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    Teil 27: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 128- 133

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    Dieser Teil beginnt mit der Übersetzung des Offenbarungszeichens 128 der Sure 2,

     

    (2: 128- 133)

     

     

    رَبَّنَا وَاجْعَلْنَا مُسْلِمَيْنِ لَكَ وَمِن ذُرِّيَّتِنَا أُمَّةً مُّسْلِمَةً لَّكَ وَأَرِنَا مَنَاسِكَنَا وَتُبْ عَلَيْنَا ۖ إِنَّكَ أَنتَ التَّوَّابُ الرَّحِيمُ

     

    „(Ibrahim und Ismail beteten:) O Herr und Erhalter, lass uns Dir ergeben sein und in unserer Nachkommenschaft eine Dir ergebene Gemeinde entstehen. Und zeige uns den Weg der Anbetung. Und vergib uns! Du nimmst doch Reue an und bist gütig.“ (2: 128) Ibrahim (Abraham) geht siegreich aus allen Prüfungen hervor. Das Geheimnis seines Erfolges liegt darin, dass er sich in den Willen Gottes ergibt, dass er Seine Anweisungen befolgt. Das beste Beispiel für die Gott-Ergebenheit dieses Propheten ist seine Bereitschaft, den geliebten Sohn Ismael zu opfern.

     

    Abraham bittet darum, dass nicht nur er selber und sein Sohn Ismael Gottes Anweisungen folgen, sondern dass es auch unter seinen Nachkommen Gott ergebene Menschen gibt, denn alle Vervollkommnung ist darin zu suchen, sich in den Dienst Gottes zu stellen und ihn zu preisen. Die Gottesanbetung muss sich jedoch, um von Aberglauben und Ketzertum freizubleiben, in einem bestimmten Rahmen bewegen. Daher bittet Prophet Abraham Gott weiter: Lehr uns, wie wir dich anbeten sollen.Und er betet ebenso:

     

     

    رَبَّنَا وَابْعَثْ فِيهِمْ رَسُولًا مِّنْهُمْ يَتْلُو عَلَيْهِمْ آيَاتِكَ وَيُعَلِّمُهُمُ الْكِتَابَ وَالْحِكْمَةَ وَيُزَكِّيهِمْ ۚ إِنَّكَ أَنتَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

     

    „Unser Herr und Erhalter! Lass unter ihnen einen Gesandten aus ihren eigenen Reihen auftreten, der ihnen deine Verse verliest, sie die Schrift und die Weisheit lehrt und sie läutert! Du bist doch der Mächtige und Weise.“ (2: 129)

     

    Dies steht im Vers 129 der Sure 2. Abraham ist also auch um seine Nachkommenschaft besorgt. Er denkt nicht nur an die Gegenwart, sondern auch an die Zukunft. Wir sehen, dass er in seinem Gebet mehr an die Rechtleitung und das Wohl der kommenden Generationen denkt, als an sich selber.

     

    Da das Wohl und Glück der Menschheit ohne die Lenkung Gottes nicht möglich ist, bittet Ibrahim Gott, den Menschen einen Propheten zu senden, der sie lehrt und veredelt und ihr Wissen und Denken zur Entfaltung bringt.

     

    In den Versen 130 und 131 heißt es übersetzt:

     

     

    وَمَن يَرْغَبُ عَن مِّلَّةِ إِبْرَاهِيمَ إِلَّا مَن سَفِهَ نَفْسَهُ ۚ وَلَقَدِ اصْطَفَيْنَاهُ فِي الدُّنْيَا ۖ وَإِنَّهُ فِي الْآخِرَةِ لَمِنَ الصَّالِحِينَ

     

    „Wer anders könnte der Religion Ibrahims den Rücken zukehren als einer, der sich selbst zum Narren macht? Wir haben ihn (Ibrahim) doch im Diesseits auserwählt. Und in der kommenden Welt gehört er gewiss zu den Rechtschaffenen.“ (2: 130)

     

    إِذْ قَالَ لَهُ رَبُّهُ أَسْلِمْ ۖ قَالَ أَسْلَمْتُ لِرَبِّ الْعَالَمِينَ

     

    „(Gedenket) als sein Herr zu ihm sagte: Sei ergeben! Da sagte Ibrahim: Ich habe mich dem Herrn und Erhalter der Menschen in aller Welt ergeben.“ (2: 131)

     

    In diesem Koranvers steht, dass Ibrahim ein Auserwählter Gottes und ein großes Vorbild ist. Seine Lehre ist eine göttliche Lehre und die anderen Menschen können sich nach ihr richten.

     

    Ist es nicht närrisch, wenn der Mensch eine solch schöne, unversehrte Lehre fallen lässt und in Richtung Gottesleugnung und Gottverleugnung abirrt. Die Lehre Ibrahims ist eine Lehre, die sowohl mit der inneren Natur des Menschen, der fitrah, konform geht, als auch der Vernunft entspricht. Die Lehre Ibrahims ist so wertvoll, dass der Prophet des Islams stolz darauf ist, dass sein Weg der Weg ist, den zuvor schon Ibrahim gewählt hat.

     

    Abraham zerstörte kühn alle Götzenbilder. Er ließ, sich Gottes Anordnung fügend, seine Gemahlin und sein Kind in der heißen Wüste in der Nähe der Kaabeh zurück und brachte seinen geliebten Sohn zum Opferstein, um zu beweisen dass seine größte Liebe Gott gilt.

     

    Es liegt auf der Hand, dass Gott einen solchen tiefgläubigen Menschen zum Propheten und zum Imam (Führer der Gläubigen), zum Lenker und Vorbild der anderen bestimmt und es töricht nennt, wenn jemand von dessen Weg abweicht.

     

    Es heißt weiter im Offenbarungswort 132 der Sure 2:

     

     

    وَوَصَّىٰ بِهَا إِبْرَاهِيمُ بَنِيهِ وَيَعْقُوبُ يَا بَنِيَّ إِنَّ اللَّـهَ اصْطَفَىٰ لَكُمُ الدِّينَ فَلَا تَمُوتُنَّ إِلَّا وَأَنتُم مُّسْلِمُونَ

     

    „Und Ibrahim und Yaqub (Jakob) empfahlen ihren Söhnen die selbe (monotheistische) Religion (und sie sagten:) Söhne! Gott hat euch diese (monotheistische) Religion gegeben, daher (sollt ihr euch bis an euer Lebensende nach ihr richten und) dürft nicht sterben, ohne ergeben (und Gott gehorsam) zu sein.“ (2: 132)

     

    Ein liebevoller Vater denkt nicht nur an das materielle Wohl seiner Kinder. Noch wichtiger für einen Vater, und überhaupt für Eltern, sollte die Sorge sein, dass ihre Kinder richtig denken, eine gesunde Überzeugung haben, und darauf achten, nicht auf Abgleiße und Irrwege zu geraten.

     

    Die großen Gottesfreunde haben immer ihre Kinder dazu aufgerufen, in Richtung Gott zu gehen. In ihren letzten Empfehlungen ging es nicht nur um die Verteilung des weltlichen Erbes, sondern sie empfahlen: haltet am Ein-Gott-Glauben und Gott-Dienen fest.

     

    In dem Offenbarungszeichen 133 derselben Sure heißt es weiter:

     

     

    أَمْ كُنتُمْ شُهَدَاءَ إِذْ حَضَرَ يَعْقُوبَ الْمَوْتُ إِذْ قَالَ لِبَنِيهِ مَا تَعْبُدُونَ مِن بَعْدِي قَالُوا نَعْبُدُ إِلَـٰهَكَ وَإِلَـٰهَ آبَائِكَ إِبْرَاهِيمَ وَإِسْمَاعِيلَ وَإِسْحَاقَ إِلَـٰهًا وَاحِدًا وَنَحْنُ لَهُ مُسْلِمُونَ

     

    „Waret ihr (Juden) Zeuge, als es mit Yaqub (Jakob) aufs Sterben zu ging? Als er zu seinen Söhnen sagte: Wem werdet ihr dienen, wenn ich nicht mehr da bin? Sie sagten: Dem Gott von dir und deinen Vätern Ibrahim, Ismail und Ishaq (Isaak), der der einzige Gott ist, Ihm sind wir ergeben.“ (2: 133)

     

    Einige Juden glaubten, dass Yaqub (Jakob) kurz vor seinem Tod, seine Söhne zu ihrem Glauben – dem Glauben dieser Juden – aufgerufen hätte. Gott widerspricht dem in der obigen Koranstelle und fragt sie:

     

    Wart ihr Zeugen, als Jakob dies zu seinen Söhnen sagte? Er hat seine Söhne doch aufgefordert Gott, dem Einzigen ergeben zu sein und seine Söhne versprachen, nur den Einen Gott anzubeten.

     

    Wie bereits gesagt, sollen Eltern sich gegenüber der Denkweise ihrer Kinder verantwortlich fühlen und geeignete Gelegenheiten nutzen, ihnen ihre Meinung mitzuteilen.

     

    Einer der Beweise für den monotheistischen Lehrsatz ist der, dass alle Propheten die Kunde von dem Einen und Einzigen Gott brachten. Der Gott Abrahams, Ismaels und Isaaks war und ist derselbe Alleinige Gott. Würde es noch einen anderen Gott geben, so hätte dieser auch zur Rechtleitung der Menschen Propheten aussenden und sich den Menschen vorstellen müssen.

     

     

    Folgende Punkte gehen aus der behandelten Koranstelle hervor:

     

    1. Wir sollten uns nur Gottes Willen beugen. Dies ist der Schlüssel zur erfolgreichen Ablegung göttlicher Prüfungen und zur Erreichung der Gott-Ergebenheit.

     

    1. Im Gebet sollten wir nicht nur an materielle Sorgen denken, sondern Gott auch um das seelische Wohl unserer Kinder und der kommenden Generation bitten.

     

    1. Jemanden mit geringem Verstand sollte man nicht Narr nennen. Ein wahrer Narr ist der, der trotzdem er Verstand besitzt, vom Weg abgerät und sich und seine Familie auf den Irrweg führt.

     

    1. Der Fortbestand des Glaubens und die Hoffnung auf ein gutes Ende sind bis zum letzten Augenblick des Lebens wichtig. Es hat schon viele Menschen gegeben, die in Gottergebenheit gelebt haben aber nicht als Gott Ergebene starben. Wir sollten daher an die Wahrung unseres Glaubens und des Glaubens unserer Kinder denken und uns nicht damit zufrieden geben, dass wir im Moment Muslime (d.h. Gott-Ergebene) sind.

     

    Wir bitten abschließend Gott, dass er unseren Glauben und den Glauben unserer Kinder und Nachkommen vor der Gefahr des Abgleitens schützt.