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    Teil 15: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 57- 61

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    Teil 15: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 57- 61
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    Auch dieser Teil behandelt die Geschichte der Kinder Israel. Obwohl Gott ihnen große Gnade und Segen erwies, waren sie ein sehr widerspenstiges Volk und machten ständig Ausflüchte. In den Offenbarungszeichen 57 bis 61 der Sure 2 wird erneut auf diese Eigenschaft der Bani Israel hingewiesen. Dazu sei folgendes gesagt: Der Koran will hier nicht nur Erzählungen bringen, sondern er berichtet von Ereignissen, die sich tatsächlich zugetragen haben. Diese Berichte aus der Menschheitsgeschichte sind lehrreich und interessant. Wer tiefer darüber nachdenkt, kann vieles daraus entnehmen.

     

    Nun die Übersetzung der Offenbarungszeichen 57 und 58, Sure Baqarah:

     

    (2: 57- 61)

     

    وَظَلَّلْنَا عَلَيْكُمُ الْغَمَامَ وَأَنزَلْنَا عَلَيْكُمُ الْمَنَّ وَالسَّلْوَىٰ ۖ كُلُوا مِن طَيِّبَاتِ مَا رَزَقْنَاكُمْ ۖ وَمَا ظَلَمُونَا وَلَـٰكِن كَانُوا أَنفُسَهُمْ يَظْلِمُونَ

     

    „Wir breiteten Wolken für euch aus, die euch Schatten spendeten, sandten euch Manna und Wachteln, (und sagten euch): Esst von den guten und reinen Gaben, die Wir euch bereiteten. (Doch sie waren undankbar!)“ (2: 57)

     

     

    وَإِذْ قُلْنَا ادْخُلُوا هَـٰذِهِ الْقَرْيَةَ فَكُلُوا مِنْهَا حَيْثُ شِئْتُمْ رَغَدًا وَادْخُلُوا الْبَابَ سُجَّدًا وَقُولُوا حِطَّةٌ نَّغْفِرْ لَكُمْ خَطَايَاكُمْ ۚ وَسَنَزِيدُ الْمُحْسِنِينَ

     

    „Und sie vergingen sich nicht gegen Uns, sondern gegen sich selbst. Und gedenkt der Zeit, als Wir sprachen: Tretet ein in diese Stadt (Beit-ol Moghadas) und esst nach Herzenslust von ihren Gaben. Doch tretet durch das Tor, indem ihr euch demutsvoll niederwerft und sprecht: ‚O Herr, vergib uns unsere Sünden‘, damit Wir euch eure Sünden vergeben und die Belohnung der Gutestuenden alsbald mehren.“ (2: 58)

     

    Gott hatte die  Bani Israel vor dem Pharao und seinem Volk gerettet. Er forderte sie auf, in Richtung Palästina zu ziehen. Doch mit der Einwendung, dort gäbe es Gewaltherrscher, weigerten sie sich der Anweisung Gottes zu folgen. Gott zürnte ihnen, und so zogen sie vierzig Jahre lang in der Wüste Sinai umher. Einige von ihnen bereuten, dass sie Gottes Wort nicht gefolgt waren und so erbarmte sich Gott erneut der Kinder Israel und sandte ihnen Seine Zeichen. In den Offenbarungsversen 57 und 58 wird auf einige dieser Segensgaben hingewiesen, zum Beispiel dass Gott ihnen in dieser trockenen, heißen Wüste Schatten spendende Wolken sendete und Nahrung wie pflanzliches Manna und Vögel mit Namen Salva. Vierzig Jahre waren vergangen und Gott wiederholte seine Anweisung, dass die Bani Israel nach Palästina gehen sollten. Während sie das Heilige Land betreten, sollten sie Gott inständig um Verzeihung ihrer Sünden bitten und sich in Gottergebenheit tief verbeugen. Gott versprach, ihnen alle Sünden zu verzeihen und ihre Reue entgegenzunehmen. Die obigen Koranverse enthalten indirekt den Hinweis, dass die Menschen sich mit Edlem und Erlaubtem ernähren sollen, damit auch ihr Inneres unversehrt und rein bleibt.

     

    Nun folgen die Offenbarungszeichen 59 und 60 der Sure Baqarah. In diesen wird berichtet, dass die Bani Israel, wie der Koran sie nennt, erneut Gottes Anweisung missachteten, ja sie belustigten sich sogar über sein Wort.

     

     

    فَبَدَّلَ الَّذِينَ ظَلَمُوا قَوْلًا غَيْرَ الَّذِي قِيلَ لَهُمْ فَأَنزَلْنَا عَلَى الَّذِينَ ظَلَمُوا رِجْزًا مِّنَ السَّمَاءِ بِمَا كَانُوا يَفْسُقُونَ

     

    „Es vertauschten die Unrechttuenden das Wort, das ihnen gesagt worden war, mit einem anderen. Da sandten Wir vom Himmel Strafe auf sie, weil sie gegen die Anweisung verstießen.“ (2: 59)

     

    وَإِذِ اسْتَسْقَىٰ مُوسَىٰ لِقَوْمِهِ فَقُلْنَا اضْرِب بِّعَصَاكَ الْحَجَرَ ۖ فَانفَجَرَتْ مِنْهُ اثْنَتَا عَشْرَةَ عَيْنًا ۖ قَدْ عَلِمَ كُلُّ أُنَاسٍ مَّشْرَبَهُمْ ۖ كُلُوا وَاشْرَبُوا مِن رِّزْقِ اللَّـهِ وَلَا تَعْثَوْا فِي الْأَرْضِ مُفْسِدِينَ

     

    „Und gedenkt der Zeit, als Moses für sein Volk um Wasser bat! Da sagten Wir: ‚ Schlag mit deinem Stab auf den Felsen.‘ Da brachen zwölf Quellen aus ihm hervor. Und jeder wusste, wo es für ihn zu trinken gab. ( Wir sprachen): ‚Esst und trinkt von dem, was Gott euch beschert hat. Und verbreitet auf der Erde kein Unheil und kein Verderben.“ (2: 60)

     

    Diese Koranverse zeigen, wie bedeutend die Rolle der Reue ist und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, die göttliche Vergebung zu erlangen. Gott, der Herr und Erschaffer der Menschen, nimmt ihre Reue entgegen. Aber der, der bereut muss es ehrlich meinen und in Gottesehrfurcht bereuen und dies auch zum Ausdruck bringen. Diese Koranstelle lehrt auch, dass wir uns beim Gott-Dienen an die göttlichen Anweisungen halten, denn sonst haben wir in Wahrheit gar nicht Gott gedient, sondern sind eigenwillig gewesen und haben im Grunde gegen seine Anweisung verstoßen. Dieser Koranstelle entnehmen wir, dass Moses auch um die irdischen Bedürfnisse seines Volkes besorgt war. Seine eigentliche Aufgabe war die Rechtleitung des Volkes, aber er setzte sich auch für das leibliche Wohl ein. Hasrate Mussa (Moses) schlug mit seinem Stab gegen den Felsen. Gott hatte ihn dazu angewiesen. Zwölf Quellen begannen zu fließen. Die Bani Israel aber waren zwölf Volksgruppen und jede schöpfte nun ihr Trinkwasser aus einer dieser Quellen.

     

    Am Ende der Ayeh 60 heißt es: ‚Esst und trinkt von dem, was Gott euch beschert hat. Und verbreitet auf der Erde kein Unheil und kein Verderben.‘ Dies ist auch für die Menschen unserer Zeit eine wichtige Mahnung: Der heutige Mensch hat viele gute Gaben zur Verfügung, einen klaren Himmel, eine schöne Natur und fließende Wasserquellen, aber er merkt nicht, dass er auf der Erde Unheil und Verderben anrichtet. Ohne sich bewusst zu sein, geht er genauso wie seine Ahnen unklug vor, er verlangt nach mehr Gaben und ist äußerst undankbar.

     

    Es folgt nun die Übersetzung des Offenbarungszeichens 61 der Sure 2:

     

     

    وَإِذْ قُلْتُمْ يَا مُوسَىٰ لَن نَّصْبِرَ عَلَىٰ طَعَامٍ وَاحِدٍ فَادْعُ لَنَا رَبَّكَ يُخْرِجْ لَنَا مِمَّا تُنبِتُ الْأَرْضُ مِن بَقْلِهَا وَقِثَّائِهَا وَفُومِهَا وَعَدَسِهَا وَبَصَلِهَا ۖ قَالَ أَتَسْتَبْدِلُونَ الَّذِي هُوَ أَدْنَىٰ بِالَّذِي هُوَ خَيْرٌ ۚ اهْبِطُوا مِصْرًا فَإِنَّ لَكُم مَّا سَأَلْتُمْ ۗ وَضُرِبَتْ عَلَيْهِمُ الذِّلَّةُ وَالْمَسْكَنَةُ وَبَاءُوا بِغَضَبٍ مِّنَ اللَّـهِ ۗ ذَٰلِكَ بِأَنَّهُمْ كَانُوا يَكْفُرُونَ بِآيَاتِ اللَّـهِ وَيَقْتُلُونَ النَّبِيِّينَ بِغَيْرِ الْحَقِّ ۗ ذَٰلِكَ بِمَا عَصَوا وَّكَانُوا يَعْتَدُونَ

     

    „Und (denkt an) damals, als ihr sagtet: ‚Mose! Wir können es nicht ertragen, nur eine einzige Speise zu haben. Bete doch für uns zu deinem Herrn, damit er für uns hervorbringt, was die Erde wachsen lässt -Gemüse, Gurken, Knoblauch, Linsen und Zwiebeln.‘ Und Mose sagte: ‚Wollt ihr denn das, was an Wert besser ist, eintauschen gegen das, was niedriger ist? Kehrt in eine Stadt ein, wo euch das zuteil wird, was ihr erbeten habt.‘ Und es kam Erniedrigung und Not über sie, und der Zorn Gottes. Dies dafür, dass sie nicht an die Zeichen Gottes glaubten und ungerechterweise die Propheten töteten, und dafür, dass sie widerspenstig waren und die Gebote Gottes übertraten.“ (2: 61)

     

    Dieser Koranvers legt offen, dass Begierde und Bequemlichkeit die Größe und Würde des Menschen zunichte machen und der Mensch sich dadurch nur Verelendung und Schmach einhandelt. Sie können so weit führen, dass der Mensch gegen die Gebote Gottes verstößt, um an niedrige materielle Ziele zu gelangen. Sünde und Verstoß gegen Gottes Gebot führen den Menschen allmählich zum Unglauben und er rechtfertigt zunehmend seine Gebotsübertritte und Eigenwilligkeit, so dass diese fester Bestandteil seiner Denkweise werden. Die Bani Israel haben die Gebote Gottes nicht befolgt und sogar das Blut von Propheten vergossen.