islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Tafsir/Exegese 112. Sure Al-Ikhlas (Die Aufrichtigkeit) – Verse 3-4

    Tafsir/Exegese 112. Sure Al-Ikhlas (Die Aufrichtigkeit) – Verse 3-4

    Rate this post

     

    Tafsir/Exegese 112. Sure Al-Ikhlas (Die Aufrichtigkeit) – Verse 3-4
    لَمْ يَلِدْ وَلَمْ يُولَدْ ﴿3﴾ وَلَمْ يَكُنْ لَهُ كُفُوًا أَحَدٌ ﴿4﴾
    (3) Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden. (4) Und nicht ebenbürtig ist Ihm einer.

     

    (3) Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden.

     

    Dieser Vers antwortet auf jene unter den Juden, Christen und polytheistischen Arabern, die an die Dreifaltigkeit glauben: Dem Vater, dem Sohn und dem heiligen Geist. Die Christen glauben daran, dass Jesus (a.) der Sohn Gottes sei und die Juden glauben, dass Esra (Uzair) der Sohn Gottes sei: „Die Juden sagen Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn…“ (9.30) Und die polytheistischen Araber glaubten, dass die Engel die Töchter Gottes seien: „…und sie dichten Ihm (fälschlich) Söhne und Töchter an ohne Wissen…“ (6.100)

     

    Aus den Überlieferungen kann man entnehmen, dass die Zeugung im Vers: „Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden“ eine umfangreiche Bedeutung hat, welche jegliche Erzeugnis von Materiellem umfasst. Jedoch die erste und offenkundige Bedeutung dieses Verses ist, dass Allah (swt) weder gezeugt wurde, d.h. keinen Vater hat und auch niemanden gezeugt hat, d.h. keinen Sohn hat und somit die Behauptungen der Christen, Juden und polytheistischen Araber falsch und gelogen sind. Wie kann es auch sein, dass Allah (swt) einen Sohn hat, wo Er doch über allem Materiellen steht und dieses erschaffen hat?

     

    (4) Und nicht ebenbürtig ist Ihm einer.

     

    Mit dem Wort „kufu‘‘ (ebenbürtig) wurde zunächst jener gemeint, der jemandem in der Stellung, der Stufe und der Kraft ähnelt. Daraufhin wurde dieses Wort für jegliche Ebenbürtigkeit benutzt.

     

    Das heißt, niemand ist wie Allah (swt) und niemand gleicht Ihm, erhaben sei Er. Allah (swt) ist viel zu erhaben, als dass Ihm jemand mit seinen Schwächen und seiner Begrenztheit ähneln könnte. Niemand ähnelt Allah (swt) in Seinem Dasein und niemand hat dieselben Eigenschaften wie Allah (swt) und niemand gleicht Allah (swt) in Seinen Handlungen.

     

    Der Fürst der Gläubigen (a.), sagt in einer seiner Reden in Nahj ul-Balagha: „Er zeugte nicht, so dass Er (von jemand anderem) geboren worden war, und Er wurde nicht gezeugt, denn sonst wäre Er zu einem Begrenzten geworden. Er ist hoch erhaben darüber, sich Söhne genommen zu haben, und Er ist rein, um Frauen zu berühren (für den Zeugungsakt). Die Vorstellungskraft kann nicht an Ihn heranreichen, um Ihn zu bemessen, noch kann Ihn der Scharfsinn sich einbilden und Ihn sich vorstellen. Die Sinne können Ihn nicht erfassen, um Ihn wahrzunehmen, und die Hände können Ihn nicht berühren, um Ihn zu befühlen.“[1]

     

    Diese großartige Beschreibung zeigt die exakten Bedeutungen der Einheit Gottes auf.

     

    [1] Quelle: Nahj ul-Balagha – Pfad der Eloquenz, 186. Predigt Über Tauhid (Einheit Allahs)  und die Prinzipien des Wissens; mhaditec Verlag.

    *******

    Quelle: http://www.al-quran.de/tafsir/112/3.htm