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    Tadschikistan: zunehmende Islambekämpfung

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    Der tadschikische Staatspräsident Emomalii Rahmon hat am 4. August ein Gesetz zur Durchführung freigegeben, aufgrund dessen Jugendliche nicht in den Moscheen das Gebet verrichten dürfen.

     
    Akbar Turjanzadeh , ein bekanntes Gesicht aus der Politik dieses Landes bezeichnete die Verabschiedung dieses Gesetzes zu Beginn des Monats Ramadan und einen Monat vor dem 26. Jahrestag der Unabhängigkeit Tadschikistans als ein „fürchterliches Geschenk“ an die Muslime. Laut diesem Gesetz werden alle unter 18 Jahren, mit Ausnahme derer die religiöse Ausbildungsstätten besuchen, am Betreten von Moscheen, Kirchen und anderen religiösen Stätten gehindert.

     

    Akbar Turjanzadeh sagt: „Der Staatspräsident hat vergessen, dass das Gesetz Gottes über den irdischen Gesetzen steht und er kann die Menschen nicht mit angedrohten Strafgeldern daran hindern, Gott zu ehren und das Gebet zu verrichten.“ Er warnte Staatspräsident Rahmon in einem Schreiben, vor den negativen Folgen dieses Verbotes unter der Bevölkerung.

     

    Über 90 Prozent der 7,5 Millionen Bürger des zentralasiatischen Tadschikistan sind Muslime. Hier steht die Wiege zahlreicher islamischer Berühmtheiten. Schon zuvor hat die tadschikische Regierung einige anti-islamische Gesetze in Kraft gesetzt um die Manifestationen des Islams und seiner Werte in den muslimischen Familien zu zerstören. Zum Beispiel ist es islamisch bekleideten Mädchen und Frauen nicht gestattet, an die Universität zu kommen und es wurde verboten, Neugeborenen islamische Vornamen wie den Namen des Propheten, Mohammad, zu geben.

     

    Diese antireligiösen Maßnahmen der tadschikischen Regierung fanden sehr negativen Widerhall in islamischen Kreisen. Ajatollah Safi Golpaigani, bekannte Instanz für religionsrechtliche Fragen in Qum, sagte in einer Glückwunschbotschaft zum Beginn des Ramadan gerichtet an die fastenden Gläubigen in Tadschikistan:

     

    „Das Verbot des Moscheenbesuchs für die Jugend zur Begrüßung des gesegneten Monat Ramadan ist nicht nur eine Beleidigung der lieben Brudernation in Tadschikistan, sondern eine Schmähung aller Muslime auf der Welt.

    … Während das Erwachen und die Erhebung der Muslime auf der Welt täglich zunimmt und die vom Westen abhängigen nur anscheinend mächtigen Regierungen stürzen oder kurz vor dem Sturz stehen und die Rückkehr zu der islamischen Größe wächst, verwundert es, dass im Herzen der Islamischen Welt und in einer Region, deren Geschichte der islamischen Persönlichkeiten eine der ältesten ist, einige wenige aus der Zeit der Sowjetunion verbliebenen Anführer, entgegen den Willen des Volkes, in einer sehr hässlichen Form, welche von allen Völkern und Gemeinschaften, Ordnungen und Gesetzen verurteilt wird, mit ihrer Islamanfeindung und Kapitulation gegenüber dem Imperialismus, die Unabhängigkeit und die Jahrhunderte lange Größe und Würde ihrer Bevölkerung ins Visier genommen hat.“

     

    Angeblich will die tadschikische Regierung mit ihren Verboten für die Muslime gegen Radikalismus und Terrorismus vorgehen. Der säkular orientierte Staatspräsident möchte unter diesem Vorwand in Wahrheit in einer neuen Form der Gesellschaft die Ansichten der Kommunisten einflößen, welche Religion als Opium der Völker bezeichnet haben. Imam Ali Rahmon will seine islamischenfeindlichen Schritte an die Woge der Islamanfeindung der USA nach dem 11. September anknüpfen. Er ist sich nicht bewusst, dass diese Strategie der US-Regierung völlig gescheitert ist.

     

    Selbst innerhalb der USA und ihren Bündnisländern glaubt keiner mehr an die amerikanischen Slogans von der Terrorbekämpfung. Die Weltöffentlichkeit weiß, dass die USA unter dem Deckmantel „Kampf gegen den Terrorismus“ lediglich nach dem 11. September ihre Macht auf der Welt ausdehnen wollten. Aber diese kriegstreiberische Regierung konnte in den letzten zehn Jahren nicht an ihre Hegemonieziele gelangen und sie ist inzwischen – wie Umfragen zeigen – der meistgehasste Staat auf der Welt.

     

    Die säkularen , gewaltsamen und von den USA unterstützten Regierungen in der Nahostregion, sind entweder gestürzt oder stehen dicht am Abgrund. Die meisten dieser Länder haben eine islamfeindliche Politik betrieben, wie sie Emomalii Rahmon zurzeit in Tadschikistan verfolgt.

     

    Zum Beispiel hat Zainul abidin Bin Ali, der gestürzte Diktator von Tunesien angeordnet, dass Genehmigungskarten für den Moscheenbuch ausgestellt werden müssen. Keine Gruppe durfte unter einer islamischen Bezeichnung oder für den Islam tätig sein. Studentinnen durften kein Hidschab tragen. Aber die Woge des islamischen Erwachens beendete das 50-jährige Regiment der Säkularisten in Tunesien. Das erste, was die Interimregierung von Tunesien nach der Flucht von Bin Ali tat, war die Aufhebung all dieser Verbote gegen die Muslime.

     

    Die Säkularisten in Tadschikistan haben zwei weitere anschauliche Beispiele in geographischer und historischer Nähe vor sich, welche zeigen, dass anti-islamische Schritte zu keinem Ergebnis führen.

     

    Zum einen die 70-jährige Herrschaft der Kommunisten. Die Ära der Unterdrückung durch die Kommunisten ist erst vor zwei Jahrzehnten zu Ende gegangen. Die Kommunisten haben nichts unterlassen, um die Religion, insbesondere den Islam aus dem Leben der Menschen zu verdrängen. Mehrere Generationen über war die Bevölkerung in Tadschikistan und anderen mittelasiatischen Muslimländern und auf dem Kaukasus von der Islamischen Welt abgeschnitten und sie konnten noch nicht einmal die islamischen Lehren an ihre Kinder weitergeben. Aber nach dem Zerfall der Sowjetunion wandte sich die Bevölkerung als erstes wieder dem Islam und seinen Werten zu.

     

    Während ihrer 70jährigen Anfeindung der Religion konnten die Sowjets der Bevölkerung von Tadschikistan nicht ihren Glauben nehmen. Ob es nun die Säkularisten die in Tadschikistan herrschen, vermögen?

     

    Ein anderes lehrreiches Beispiel für diese Säkularisten in Duschambe dürften die Erfahrungen in der Türkei sein. Die Laizisten der Türkei haben während 80-jähriger Islamanfeindung ebenso wenig die Religion und Kultur in diesem islamischen Land ändern können.

     

    Im Gegenteil: Die Islamfreunde wurden zur mächtigsten politischen Kraft und gelangten an die Macht. Der wichtigste Grund für die aufeinanderfolgenden Siege der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) unter Anführung von Recep Tayyip Erdogan waren seine islamorientierten Losungen und die Aufhebung der Verbote, die die Laizisten in den vergangen 8 Jahrzehnten eingeführt hatten, um die islamischen Erscheinungen und Werte in der Türkei auszulöschen.

     

    Der Islam ist eine Religion, die das freiheitliche und gerechte Denken befürwortet und die in dem Seelen-Urgrund des Menschen wurzelt. Diese Lehre ebnet sich trotz aller Einschränkungen einen Weg zu den wahrheitssuchenden freiheitsliebenden Menschen. Die Zuwendung zum Islam breitet sich rasch und insbesondere unter den jungen Menschen aus, wie die Statistiken in westlichen Kulturen zeigen.

     

    Das Herz eines jungen Menschen ist reiner und nimmt schneller die Wahrheit des Islams auf. Wenn den Jugendlichen unter 18 Jahren das Betreten der Moscheen in Tadschikistan verboten wird, so zeigt dies die Besorgnis der regierenden Säkularisten hinsichtlich dem Islaminteresse unter ihnen. Die jungen Menschen in Tadschikistan haben das Recht auf Selbstentscheidung. Trotz stark gesponserter Werbung anderer Religionen, Sekten und Gruppen möchten sie sich für den Islam entscheiden. Der Islam besitzt ein großes Potential. Ein junger Muslim in Tadschikistan wird nicht seine Religion beiseite stellen, weil ihm das Betreten der Moschee verboten wurde! Er wird an einem anderen Ort seine gottesdienstlichen Handlungen durchführen. Die Einschränkungen die die tadschikischen Säkularisten zur Vernichtung der islamischen Wahrzeichen in diesem Land vornehmen, werden dazu führen, dass sich die tadschikischen Jugendlichen noch mehr dem Islam und seinen hohen Werten zuwenden. Und die Bevölkerung von Tadschikistan wird noch mehr mit der islamfeindlichen Natur ihrer Politiker vertraut werden und dies wird wahrscheinlich ihre religiösen Gefühle und ihre Ablehnung gegenüber der Regierung steigern.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/beitr%C3%A4ge/item/246758-tadschikistan-zunehmende-islambek%C3%A4mpfung