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    Tafsir – Sura al-Fatiha (1:1-2)

    • Hessam Kordian
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    Alles Lob gebührt (nur) Allah, dem Herrn der Welten

     

    Alhamdulillahi rabbil alamin

     

    Der zweite Vers der Sura al-Fatiha beginnt mit einem Lobpreis auf Allah. Wir sollen unseren Schöpfer lobpreisen, weil wir Ihm alles verdanken. Ohne seine Liebe und Barmherzigkeit wären wir nicht auf dieser Welt. Er ist der Schöpfer allen Seins und unser Erhalter und Versorger in jedem Augenblick.

     

    Der persische Dichter und Mystiker Saadi schreibt: „Wolken und Winde und Sonne und Himmel sind alle beschäftigt, dass sie dir geben das Brot, dass du’s nicht unbedachtsam verzehrest. Siehe, sie drehen sich im Wirbel, erfüllen für dich die Gebote. Ist es nicht recht, dass auch du das Gebot durch Gehorsam verehrest?“

     

     

    Wir sind das Produkt Seiner Liebe

     

    Diese Welt ist ein Zeichen Seiner Allmacht und eine Manifestation Seiner Herrlichkeit. Der Mensch, der sich über die Segnungen Allahs bewusst wird, möchte sich bedanken. Dieser Wunsch nach Danksagung, ruht im Herz jedes Beschenkten. Doch wie können wir Allah unsere Dankbarkeit zeigen? Wie können wir Ihm eine Gegengabe erbringen? Können wir überhaupt Allah für all die Segnungen gebührend danken?

     

    Sicherlich nicht, aber das mindeste was wir tun können ist, Allah so anzubeten, wie Er es uns gelehrt hat. Der Allmächtige braucht unsere Anbetung nicht, wir Menschen sind es, die abhängig sind von Seiner Huld. Unsere tagtägliche Versorgung hängt von Seiner Barmherzigkeit ab. Wenn wir diesen Gedanken zu Ende denken, sind wir nichts anderes als das Produkt Seiner Liebe.

     

     

    Herr der Welten

     

    Am Ende des zweiten Verses wird gesagt, dass Allah der Herr der Welten ist. Mit Welten, ist neben der Welt der Menschen, die Welt der Jinns, Tiere, Pflanzen, (…) gemeint. Allahs Segnungen beschränken sich also nicht nur auf uns Menschen. Hier wird auch nochmal das bereits Gesagte bestätigt: Allah ist absolut unabhängig und Bedarf unserer Anbetung nicht. Andererseits gibt es nichts im gesamten Universum, das nicht von Allah abhängt.

     

    Im Heiligen Koran lesen wir (31:12): „Und wer dankbar ist, der ist dankbar zum Heil seiner eigenen Seele. Wer aber Gottes Gaben verkennt, muss wissen, dass Allah auf keinen angewiesen und des Lobes würdig ist.“

     

    Imam Chamene’i sagte in einer Ansprache: „Den Segen, gesund zu sein erkennen wir erst nach unserer Erkrankung oder nach Verlust eines Körpergliedes. Den Segen der Jugend erkennen wir erst, wenn wir gealtert sind. (…) Den Segen der Sicherheit erkennen wir, nachdem unsere Sicherheit in Gefahr geraten ist. Die Einwohner von Kufa haben erst dann erkannt, dass der Fürst der Gläubigen (Imam Ali) ein Segen war, als die Kalifen über sie herrschten.“

     

    Möge Allah uns davor bewahren Seine Gabenfülle zu verkennen!

     

     

    Quellen-, Link- und Literaturverzeichnis

     

    Autor: Ayatollah Makarem Schirazi – Buch: Tafsir-e-Nemune

    Autor: Allama Tabataba’i – Buch: Tafsir al-Mizan

    Autor: Ayatollah Imani – Buch: An Enlightening Commentary into the Light of the Holy Qur’an

    Autor: Scheich Tabarsi – Buch: Madschma al-Bayan