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    Teil 20: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 90- 95

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    Im Namen Gottes, des Allbarmherzigen, des Gütigen. Auch in diesem Teil hoffen wir ein wenig aus dem endlosen Meer der Wahrheit schöpfen und ein wenig von der tiefen Bedeutung des Koraninhaltes darlegen zu können.

     

    Wir beginnen diesen Teil mit dem 90. Offenbarungszeichen der Sure Baqarah:

     

    (2: 90- 95)

     

     

    بِئْسَمَا اشْتَرَوْا بِهِ أَنفُسَهُمْ أَن يَكْفُرُوا بِمَا أَنزَلَ اللَّـهُ بَغْيًا أَن يُنَزِّلَ اللَّـهُ مِن فَضْلِهِ عَلَىٰ مَن يَشَاءُ مِنْ عِبَادِهِ ۖ فَبَاءُوا بِغَضَبٍ عَلَىٰ غَضَبٍ ۚ وَلِلْكَافِرِينَ عَذَابٌ مُّهِينٌ

     

    „Sie haben sich in der Tat zu einem schlechten Preis verkauft, indem sie aus Neid bereit waren, an das, was Gott herabgesandt hat, nicht zu glauben. Denn Gott schickt seine Huld herab, auf wen von seinen Dienern er will. Sie haben daher Zorn über Zorn auf sich gezogen. Und die Ungläubigen haben eine erniedrigende Strafe zu erwarten.“ (2: 90)

     

    Die Juden warteten auf Grund ihrer Schriften auf einen neuen Propheten, und gemäß der Thora war dies der Prophet des Islams. Aber aufgrund ihres Rassenstolzes dachten sie, dass der Prophet von ihnen, von den Kindern Israel abstammen müsse, andernfalls wollten sie nicht an ihn glauben. Daher bekannten sie sich nicht zum Islam. Sie lehnten sich sogar gegen die Bestimmung Gottes auf. Damit aber machten sie einen schlechten Handel. Sie tauschten Glauben und wahres Glück zu einem niedrigen Preis ein: der Befolgung ihrer persönlichen Wünsche. Dadurch handelten sie sich die göttliche Strafe ein. In der Sure 2 wird im Anschluss an den Vers 90 im Offenbarungszeichen 91 die Lügenhaftigkeit der Bani Israel und ihre Suche nach Ausreden aufgedeckt, während zugleich an die Echtheit des Heiligen Korans erinnert wird.

     

    Es heißt in Vers 91, Sure2:

     

     

    وَإِذَا قِيلَ لَهُمْ آمِنُوا بِمَا أَنزَلَ اللَّـهُ قَالُوا نُؤْمِنُ بِمَا أُنزِلَ عَلَيْنَا وَيَكْفُرُونَ بِمَا وَرَاءَهُ وَهُوَ الْحَقُّ مُصَدِّقًا لِّمَا مَعَهُمْ ۗ قُلْ فَلِمَ تَقْتُلُونَ أَنبِيَاءَ اللَّـهِ مِن قَبْلُ إِن كُنتُم مُّؤْمِنِينَ

     

    „Und wenn man zu ihnen sagt: ‚Glaubt an das, was Gott herabgesandt hat!‘ sagen sie: ‚Wir glauben an das, was auf uns (auf unseren Propheten) herabgesandt worden ist.‘ An anderes glauben sie nicht, obwohl es doch die Wahrheit ist und bestätigt, was ihnen vorliegt. (Prophet!) sag: ‚Warum habt ihr denn früher die Propehten Gottes getötet, wenn ihr gläubig seid?'“ (2: 91)

     

     

    Auch in dieser Koranstelle werden die Bani Israel getadelt: Ihr habt doch auch die Propheten, die von eurer Rasse abstammten, nicht akzeptiert und einige von ihnen sogar umgebracht, während doch alles was in der Himmelschrift steht von Gott stammt und sich an alle Menschen richtet und nicht nur an ein bestimmtes Volk oder eine bestimmte Rasse.

     

    Der Heilige Koran zeigt in den nächsten beiden Koranversen, Vers 92 und 93 der Sure 2 weiter die Wahrheit auf, dass die Kinder Israel oftmals nach Vorwänden gesucht haben:

     

     

    وَلَقَدْ جَاءَكُم مُّوسَىٰ بِالْبَيِّنَاتِ ثُمَّ اتَّخَذْتُمُ الْعِجْلَ مِن بَعْدِهِ وَأَنتُمْ ظَالِمُونَ

     

    „Moses war doch mit den klaren Beweisen zu euch gekommen. Aber dann, nachdem er weggegangen war, habt ihr euch das Kalb zum Gegenstand eurer Anbetung genommen und Unrecht begangen.“ (2: 92)

     

     

    وَإِذْ أَخَذْنَا مِيثَاقَكُمْ وَرَفَعْنَا فَوْقَكُمُ الطُّورَ خُذُوا مَا آتَيْنَاكُم بِقُوَّةٍ وَاسْمَعُوا ۖ قَالُوا سَمِعْنَا وَعَصَيْنَا وَأُشْرِبُوا فِي قُلُوبِهِمُ الْعِجْلَ بِكُفْرِهِمْ ۚ قُلْ بِئْسَمَا يَأْمُرُكُم بِهِ إِيمَانُكُمْ إِن كُنتُم مُّؤْمِنِينَ

     

    „Und erinnert euch: Als wir eure Verpflichtung entgegennahmen und den Berg über euch empor hoben (und sagten): ‚Haltet, was wir euch als Offenbarung gegeben haben fest und hört.‘ Sie sagten: ‚ Wir hören und sind widerspenstig.‘ Und sie begannen wegen ihres Unglaubens, das Kalb zu lieben. Sag: ‚Schlimm ist, was euer Glaube euch befiehlt, wenn ihr gläubig seid.'“ (2: 93)

     

    Auch in diesen Offenbarungszeichen werden die Bani Israel kritisiert. Gott zeigt auf, dass die Söhne Israel einen eigenartigen Glauben haben, weil er sie dazu führt ihr Bündnis zu brechen, ein Kalb anzubeten und die Gesandten Gottes zu töten. Der Glaube sollte jedoch für den Menschen zum Ausgangspunkt für Wahrheitsliebe, Bündnistreue, Ein-Gott-Glaube und Rettungsfindung werden. Vielgötterei und das Töten von Propheten, die ja die besten Menschen auf der Welt sind, sind jedoch gewaltige Vergehen, welche nicht wieder gut zu machen sind. Aus den genannten Verszeichen kann entnommen werden, dass viele, trotzdem die Wahrheit klar und eindeutig ist, ihr nicht folgen, weil sie dem triebhaften „Ich“ gehorchen. Die Juden in Medina wussten, dass Mohammad der Prophet des Islams ist, aber sie glaubten nicht an ihn. In unserer heutigen Zeit sehen wir dahingegen, dass der Islam in Menschen, die frei von falschem Stolz sind, großes Interesse erwecken kann.

     

    Es folgt nun die Übersetzung der Koranverse 94 und 95 der Sure 2:

     

     

    قُلْ إِن كَانَتْ لَكُمُ الدَّارُ الْآخِرَةُ عِندَ اللَّـهِ خَالِصَةً مِّن دُونِ النَّاسِ فَتَمَنَّوُا الْمَوْتَ إِن كُنتُمْ صَادِقِينَ

     

    „Sag: ‚Wenn die jenseitige Wohnstätte bei Gott euch zusteht und nicht den anderen Menschen, dann wünscht euch doch den Tod, wenn ihr die Wahrheit sagt!'“ (2: 94)

     

     

    وَلَن يَتَمَنَّوْهُ أَبَدًا بِمَا قَدَّمَتْ أَيْدِيهِمْ ۗ وَاللَّـهُ عَلِيمٌ بِالظَّالِمِينَ

     

    „Aber sie werden ihn wegen der schlechten Werke, die sie vorweggeschickt haben, niemals wünschen. Gott weiß über die Handlungen der Unrechttuenden Bescheid.“ (2: 95)

     

    Jemand, der gute Werke getan hat und an die Rückkehr zu Gott und die Abrechnung mit seinem Handeln glaubt, betrachtet den Tod als Beginn eines neuen, schönen Lebens. Daher hatten alle Propheten und die großen Gottesfreunde keine Furcht vor dem Tod, sondern sie warteten sogar ungeduldig auf die Rückkehr zu ihrem Erschaffer. Imam Ali, Sohn des Abi Taleb, sagt hierzu: „Bei Gott! Das Verlangen des Sohnes von Abi Taleb nach dem Tod, ist größer als das Verlangen des Säuglings nach der Milch seiner Mutter.“

     

    Der aber, der im Tod die Vernichtung sieht, fürchtet sich sehr vor ihm. Aber nicht nur er. Auch die, die zwar an das Leben nach dem Tod glauben, aber Böses getan haben und gesündigt, die erfasst ein Schrecken beim Gedanken ans Sterben. Der Koran wendet sich an dieser Stelle an das Gewissen der Kinder Israel. Er sagt zu ihnen, die oftmals aufgrund ihres Hochmutes Unrecht und Verbrechen begangen, gesündigt und gegen Gott rebelliert haben, wie folgt: Wenn nur ihr ins Paradies kommt, so wünscht euch doch einen baldigen Tod, damit ihr schneller in die segensreiche Wohnstätte Gottes einkehrt. Aber die Bani Israel verlangte es keineswegs danach bald zu sterben. Gott sagt daher im Vers 96: Und du wirst sicher finden, dass sie mehr als die anderen Menschen am Leben hängen, auch mehr als die Götzendiener. Manch einer von ihnen möchte gern tausend Jahre am Leben bleiben. Aber angenommen, er bleibt lange am Leben, so hält ihn das doch nicht von der Strafe fern. Gott durchschaut wohl, was sie tun.

     

    Die Koranverse, die wir in diesem Teil besprachen, enthalten vor allen Dingen die beiden folgenden wichtigen Punkte: Die Religion ist eine Summe von Geboten und Regelungen. Der Glaube an diese Religion umfasst die Gesamtheit dieser Gebote. Wir können nicht sagen: Ich glaube an Gott, aber nicht an seinen Propheten oder: nach dem und dem Gebot Gebotes richte ich mich nicht. Ein Mensch ist dann wirklich gläubig, wenn er an Gott, alle seine Propheten und alle seine Gebote glaubt. Wir sollten nie vergessen, dass es nicht darauf ankommt, wie lange der Mensch lebt. Der Wert des Lebens liegt darin, wie wir es nutzen und wie sehr wir Gott nahe kommen. Der Mensch sollte auf eine Weise leben, dass er jeden Augenblick auf den Tod vorbereitet ist, dann wird er den Tod nicht mehr fürchten. In einem Gebet sagt Imam Sadschad, Sohn des Imam Hussein: „O Gott, wenn mein Leben dazu dient, Dir zu gehorchen, so lass es lange andauern, aber wenn es dem Satan zur Weide werden sollte, so brich es ab.“

     

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