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    Teil 12: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 40- 43

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    Wir sehen im Koran die zuverlässigste Schrift, die allen Menschen hilft den richtigen Weg zu gehen und wahres Glück und Wohlergehen zu finden. Gott sagt über diese Schrift: „Sie ist ein segensreiches Buch, welches für die Menschen herabgesandt wurde, damit sie sich nach ihm richten.“ Der Koran ist wie ein riesiger Ozean, dessen Ausmaße und Eigenschaften nicht vollständig zu beschreiben sind. Seit der Herabsendung des Korans haben sich viele Denker und Gelehrte in diesen immensen Ozean von Wissen und Wahrheit begeben. Je mehr das menschliche Auffassungsvermögen wächst, desto deutlicher und klarer treten die Wahrheiten des Korans hervor. Viele möchten heute mehr über den Inhalt des Korans wissen. Sie möchten sein ewiges Geheimnis, seine Aktualität kennenlernen. Die Erklärung der Koranverse und ihre kurze Auslegung kann ein Schritt auf diesem Wege sein.

     

    In diesem Beitrag werden wir daher wieder vier Offenbarungszeichen aus dem Koran übersetzen und auslegen, nämlich die Verszeichen 40 bis 43 der Sure 2. Zuvor möchten wir darauf aufmerksam machen, das die Sure 2, Baqarah, viele Vorschriften und Gesetze des Korans enthält und einen hohen Stellenwert besitzt. In ihr werden sehr oft Namen Gottes gebracht. Daher wird die Sure 2 auch „strahlende Sure“ genannt. Hier nun die Übersetzung der Ayat 40 und 41:

     

    (2: 40- 43)

     

     

    يَا بَنِي إِسْرَائِيلَ اذْكُرُوا نِعْمَتِيَ الَّتِي أَنْعَمْتُ عَلَيْكُمْ وَأَوْفُوا بِعَهْدِي أُوفِ بِعَهْدِكُمْ وَإِيَّايَ فَارْهَبُونِ

     

    „Ihr Kinder Israel, erinnert euch der Gaben, die Wir euch zuteil werden ließen. Und haltet euch getreulich an das Versprechen, das ihr Mir gabt. Auf dass auch Ich Mich an Mein Versprechen euch gegenüber halte. Fürchtet daher nur Mich (d.h. die Widersetzlichkeit gegen Mich) Glaubt an das, (2: 40)

     

    وَآمِنُوا بِمَا أَنزَلْتُ مُصَدِّقًا لِّمَا مَعَكُمْ وَلَا تَكُونُوا أَوَّلَ كَافِرٍ بِهِ ۖ وَلَا تَشْتَرُوا بِآيَاتِي ثَمَنًا قَلِيلًا وَإِيَّايَ فَاتَّقُونِ

     

    was Wir euch hinabsandten (den Koran) und das jenes, das bei euch ist (die Thora) bestätigt. Seid nicht die ersten, die es (was Wir hinabsandten) leugnen, und „verkauft“ Meine Zeichen (Koranverse) nicht zu einem schnöden Preis. Nur Mich (d.h. die Widersetzlichkeit gegen Mich) fürchtet.“ (2: 41)

     

    In diesen Koranversen wird die Geschichte der Bani Israel wiedergegeben. Deren Geschichte ist voller Auf und Ab und sie sind berühmt für ihre Ausreden und ihren Vertragsbruch mit den Propheten. Israel ist eigentlich der Beiname Yaqubs (Jakobs) gewesen und die Bani Israel sind seine Nachkommen. Gott errettete sie aus der Gewalt der Pharaonen. Er schickte ihnen zahlreiche Segensgaben. Zu Beginn der beiden Koranverse fordert Gott die Bani Israel auf, die Erinnerung an die göttlichen Segensgaben in Ehren zu halten. Solche Erinnerungen zu pflegen, führt dazu, dass der Mensch Dankbarkeit verspürt, und zur Liebe zu Gott und Befolgung seiner Anweisungen findet. Außerdem wird an dieser Stelle im Koran darauf hingewiesen, dass die göttlichen Segensgaben nicht bedingungslos verteilt werden, sondern eine Verpflichtung nach sich ziehen. Es wird gesagt, dass der Mensch sich bei der Durchführung seiner Pflichten vor keiner Macht fürchten und er sich nicht von den Drohungen des Feindes einschüchtern lassen sollte.

     

    Der Koranvers 41 richtet sich an die jüdischen Gelehrten und fordert sie auf: Glaubt nun an den Koran, der mit der Thora im Einklang steht und verheimlicht nicht, um eure Position zu wahren, das, was in der Thora als Verheißung über den Propheten des Islams steht. Tauscht eure Religion nicht gegen das Weltliche ein! Entsprechend den Worten des Korans glauben die Muslime an alle vorhergehenden Himmelsschriften und Propheten. Da aber der Islam die jüngste Gottesreligion ist und die Schriften vorhergehender Gottesreligionen Abänderungen erfahren haben oder teilweise verheimlicht wurden, lädt der Koran die Anhänger früherer Religionen ein, an den Koran zu glauben, dessen Inhalt mit ihren wahren Schriften im Einklang steht und der keine Abänderung von menschlicher Hand erfahren hat. Der Koran bekräftigt, dass die Anhänger früherer Religionen in diesem Zusammenhang nur an Gott denken sollen.

     

    Hier nun der Inhalt der Koranverse 42 und 43 der Sure 2:

     

     

    وَلَا تَلْبِسُوا الْحَقَّ بِالْبَاطِلِ وَتَكْتُمُوا الْحَقَّ وَأَنتُمْ تَعْلَمُونَ

     

    „Vermengt nicht das Wahre mit der Lüge und verbergt die Wahrheit nicht (obwohl ihr sie kennt).“ (2: 42)

     

    وَأَقِيمُوا الصَّلَاةَ وَآتُوا الزَّكَاةَ وَارْكَعُوا مَعَ الرَّاكِعِينَ

     

    „Verrichtet das Gebet, zahlt die Zakat-Steuer und verneigt euch mit den Sich-(vor-Mir-)Verneigenden.“ (2: 43)

     

    Gelehrte sind immer, gleich welchem Volk sie angehören oder welcher Lehre sie anhängen, der Versuchung ausgesetzt, der Allgemeinheit Wahrheiten vorzuenthalten oder Recht und Unrecht nach eigenem Belieben zu definieren. Dies hat zur Folge, dass die Bevölkerung unwissend und desinteressiert bleibt oder Zweifel hegt. Es ist aber das größte Unrecht, welches die Elite eines Volkes begehen kann.

     

    In diesem Zusammenhang hat Imam Ali, aus dem Hause des Propheten, gesagt: „Wenn Unrecht und Lüge richtig dargestellt werden, und zwar so wie sie tatsächlich sind, besteht kein Grund zur Besorgnis (denn die Bevölkerung erkennt sie und hält sich von ihnen fern). Und wenn Recht und Wahrheit ebenso aufrichtig dargelegt werden, werden sie von den Menschen akzeptiert. Die Gefahr liegt darin, das Recht und Unrecht so sehr miteinander vermengt werden, dass die Voraussetzungen für eine Herrschaft Satans über die Menschen geschaffen werden.“

     

    In Vers 42 und 43 wird betont, dass Recht und Wahrheit nicht durch Unrecht und Lüge verdeckt werden dürfen. Es wird daran erinnert, dass es nicht allein genügt Recht und Wahrheit zu kennen. Vielmehr muss derjenige, der aufrichtig an Gott glaubt, seinen Glauben auch praktizieren. Die beste Form des Gott-Dienens ist der Dienst an seinen Geschöpfen. In den meisten Koranversen werden das Gebet und die Zakat-Steuer zusammen genannt. Damit wird daraufhingewiesen, dass Gebet und Gott-Dienen den Menschen nicht vom Dienst am Nächsten abhalten sollen und er die Bedürftigen nicht vergessen darf. Des Weiteren wird im Koran das Gebet in der Gemeinschaft betont. Ein Muslim sollte sich in der Gemeinschaft mit anderen Muslimen vor Gott verbeugen. Der Islam verurteilt es, dass ein Mensch sich von den anderen absondert und isoliert. In der Hoffnung, uns immer auf dem Weg von Recht und Wahrheit zu bewegen, schließen wir diesen Beitrag.

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