islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Sure Yusuf (der Prophet) Verse 1- 3

    Sure Yusuf (der Prophet) Verse 1- 3

    Rate this post

     

    Wir grüßen den Propheten der Barmherzigkeit, Muhammad Mustafa – Gottes Segen und Friede sei mit ihm und seinem Prophetenhause. Wir widmen uns einem neuen Beitrag aus der Koranreihe.

     

    Die Sure Hud, Sure 11, ist zu Ende, und in diesem Koranbeitrag werden wir die Sure 12, die Sure Yusuf behandeln. Diese Sure berichtet über den Propheten nach dem sie benannt wurde. Damit bildet sie einen Unterschied zu den anderen, vor allen Dingen zu den längeren Koransuren, die jede gleichzeitig über das Schicksal mehrerer Propheten und Völker berichtet und zugleich Überzeugungsmomente, moralische Punkte und Gebote behandeln. Die Sure Yusuf, die über den Prophet Josef – gegrüßt sei er – handelt, gibt dagegen durchgehend nur vom Leben dieses Gottgesandten Auskunft.

     

    In der Thora wird im ersten Buch Mose, der Genesis ebenso über diesen Propheten berichtet, allerdings zum Teil anders als im Koran. Durch Betrachtung der Koranverse über Prophet Josef wird die Rechtmäßigkeit und Authentizität des Korans deutlicher und die Fälschungen von Teilen der Ereignisse im Leben dieses Gottgesandten in einigen früheren Schriften werden erkennbar.

     

    Auch die Sure Yusuf wird mit bismillahir rahman-ir rahim – Im Namen Gottes des Allerbarmers, des Gütigen eingeleitet.

    Wir beginnen nun mit dem ersten und zweiten Vers dieser Sure:

    (12: 1- 3)

    الر ۚ تِلْكَ آيَاتُ الْكِتَابِ الْمُبِينِ

    „Alif, Lam, ra – Dies sind die Verse der deutlichen Schrift.“ (12: 1)

    إِنَّا أَنزَلْنَاهُ قُرْآنًا عَرَبِيًّا لَّعَلَّكُمْ تَعْقِلُونَ

    „Wir haben den Koran auf Arabisch hinabgesandt. Vielleicht würdet ihr verständig sein.“ (12: 2)

     

    Die Sure Yusuf beginnt wie 29 andere Suren im Koran mit Siglen. Sie sind in Wahrheit ein Geheimcode zwischen Gott und dem Propheten und anscheinend auch ein Hinweis auf das Wunder des Korans. Denn bei den meisten Suren, die mit Siglen beginnen, wird vom Koran und seiner Größe gesprochen. Gott hat ja den Koran – welches Sein Wunder ist – mit diesen einfachen Buchstaben verfasst und allen zur Verfügung gestellt und herabgesandt. Dies erinnert an die mehrmalige Aufforderung des Korans an die Gegner, mit diesen Buchstaben Ähnliches hervorzubringen wie den Koran.

     

    Die Verse 1 und 2 der Sure 12 weisen auf zwei wichtige Dinge hin: Zum einen, dass der Koran ein Buch ist, das der Aufklärung dient. Dieses Buch stellt den Weg Gottes und der Wahrheit klar und ist ein Licht für den Lebensweg, damit wir durch dies an das letztendliche Ziel gelangen. Und zum anderen weisen die obigen Verse darauf hin, dass alle über den Inhalt der Koranverse nachdenken sollen und ihn für die gedankliche Entfaltung und den Verstand nutzen müssen. Der Koran ist nicht dazu herab gesandt worden, damit die Gläubigen ihn nur vortragen. Natürlich wird dies auch belohnt. Aber der Koran dient vornehmlich dazu, dass die Menschen ihr persönliches und das gesellschaftliche Leben auf seiner Grundlage gestalten und seine Lehren im Leben oben anstellen.

     

    Wir möchten noch folgende Anmerkungen zu den beiden Anfangsversen dieser Sure machen:

    Erstens: Der Koran ist in Arabisch. Um über die Koranverse besser nachdenken zu können, sollten wir uns mit dieser Sprache vertraut machen.

    Zweitens: Der Koran ist nicht nur für die reine Rezitation da, sondern er soll die Menschen zum Nachdenken anregen.

    Wir setzen unsere Kurzexegese mit dem Vers 3 der Sure 12 fort:

    نَحْنُ نَقُصُّ عَلَيْكَ أَحْسَنَ الْقَصَصِ بِمَا أَوْحَيْنَا إِلَيْكَ هَـٰذَا الْقُرْآنَ وَإِن كُنتَ مِن قَبْلِهِ لَمِنَ الْغَافِلِينَ

    „(O Prophet!) Wir geben dir dadurch, dass wir dir diesen Koran eingegeben haben, den besten Bericht. Du wusstest vordem nichts davon.“ (12: 3)

     

    In diesem Vers weist Gott darauf hin, dass er dem Propheten auf beste Weise in dem Buch, dass er ihm offenbart, die Geschichte der Vorgänger darlegt und dass diese Berichte zur himmlischen Offenbarung gehören.

     

    Erzählungen haben einen erzieherischen Effekt. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Heranformung des Menschen, und sind besonders wirkungsvoll, wenn es sich um wahre Begebenheiten aus der Geschichte der früheren Völker handelt und der Leser und Hörer weiß, dass sie nicht erfunden sind. Es ist das wichtigste Merkmal der Geschichten, die im Koran stehen, dass sie authentisch sind. Authentische Berichte über die Vergangenheit sind heute Teil des Lehrfaches Geschichte an den Universitäten.

     

    Imam Ali a.s. hat in einem Schreiben an seinen Sohn Imam Hassan a.s. wie folgt geschrieben:

    „Mein Sohn! Ich habe mich so sehr in das Leben der Vorfahren vertieft, als ob ich mit ihnen gelebt und so lange wie sie gelebt hätte.“

     

    Der Platz, den die Geschichte im Koran einnimmt, ist so bedeutend, dass in einigen Überlieferungen der Koran auch als Ahsan-l Qasas (der beste Bericht) bezeichnet und damit nach demselben Begriff benannt wird, der im Vers 3 im Arabischen steht.

     

    Darüber hinaus hat Gott sich in diesem Vers 3 der Sure 12 quasi als Berichterstatter vorgestellt. Er hat die Geschichte von Prophet Josef zu einer Sure des Korans werden lassen. Auch wird die Geschichte von Prophet Josef als die beste Geschichte vorgestellt, denn Josef ist ein junger Mann voller Lauterkeit, Glauben und Geduld. Der wichtigste Punkt in dieser Geschichte besteht darin, dass der junge Josef sich selbst beherrscht und über weltliche Verlockungen siegt. In dieser Geschichte sehen wir mehrere Gegensätze nebeneinander: Trennung und Zusammenführung, Trauer und Freude, Hungersnot und Überfluss, Treue und Untreue, Knechtschaft und Herrschaft, Reinheit und Verleugnung.

     

    In diesem Vers ist es kein Hinweis auf einen Mangel, wenn es heißt, dass der Prophet nichts von der Geschichte wusste. Unwissenheit ist erst dann schlecht, wenn man Kenntnisse besitzt und sie nicht anwendet und sich ihrer nicht bewusst wird. Wie zum Beispiel wenn man Gott und die Zeichen seiner Größe vergisst. Der Prophet wusste nichts von der Geschichte des Josef und erfuhr erst durch die Offenbarung Gottes darüber.

     

    Wir können uns merken:

    Erstens: Um positive Vorbilder vorzulegen, sollten wir Persönlichkeiten aus Geschichte vorstellen, die es wirklich gegeben hat, die erfolgreich waren und ihre Umwelt beeinflusst haben.

    Zweitens: Wenn der Koran Ereignisse aus der Geschichte bringt, kann man sich völlig auf ihre Richtigkeit verlassen. Denn diese Nachrichten sind von Gott dem Allwissenden und Weisen zu uns gekommen.

     

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/der-islam/item/150278-teil-350-sure-yusuf-der-prophet-verse-1-3

    Schlagwörter: , , ,