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    Teheraner Konferenz der Internationalen Union muslimischer Frauen

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    Der Islam betont den hohen Rang der Frau bereits seit mehr als 14 Jahrhunderten. Gemäß Islam kann die Frau wie der Mann verantwortungsbewusst über ihr Schicksal bestimmen und die Frauen nehmen einen wichtigen Platz in Familie und Gesellschaft ein. Wegen ihres Einflusses, der in der Familie beginnt und bis in die verschiedenen Bereiche der Gesellschaft hineinreicht übernehmen sie besondere Pflichten. Daher hat der verstorbene Vater der Islamischen Revolution im Iran, Imam Chomeini (r.h) gesagt, dass die Frauen Heranbildner von Menschen und Gesellschaft sind.

     

    Zurzeit bringt die Islamische Welt unter besonderen Bedingungen zu. Wegen der fruchtbaren Rolle der muslimischen Frauen in der Gesellschaft und ihrer Aufgaben, sollten ihre Fähigkeiten allerorts auf der Welt gebündelt und die Islamische Weltgemeinschaft gefestigt werden. Deshalb sind die Muslima bemüht in diesem schicksalhaften Abschnitt der Geschichte ihre Aufgaben so gut wie möglich zu erfüllen. Es steht ihnen die Möglichkeit zur Verfügung, Nichtregierungsorganisationen zu gründen. Der Feind nützt NGOs für seine üblen Zielen, und wegen ihrer Wirkung, insbesondere in der jetzigen Situation und versucht die Frauen auf Irrwege zu führen. Der Westen handelt hierbei koordiniert. Daher muss erfolgreich dieser Strategie des Feindes entgegen gewirkt werden.

     

    Auf der 26. Internationalen Konferenz für Islamische Einheit, die im Januar dieses Jahres stattfand, einigte man sich auf die Gründung der Internationalen Union muslimischer Frauen, und anlässlich des Jahrestages der Geburt der edlen Masuma (aleiha salam) (Schwester Imam Ridhas (a.s.) und Nachkomme des Propheten (s) fand am 7. September die Weltkonferenz der Internationalen Union muslimischer Frauen statt. Die Gäste kamen unter anderem aus Ägypten, Pakistan, Irak, Algerien, Kanada, England, Colombia, den USA, dem Libanon, Bahrain und der Türkei. Auf dieser Konferenz wurden die Verbesserung der Lage der muslimischen Frau und die Nutzung der Möglichkeiten von Nichtregierungsorganisationen (NOGs) muslimischer Frauen erörtert, und sie sollte der Verabschiedung des Entwurfs für die der Statuten der Internationalen Union muslimischer Frauen dienen.

     

    Die Schriftführerin der Konferenz, Laleh Eftechari legte den strukturellen Aufbau dieser Union dar. Sie verwies auf den Einfluss , den heute die NOGs haben und sagte, dass diejenigen, die nach Frieden streben und insbesondere die Anhänger der abrahamitischen Religionen, speziell die Muslime, sich durch solche Bürgerorganisationen zwecks Erreichung ihrer Ziele zusammenschließen können.

     

    Sie sagte auch: „Der Feldzug der Feinde gegen die Islamische Kultur und der Aufbruch in den Islamischen Ländern haben die Bildung der Union muslimischer Frauen noch mehr als zuvor erforderlich gemacht, „ und fuhr fort, mit dieser Union werden die Annäherung zwischen den muslimischen Frauen in der Islamischen Welt und Lösungen und Strategien für die religiöse Annäherung angestrebt. Die Internationale Union muslimischer Frauen kann islamische Modelle für die internationale Solidarität vorstellen.

     

    Ajatollah Araki, Generalsekretär des Weltforums für die Annäherung der Islamischen Rechtsschulen sagte zu Beginn der Konferenz der Allianz islamischer Frauen:

    „Bekanntlich sind die Frauen die Hälfte der menschlichen Gesellschaft, aber gemäß Heiligem Koran und den religiösen Quellen geht die Bedeutung ihrer Rolle weit darüber hinaus, denn es sind die lauteren Frauen , die das Fundament zu einer lauteren Gesellschaft legen. Heute besteht das größte Problem der menschliche Gesellschaft darin, dass die Familien zerfallen und die Menschheit zu wenig lautere Frauen besitzt. Der Westen hat die Frauen aus ihrem Zuhause herausgeholt und Hausfrauen als Untätige in der Gesellschaft hingestellt.“ Er sagte auch: „… Es ist ein Vergehen, die Frau anstelle des Mannes und den Mann anstelle der Frau zu setzen.“ Ajatollah Araki sprach über die edlen Frauen, die einen Einfluss auf die Menschheit hatten wie die Heilige Maria und die Gemahlin des Propheten Chadischah und die Prophetentochter Zahra (aleihom salam) und fuhr fort: „Die Nachkommen Zahras haben in der Geschichte des Islams gegen Sünde, Heuchelei und Unterdrückung gekämpft. … Eine geläuterte Familie läutert die Gesellschaft. Hätte man zugelassen, dass die Familie des Erhabenen Propheten ihren Auftrag verwirklicht, so hätten wir heute eine mit Brüderlichkeit erfüllte islamische Gesellschaft.“

     

    Der Islam geht viel anders als der Westen mit dem Thema Frau und Familie um. Minal Fandschan aus dem Irak sagt: Die westlichen und östlichen Theoretiker können niemals eine richtige Definition von der muslimischen Frau und der islamischen Gesellschaft vorlegen, weil sie die Frau aufgrund ihrer eigenen geistigen und kulturellen Grundlagen definieren. Unterdessen ist das heile gute Leben gemäß Koran das wichtigste an der Lebensweise einer Muslima. Wie in den Koranversen und Überlieferungen steht, basiert dieses gesunde gute Leben auf einmaligen Eigenschaften, die eine muslimische Frau besitzen sollte. Die muslimischen Frauen müssen mit Hilfe der religiösen Quellen einen geeigneten Lebensstil wählen. Die davon abweichenden Gedanken aus dem Osten und Westen sind nicht für die Beschreibung eines gesunden muslimischen Lebens geeignet..

     

    Dieser Gast aus dem Irak unterstrich mit Hinweis auf die Verantwortungsbereitschaft der Frau und der Mutter für die Kindererziehung die konstruktive und wichtige Rolle der Mutter in der Familie.

    …Die Feinde der Islamischen Welt versuchen unter den Muslimen zu spalten.

     

    Die ehemalige Ministerin für nationale Solidarität Algeriens, Frau Hablis, sagte auf der Konferenz der Internationalen Union muslimischer Frauen mit Hinweis auf die Gefahren, denen die Islamische Welt heute ausgesetzt ist: „Wir haben heute nicht nur die Pflicht, die Stellung der muslimischen Frau zu erörtern. Noch wichtiger ist die Wachsamkeit gegenüber der Gefahr, welche die Unabhängigkeit der Islamischen und arabischen Länder bedroht. Diese Gefahr bedroht die Einheit unserer Völker, die Eintracht in unseren Länder und unsere Identität und Religion. Der Westen versucht diese Gelegenheit in seinem Interesse zu nutzen und die Islamischen Rechtsschulen , welche Grundlage der Islamischen Völker sind, zu missbrauchen.“

     

    Frau Zeynab Taylor aus Australien verwies in ihrem Referat auf das Ausmaß der Annäherungen zwischen den Religionsgruppen und die Einheit unter der Islamischen Ummah und sagte: „Wir erleben in Australien wegen dem Einfluss der Wahhabiten und deren negativen Propaganda Entwicklungen, die nicht gut sind. Annäherung soll bedeuten, einmütig zu sein, zusammenzuhalten und sich gegenüber dem gemeinsamen Feind zusammenzuschließen. Aber in Australien verbreiten die Wahhabiten ihre eigene Ansichten und locken schlecht informierte Leute in ihre Versammlungen. Das aber ist unter den jetzigen Bedingungen eine wahre Tragödie.“

     

    Dieser Gast aus Australien sagte auch: „Die westlichen Medien stellen die muslimische Frau mit ihrer Schwarzmalerei als armes bedauernswertes Wesen hin, das nicht die geringsten Rechte als Mensch besitzt. Unterdessen betont der Islam die aktive Präsenz der Frauen in den verschiedenen Bereichen.“

     

    Die Steigerung des Widerstandspotentials der muslimischen Frauen muss ernsthaft gefördert werden. Die Kanadierin Sadschidah Mahbubi sagte auf der Teheraner Konferenz:

     

    Die Gründung der Union muslimischer Frauen hat unterschiedliche Reaktionen in den einzelnen Ländern zur Folge gehabt. Die Verletzung der Frauenrechte sind je nach Land verschieden. Es ist deutlich zu erkennen, dass die muslimischen Frauen Unterstützung brauchen. Für die Unterstützung der wehrlosen Muslima auf der Welt ist die Bildung einer geschlossenen Union notwendig, damit die Frauen von dem Gefühl, in Gefahr zu sein, befreit werden. Die Ideologie des Islams ist ein- und diesselbe und es spielt in erster Linie keine Rolle ob ein Muslim Schiit ist oder Sunnit. Wichtig ist, dass die islamischen Lehren in der Gesellschaft praktiziert werden. Weil wir alle Muslime sind, muss der Weg für die kommenden Generationen geebnet werden und sind Konflikte und die Verletzung der Frauenrechte in der Gesellschaft zu verhindern.“

     

    …Die Versorgung des Haushaltes sollte kein Hindernis für die gesellschaftliche Mitbeteiligung der Frau sein.

    Die ägyptische Universitätsdozentin Ferdaus Mussa unterstreicht die Beteiligung der Frauen am Gesellschaftsleben und sagt: „Der Islam legt die beste Rechtsordnung auf gesellschaftlicher Ebene für die muslimischen Frauen vor. Wir haben immer wieder erlebt, dass Frauen an der Seite der Männer zur Wahrung der Familie in der Gesellschaft tätig geworden sind und dies verstößt selbstverständlich nicht gegen den Islam. Die Frauen in den islamischen Gesellschaften konnten einen Teil ihrer Rechte einfordern. Der Islam gibt den Frauen eine geeignete Handlungsfreiheit und die Frauen haben diese Freiheit genutzt …“

     

    Sie weiter: „NOGs können große Dienste in Sachen Frauenrechte leisten. Zu den Zeichen für die Mitbeteiligung der Frauen in der Gesellschaft gehört ihr Recht auf gesellschaftliche Tätigkeiten.“ Dieser Gast aus Ägypten schlug vor, dass die Konferenz der Union muslimischer Frauen jedes Jahr in einem anderen Land tagt, damit der Austausch zwischen den muslimischen Frauen auf der Welt wächst.

     

    Zum Schluss der Teheraner Konferenz „Union muslimischer Frauen“ unterstrichen die Teilnehmer das Prinzip der Einheit zwischen den Muslimen zwecks Widerstand gegenüber den feindlichen Verschwörungen. Außerdem haben sie die Schaffung von weiteren Gelegenheiten und Möglichkeiten auf der Welt zur Vorstellung des Islams und seiner Standpunkte in Bezug auf die Frauen, sowie die Voraussetzungen für effektive Kontakte zwischen den elitären Frauen der Islamischen Welt und den Austausch von Informationen und Meinungen hinsichtlich der aktuellen Gefahren und Chancen für die Islamische Welt gefordert.

     

    Eine weitere Forderung der Teilnehmer war die Einrichtung eines ständigen Sekretariats der Internationalen Union muslimischer Frauen zur Verabschiedung von festen Regeln.

     

    Die Mitglieder der Union erklärten abschließend ihre Solidarität und Unterstützung für die revolutionären Bewegungen der muslimischen Bevölkerung in der Region zwecks Förderung des Islams und zur Verbesserung der Lage der Islamischen Weltgemeinde. Sie verurteilten die Verbrechen des westlichen Imperialismus und ihrer Handlanger gegen die muslimischen Völker insbesondere gegen die wehrlose Bevölkerung in Syrien.

     

    Quelle: http://german.irib.ir