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    Teil 34: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 163- 166

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    Wieder werden wir einige Offenbarungsverse aus der ‎größten Sure des Korans, der Sure 2, Baghara, erläutern. In ‎der Ayeh 163 dieser Sure heißt es im übertragenen Sinne:

     

    (2: 163- 166)

     

    إِلَـٰهٌ وَاحِدٌ ۖ لَّا إِلَـٰهَ إِلَّا هُوَ الرَّحْمَـٰنُ الرَّحِيمُ

     

    „Euer Gott ist Einer allein. Es gibt keinen Gott außer Ihm, ‎dem Barmherzigen und Gnädigen.“‎ (2: 163)

     

    Und in der Ayeh 164 heißt es weiter:‎

     

    إِنَّ فِي خَلْقِ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ وَاخْتِلَافِ اللَّيْلِ وَالنَّهَارِ وَالْفُلْكِ الَّتِي تَجْرِي فِي الْبَحْرِ بِمَا يَنفَعُ النَّاسَ وَمَا أَنزَلَ اللَّـهُ مِنَ السَّمَاءِ مِن مَّاءٍ فَأَحْيَا بِهِ الْأَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَا وَبَثَّ فِيهَا مِن كُلِّ دَابَّةٍ وَتَصْرِيفِ الرِّيَاحِ وَالسَّحَابِ الْمُسَخَّرِ بَيْنَ السَّمَاءِ وَالْأَرْضِ لَآيَاتٍ لِّقَوْمٍ يَعْقِلُونَ

    „In der Erschaffung von Himmel und Erde, im ‎Aufeinanderfolgen von Tag und Nacht, in den Schiffen, die ‎zum Nutzen der Menschen auf dem Meer fahren, darin, dass ‎Gott Wasser vom Himmel hat herabkommen lassen, um ‎dadurch die Erde, nachdem sie abgestorben war (wieder) zu ‎beleben, darin, dass er auf ihr allerlei Getier sich hat ‎ausbreiten lassen, darin, dass die Winde wechseln, in den ‎Wolken, die zwischen Himmel und Erde hängen, (in alledem) ‎liegen Zeichen für Menschen, die Verstand haben.“‎ (2: 164)

     

    Der beste Beweis dafür, dass es nur einen Gott gibt, ist die ‎Harmonie zwischen den Elementen der Natur – Elementen ‎wie den Wolken, dem Wind, dem Regen und der Erde. Diese ‎Elemente sind zum Beispiel so aufeinander abgestimmt, ‎dass aus ihrem Zusammenwirken Leben gedeiht und die ‎verschiedenen Lebewesen sich entwickeln können.‎

     

    Diese im Einklang stehende Ordnung ist einmal ein Zeichen ‎dafür, dass es nur einen Schöpfer gibt. Auf der anderen ‎Seite zeigt sie aber auch das unendliche Wissen und die ‎Macht Gottes. Wir können sagen, die Welt gleicht einem ‎langen, wunderschönen Gedicht aus vielen Doppelversen, ‎aber ihre Endungen harmonisieren miteinander und ‎gemeinsam zeugen sie dafür, dass ein hervorragender ‎Dichter sie geschrieben hat.‎

     

    Der Koran betont im Offenbarungsvers 163 der Sure ‎Bagharah, dass es nur den Einen Gott gibt und führt im ‎darauf folgenden Vers 6 für die Größe Gottes zeugende ‎Erscheinungen in der Schöpfung an. Wir wollen sie uns noch ‎einmal vor Augen führen:‎

     

    Erstens wird die Erschaffung der Himmel und der Erde ‎genannt. Unsere Erde ist, obwohl groß, nur einer von ‎mehreren Planeten im Sonnensystem, und dieses ‎Sonnensystem ist nur eins von Tausenden in der ‎Milchstraße.‎

     

    Zweitens: Da sich die Erde um sich selbst und um die Sonne ‎dreht, entstehen Tag und Nacht und die vier verschiedenen ‎Jahreszeiten.‎

     

    Drittens: Die Schiffe, die den Menschen dazu dienen eine ‎Last oder Reisende von einem Ort zum anderen zu bringen, ‎gehen trotz ihrer Größe und Schwere nicht im Wasser unter. ‎Segelschiffe können sogar durch den Wind weite Strecken ‎zurücklegen.‎

     

    Viertens: Der Regen, den Gott vom Himmel herabschickt, ‎ruft neues Leben auf der Erde hervor. Er lässt viele Arten ‎von Pflanzen gedeihen und Tiere entstehen. Der Regen ist ‎sauberes Wasser. Wasser, das gefiltert wurde. Regen ‎säubert die Luft und macht sie frisch.‎

     

    Fünftens: Der Wind treibt nicht nur Segelschiffe an, sondern ‎er trägt Blütenstaub weiter, er treibt die Wolken voran, er ‎tauscht warme Luft gegen kalte aus, und saubere Luft gegen ‎verschmutzte. ‎

     

    Sechstens: Die Wolken tragen große Mengen an Wasser mit ‎sich, aber sie sind nicht an das Gesetz der Anziehungskraft ‎gebunden. Sie schweben zwischen Himmel und Erde und ‎bringen auf diese Weise das kostbare Wasser von dem einen ‎Ort zu einem anderen.‎

     

    Natürlich können nur diejenigen an diesen Spuren die Macht ‎Gottes und seine Einzigartigkeit erkennen, die über diese ‎Zeichen nachdenken und nicht achtlos an ihnen ‎vorbeigehen.‎

     

     

     

    وَمِنَ النَّاسِ مَن يَتَّخِذُ مِن دُونِ اللَّـهِ أَندَادًا يُحِبُّونَهُمْ كَحُبِّ اللَّـهِ ۖ وَالَّذِينَ آمَنُوا أَشَدُّ حُبًّا لِّلَّـهِ ۗ وَلَوْ يَرَى الَّذِينَ ظَلَمُوا إِذْ يَرَوْنَ الْعَذَابَ أَنَّ الْقُوَّةَ لِلَّـهِ جَمِيعًا وَأَنَّ اللَّـهَ شَدِيدُ الْعَذَابِ

     

    „Und unter den Menschen gibt es welche, die sich außer Gott ‎‎(zahlreiche Götzen) als (Seines)gleichen nehmen (und ‎anbeten), indem sie ihnen dieselbe Liebe erweisen wie Ihm. ‎Doch die Gläubigen lieben Gott mehr (als die Götzendiener ‎ihre Götzen). Wenn doch die Unrecht Tuenden (die neben ‎Gott andere stellten) sehen würden, wie sie bestraft werden! ‎Alle Macht kommt Gott zu. Gott verhängt schwere Strafen!‎“ (2: 165)

     

    Überall gibt es Zeichen Gottes zu sehen: am Himmel und auf ‎der Erde, auf dem Meer und auf dem Festland, in der Flora ‎und in der Fauna und sie beweisen, das es nur einen Gott ‎gibt. Doch wer nicht über diese Zeichen nachdenkt, wird ‎leicht zur Oberflächlichkeit und dazu verleitet, die Zeichen ‎Gottes anzubeten, anstatt Ihn selber. Einige glauben, die ‎Sterne hätten Einfluss auf ihr Leben und verehren einen ‎‎„Glücksstern“, manchmal sind Tiere für einige so heilig, das ‎sie sie anbeten. Manchmal fertigen sie mit eigenen Händen ‎einen Gott, einen Götzen aus Holz oder Gestein, an und ‎knien vor ihm nieder, lieben ihn und bringen ihm Opfer dar. ‎Manchmal glauben sie auch daran, dass eine bestimmte ‎Person wie ein Gott, eine Rolle bei der Erschaffung und dem ‎Erhalt des Daseins spielt und sind bereit sich ihm zu Füßen ‎zu opfern.‎

     

    Wenn diese Form der Liebe statt der Liebe zu Gott in die ‎Herzen eingezogen ist, so führt dies zur Anbetung und ‎Preisung von Unsinnigem. Unterdessen erfordert der Glaube ‎an Gott, dass der Mensch alle seine Liebe auf Gott richtet ‎und sie im Zeichen Gottes steht. Diese Liebe soll aufgrund ‎des Wissens und der Erkenntnis gewonnen werden, und ‎nicht wie die Liebe der Götzendiener zu ihren Götzen, die auf ‎Unwissenheit, Aberglauben, Nachahmung und Begehren ‎beruht, sein. Wenn diejenigen, welche sich einem anderen ‎als Gott zuwandten, das Jüngste Gericht vor Augen hätten, ‎würden sie natürlich sehen, dass alle Macht in Gottes Hand ‎liegt und sie sich ohne Grund einem anderen zuwandten, ‎weil sie bei ihm auf Größe und Stärke hofften. ‎

     

    Jetzt der  nächste Koranvers der Sure 2, ‎Vers 166, auf Arabisch: Iza…alsbab‎

     

    إِذْ تَبَرَّأَ الَّذِينَ اتُّبِعُوا مِنَ الَّذِينَ اتَّبَعُوا وَرَأَوُا الْعَذَابَ وَتَقَطَّعَتْ بِهِمُ الْأَسْبَابُ

     

    „Wenn dereinst diejenigen, denen Gefolgschaft geleistet ‎worden ist, sich von denen, die Gefolgschaft geleistet haben, ‎lossagen, und (alle) die Strafe sehen, und die Verbindungen ‎für sie abgeschnitten sind!‎“ (2: 166)

     

    Dieser Koranvers ist ein Mahnung an den Menschen: Gib ‎Acht, wem du folgst! Wer ist dein Führer? Wen liebst und ‎verehrst du?‎

     

    Wir sollten niemanden lieben, der uns nur ausnutzt, um an ‎seine weltlichen Ziele zu gelangen. Am Jüngsten Tag werden ‎diese Leute sich von uns lossagen.‎

     

    Wir sollten uns unser Leitbild und unsere geistig-politischen ‎Führer sorgfältig auswählen, denn unser Schicksal ist bis ‎zum Jüngsten Tag mit dem ihrigen verknüpft. An dem Tag ‎wird jeder zusammen mit denen auferstehen, die er als sein ‎Leitbild und seinen Führer betrachtet hat.‎

     

    Abschließend wollen wir noch einmal die wichtigsten Punkte ‎des heutigen Beitrags wiederholen:‎

    1. Die Kenntnis der Natur ist ein Weg zur Gotteskenntnis, ‎denn in der Natur kommen Allwissenheit, Allmacht und ‎Weisheit Gottes zum Ausdruck.‎

    ‎2. Wenn wir etwas oder jemanden anstelle Gottes lieben, so ‎ist dies ein Zeichen dafür, dass wir Gott, Götzen beigesellen ‎und uns von ihm entfernt haben.‎

    ‎3. Der Glauben kommt dadurch zum Ausdruck, dass wir eine ‎so große Liebe zu Gott verspüren und dies sich dadurch ‎zeigt, dass wir nach seinen Geboten handeln.‎

    ‎4. Am Jüngsten Tag wird sich falsche Liebe, die auf falschen ‎Vermutungen und triebhaften Wünschen basiert hat, in Hass ‎und Abscheu umwandeln.‎

    ‎5. Abgötter und Weltliche Führer, die nicht im Zeichen ‎Gottes stehen, besitzen am Jüngsten Tag keinerlei Macht. ‎Sie sind zudem so untreu, dass sie sich von ihren Anhängern ‎heftig distanzieren.‎

     

    Zum Abschluss unseres heutigen Beitrages richten wir ‎wieder eine Bitte an Gott. Wir bitten dass er uns zur ‎richtigen Gotterkenntnis und wahrer, unzerstörbarer ‎Gottesliebe verhilft.‎