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    Teil 10: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 31-35

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    Teil 10: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 31-35
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    Wir möchten diesen Beitrag mit einem Wort von Imam Ali, aus dem Hause des Propheten des Islam, beginnen. Er hat über den Koran gesagt: Im Koran liegt der Frühling der Herzen und in ihm sind die Quellen des Wissens verborgen. Nur er und nichts anderes hüllt das Herz in Glanz. Ayeh 31 bis 33, Sure 2:

     

    (2: 31- 33)

     

    وَعَلَّمَ آدَمَ الْأَسْمَاءَ كُلَّهَا ثُمَّ عَرَضَهُمْ عَلَى الْمَلَائِكَةِ فَقَالَ أَنبِئُونِي بِأَسْمَاءِ هَـٰؤُلَاءِ إِن كُنتُمْ صَادِقِينَ

     

    „Und er lehrte Adam die Namen aller Dinge, stellte sie den Engeln vor und forderte sie auf: „Wenn das stimmt, was ihr sagt, so nennt ihre Namen“. (2: 31)

     

     

    قَالُوا سُبْحَانَكَ لَا عِلْمَ لَنَا إِلَّا مَا عَلَّمْتَنَا ۖ إِنَّكَ أَنتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

     

    „Die Engel antworteten: „Herr! Du bist absolut frei von allen Mängeln und Fehlern, wir wissen nichts als das, was Du uns lehrtest. Du bist der Allwissende, der Weise“. (2: 32)

     

     

    قَالَ يَا آدَمُ أَنبِئْهُم بِأَسْمَائِهِمْ ۖ فَلَمَّا أَنبَأَهُم بِأَسْمَائِهِمْ قَالَ أَلَمْ أَقُل لَّكُمْ إِنِّي أَعْلَمُ غَيْبَ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ وَأَعْلَمُ مَا تُبْدُونَ وَمَا كُنتُمْ تَكْتُمُونَ

     

    Er sprach: „O Adam, lehre du sie ihre Namen und Geheimnisse.“ Nachdem Adam sie ihnen kund getan hatte, sprach Gott: „Sagte ich euch nicht, dass ich über die Geheimnisse der Himmel und Erde Kenntnis habe? Ebenfalls über das, was ihr offenkund tut und was ihr verbergt?“ (2: 33)

     

    Diese Koranverse enthalten den Hinweis auf ein Wissen, das Gott die Menschen gelehrt hat. Der Koran sagt nicht konkret, um welches Wissen es sich handelt. Die meisten Kommenta-toren sind der Ansicht, dass Gott dem Menschen die Daseinswelt und die Natur gleich zu Beginn der Schöpfung lehrte und ihm die Namen aller Geschöpfe mitteilte. Er verlieh ihm die Fähigkeit, die Dinge in seiner Umgebung zu erkennen und zu benennen. Diese Fähigkeit wurde in den Seelengrund des Menschen gelegt. Das Wissen von den Namen – ilmi asma – ist das Wissen um den Sinn, die Geheimnisse und die Wahrheiten in der Schöpfungswelt. Die Fähigkeit zu diesen Erkenntnissen ist ein großes Privileg des Menschen. Gott hat dieses Wissen den Menschen gelehrt, damit er die materiellen und immateriellen Segensgaben dieser Welt auf dem Weg zu seiner Vervollkommnung nutzt. Außerdem hat Er ihm die Fähigkeit gegeben, den Dingen Namen zu geben, um diese Namen einzusetzen, wenn es nötig ist.

     

    Das alles sind große Vorzüge des Menschen. Aus den vorherigen Verszeichen wissen wir, dass die Engel glaubten, wegen ihres absoluten Gehorsams und Gott-Dienens über den Menschen zu stehen und daher Einspruch einlegten. Der Schöpfer stellte sie auf die Probe und sagte: Wenn ihr die Wahrheit sprecht, so nennt das, was ich euch gelehrt habe, beim Namen. Und die Engel begriffen ihren Fehler und ihnen wurde bewusst, dass der Vertreter Gottes großes Wissen und Erkenntnis besitzen muss. Daher baten sie Gott um Verzeihung. Daraufhin forderte Gott Adam auf, den Engeln von seinem Wissen zu berichten. Und Adam gab das, was ihm gelehrt wurde, wieder. Da wurde den Engeln bewusst, dass Gott den Menschen andere Fähigkeiten verliehen hat. Fähigkeiten, die sie selber nicht besaßen. Der Koran gibt hier den Hinweis darauf, dass die Engel kein eigenes Wissen besitzen. Sie erfahren über das Verborgene nur so viel, wie Gott es zulässt. Gott weiß alles – das Verborgene und das Offenkundige, das Äußere und das Innere des Daseins.

     

    Den genannten Koranversen der Sure 2 entnehmen wir auch folgendes: Der erste Lehrer des Menschen ist Gott. Er hat dem Menschen die Kraft zur Erkenntnis der Wahrheiten geschenkt und alle Wissenschaften des Menschen sind dieser Fähigkeit, die ihm von Gott verliehen wurde, zu verdanken. Darf man angesichts eines solchen gewaltigen Schöpfers arrogant sein? Wir lernen auch, dass die rasche Bitte um göttliche Verzeihung wegen eines unpassenden Wortes, etwas Gutes ist. In dem Moment, wo die Engel bemerkten, dass sie etwas Unangemessenes gesagt hatten, gaben sie sofort ihre Unwissenheit zu. Ayeh 34 und 35, Sure 2:

     

    وَإِذْ قُلْنَا لِلْمَلَائِكَةِ اسْجُدُوا لِآدَمَ فَسَجَدُوا إِلَّا إِبْلِيسَ أَبَىٰ وَاسْتَكْبَرَ وَكَانَ مِنَ الْكَافِرِينَ

     

    „Als wir den Engeln geboten, sich vor Adam nieder zu werfen, warfen sich alle vor ihm nieder: bis auf Iblis (Satan). Er rebellierte hochmütig und wurde einer der Kaferin (Gottesleugner).“ (2: 34)

     

     

    وَقُلْنَا يَا آدَمُ اسْكُنْ أَنتَ وَزَوْجُكَ الْجَنَّةَ وَكُلَا مِنْهَا رَغَدًا حَيْثُ شِئْتُمَا وَلَا تَقْرَبَا هَـٰذِهِ الشَّجَرَةَ فَتَكُونَا مِنَ الظَّالِمِينَ

     

    „Und wir sprachen: O Adam! bewohne mit deiner Gemahlin diesen (Paradies-)Garten und esst von seinen Früchten, so viel wie ihr möchtet. Aber diesem Baum nähert euch nicht, sonst werdet ihr Frevler sein!“ (2: 35)

     

    In den Koranversen 34 und 35 wird wieder der Rang des Menschen hervorgehoben und ihm eine weitere Ehre zuteil: Die Engel warfen sich vor Adam nieder. Gott gab ihnen dazu die Anweisung, und alle Engel, bis auf Iblis, folgten dieser Anordnung. Iblis, der auch zum Volk der Dschin zählt, verweigerte die Durchführung des göttlichen Befehls. In seinem blinden Hochmut dachte er, besser als der Mensch zu sein und Adam müsse sich vor ihm niederwerfen. Dieses Aufbegehren gegenüber Gott machte ihn zum Ungläubigen. Wichtig ist, dass wir erwähnen, das die Niederwerfung der Engel vor Adam nicht als Geste der Anbetung des Menschen verstanden werden darf, denn niemand darf angebetet werden außer Gott. Diese Niederwerfung war eine Anweisung Gottes. In Wahrheit war es ein Lobpreis Gottes, die Engel priesen wiederum nur Gott, dafür das er ein so edles Geschöpf wie den Menschen erschaffen hatte.

     

    Diesen Verszeichen aus dem Koran kann entnommen werden, dass Adam für das Leben auf der Erde geschaffen worden war, aber Gott ihn zu Beginn im Paradies leben ließ und ihm alle Gaben zur Verfügung stellte: Eine Gemahlin, eine Wohnstätte, Speisen und anderes mehr. Dies waren alles Dinge, die auch auf der Erde zum Wohl des Menschen gehören.

     

    „Adam und seine Gemahlin lernten diese Gaben zu nutzen. Aber sie wurden auch auf die Probe gestellt: Gott untersagte Adam von einem bestimmten Baum zu essen. Er mahnte, dass dies ihm und seiner Gemahlin schaden und die Ausweisung aus dem herrlichen Paradiesgarten zur Folge haben werde. Adam ließ sich von Satan in die Irre führen und verstieß gegen Gottes dringendes Gebot. Auf einen Punkt möchten wir an dieser Stelle hinweisen und zwar den, dass die Gebote Gottes und seine Anweisungen den Menschen lenken sollen und sein Wohl und Glück bedeuten. Immer aber, wenn der Mensch diese Gebote missachtet, schadet er sich selbst. Adam verstieß gegen Gottes Befehl und handelte sich damit Mühe und Leid ein. Wir verbleiben mit dem Wunsch, dass wir uns mit Gottes Wohlgefallen der Karawane anschließen dürfen, die auf dem Weg in Seine heilige Nähe ist und dass Er uns seine Segensgaben zuteil werden lässt.

     

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