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    Tafsir Sure Alfatiha (Teil 1): Einleitung

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    Der Mensch ist ein kompliziertes Wesen. In ihm stecken so viele Wunder, dass er unmöglich die ganze Wahrheit erkennen kann. Somit braucht er einen Wegführer, der ihm hilft. Einen Wegführer, der seine seelischen Besonderheiten kennt und über die Fähigkeiten, die in ihm vorhanden sind, spricht. Jemanden der ihm zeigt, wie er diese Fähigkeiten richtig einsetzen kann.

     

    Dies ist der Grund, weshalb unser Schöpfer und Erhalter, Allah, den Koran geoffenbart hat. Das Wort Quran/Koran bedeutet „Buch, dass zu lesen ist“. Buch, dessen Inhalt man lesen und über den man nachdenken soll. Dieses Buch enthält alles über weltanschauliche Fragen, Politik, Wirtschaft, Geschichte, Vorfahren, gesunde gesellschaftliche und familiäre Beziehungen, rechtliche und ethische Fragen und alle anderen Dinge, die für dieses und das kommende Leben des Menschen wichtig sind. Mit anderen Worten, der Koran ist der Wegführer für wahrhaftiges Glück. Er ist eine strahlende Sonne, die uns die Richtung weist und Dunkelheit und Abwegiges findet keinen Einlass.

     

    Um einen Forscher zu rezitieren: Wenn der Mensch aus dem Licht des koranischen Wissens schöpft, wird er wie ein Planet, der sich auf seiner wahren Bahn bewegt Dank des Lichtes des Koran, auf die endgültige Vollkommenheit zustreben. Die Hinwendung zum Koran gibt uns die Möglichkeit, die Leiden der Gesellschaft zu heilen, die Zeichen für Gerechtigkeit, Recht und Glück zu erkennen. Dies wird aber nur möglich sein, wenn wir uns die Gebote des Heiligen Korans zum Wegweiser nehmen. Wenn wir im Koran ein dyamisches, fruchtbares Denksystem sehen.

     

    Um dies zu verwirklichen und um den Freunden, die mehr über den Koran und seine tiefen Geheimnisse erfahren wollen, diesen näherzubringen, möchten wir in dieser Beitragsreihe den Sinn einiger Koranverse leicht verständlich darlegen, damit sie vermehrt Nutzen aus diesem endlosen Ozeans des Wissen für ihr alltägliches Leben ziehen können.

     

    Zu Beginn sei noch gesagt, dass das Nachdenken über den Sinn des Koraninhaltes von hohem Wert ist und zu den besten Formen des Gott-Dienens gehört.

    In dem Offenbarungszeichen 24, der Sure Mohammad, sagt Gott: „Denken sie nicht über den Koran nach, oder sind ihre Herzen versiegelt?“

    Nun aber lassen Sie uns die Himmelsschrift aufschlagen und die ersten Offenbarungszeichen entnehmen:

     

    Bismillaher rahmaner rahim: Das bedeutet: Im Namen Gottes, des Gütigen des Allbarmherzigen.

     

    Dies ist das erste Offenbarungszeichen, mit dem der Koran beginnt. Es sind die ersten Worte der Sure Hamd. Diese steht zu Beginn des Korans, obwohl sie nicht die erste Sure war, die dem Propheten geoffenbart wurde. Erst bei der Zusammenstellung der verschiedenen Koransuren zu einem Ganzen, wurde sie an den Anfang gestellt. Offenbarungszeitpunkt der Sure Hamd war das 3. Jahr nach der Hidschra des Propheten, nach christlicher Zeitrechnung das Jahr 625.

     

    Die Sure Hamd hat 7 Offenbarungszeichen. Im Vergleich zu den anderen Suren besitzt sie mehrere Besonderheiten. Sie beginnt mit dem Dank und Lobpreis Gottes. Sie steht alleine auf der ersten Seite des Korans. In jedem der fünf täglichen Gebete wird diese Sure gelesen, keine andere Sure kann ihren Platz im Gebet einehmen.

    Wegen ihrer besonderen Stellung erhielt diese Sure zahlreiche Namen und jeder dieser Namen ist ein Hinweis auf ihre besondere Bedeutung. Die wichtigsten Namen der Sure Hamd sind: Hamd, was Dank bedeutet, Fateh-ol Ketab, d.h. Öffnerin des Buches und Omm-ol Ketab, was Mutter des Buches bedeutet.

     

    Der kurze aber bedeutungsvolle Satz „Im Namen Gottes des Allbarmherzigen des Gütigen“ weist uns darauf hin, dass alles Tun des Menschen im Namen Gottes, durch dessen Willen das Dasein aller Wesen seinen Ursprung hat, beginnen sollte. Im Namen Gottes, dessen erhabenes Wesen keine Vernichtung kennt.

    In vielen Überlieferungen wird betont, dass der Mensch sein Tun, ob geringfügig oder bedeutend, mit dem Namen Gottes, des Gütigen beginnen soll, damit es ihm gelingt.

     

    Der Prophet Gottes, s.a.s. hat gesagt:

    „Alles Tun, dass ohne ‚Bismillaher rahmaner rahim‘ beginnt, ist nutzlos.“

     

    Das Offenbarungszeichen: „Bismillaher rahmaner rahim“ gibt es nicht nur im Islam. Im Koran steht, dass die Arche Noahs, a.s., in Begleitung der Worte ‚Bismillah – im Namen Gottes‘, in Bewegung setzte. Der Prophet Soleyman (Salomo) begann seinen Brief an Belghreys, die Königin von Saba, ebenso mit ‚Bismillah‘. Viele Korankommentatoren betrachten dieses Offenbarungswort als einen eigenständigen Vers der Sure Hamd. Bis auf die 9. Sure, die Sure Towbeh (Die Reue), steht dieser Satz am Anfang aller Suren. In der Sure Naml, der Sure 27, kommt sogar zweimal ‚Bismillah‘ vor. Somit finden wir die Worte „Bismillaher rahmaner rahim – Im Namen Gottes, des Allbarmherzigen des Gütigen“ 114 mal im Koran, was der Anzahl der Koransuren entspricht.

     

    Zum Abschluss dieses ersten Beitrages ziehen wir folgenden Schluss:

    Die Worte ‚Im Namen Allahs, des Allbarmherzigen, des Gütigen‘ bringen Segen. Wer sie benutzt zeigt, dass er auf Gott vertraut und ihn um seinen Beistand bittet. Durch diesen gesegneten Namen erhält jedes Tun einen religiösen Sinn. Der Mensch kann sich mit diesen Worten davor retten, vom Götzentum und von Heuchelei befallen zu werden. Wer in den Mittelpunkt seines Tuns die Worte und Bedeutung von „Bismillah – im Namen Gottes“ stellt, für den ist eine Verbindung zwischen ihm und der endlosen Macht und der endlosen göttlichen Barmherzigkeit entstanden. Er hat sich dadurch vor Absturz und Abirren gerettet.

     

     

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