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    Takfiris wollen und sollen Islamische Welt zersplittern

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    27 Juni 2013

     

    Die Islamische Welt erlebt schwierige und schicksalhafte Zeiten. Auf der einen Seite hat die islamische Erwachungsbewegung in den nordafrikanischen Ländern und im Nahen Osten die illegalen Interessen der Hegemonimächte in Gefahr versetzt, auf der anderen Seite sind mit Unterstützung der westlichen Mächte und den reaktionären Herrschern Takfiri- und Salafisten-Gruppen aktiv geworden, um zwischen den verschiedenen islamischen Religionsgruppen Konflikte und Krieg zu schüren.

     

    Syrien ist zurzeit der größte Schauplatz für die bewusste Zwietrachtschürung unter den Muslimen. Die westlichen Staaten und ihre regionalen Verbündeten konnten bei der Krisenschürung in Syrien nicht an ihre Ziele gelangen und die Regierung stürzen, deshalb versuchen sie mit Hilfe der salafistischen und Takfiri-Gruppen den totalen Krieg zwischen den Anhängern der verschiedenen religiösen Rechtsschulen in Syrien auszulösen.

     

    Was aber als sunnitisch-schiitischer Konflikt in der Region vorgetäuscht wird, ist in Wahrheit kein Konflikt zwischen der sunnitischen und schiitischen Gemeinschaft, denn seit vielen Jahren leben die Schiiten und Sunniten in der Region friedlich zusammen und sie haben nie einander umgebracht. Natürlich gab es immer schon Meinungsunterschiede zwischen Glaubensgruppen aber man kam damit zurecht.

     

    In Wirklichkeit haben wir es hier mit der Verbreitung des Wahhabismus und dem Takfiri-Denken und –Verhalten zu tun. Aufgrund dieses abwegigen Exkommunikationsdenkens und des entsprechenden Verhaltens werden nicht nur die Schiiten sondern auch viele Gegner unter den Sunniten von den Takfiris als Kafir – als Ungläubige betrachtet, die den Tod verdient haben!

    Die Takfiris erwecken besonders in den unteren Schichten der sunnitischen Gesellschaften einen blinden Sekteneifer, so dass gemäßigte und realistische sunnitische Gelehrten den Einfluss auf diese verlieren.

     

    Die USA und die reaktionären Herrscher in der Region sahen sich nach dem Sieg der Islamischen Revoution der Wiedererweckung des wahren Islams des Propheten durch den Revolutionsführer Imam Chomeini gegenüber. Dieser Islam fordert die Unabhängigkeit und den Kampf gegen die Diktatur im Inland und den Imperialismus. Die Islamische Revolution ist aber keine rein schiitische Revolution. Ihre Botschaft von der Freiheit und Gerechtigkeit ist nicht nur an alle Muslime sondern an die ganze Menschheit gerichtet.

     

    Als die Islamische Revoution Iran siegte, war es wie ein Erdbeben für die Region und alle islamischen Bewegungen wurden von dieser Revolution inspiriert. Das hat die westlichen Herrscher in Angst versetzt. Schon zu dem Zeitpunkt hat der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger angekündigt, wenn ein Staat in der Region unter Einwirkung der islamischen Revolution stürzen würde, würden die anderen Länder ebenso angesteckt.

     

    Die USA, die westlichen Regierungen und ebenso das zionistische Regime haben nach dem Sieg der Islamischen Revolution überlegt, wie sie diese Revolution bekämpfen und sie auf den Iran beschränken können. Sie setzten den Iran wirtschaftlich und politisch unter Druck und stachelten Saddam zu einem Militärangriff an. Gleichzeitig suchten sie zum Sturz der islamisch-republikanischen Ordnung nach Wegen um die freiheitsliebenden Gedanken Imam Chomeinis kulturell und geistig zu bekämpfen.

     

    Zu diesem Zweck veranstalteten sie u.a. in Haifa und Tel Aviv im besetzten Palästina , den USA und einer Anzahl von europäischen Ländern Seminare, zu denen sie Orientalisten einluden, um die Überzeugungen, die der Islamischen Revolution im Iran zugrundeliegen, zu analysieren. Sie stellten fest, dass diese Revolution in dem schiitischen Denken und ihm Geist des Kampfes von Imam Hussein (a.s.) verwurzelt sind und sahen auf der anderen Seite, dass es eine Anschauung namens Wahhabismus gibt, die die Schiiten aus der Gemeinschaft der Muslime ausschließt und ihre Tötung erlaubt.

     

    Das Resultat ihrer Konferenzen bestand in der Feststellung, dass die schiitische Lehre, welche im Iran zu dieser Revolution gegen Unrecht und Frevel führte, einen Feind hat namens Wahhabismus und die Revolution bekämpft werden könne, wenn rundherum um den Iran der Wahhabismus verbreitet wird. Im Iran gab es keinen sunnitisch-schiitischen Konflikt sondern eine Revolution, welche entscheidende Veränderungen in den regionalen politischen Gleichungen hervorgerufen hatte.

     

    Das US-hörige Schahregime, welche das illegitime Regime Israel unterstützte, war plötzlich von einer Regierung, die für die Entrechteten, insbesondere die entrechteten Palästinenser eintrat, verdrängt worden. Diese Macht musste nach Ansicht des Westens bekämpft werden. Zu diesem Zweck wurde in den verschiedenen Ländern, die mit den USA zusammenarbeiten, schiitenfeindliche Propaganda in Gang gesetzt.

     

    In dieser Hetzpropaganda ging es vor allen Dingen um zwei Dinge: erstens darum, historische und oftmals künstliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den Iraner und Arabern auszugraben und zu schüren und zweitens Konflikte aufgrund einiger Unterschiede in den Rechtsschulen zwischen den Sunniten und Schiiten hervorzurufen.

     

    Daher entfachte man in den Medien und in der Politik der Region Iranophobie und machte vor den Schiiten Angst an. Es wurde betont, dass die Iraner , weil sie Schiiten und Nicht-Araber sind, nichts mit der Arabischen Welt und den Sunniten zu tun hätten..

    Gemäß dieser verlogenen Propaganda behaupteten sie, Iran habe vor, im Namen des Islams die Sunniten zum schiitischen Glauben zu bekehren.

     

    Aber die Islamische Revolution Irans ist eine kulturelle Revolution. Ihre Botschaft beruht auf dem Heiligen Koran und den Lehren des Propheten des Islams über den Kampf gegen Unrecht und Unterdrückung . Sie strebt nach Gerechtigkeit und Einmütigkeit. Der Export der Revolution war in Wahrheit auch nichts anderes als die Mitteilung dieser Botschaft an die Muslime und die Gerechtigkeitsliebenden auf der Welt gewesen.

     

    Die Anführer der Islamischen Revolution haben nie danach gestrebt die schiitische Rechtsschule zu verbreiten, sondern sie haben immer zur Einheit und zum Dialog zwischen den Muslimen aufgerufen. Deswegen hat sie gleich in den ersten Jahren nach dem Revolutionssieg sunnitische und schiitische Gelehrte zu Konferenzen nach Teheran eingeladen. Aber die USA und ihre regionalen Verbündeten hatten nichts anderes im Sinne, als die Wahrheit über die Islamische Revolution und ihre Botschaft verzerrt darzustellen . Sie propagierten die Islamische Revolution sei eine schiitische Revolution und eine Gefahr für die Länder mit sunnitscher Bevölkerungsmehrheit.

     

    Im Rahmen der Politik der USA und ihrer Verbündeten zur Bekämpfung des Gedankens und der Überzeugungen der islamischen Revolution wurden in Pakistan, Afghanistan und daraufhin in zentralasiatischen Ländern immer mehr wahhabitische Lehrzentren eingerichtet und Dutzendtausende von wahhabitischen Theologieschülern wurden mit dem Takfiri-Denken des ibn Taymiyyah, einem der Theoretiker des Wahhabitismus herangezogen. Ihnen wurde vor allen Dingen eines eingeflößt, nämlich dass sie ins Paradies kommen, wenn sie die Schiiten töten.

     

    Die Idee zu diesen Lehrzentren kam übrigens von Zbigniew Brzezinski, dem ehemalige nationalen Sicherheitsberater des Ex-Präsidenten Jimmy Carter. Brzezinski reiste nach Pakistan um sich persönlich von der Durchführung dieser Idee überzeugen zu können.

     

    Aufgrund der Takfiri- Denkweise gelang es den Taliban Mitte 90, unterstützt von den Sicherheitsdiensten der USA, Englands und Pakistan, 90 Prozent des afghanischen Bodens an sich zu reißen, die Mudschahiddin aus Kabol zu verbannen und sie in die Isolation zu treiben.

     

    Nach dem Sieg des Islamischen Widerstandes in Südlibanon im August 2006 haben die USA und ihre regionalen Verbündeten erst recht versucht, die Verbreitung der abwegigen Denkweise der Salafiden und der Takfiri voranzutreiben.

     

    Der erstaunliche Sieg der libanesischen Hisbollah über die zionistischen Besatzer , jagte der USA und dem Besatzerregime Israel sowie den arabischen Monarchen und Diktatoren einen großen Schrecken ein, zumal die gelbe Flagge der Hisbollah und die Bilder ihres Führers Sayyid Hassan Nasrullah in allen Großstädten der arabischen Ländern zu sehen waren.

     

    Durch diesen Sieg wurde die Hisbollah so beliebt in der Region, dass Scheich Raschid Al Ghannuschi, eine bedeutende sunnitische Persönlichkeit, in einem Telefongespräch mit Sayyid Nasrullah diesem sagte: „Du bist mein Führer und Imam.“

     

    Condoleezza Rice, die damalige US-Außenminsiterin reiste im Oktober 2006 nach Kairo und bat zum ersten Mal um ein Treffen mit den Sicherheitschefs von vier arabischen Ländern, anstatt um eine Zusammenkunft mit ihrem ägyptischen Amtskollegen.

     

    Die Leiter des Informations- und Sicherheitsdienstes von Ägypten, Jordanien, Saudi Arabien und der Vereinten Emirate trafen zusammen, um für die Verbreitung des Wahhabismus und der Schürung von Konflikten zwischen Sunniten und Schiiten zu planen und den Einfluss der Hisbollah von Libanon einzudämmen.

     

    Sie gelangten zu dem Resultat , dass sie , um diese Welle in der arabischen Welt in den Griff zu bekommen, die schiitisch-sunnitische Unterschiede hervorheben müssen. Zur gleichen Zeit hat die damalige Außenministerin des israelischen Besatzerregimes Regimes, Tzipi Livni gesagt: „Der einzige Ausweg, den wir vorliegen haben, besteht darin einen schiitisch-sunnitischen Konflikt in der Region in Gang zu setzen.“

     

    Daraufhin haben die Anführer des zionistischen Regimes inbesondere der damalige Mossad-Chef ، Meir Dagan diese Theorie immer wieder bestätigt und angekündigt, der einzige Weg zur Wahrung der Sicherheit Israels bestünde darin, schiitisch-sunntische Auseinandersetzungen und Konflikte zwischen den Anhängern verschiedener islamischer Rechtsschulen und Sekten in der Arabischen Welt hervorzurufen.

     

    Die Krisenschürung in Syrien und die Bestrebungen die syrische Regierung zu stürzen sind in Wahrheit die Fortsetzung dieser Bestrebungen , Schiiten und Sunniten gegeneinander aufzuhetzen. Aus der Sicht der Wahhabiten ist es erlaubt das Blut eines Sunniten, der gegen die Denkweise der Salafiden und der Takfiri ist, zu verschütten.

     

    Natürlich stecken hinter all diesen Provokationen und Aggressionen die Informations- und Sicherheitsdienste der USA und ihrer Verbündeten . Sie führen bei der Schürung der Meinungsverschiedenheit zwischen Schiitien und Sunniten die Regie.

     

    Die Leute, die schiitische Moscheen in Irak in die Luft sprengen sind dieselben, die sunnitische Moscheen zur Explosion bringen. Ein wahrer Sunnit würde niemals Menschen, die sich zum Gebet in der Moschee befinden, massakrieren. In Wirklichkeit stecken die Spionagedienste hinter den blutigen Anschlägen auf sunnitische und schiitische Moscheen. Sie wollen die Sunniten und Schiiten in einen schweren Konflikt verwickeln.

     

    Es geht insgesamt darum die Region aufgrund religiöser und ethnischer Zugehörigkeit in kleinere Gebiete aufzusplittern. Die westlichen Regimes wollen auf diese Weise die Muslime vorläufig auf längere Sicht in Konflikte miteinander verwickeln und so ihrer Interessen in der strategisch wichtigen Region des Nahen Ostens absichern , wobei ihnen vor allen Dingen wieder an der Sicherheit des zionistischen Regimes gelegen ist.

     

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/islamfeindliche-schritte/item/249949-takfiris-wollen-und-sollen-islamische-welt-zersplittern