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    Teil 107: Sure An Nissa (Frauen) Verse 26- 31

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    Dieser Kurzkommentar zum Koran beginnt mit drei Versen aus der Sure An Nissa, der 4. Sure, hier die Übersetzung der Verse 26 bis 28: (4: 26- 31)

     

    يُرِيدُ اللَّـهُ لِيُبَيِّنَ لَكُمْ وَيَهْدِيَكُمْ سُنَنَ الَّذِينَ مِن قَبْلِكُمْ وَيَتُوبَ عَلَيْكُمْ ۗ وَاللَّـهُ عَلِيمٌ حَكِيمٌ

     

    „Gott will euch mit diesen Geboten über den Weg zu Wohl und Glück) Klarheit geben und euch rechtleiten so wie mit denen verfahren worden ist, die vor euch lebten, und (durch Vergebung eurer Sünden) sich euch gütig wieder zuwenden. Er weiß Bescheid und ist weise. (4: 26)

     

    وَاللَّـهُ يُرِيدُ أَن يَتُوبَ عَلَيْكُمْ وَيُرِيدُ الَّذِينَ يَتَّبِعُونَ الشَّهَوَاتِ أَن تَمِيلُوا مَيْلًا عَظِيمًا

     

    Gott will sich euch gütig wieder zuwenden. Diejenigen aber, die ihren Gelüsten folgen, wollen, dass ihr (vom rechten Weg) völlig abweicht. (4: 27)

     

     

    يُرِيدُ اللَّـهُ أَن يُخَفِّفَ عَنكُمْ ۚ وَخُلِقَ الْإِنسَانُ ضَعِيفًا

     

    Gott will euch (hinsichtlich der Pflichten) Erleichterung gewähren. Der Mensch ist (ja) von Natur schwach.“ (4: 28)

     

    Die vorhergegangenen Verse haben zur Heirat und zur Einhaltung der göttlichen Gebote in dieser Beziehung angeregt. In diesen Versen heisst es nun: Alle Gebote sind zu euren Gunsten. Gott möchte damit erreichen, dass der Mensch zu Wohl und Glück gelangt und sich nicht unmoralisch verhält und sich nicht versündigt. Es ist Gottes ewiges Gesetz, die Menschen rechtzuleiten und deshalb hat er ihnen Propheten und Schriften gesandt. Aber die, die selbst auf Abwege geraten sind, wollen auch die anderen vom richtigen Wege abbringen. Sie wollen dass die anderen ihren niedrigen Trieben folgen.

     

    Der oben genannte Vers, Vers 28, bestätigt daraufhin, dass Gottes Gebote nicht schwierig sind. Im Gegenteil, Gott kennt den schwachen Willen des Menschen gegenüber seinen Neigungen und Trieben, deshalb gibt er z.B. die Möglichkeit verschiedener Formen der Ehe. Diese sind alle erlaubte und geregelte Wege, als Antwort auf die menschlichen Triebe. Dadurch kann die Moral in der Gesellschaft gewahrt werden.

     

     

    Wir lernen aus diesen Versen:

     

    Erstens: Die Gebote der Religion sind göttliche Gnade für den Menschen. Sie geben ihm eine Orientierung für die Wahl des richtigen Lebensweges.

     

    Zweitens: Der menschliche Geschlechtstrieb gilt als etwas natürliches. Sexuelle Freiheit und außereheliche Verhältnisse zerstören jedoch die Familienordnung und letztendlich die ganze Gesellschaft.

     

    Drittens: Der Islam ist eine einfache Religion. Es gibt für ihn keine unlösbaren Probleme. Die Basis der Religion bilden umsetzbare Gebote.

     

     

    Es folgt nun die Übersetzung der Verse 29, 30 und 31:

     

    يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا تَأْكُلُوا أَمْوَالَكُم بَيْنَكُم بِالْبَاطِلِ إِلَّا أَن تَكُونَ تِجَارَةً عَن تَرَاضٍ مِّنكُمْ ۚ وَلَا تَقْتُلُوا أَنفُسَكُمْ ۚ إِنَّ اللَّـهَ كَانَ بِكُمْ رَحِيمًا

     

    „Ihr, die ihr zum Glauben gefundet habt! Bringt euch nicht untereinander in betrügerischer Weise um euer Vermögen! – Anders ist es, wenn es sich um ein Geschäft handelt, dass ihr nach gegenseitigem Übereinkommen abschließt. – Und bringt nicht eure eigenen Glaubensgenossen um! Gott verfährt barmherzig mit euch. (4: 29)

     

    وَمَن يَفْعَلْ ذَٰلِكَ عُدْوَانًا وَظُلْمًا فَسَوْفَ نُصْلِيهِ نَارًا ۚ وَكَانَ ذَٰلِكَ عَلَى اللَّـهِ يَسِيرًا

    Wenn einer dies (trotzdem) in Übertretung (der göttlichen Gebote) und in frevelhafter Weise tut, werden wir ihn (dereinst) in den Feuerbrand hineinführen. Dies (wahr zu machen) ist Gott ein leichtes.“ (4: 30)

     

    إِن تَجْتَنِبُوا كَبَائِرَ مَا تُنْهَوْنَ عَنْهُ نُكَفِّرْ عَنكُمْ سَيِّئَاتِكُمْ وَنُدْخِلْكُم مُّدْخَلًا كَرِيمًا

     

    Wenn ihr (all) die schweren Sünden meidet, die euch untersagt sind, tilgen wir euch (dereinst) eure weniger schwer wiegenden schlechten Taten und lassen euch in Ehren (ins Paradies) eingehen.“ (4: 31)

     

    Die vorhergehenden Verse handelten davon, dass der Mensch sich vor sexuellen Übergriffen hüten soll. In diesen Versen werden die Gläubigen nun vor jeglichem Übergriff auf Hab und Gut und das Leben anderer gemahnt. Die Gläubigen sollen Leben und Gut der anderen genau so schätzen wie das eigene. Jeder Übergriff auf den Besitz anderer ist verboten. Erlaubt ist eine Besitzergreifung nur, wenn ein legaler Geschäftsabschluss zugrunde liegt. Der Besitzer muss mit diesem Handel absolut einverstanden sein.

     

    Ein Angriff auf das Leben anderer ist ebenso ein großes Unrecht, worauf eine harte Strafe steht.

     

     

    Wir entnehmen den Versen 29 bis 31 der Sure 4 wie folgt:

     

    Erstens: Im Islam wird Privateigentum respektiert. Ein Handelsgeschäft ist unter der Bedingung gültig, dass der Besitzer des Handelsgutes völlig mit dem Übergang seines Besitzes in die Hände eines anderen einverstanden ist.

     

    Zweitens: Eine ungesunde Wirtschaftsordnung zieht soziale Ungleichheiten nach sich und bereitet den Boden für Auseinandersetzungen und Kriminalität.

     

    Drittens: Das Leben des Menschen wird geachtet. Keiner darf einen anderen töten. Auch Selbstmord ist verboten.

     

    Viertens: Gott ist gütig zu seinen Dienern. Aber gegenüber denjenigen, die das Maß des Erlaubten überschreiten, ist er streng. Die Achtung der Rechte des Menschen ist wichtig.