großzügigkeit mit ihm.“[2]

     

    Von al-Ĥassan Ibn Ali (a.) wird berichtet, dass er in einer langen Rede sagte: „Einst kam ein Jude zum Gesandten Allahs (s.) und befragte ihn über verschiedene Angelegenheiten. Eine von ihnen lautete: Berichte uns über sieben Vorzüge, welche dir und deiner Gemeinschaft gegenüber anderen Propheten und Gemeinschaften gegeben wurden. Da antwortete der Gesandte Allahs (s.): Allah gab mir die Eröffnende des Buches.“[3]

     

    Von Jaber Ibn `Abdillah wird berichtet, dass der Gesandte Gottes (s.) ihm sagte: „O Jaber, soll ich dir die vorzüglichste Sure lehren, welche auf mich herab gesandt wurde? Da sagte Jaber: „Ja, möge mein Vater und meine Mutter dir geopfert werden, O Gesandter Allahs.“ Da brachte er (s.) ihm die Mutter der Schrift (Sure Fātiĥa) bei.“[4]

     

    Ebenso veröffentlichten al-Dārmi und al-Tirmidhi, sowie al-Nisa’i und `Abdallah Ibn Aĥmad Ibn Ĥanbal in seinem Werk „Zawā’id al-Musnad“ und Ibn al-Dharis in „Fadhā’il al-Qur’ān“ und Ibn Jareer und Ibn Khaseema und al-Ĥākim, mit ihren Authentifizierungen, über Abu Huraira von Ubayy Ibn Ka`b, welcher sagte: „Der Gesandte Allahs (s.) sprach: Allah sandte weder in der Thora, noch in der Bibel, noch in al-Zabur, noch in al-Furqān so etwas wie die Mutter der Schrift, und diese sind die 7 Verse und der heilige Qur’ān, der mir gegeben wurde.“[5]

     

    Auch Muslim, al-Nisa’i, Ibn Ĥabbān und al-Ĥākim berichten über Ibn `Abbas, dass er sagte: „Einst saß der Gesandte Allahs (s.) und Jibrā’eel (a.) war bei ihm, als er einen lauten Ton vom Himmel vernahm. Da hob Jibrā’eel seinen Blick zum Himmel empor und sagte: „O Muhammad, dies ist ein Engel, der noch nie vorher zur Erde hinab stieg.“ Der Engel kam zum Gesandten Allahs (s.) und sagte: Ich verkünde dir die zwei Lichter, welche (nur) dir gegeben wurden und keinem Propheten zuvor: die Eröffnende des Buches und die letzten Verse der Sure al-Baqarah.“[6]

     

    Von Abi Amāme wird berichtet, dass er sagte: „Der Gesandte Allahs (s.) sagte: Vier wurden von den Schätzen des Throns herabgesandt und nichts anderes: die Mutter der Schrift, der Thronvers, die letzten Verse von Sure al-Baqarah und Sure al-Kawthar.“[7]

     

    Einige Überlieferungen der beiden Rechtsschulen machen sogar deutlich, dass Sure al-Fātiĥa über den gesamten Qur’ān bevorzugt wurde.

     

    Von Abi al-Dirdā‘ wird berichtet, dass der Gesandte Allahs (s.) sagte: „Die Eröffnende des Buches erfüllt, was der restliche Qur’ān nicht erfüllt. Wenn die Eröffnende des Buches auf der Waage auf einer Seite gelegt wird und der restliche Qur’ān auf der anderen Seite, so würde die Eröffnende des Buches sieben Mal über den Qur’ān bevorzugt werden.“[8]

     

     

    [1] Der heilige Qur’ān: Sure 15, Vers 87

    [2] Al-Schaykh al-Jaleel al-Aqdam al-Muĥadith al-Akbar Abi Ja`far Muĥammad Ibn Ali Ibn al-Ĥussein Ibn Babaway al-Qummi, bekannt als Al-Schaykh al-Sadūq, verst. 381 n.d.H.: „`Uyoun Akhbār al-Ridha“, Hadithnummer 60, Band 1, S. 270

    [3] Al-Schaykh al-Sadūq: „Al-Khisāl“, Band 1, S.355

    [4] „Tafsir al-`Ayāschi“, Band 1, S.101, Hadithnummer 9

    [5] Al-Suyuţi: „Al-Durr al-Manthur fi al-Tafsir bil-Ma’thur“, Band 1, S.13

    [6] Selbe Quelle

    [7] Selbe Quelle, Band 1, S.16

    [8] Al-Suyuţi: „Al-Durr al-Manthur“, Band 1, S. 16 und „Jami` Aĥadith al-Schi`a“, Band 15, S.89, Hadithnummer 224

     

     

    Quelle: http://www.alhaydari.de/quran