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    Teil 21: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 97- 101

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    Teil 21: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 97- 101
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    Auch diesen Teil beginnen wir mit dem Namen Gottes, des Allbarmherzigen, des Gütigen und mit folgendem Wort von Imam Ali, aleihe salam, aus der Familie des Propheten des Islam: „Im Koran liegt der Frühling der Herzen und liegen die Quellen des Wissens. Das Herz findet nur durch ihn zu Glanz.“ Die 3 folgenden Verse der Sure 2 lauten in der Übersetzung:

     

    (2: 97- 101)

     

    قُلْ مَن كَانَ عَدُوًّا لِّجِبْرِيلَ فَإِنَّهُ نَزَّلَهُ عَلَىٰ قَلْبِكَ بِإِذْنِ اللَّـهِ مُصَدِّقًا لِّمَا بَيْنَ يَدَيْهِ وَهُدًى وَبُشْرَىٰ لِلْمُؤْمِنِينَ

     

    „„Sag: Jeder, der Gabriel feind ist, (der ist in Wirklichkeit Gott feind), denn er (Gabriel) hat auf Gottes Anweisung dir den Koran ins Herz herabkommen lassen. Der Koran, der die früheren Offenbarungsschriften bestätigt und Rechtleitung und frohe Botschaft für die Gläubigen ist.“ (2: 97)

     

     

    مَن كَانَ عَدُوًّا لِّلَّـهِ وَمَلَائِكَتِهِ وَرُسُلِهِ وَجِبْرِيلَ وَمِيكَالَ فَإِنَّ اللَّـهَ عَدُوٌّ لِّلْكَافِرِينَ

     

    „Und jeder, der Gott und seinen Engeln und seinen Gesandten und Gabriel und Michael feind ist (sollte wissen): Gott ist den Ungläubigen feind.“ (2: 98)

     

     

    وَلَقَدْ أَنزَلْنَا إِلَيْكَ آيَاتٍ بَيِّنَاتٍ ۖ وَمَا يَكْفُرُ بِهَا إِلَّا الْفَاسِقُونَ

     

    „Und wir haben doch klare Zeichen zu dir hinabgesandt. Nur die Unrechttuenden leugnen sie.“ (2: 99)

     

    Die vorhergehenden Koranverse erinnern an eine wahre Begebenheit zur Zeit des Propheten. Mehrere Juden waren zusammen mit ihren Gelehrten zum Propheten des Islam in Medina gekommen, um ihm eine Reihe Fragen zu stellen. Zum Beispiel die, wie der Offenbarungsengel heiße. Prophet Mohammad, s.a., sagte, dass Gabriel der Offenbarungsengel sei. Da sagten sie: „Wenn es Michael wäre, hätten wir uns zum Glauben bekannt. Aber Gabriel ist unser Feind und er überbringt harte Gebote wie den Djihad. Den Kampf gegen den Feind.“ Nur eigenwillige, starrsinnige Menschen suchen auf diese Weise nach Ausflüchten, wenn sie die Wahrheit nicht akzeptieren wollen. In diesem Beispiel verurteilen sie einen Gottesboten unbegründeter Härte, damit sie, obwohl die Wahrheit völlig offenkundig vor ihnen liegt, diese umgehen können.

     

    Ähnlich, wie ein lernunwilliger Schüler, der den Mathematiklehrer nicht leiden kann und als streng bezeichnet, und nur den Sportlehrer mag. Wir sollten uns deutlich machen, dass die göttlichen Boten, ob nun Michael oder Gabriel, nicht von sich aus Botschaften überbringen, so dass jemand ihnen deswegen zu- bzw. abgeneigt sein könnte. Sie handeln nur auf Befehl Gottes, und sind Vermittler seiner Offenbarungsworte an die Propheten. Die Argumente, die die Juden vortrugen, waren also nur eine Ausrede um sich nicht zum Islam bekehren zu müssen, es waren unlogische Einwände.

     

    In der Fortsetzung der Sure 2 heißt es daher auch, dass sie die Verse des Korans leugneten. Der Koran ist jedoch eine Schrift, die auf Recht, Logik und Wahrheit beruht, was jeder einsieht, der sich etwas näher mit ihm beschäftigt. Die deutlichen Zeichen Gottes stoßen nur bei denen auf Ablehnung, deren Herzen Unglaube und Sünde verdunkelt haben. Dies war bei den Juden, von denen in der vorigen Koranstelle gesprochen wird, der Fall. Die folgenden Koranverse lauten:

     

     

    أَوَكُلَّمَا عَاهَدُوا عَهْدًا نَّبَذَهُ فَرِيقٌ مِّنْهُم ۚ بَلْ أَكْثَرُهُمْ لَا يُؤْمِنُونَ

     

    „„Hat denn nicht jedes Mal, wenn sie (die Juden) eine Verpflichtung eingingen, ein Teil von ihnen sie verleugnet? Ja! Die meisten von ihnen glauben (eben) nicht.“ (2: 100)

     

     

    وَلَمَّا جَاءَهُمْ رَسُولٌ مِّنْ عِندِ اللَّـهِ مُصَدِّقٌ لِّمَا مَعَهُمْ نَبَذَ فَرِيقٌ مِّنَ الَّذِينَ أُوتُوا الْكِتَابَ كِتَابَ اللَّـهِ وَرَاءَ ظُهُورِهِمْ كَأَنَّهُمْ لَا يَعْلَمُونَ

     

    „Und als von Gott ein Gesandter zu ihnen kam, der die Anzeichen erfüllte, die ihnen vorlagen, warf ein Teil von denen, die die Schrift erhalten hatten, die Schrift Gottes (achtlos) hinter sich, als ob sie nichts davon wüssten.“ (2: 101)

     

    Diese Koranverse sollen den Propheten des Islam trösten. Er wird durch sie daran erinnert, dass auch schon viele der Vorfahren dieser Juden ihren eigenen Propheten nicht treu waren, und jedes Bündnis, das sie mit Moses geschlossen hatten, brachen. Ihre Sturheit und eigenwillige Suche nach Ausflüchten war also nichts Neues. Diese Koranverse wurden zu einem Zeitpunkt offenbart, als die Juden in Medina, die dem Propheten bei seinem Eintreffen vertraglich zugesichert hatten ihn gegenüber den Feinden zu unterstützen, dieses Abkommen nicht einhielten, und mit den Götzenanbetern aus Mekka im Ahzab-Krieg gegen die Muslime in Medina kämpften.

     

    In der vorigen Koranstelle heißt es weiter, dass solche Vertragsbrüche seitens des jüdischen Volkes gar nicht so ungewöhnlich waren. Bevor der Prophet des Islams ausgesandt wurde, hatten die jüdischen Gelehrten unter den Menschen die frohe Kunde von seinem Kommen verbreitet und die Zeichen, an denen er laut der Thora zu erkennen war, genannt. Aber als sie ihn sahen, bangten sie um ihren bisherigen Einfluss und ihre weltliche Position und lehnten den Propheten auf eine Weise ab, als ob sie gar nichts von ihm wüssten. Betrachten wir unsere heutige Zeit, so sind die zionistischen Juden nicht besser und ähneln dieser Gruppe von Juden, die hier im Koran umschrieben wird, sehr. Sie halten sich an keine internationalen Abkommen und wenn sie ein Abkommen unterzeichnen, verstoßen sie sehr bald dagegen.

     

    Ihre Denkweise ist rassistisch und sie suchen nur nach ihrem Vorteil. Wichtig ist aber in diesem Zusammenhang, dass der Koran völlig gerecht bleibt und nicht die Juden allesamt verurteilt. Er bewahrt das Recht der guten Anhänger von Moses. Wenn es im Koran heißt, dass die Mehrheit des jüdischen Volkes ungläubig wurden, so bedeutet dies, dass es auch immer Menschen unter diesem Volk gegeben hat, die den Ruf der Wahrheit wahrnahmen und sich der Wahrheit beugten. Aus den Koranversen die wir heute aus der Sure 2 brachten entnehmen wir folgendes: Sünde und Ungehorsam können den Menschen derartig verändern, dass er nicht mehr bereit ist, die Wahrheit anzuerkennen. Wissen alleine genügt nicht. Die jüdischen Gelehrten wussten aus der Thora, dass der Prophet des Islams die Wahrheit überbrachte. Aber weil sie keine geläuterten Menschen mehr waren akzeptierten sie diese Tatsache nicht. Sie glaubten nicht an die Wahrheit und hielten auch die anderen davon ab, sich zu ihr zu bekehren.

     

    Abschließend bitten wir Gott, Er möge uns alle von Sünde und Ungehorsam wegführen, hin zur Wahrheit, innerer Reinheit und Befolgung des Rechtes.