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    Teil 17: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 70- 75

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    Dieser Teil beschäftigt sich mit der Fortsetzung der Ereignisse nach dem Mord an einem Bani Israel und Gottes Gebot eine Kuh zu opfern. Einige der Bani Israel belustigten sich über diese göttliche Anweisung und wollten wissen, wie die Kuh denn beschaffen sein müsse, und welche Farbe sie haben solle.

     

    Die Übersetzung der Offenbarungszeichen 70 und 71, Sure 2, berichtet weiter:

     

     

     

    قَالُوا ادْعُ لَنَا رَبَّكَ يُبَيِّن لَّنَا مَا هِيَ إِنَّ الْبَقَرَ تَشَابَهَ عَلَيْنَا وَإِنَّا إِن شَاءَ اللَّـهُ لَمُهْتَدُونَ

     

    „Sie sagten: Bitte deinen Herrn, damit er uns Klarheit gibt, wie sie (die Kuh) in den weiteren Einzelheiten beschaffen sein soll! Die Kühe kommen uns alle (zum Verwechseln) ähnlich vor. Aber wenn Gott will, finden wir Rechtleitung.“ (2: 70)

     

     

    قَالَ إِنَّهُ يَقُولُ إِنَّهَا بَقَرَةٌ لَّا ذَلُولٌ تُثِيرُ الْأَرْضَ وَلَا تَسْقِي الْحَرْثَ مُسَلَّمَةٌ لَّا شِيَةَ فِيهَا ۚ قَالُوا الْآنَ جِئْتَ بِالْحَقِّ ۚ فَذَبَحُوهَا وَمَا كَادُوا يَفْعَلُونَ

    „Moses sagte: Gott spricht, es soll eine Kuh sein, die nicht als Arbeitstier benutzt wird, weder zum Pflügen von Land, noch zum Bewässern von Saatfeldern, fehlerfrei und ohne Makel. Sie sagten: Jetzt hast du die volle Wahrheit gesagt. Und nun schlachteten sie die Kuh. Aber beinahe hätten sie es nicht getan.“ (2: 71)

     

     

    Die Bani Israel waren aufgefordert worden, eine Kuh zu opfern. Keine sonstigen Bedingungen waren gestellt worden. Gott hätte diese sicher gleich zu Beginn mitgeteilt. Aber die Bani Israel suchten nach Ausflüchten. Vielleicht wollten sie nicht, dass sich herausstellt, wer der Mörder ist. Durch ihre Ausflüchte erschwerten sie sich selber die Erfüllung ihrer Pflicht. Diese Koranverse zeigen, dass die Bani Israel nur geringe Gotterkenntnis besaßen und ihnen der Stand ihres Propheten Moses nicht bewusst war. Dies ist deutlich an ihrer Dreistigkeit gegenüber Gott und seinem Propheten zu erkennen. Anscheinend kannten, wie die nächsten Offenbarungszeichen zeigen, einige der Bani Israel den Mörder.

     

     

    Denn Gott sagt in den Verszeichen 72 und 73:

     

     

    وَإِذْ قَتَلْتُمْ نَفْسًا فَادَّارَأْتُمْ فِيهَا ۖ وَاللَّـهُ مُخْرِجٌ مَّا كُنتُمْ تَكْتُمُونَ

     

    „Erinnert euch daran, als ihr jemanden getötet hattet und daraufhin in Streit gerietet. Aber Gott deckt auf, was ihr verborgen haltet.“ (2: 72)

     

     

    فَقُلْنَا اضْرِبُوهُ بِبَعْضِهَا ۚ كَذَٰلِكَ يُحْيِي اللَّـهُ الْمَوْتَىٰ وَيُرِيكُمْ آيَاتِهِ لَعَلَّكُمْ تَعْقِلُونَ

     

    „Da sagten wir: ‚Berührt ihn (den Toten) mit einem Stück von ihr (der Kuh).‘ So erweckt Gott die Toten zum Leben und lässt euch seine Zeichen sehen. Vielleicht werdet ihr verständig sein.“ (2: 73)

     

     

    Diese Offenbarungszeichen machen deutlich, dass Gott die Macht besitzt, Tote zum Leben zu erwecken. Dies soll die Menschen nachdenklich stimmen und sie an die Auferstehung denken lassen. Sie sollten wissen, dass Gott alles vermag. Der bekannte Korankommentator unserer Zeit, der verstorbene Alameh Tabatabai, hat in seinem Korankommentar zu dieser Koranstelle gesagt: „Die Bani Israel waren tief in den Materialismus versunken. Sie liebten das Äußerliche und beugten sich nicht den geistigen Wahrheiten. Auch eine Gruppe ihrer heutigen Nachfolger ist sehr materialistisch eingestellt. Sie sehen in allem, was ihren materiellen Wünschen gerecht wird, einen Lebenserfolg. Sie haben damit zum heutigen Materialismus im Westen beigetragen, welcher die Humanität in Gefahr bringt und Recht und Wahrheit missachtet.“

     

     

    In den Versen 74 und 75 der Sure 2, Baqarah, heißt es weiter:

     

     

    ثُمَّ قَسَتْ قُلُوبُكُم مِّن بَعْدِ ذَٰلِكَ فَهِيَ كَالْحِجَارَةِ أَوْ أَشَدُّ قَسْوَةً ۚ وَإِنَّ مِنَ الْحِجَارَةِ لَمَا يَتَفَجَّرُ مِنْهُ الْأَنْهَارُ ۚ وَإِنَّ مِنْهَا لَمَا يَشَّقَّقُ فَيَخْرُجُ مِنْهُ الْمَاءُ ۚ وَإِنَّ مِنْهَا لَمَا يَهْبِطُ مِنْ خَشْيَةِ اللَّـهِ ۗ وَمَا اللَّـهُ بِغَافِلٍ عَمَّا تَعْمَلُونَ

     

     

    „Nachdem dies alles geschehen war, verhärteten sich eure Herzen, so dass sie wie Steine waren, oder noch härter. Es gibt Steine, aus denen Bäche entströmen und andere, die sich spalten, worauf Wasser aus ihnen hervorquillt, und wieder andere, die aus Ehrfurcht vor Gott niederstürzen. Gott gibt Acht auf das, was ihr tut.“ (2: 74)

     

     

    أَفَتَطْمَعُونَ أَن يُؤْمِنُوا لَكُمْ وَقَدْ كَانَ فَرِيقٌ مِّنْهُمْ يَسْمَعُونَ كَلَامَ اللَّـهِ ثُمَّ يُحَرِّفُونَهُ مِن بَعْدِ مَا عَقَلُوهُ وَهُمْ يَعْلَمُونَ

     

     

    „Wie könnt ihr verlangen, dass sie euren Glauben übernehmen, wo doch ein Teil von ihnen das Wort Gottes gehört und es daraufhin, nachdem sie es verstanden hatten, wissentlich entstellt haben!“ (2: 75)

     

     

    Diese Koranverse machen einen interessanten Vergleich. Sie vergleichen erhärtete Herzen mit Steinen. Aber manchmal spalten sich sogar harte Gesteinsschichten und Wasser strömt aus ihnen hervor. Oder sie setzen sich in Bewegung. Aber viele Herzen sind so hart, dass in ihnen keine Liebe zu erwarten ist, die sie dazu anregen würde, Gutes zu tun. Diese Herzen sind zu hart, als dass sie aus Ehrfurcht vor Gott schneller schlagen würden und Gott ergeben sein könnten. Diese Härte und Gefühllosigkeit der Herzen wird dadurch verursacht, dass die Menschen sich weigern Gottes Wort zu befolgen und es einfach übertreten. Zu Beginn des Islams war erwartet worden, dass sich besonders die Juden dem Islam zuwenden, denn sie besaßen im Gegensatz zu den Götzenanbetern eine Heilige Schrift, und in ihren Büchern war das Kommen des Propheten des Islams angekündigt worden. Der Koran sagt den Muslimen an dieser Stelle, dass sie nicht darauf hoffen sollten, dass die Juden den Islam annehmen und die Offenbarungszeichen des Korans und seine Wunder anerkennen, weil sie die Nachfolger derer sind, die zur Zeit von Moses gelebt und viele Wunderzeichen Gottes gesehen haben, aber dennoch ihre Schriften verfälschten.

     

     

    Diese Koranstelle zeigt auch, dass Gelehrte immer in Gefahr sind der Allgemeinheit entstelltes Wissen zur Verfügung zu stellen. Obwohl sie die Wahrheit kennen und verstehen, verändern sie diese auf eine Weise, dass die Allgemeinheit die Wahrheit nicht mehr erkennt.