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    Teil 25: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 118- 123

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    Diesen Teil beginnen wir mit der Übersetzung der Verse 118 und 119 aus der Sure Baqarah in ihrer Übersetzung: (2: 118- 123)

     

    وَقَالَ الَّذِينَ لَا يَعْلَمُونَ لَوْلَا يُكَلِّمُنَا اللَّـهُ أَوْ تَأْتِينَا آيَةٌ ۗ كَذَٰلِكَ قَالَ الَّذِينَ مِن قَبْلِهِم مِّثْلَ قَوْلِهِمْ ۘ تَشَابَهَتْ قُلُوبُهُمْ ۗ قَدْ بَيَّنَّا الْآيَاتِ لِقَوْمٍ يُوقِنُونَ

     

    „Diejenigen, die kein Wissen haben (und die Wahrheit nicht kennen und anerkennen wollen) sagen: Warum spricht Gott nicht (unmittelbar) zu uns selber, oder warum kommt uns selber nicht ein Verszeichen oder Zeichen zu? Die vor ihnen lebten, haben dasselbe gesagt. Ihre Herzen und Empfindungen sind einander gleich. Wir haben die Verse wirklich klar gemacht für Leute, die überzeugt sind.“ (2: 118)

     

     

    إِنَّا أَرْسَلْنَاكَ بِالْحَقِّ بَشِيرًا وَنَذِيرًا ۖ وَلَا تُسْأَلُ عَنْ أَصْحَابِ الْجَحِيمِ

     

    „Wir haben dich mit der Wahrheit gesandt, als Verkünder froher Botschaft und als Warner. Und über die (Abirrung der) Bewohner des Höllenbrandes (und ihren Gang in die Verdammnis) wirst du nicht zur Rechenschaft gezogen.“ (2: 119)

     

    Einer der Einwände, die unwissende oder böswillige Leute dem Propheten des Islam entgegenbrachen war der, dass sie sagten: Warum ist es nötig, dass Gott euch Propheten zu Vermittlern zwischen sich und uns macht? Warum spricht er nicht direkt zu uns. Warum schickt er seine Zeichen nicht direkt auf uns herab? Würde er dies tun, würden wir sein Wort anerkennen.

     

    Der Koran tröstet den Propheten und die Muslime angesichts dieses Geredes und dieser unangemessenen Wünsche, indem er darauf hinweist, dass schon die Vorgänger dieser Leute solche Erwartungen hatten, weil sie eine krankhafte Neigung zum Starrsinn hatten und stur die Wahrheit ablehnten.

     

    Solche Leute, die nicht die Fähigkeit zur Aufnahme der göttlichen Zeichen besitzen, würden sie auch nicht akzeptieren, wenn sie tatsächlich zu ihnen selber herabgeschickt würden. Sie suchen nämlich nur nach Ausflüchten. Es geht ihnen nicht um die Anerkennung der Wahrheit. Die Wahrheit aber sollte jeder anerkennen, auch wenn sie von den anderen kommt.

     

    Maßstab für die Wahrheit ist nicht, dass ich etwas sage oder verstehe. Wenn ich sage: Weil die göttlichen Zeichen nicht auf mich herabgesandt wurden, deshalb glaube ich nicht daran. Damit wird klar, dass für mich nicht die Wahrheit von Bedeutung ist, sondern ich mich selber für wichtig betrachte.

     

    Natürlich hatten die Propheten Gottes nur die Aufgabe die göttlichen Offenbarungszeichen zu überbringen und den Menschen guten Rat zu geben. Sie müssen ihren Auftrag erfüllen brauchen jedoch nicht für das Ergebnis zu bürgen. Sie brauchen die Menschen nicht zu zwingen, die Wahrheit zu akzeptieren. Wer also vom Weg abgerät und in die Verdammnis gerät, der hat aus freiem Willen seine Entscheidung getroffen und die Propheten tragen ihnen gegenüber keine Verantwortung.

     

    Nun folgt das das Offenbarungszeichen 120 der Sure 2:

     

     

    وَلَن تَرْضَىٰ عَنكَ الْيَهُودُ وَلَا النَّصَارَىٰ حَتَّىٰ تَتَّبِعَ مِلَّتَهُمْ ۗ قُلْ إِنَّ هُدَى اللَّـهِ هُوَ الْهُدَىٰ ۗ وَلَئِنِ اتَّبَعْتَ أَهْوَاءَهُم بَعْدَ الَّذِي جَاءَكَ مِنَ الْعِلْمِ ۙ مَا لَكَ مِنَ اللَّـهِ مِن وَلِيٍّ وَلَا نَصِيرٍ

     

    „(Prophet!) Die Juden und Christen werden nie mit dir zufrieden sein, solange du (dich nicht ihren Forderungen beugst und) nicht ihrem Bekenntnis folgst. Sag: Die rechte Wegweisung ist nur die von Gott. Solltest du aber, nachdem Wissen und Wahrheit zu dir gekommen sind, ihrer Laune und Neigung folgen, dann hast du von Gottes Seite aus keinen Fürsorger oder Helfer.“ (2: 120)

     

    Die Juden waren, nach den Ereignissen im Zusammenhang mit der Änderung der Gebetsrichtung, noch schlechter auf die Muslime zu sprechen und einige Muslime hätten gerne wieder wie vorher in Richtung Beyt-ol-Moghadas gebetet, damit sie weiter in gut nachbarlichen Verhältnissen mit den Juden in Medina leben konnten. Ihnen war nicht bewusst, dass die Änderung der Gebetsrichtung den Juden nur als Einwand gegen die Muslime diente und das diese den Islam nicht anerkennen wollten, sondern die Muslime von ihrer Religion abbringen und sie für das Judentum gewinnen wollten.

     

    Dieser Vers spricht einen wichtigen Grundsatz an und zwar den: Je mehr ihr Muslime von eurem berechtigten Standpunkt abrückt, desto mehr rückt der Feind in seinem falschen Glauben voran. Deshalb begegnet dem Feind ohne Kompromisse.

     

    Die nächste Ayeh, 121 der Sure Baqarah lautet:

     

     

    الَّذِينَ آتَيْنَاهُمُ الْكِتَابَ يَتْلُونَهُ حَقَّ تِلَاوَتِهِ أُولَـٰئِكَ يُؤْمِنُونَ بِهِ ۗ وَمَن يَكْفُرْ بِهِ فَأُولَـٰئِكَ هُمُ الْخَاسِرُونَ

     

    „Diejenigen, denen wir die Schrift gegeben haben, und die sie gebührend lesen, glauben (an den Koran und den Propheten des Islam). Diejenigen aber, die nicht an ihn glauben, haben den Schaden.“ (2: 121)

     

    Da der Koran gegenüber den Gegnern, den Grundsatz der Gerechtigkeit berücksichtigt, heißt es in diesem Koranvers: Auch wenn die Mehrheit der Schriftbesitzer nicht bereit ist, den Islam anzunehmen, so finden jene unter ihnen die in der Schrift lesen, während sie bereit sind die Wahrheit anzuerkennen, zum Glauben an den Propheten und den Koran.

     

    Nun folgen die Verse 122 und 123 der Sure 2:

     

    يَا بَنِي إِسْرَائِيلَ اذْكُرُوا نِعْمَتِيَ الَّتِي أَنْعَمْتُ عَلَيْكُمْ وَأَنِّي فَضَّلْتُكُمْ عَلَى الْعَالَمِينَ

     

     

    „Ihr Kinder Israel, gedenket meiner Gnade, die ich euch erwiesen habe, und dass ich euch vor den Menschen in aller Welt ausgezeichnet habe!“ (2: 122)

     

     

    وَاتَّقُوا يَوْمًا لَّا تَجْزِي نَفْسٌ عَن نَّفْسٍ شَيْئًا وَلَا يُقْبَلُ مِنْهَا عَدْلٌ وَلَا تَنفَعُهَا شَفَاعَةٌ وَلَا هُمْ يُنصَرُونَ

     

    „Und fürchtet euch vor dem Tag, an dem niemand etwas für einen anderen tun kann, und von niemandem Lösegeld entgegen genommen wird, und Fürbitte niemandem nützt, und keiner Hilfe findet!“ (2: 123)

     

    Diese zwei Koranverse sind praktisch die gleichen wie der 47. und 48. Vers dieser Sure, deren Inhalt wir an entsprechender Stelle erklärt haben.

     

    Zum Abschluss möchten wir die wichtigsten Punkte, die sich aus den in diesem Teil erläuterten Koranstellen entnehmen lassen, wiederholen:

     

    Wir sollten die Wahrheit akzeptieren, auch wenn andere sie aussprechen. Wir sollten nicht glauben, dass alles, was unsere Partei oder Gruppe sagt, Recht und Wahrheit ist, und das was die anderen sagen, nicht stimmt. An Recht und Unrecht sollten wir die anderen messen, und nicht Personen als Maßstab dafür zugrundelegen, ob etwas falsch oder richtig ist.

     

    Die Propheten Gottes wurden ausgesandt, um die Menschen zu mahnen und ihnen frohe Kunde zu geben. Sie wurden nicht ausgesandt um die Menschen gegen ihren Willen zum Glauben zu zwingen. Daher sind alle, die von der Wahrheit abgeraten, selber für ihr Tun verantwortlich, denn sie haben aus freien Stücken den Irrweg gewählt.

     

    Wir dürfen nicht andere zur Religion aufrufen und dabei die Grundlagen der Religion opfern. Es geht darum, den wahren Weg aufzuzeigen und nicht darum dem Verlangen der anderen zu folgen.

     

    Das Prinzip der Gerechtigkeit darf nicht aufgegeben werden. Auch nicht gegenüber Gegnern. Wenn der Koran die Bani Israel tadelt, so benutzt er Wörter wie „kasir“ nämlich „die meisten“ oder „fariq“ nämlich „eine Gruppe“. Er bewahrt damit das Recht derer unter ihnen, die rechtschaffen handeln.