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    Teil 11: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 36-39

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    Wir haben bereits 35 Ayat aus der größten Sure des Korans, der Sure 2 behandelt. (2: 36- 39)

     

    Es folgen nun die beiden Offenbarungszeichen 36 und 37:

     

     

    فَأَزَلَّهُمَا الشَّيْطَانُ عَنْهَا فَأَخْرَجَهُمَا مِمَّا كَانَا فِيهِ ۖ وَقُلْنَا اهْبِطُوا بَعْضُكُمْ لِبَعْضٍ عَدُوٌّ ۖ وَلَكُمْ فِي الْأَرْضِ مُسْتَقَرٌّ وَمَتَاعٌ إِلَىٰ حِينٍ

     

    „Satan aber verführte sie, so dass sie strauchelten und aus dem Paradies, in dem sie lebten, ausgewiesen wurden. Wir aber ordneten an: Geht hinab auf die Erde, auf der die einen Feind der anderen sind. Bis zu einer festgesetzten Zeit ist die Erde nun der Ort, wo ihr leben könnt.“ (2: 36)

    فَتَلَقَّىٰ آدَمُ مِن رَّبِّهِ كَلِمَاتٍ فَتَابَ عَلَيْهِ ۚ إِنَّهُ هُوَ التَّوَّابُ الرَّحِيمُ

     

    „Daraufhin wurden Adam von Gott einige Worte eingegeben (mittels derer er Reue tat), und Gott wandte sich ihm erneut zu, nahm seine Reue an. Denn Er ist der Großherzige, Verzeihende, Huldreiche… “ (2: 37)

     

    In den vorherigen Offenbarungszeichen wurde gesagt, dass Adam mit seiner Gemahlin im Paradies leben durfte und ihnen viele Segensgaben zuteil wurden. Gott verbot ihnen jedoch, einem der Bäume im Paradies nahe zu kommen und von seinen Früchten zu essen.

     

    Die Koranverse 36 und 37 zeigen, wie Satan den Menschen hinters Licht führte. Gott hatte Satan wegen seines Ungehorsams vertrieben und dieser wollte an Adam Rache nehmen, damit Adam den schönen, ruhigen Ort an dem er lebte, verlassen muss. Satan stellte sich wohlwollend, und flüsterte Adam ein, von welch großem Nutzen der verbotene Baum doch sei, sodass Adam und seine Gemahlin schließlich seinen Worten Glauben schenkten und von den Früchten des verbotenen Baumes aßen. Aus dem Verstoß gegen die Anordnung Gottes, resultierte die Ausweisung aus dem Paradies. Gott ordnete an, dass Adam und seine Gemahlin sich aus Seiner Nähe entfernen müssen. Die Saat der Feindschaft zwischen Satan und den Menschen war aufgegangen. Und die Menschen müssen von da an, bis zu einer bestimmten Frist auf der Erde leben.

     

    Diese Ayeh macht deutlich, dass Satan seit jeher den Menschen anfeindet und seit Anbeginn der Schöpfung versucht ihn zu betrügen. Auch heute sehen wir, wie er mit Einflüsterungen unerkannt die Menschen zum Straucheln bringen will, und nur allzu oft großen Erfolg dabei hat. Die Fortsetzung dieser Koranstelle berichtet von der Rückkehr Adams zu Gott und zeigt, dass Gott vergibt und die Reue dessen, der seine Sünden bereut, annimmt. Im Leben gibt es immer wieder Chancen für den Menschen, in den Genuss dieser Barmherzigkeit zu gelangen, aber man muss die Chancen nutzen. Adam gehörte zu den Dienern, die sie nutzten. Mit den Worten, die Gott ihn lehrte, erklärte er seine Reue und bat Ihn um Seine Vergebung. Und da er aufrichtig bereute, erhörte Gott sein Gebet. Adam und seine Gemahlin wollten natürlich nicht gegen die Anordnung Gottes verstoßen, aber da sie weder Lüge noch Heimtücke kannten, glaubten sie den Beteuerungen Satans. So kam es, dass sie strauchelten.

     

    In diesen Koranversen steht „Tawab“ für Gott, das heißt der großherzig Verzeihende. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass die Tore zu Seiner Barmherzigkeit und Gnade für die reuevollen, sündigen Diener offen stehen. Hier nun die Offenbarungsworte 38 und 39 der Sure Baqarah:

     

     

    قُلْنَا اهْبِطُوا مِنْهَا جَمِيعًا ۖ فَإِمَّا يَأْتِيَنَّكُم مِّنِّي هُدًى فَمَن تَبِعَ هُدَايَ فَلَا خَوْفٌ عَلَيْهِمْ وَلَا هُمْ يَحْزَنُونَ

     

    „Wir sagten: Steigt aus dem Paradies herab. Wenn dann von Mir Rechtleitung für euch hinabkommt, brauchen jene, die sie befolgen nicht besorgt zu sein, noch zu trauern.“ (2: 38)

    وَالَّذِينَ كَفَرُوا وَكَذَّبُوا بِآيَاتِنَا أُولَـٰئِكَ أَصْحَابُ النَّارِ ۖ هُمْ فِيهَا خَالِدُونَ

     

    „Diejenigen aber, die nicht glauben und Unsere Zeichen leugnen, fallen dem Höllenfeuer anheim, in dem sie immerdar verweilen.“ (2: 39)

     

    Die Ausweisung Adams aus dem Paradies führte dazu, dass auch seine Nachkommen nicht im Paradies leben konnten. Nachdem Adam auf die Erde kam, begann für ihn und seine Nachkommen das irdische Leben. Dadurch, dass er seine Sünden bereute, öffnete er sich wieder die Möglichkeit zur Rechtleitung und das materielle Leben wurde durchwirkt von dem geistigen, gereinigten und aufrichtigen Leben. Diese Koranstelle zeigt, dass Gott Adam auch auf Erden seinen Segen zukommen ließ. Für Glück und Wohl öffnete Er den Weg zu Reue und Rückkehr und durch seine Gesandten gab er den Menschen die Möglichkeit, rechtgeleitet zu werden. Der Mensch hat die Möglichkeit zu entscheiden, er kann sich sowohl Gott ergeben und glauben, als auch ihm gegenüber stolz sein und sich den Ungläubigen anschließen.

     

    Der Koran erinnert also daran, dass diejenigen Gutes erwartet, welche aus freier Entscheidung heraus die Rechtleitung Gottes wählen. Sie werden zu Frieden und Sicherheit finden. Aber ein Teil der Menschen, die aufgrund von Gottesleugnung und Eigensinn die göttlichen Zeichen außer Acht lassen und sie ablehnen, deren Bleibe ist der Höllenbrand. Da sie ständig eigensinnig gewesen sind und dies Teil ihrer Natur wurde, ist ihre ständige Bleibe die Verdammnis. Sie sollten wissen, dass die freiwillig die Irreführung gewählt und damit die Strafe in Kauf genommen haben. Was der Koran über Adam und seine Gemahlin im Paradies und ihr Betreten der Erde, nach erfolgtem Ungehorsam, berichtet, zeigt exemplarisch die Situation des Menschen. Der Mensch ist, bevor er die Erde betrat, an einem heiligen Ort gewesen. An einem Ort voller Glück, wo er über und über göttliche Gnade und Liebe erfuhr. Doch durch seinen Ungehorsam handelte er sich Leiden und Sorgen ein. Aber wenn er Gottes Gebote wieder achtet und sich Ihm zuwendet, erhebt ihn Gott auf den gleichen Rang und zur gleichen Glückseligkeit. Wenn sich der Mensch jedoch nach seinem Triebwesen richtet, versperrt er sich selbst den Weg zu dieser Segensfülle.

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