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    Teil 22: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 102- 106

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    Diesen Teil beginnen wir mit der Übersetzung des Verses 102 der Sure 2:

    (2: 102- 106)

     

    وَاتَّبَعُوا مَا تَتْلُو الشَّيَاطِينُ عَلَىٰ مُلْكِ سُلَيْمَانَ ۖ وَمَا كَفَرَ سُلَيْمَانُ وَلَـٰكِنَّ الشَّيَاطِينَ كَفَرُوا يُعَلِّمُونَ النَّاسَ السِّحْرَ وَمَا أُنزِلَ عَلَى الْمَلَكَيْنِ بِبَابِلَ هَارُوتَ وَمَارُوتَ ۚ وَمَا يُعَلِّمَانِ مِنْ أَحَدٍ حَتَّىٰ يَقُولَا إِنَّمَا نَحْنُ فِتْنَةٌ فَلَا تَكْفُرْ ۖ فَيَتَعَلَّمُونَ مِنْهُمَا مَا يُفَرِّقُونَ بِهِ بَيْنَ الْمَرْءِ وَزَوْجِهِ ۚ وَمَا هُم بِضَارِّينَ بِهِ مِنْ أَحَدٍ إِلَّا بِإِذْنِ اللَّـهِ ۚ وَيَتَعَلَّمُونَ مَا يَضُرُّهُمْ وَلَا يَنفَعُهُمْ ۚ وَلَقَدْ عَلِمُوا لَمَنِ اشْتَرَاهُ مَا لَهُ فِي الْآخِرَةِ مِنْ خَلَاقٍ ۚ وَلَبِئْسَ مَا شَرَوْا بِهِ أَنفُسَهُمْ ۚ لَوْ كَانُوا يَعْلَمُونَ

     

    „„Und sie (die Juden), folgten dem, was die Satane unter der Herrschaft Salomos an Zauberei vortrugen, während Salomo nie ungläubig geworden ist, sondern die Satane, die die Menschen in der Zauberei unterwiesen. Und sie (die Juden) folgten dem, was auf die beiden Engel in Babel, Harut und Marut, herabgesandt worden war. Sie (die beiden Engel) unterwiesen jedoch niemanden ohne vorher zu sagen: ‚Wir sind nur eine Prüfung. Werde darum nicht ungläubig.‘ Und sie erlernten von ihnen (d.h. von den beiden Engeln) nur das, womit man zwischen einem Mann und seiner Gattin ein Zerwürfnis hervorruft. Aber ohne Erlaubnis Gottes konnte keiner damit einen anderen schädigen. Und sie erlernten nur, was ihnen schadet und in keiner Weise nützt. Und sie wussten wohl, dass derjenige, der so etwas erkauft, am Jenseits keinen Anteil hat. Sie haben sich wirklich auf einen schlechten Handel eingelassen. Wenn sie es doch wüssten!“ (2: 102)

     

     

    Der Koranvers 102 der Sure 2 weist darauf hin, dass zur Zeit des Propheten Salomo, gegrüsset sei er, Hexenzauber verbreitet war. Salomo ordnete an, dass die Anleitungen zur Hexerei eingesammelt werden und ließ sie aufbewahren. Doch nach seinem Tod fielen sie den Menschen wieder in die Hände und sie begannen erneut Hexenzauber zu verbreiten. Einige kehrten sogar der Thora den Rücken und meinten, die Herrschaft Salomos über Menschen, Geister, Tiere und Vögel und weiteres außergewöhnliches Können dieses Propheten beruhe auf Hexerei. Das war eine Verleumdung dieses Gottgesandten und sie wird an dieser Stelle im Koran dementiert und Prophet Salomo von den Vorwürfen ein Hexer gewesen zu sein, befreit. Hexerei und Zauberei bedeuten eine Art Kufr, eine Verleumdung oder Leugnung Gottes, weil Verhexen die Ermächtigung von Dingen im Widerspruch zu dem natürlichen Zustand, den Gott für sie in der Schöpfungsordnung vorgesehen hat, bedeutet. Aber Salomo war ein Prophet und rein von solchen Fehlern, weswegen ihm die Gottesleugnung fern lag.

     

    Gott hat in mehreren anderen Suren wie der Sure Anbiya, Sure 21 und der Sure Naml, Sure 27, Salomo gewürdigt und gesagt, dass Er Salomo großes Wissen und Weisheit gegeben hat. Die Juden waren aber auch auf andere Weise an Zauberformeln gelangt. Zwei göttliche Engelsboten namens Harut und Marut waren in Menschengestalt gekommen und lehrten die Bürger von Babel wie sie einen Hexenzauber rückgängig machen konnten. Zuvor mahnten sie jedoch, das Gelernte nur für die Auflösung eines Hexenzaubers zu verwenden und nicht zu missbrauchen, da sie dadurch ihren Glauben an Gott verlieren.

     

    Aber die Leute ließen diese Mahnung außer acht. Sie missbrauchten das Gelernte für verdorbene oder gewinnbringende Absichten. Auf eine Form des Missbrauches weist der Koran hin, nämlich die, dass sie die Trennung zwischen Eheleuten bewirkten. Aus dieser Koranstelle geht hervor, dass Hexenzauber eine Wirkung hat. Aber da Gott über alles bestimmt, kann der Mensch bei ihm vor solchen Dingen Zuflucht suchen und sich vor der üblen Wirkung retten. Außerdem wird noch auf einen anderen wichtigen Punkt hingewiesen nämlich den, dass Wissenserwerb nicht immer nützlich ist. Denn wenn der, der Wissen erwirbt ein schlechter Mensch ist, wird er die erworbenen Kenntnisse nicht in den Dienst der Menschen stellen, sondern er wird in der Gesellschaft Schaden anrichten.

     

    Es folgt nun die Übersetzung des Koranverses 103 der Sure Baqarah:

     

    وَلَوْ أَنَّهُمْ آمَنُوا وَاتَّقَوْا لَمَثُوبَةٌ مِّنْ عِندِ اللَّـهِ خَيْرٌ ۖ لَّوْ كَانُوا يَعْلَمُونَ

     

    „„Und wenn sie geglaubt hätten und gottesfürchtig gewesen wären, wäre ganz gewiss die Belohnung, die für sie bei Gott dafür bereitgestanden hätte, besser für sie gewesen. Wenn sie es doch wüssten!“ (2: 103)

     

    Dieser Koranvers deutet auf etwas hin, was für alle Menschen im Leben wichtig ist und bei dessen Missachtung der Mensch sich zu unheilvollem Tun verleiten lässt, nämlich auf den Glauben und das gottesfürchtige Denken und Handeln. Alles widerspenstige Verhalten und alle Abänderungen der Religion, die sich die Kinder Israels zuschulden machten, sind auf Nichtbeachtung dieses Punktes zurückzuführen. Gottesfürchtigkeit bedeutet nicht nur, dass man das Schlechte unterlässt sondern ist ein innerer Zustand, der den Menschen von hässlichem Tun abhält und zugleich zu guten Taten anspornt.

     

    Im weiteren folgt nun die Ayeh 104 und 105 der Sure 2:

     

     

    يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا تَقُولُوا رَاعِنَا وَقُولُوا انظُرْنَا وَاسْمَعُوا ۗ وَلِلْكَافِرِينَ عَذَابٌ أَلِيمٌ

     

    „„Ihr Gläubigen! Sagt nicht (um den Propheten um eine Frist zu bitten) ‚ra’ina‘ ( denn dieses Wort gilt bei den Juden als Schimpfwort) sondern ‚unsurna‘ (gib uns eine Frist). Und hört auf diesen Ratschlag! Wisset! Die Ungläubigen haben eine schmerzhafte Strafe zu erwarten.“ (2: 104)

     

     

    مَّا يَوَدُّ الَّذِينَ كَفَرُوا مِنْ أَهْلِ الْكِتَابِ وَلَا الْمُشْرِكِينَ أَن يُنَزَّلَ عَلَيْكُم مِّنْ خَيْرٍ مِّن رَّبِّكُمْ ۗ وَاللَّـهُ يَخْتَصُّ بِرَحْمَتِهِ مَن يَشَاءُ ۚ وَاللَّـهُ ذُو الْفَضْلِ الْعَظِيمِ

     

    Diejenigen von den Leuten der Schrift und den Götzenanbeter, mögen nicht, wenn auf euch etwas Gutes von eurem Herrn herabgesandt wird. Aber Gott zeichnet mit seiner Barmherzigkeit aus wen er will. Er ist voller Huld.“ (2: 105)

     

    In diesen Offenbarungsworten wird davon gesprochen, dass die Juden neidisch waren und Wörter missbrauchten. Dies zeigt auch, dass der Islam darauf Wert legt, dass man in seinen Beziehungen zu den anderen darauf achtet, was man sagt, und höflich ist. Die Muslime werden angehalten alles was eine Beleidigung oder die Verspottung heiliger Dinge zur Folge haben könnte, zu vermeiden. Aus der Ayeh 105 der Sure Baqarah geht hervor, wie sehr die Ungläubigen und die Götzenanbeter die Gläubigen hassten. Es heißt, dass sie aus lauter Neid und Hassgefühl nicht bereit sind, dass ihr Schöpfer den Gläubigen einen Segen herabschickt.

     

    Doch der Koran erinnert an dieser Stelle daran, dass Gott, der Mächtige, Gütige und Weise wem immer er will, seine Huld und Barmherzigkeit zuteil werden lässt. Im nächsten Vers verweist er daher darauf, dass Gott alles vermag. Die Juden brachten nämlich den Muslimen gegenüber den Einwand, sie würden ja in die gleiche Richtung beten, wie die Muslime und hätten keine eigene Religion. Gott aber gab Anweisung, dass sich die Muslime nicht mehr nach Beyt-ol-Moghadas wenden sollen wenn sie beten, sondern nach Mekka.

     

    Und im Vers 106 verkündete er:

     

    مَا نَنسَخْ مِنْ آيَةٍ أَوْ نُنسِهَا نَأْتِ بِخَيْرٍ مِّنْهَا أَوْ مِثْلِهَا ۗ أَلَمْ تَعْلَمْ أَنَّ اللَّـهَ عَلَىٰ كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرٌ

     

    „„Wenn wir ein Gebot oder einen Vers aufheben oder aufschieben, bringen wir dafür einen besseren oder einen, der ihm gleich ist. Weißt du denn nicht, dass Gott zu allem die Macht hat?“ (2: 106)

     

    Wir können dass, was man aus den heute vorgestellten Koranversen lernen kann wie folgt zusammenfassen: Der Glaube alleine genügt nicht, sondern der Mensch muss auf die Einhaltung der Gebote achten und gottesfürchtig handeln, damit sein Glaube vor jeder Gefahr sicher ist. Wir sollten darauf achten, dass der Feind alle unsere Handlungen beobachtet und sogar darauf achtet was wir reden. Er will als einziger weiterkommen. Wir sollten daher keine Hoffnung in ihn setzen und nur auf Gott vertrauen. Wir lernen auch, dass der Islam eine universale und ewige Religion ist, die niemals in die Sackgasse gerät und immer wenn es zum Wohle der Menschen gereicht, neben festen Geboten auch variierbare Gesetze hat.