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    Teil 112: Sure An Nissa (Frauen) Verse 44- 47

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    Teil 112: Sure An Nissa (Frauen) Verse 44- 47
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    Wir setzen unseren Kurzkommentar zum Heiligen Koran mit der Übersetzung der Verse 44 und 45 der Sure 4 , Sure An Nissa, fort: (4: 44- 47)

     

    أَلَمْ تَرَ إِلَى الَّذِينَ أُوتُوا نَصِيبًا مِّنَ الْكِتَابِ يَشْتَرُونَ الضَّلَالَةَ وَيُرِيدُونَ أَن تَضِلُّوا السَّبِيلَ

     

    „Hast du nicht jene gesehen, die einen Anteil an der Schrift erhalten haben? Sie erkaufen den Irrtum (um die Rechtleitung) und wollen, dass (auch) ihr vom (rechten) Weg abirrt. (4: 44)

     

    وَاللَّـهُ أَعْلَمُ بِأَعْدَائِكُمْ ۚ وَكَفَىٰ بِاللَّـهِ وَلِيًّا وَكَفَىٰ بِاللَّـهِ نَصِيرًا

     

    Gott weiß sehr wohl über eure Feinde Bescheid. Und Gott genügt als Freund und als Helfer.“ (4: 45)

     

    Diese beiden Verse, beziehen sich auf die Schriftgelehrten des jüdischen Volkes der damaligen Zeit in Medina. Sie glaubten nicht an den Propheten des Islam und den Koran, feindeten beide an und verbündeten sich mit den Götzendienern von Mekka gegen die Muslime. Diese jüdischen Schriftgelehrten wussten genau, was in ihrer Heiligen Schrift steht, aber sie benutzten diese, um andere auf den Irrweg zu führen und vom Glauben an den Islam abzuhalten. Gott aber sagte gerichtet an die Muslime: Habt keine Angst vor ihrer Anfeindung. Auch sie unterliegen der göttlichen Herrschaft. Ihr aber könnt mit dem Beistand Gottes rechnen.

     

    Mehrere wichtige Punkte können von diesen Versen abgeleitet werden:

     

    Erstens: Es genügt nicht die Schrift Gottes und die göttlichen Gebote zu kennen, um glückselig zu werden. Es hat schon viele Religionsgelehrte gegeben, die nicht nur selber auf den Irrweg geraten sind sondern auch andere in die Irre geführt haben.Der rechte Weg erfordert einen aufrichtigen gottsuchenden Geist.

     

    Zweitens: Die Hauptfeinde der Muslime sind diejenigen, die deren Religion anfeinden, egal ob sie aus den eigenen Reihen kommen oder Außenstehende sind.

     

    Drittens: Derjenige genießt den göttlichen Beistand, der sich der Verwaltung Gottes unterstellt, nicht aber jemand, der sich von weltlichen Mächten abhängig fühlt.

     

    Die Übersetzung des Verses 46 der Sure An Nissa lautet:

     

    مِّنَ الَّذِينَ هَادُوا يُحَرِّفُونَ الْكَلِمَ عَن مَّوَاضِعِهِ وَيَقُولُونَ سَمِعْنَا وَعَصَيْنَا وَاسْمَعْ غَيْرَ مُسْمَعٍ وَرَاعِنَا لَيًّا بِأَلْسِنَتِهِمْ وَطَعْنًا فِي الدِّينِ ۚ وَلَوْ أَنَّهُمْ قَالُوا سَمِعْنَا وَأَطَعْنَا وَاسْمَعْ وَانظُرْنَا لَكَانَ خَيْرًا لَّهُمْ وَأَقْوَمَ وَلَـٰكِن لَّعَنَهُمُ اللَّـهُ بِكُفْرِهِمْ فَلَا يُؤْمِنُونَ إِلَّا قَلِيلًا

    „Unter denen, die dem Judentum angehören, nehmen einige die Worte von der Stelle weg, an die sie hingehören. Sie sagen: ,Wir hören und sind widerspenstig‘ und: Höre, ohne dass (es) zu Gehör gebracht wird!‘ und ‚raa’inaa‘, wobei sie den Wortlaut verdrehen und hinsichtlich eurer Religion spotten. Wenn sie sagen würden: ,Wir hören (das Wort Gottes) und folgen und ‚Höre!‘ und ‚unsurna‘, wäre es besser und richtiger für sie. Aber Gott hat sie (zur Strafe) für ihren Unglauben verflucht. Darum glauben nur wenige von ihnen.“ (4: 46)

     

    Eine unschöne Art und Weise der Gegner der Muslime ist die Verspottung des Islam. Leute die nichts gegen die Wahrheit des Islam vorweisen können, bedienen sich unsachlicher Argumente. Der Koran zeigt hier das Beispiel auf, wie einige Juden den Propheten durch Wortspiele verspotteten und sagen: `Du magst sagen, was du willst, wir hören nicht darauf. Denn auch wir sagen etwas, und du hörst nicht darauf. Du willst uns verdummen, daher folgen wir dir nicht.`Diese Leute benutzen gerne zweideutige Worte, wie das Wort ‚raa’inaa‘.

     

    Auch die Muslime benutzen dieses Wort gegenüber dem Propheten, aber in der Bedeutung von ‚Gib auf uns acht‘. Wenn die Muslime nach der Herabsendung neuer Koranverse um eine Frist baten, damit sie über den Inhalt nachdenken konnten, sagten sie: ‚raa’inaa‘! , d.h. nimm auf uns Rücksicht , lass uns eine Frist, damit wir darüber nachdenken.

     

    Aber die Juden benutzten dieses Wort in einem anderen Sinne gegenüber dem Propheten und zwar im Sinne von: Verdumme uns.

     

    Deshalb sagt Gott zu ihnen und zu den anderen Muslimen:

    Anstatt des zweitdeutigen Wortes raa’inaa benutzt ein anderes Wort: nämlich unzurnaa, denn es ist nicht zweideutig. Es bedeutet ausschließlich: Gib uns eine Frist!

     

    Wir entnehmen dieser Koranstelle:

     

    Erstens: Es ist immer wichtig, gerecht zu bleiben. Dieser Vers tadelt nicht alle Juden sondern sagt: Einige der Juden haben sich so verhalten. Wir können nicht die Sünden, die einige begehen, allen zuschreiben.

     

    Zweitens: Die Verspottung von Heiligkeiten einer Religion, ihrer Propheten oder ihrer Gebote, gilt als Sünde.

     

    Drittens: Das Wohl der Menschen ist abhängig von der Befolgung der Anweisungen der Propheten.

     

    Die Übersetzung des Verses 47 der Sure 4 lautet:

     

    يَا أَيُّهَا الَّذِينَ أُوتُوا الْكِتَابَ آمِنُوا بِمَا نَزَّلْنَا مُصَدِّقًا لِّمَا مَعَكُم مِّن قَبْلِ أَن نَّطْمِسَ وُجُوهًا فَنَرُدَّهَا عَلَىٰ أَدْبَارِهَا أَوْ نَلْعَنَهُمْ كَمَا لَعَنَّا أَصْحَابَ السَّبْتِ ۚ وَكَانَ أَمْرُ اللَّـهِ مَفْعُولًا

     

    „Ihr, die ihr die Schrift erhalten habt! Glaubt an das, was wir (dem Propheten des Islam) offenbart haben, und welches das, was euch (von den früheren Offenbarungen bereits) vorliegt, bestätigt. (und zwar) bevor wir Gesichter verschwinden lassen und (von vorn) nach hinten versetzen, oder sie verfluchen, wie wir (seinerzeit) die Leute, die gegen den Sabbat verstoßen haben, verfluchten. Was Gott anordnet, wird (unweigerlich) ausgeführt.“ (4: 47)

     

    Auch dieser Vers ist an die Juden gerichtet: Er weist darauf hin, dass sie doch mit der Schrift Gottes vertraut sind. Daher sollten sie eher als die Götzenanbeter zum Islam übertreten, denn der Koran bestätigt das, was in ihrer Heiligen Schrift seht.

     

    Gott erinnert die Juden mahnend daran: Wenn ihr widerspenstig die Wahrheit ablehnt und sie verspottet, wird euer Denken und Wesen häßlich und ihr werdet immer mehr euer menschliches Gesicht verlieren.

     

    Der Koran stellt hier den Verlust der Menschlichkeit mit dem Gesichtsverlust in Bezug. Wenn die Zunge sich weigert, sich zur Wahrheit der Religion zu bekennen, nehmen auch Augen und Ohren immer mehr Abwegiges auf. Der Verstand kommt auf Irrwege und beginnt die Wahrheit zu verdrehen.

     

    Der Vers 47 der Sure 4 weist auch auf ein Ereignis in der Geschichte der Juden hin. Als nämlich einige Juden gegen das Gebot verstießen, dass der Sabbat kein Arbeitstag ist, strafte Gott sie wegen dieses Tuns damit, dass er sie den Affen gleichmachte. In diesem Koranvers warnt er die Juden zur Zeit des Propheten: `Gebt acht, das gleiche könnte auch euch passieren.`

     

    Wir können aus dieser Koranstelle lernen:

     

    Erstens: Wenn wir Angehörige anderer Religionen zum Islam einladen, müssen wir ihr Gutes akzeptieren.

    Zweitens: Die Gebote der monotheistischen Religionen und die Lehren der Propheten haben das gleiche Ziel.

    Drittens: Der Islam lädt die Anhänger anderer monotheistischen Lehren zum Islam ein, damit ihr Gottesglaube stärker wird.

    Viertens: Ein Grund für weltliche Bestrafung ist die Verspottung religiöser Heiligkeiten.