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    Teil 36: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 172- 176

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    Diesen Teil aus der Reihe „In Richtung Licht“ werden wir mit der Übersetzung des Koranverses 172 einleiten: (2: 172- 176)

     

    يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا كُلُوا مِن طَيِّبَاتِ مَا رَزَقْنَاكُمْ وَاشْكُرُوا لِلَّـهِ إِن كُنتُمْ إِيَّاهُ تَعْبُدُونَ

     

    „Ihr Gläubigen! Esst von den guten Dingen, die wir euch beschert haben! Und danket Gott, wenn ihr nur Ihm dienet.“

     

    Die Welt ist wie ein großer Garten. Seine Flora sind die guten und rechtschaffenen Menschen in ihr und die göttlichen Segensgaben sind wie das Wasser mit dem der Gärtner sie versorgt, damit sie gedeihen können. Aber es gibt auch Unkraut in diesem Garten, welches mitwächst.“ (2: 172)

     

    Gott legt den gläubigen Menschen ans Herz, dass sie Seine Gaben nutzen sollen und nicht grundlos etwas für verboten erklären dürfen, denn Er hat im Grunde für sie diese Gaben geschaffen.

     

    Die Gaben, die Gott uns schenkt, sind nicht dazu gedacht, dass wir dem Magen und lukullischen Genüssen frönen. Denn die Früchte des göttlichen Gartens sind das rechtschaffene Tun. Daher müssen wir den Segen, den Gott auf diesen Garten herabsendet, auf beste Weise nutzen. Nur so zeigen wir uns für diese Gaben wirklich dankbar.

     

    In der Ayeh 173 der Sure Baqarah heißt es weiter:

     

    إِنَّمَا حَرَّمَ عَلَيْكُمُ الْمَيْتَةَ وَالدَّمَ وَلَحْمَ الْخِنزِيرِ وَمَا أُهِلَّ بِهِ لِغَيْرِ اللَّـهِ ۖ فَمَنِ اضْطُرَّ غَيْرَ بَاغٍ وَلَا عَادٍ فَلَا إِثْمَ عَلَيْهِ ۚ إِنَّ اللَّـهَ غَفُورٌ رَّحِيمٌ  

     

    „Verboten hat Gott euch nur Fleisch von verendeten Tieren, Blut, Schweinefleisch und Fleisch, worüber (beim Schlachten) ein anderes Wesen als Gott angerufen worden ist. Aber wenn einer sich in einer Zwangslage befindet, ohne (von sich aus etwas Verbotenes) zu begehren oder eine Übertretung zu begehen, trifft ihn keine Schuld. Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben.“ (2: 173)

     

    Bevor der Koran dem Menschen etwas untersagt, zeigt er normalerweise vorher erst auf, was ihm erlaubt ist. Auch bei dieser Koranstelle ist dies so.

     

    Nach dem Koranvers 172, in dem der Mensch angehalten wird von den guten Dingen zu essen, heißt es in der Ayeh 173, dass Gott nur einige Dinge verboten hat und dies auch nur weil sie Körper und Seele schaden.

     

    Das Verbot von Blut, Verendetem und Fleisch von Schweinen und einigen anderen Tieren, sowie das Fleisch von Tieren, über denen der Name eines anderen als Allah angerufen wurde, ist unter anderem durch die negativen und ungesunden Auswirkungen für Körper, Geist und Seele des Menschen begründet.

     

    Der Islam ist umfassend und zugleich unkompliziert. Diese göttliche Religion erlaubt nicht, dass der Mensch jemals in eine Sackgasse gerät, und sie befreit ihn in Notsituationen von einer Pflicht. Auf diese Weise zeigt Gott Seine Güte. Es ist aber nicht richtig, wenn wir die Ausnahmegesetze, die für den Notfall gelten, ausnutzen.

     

    Im nächsten Offenbarungswort, Vers 174 der Sure 2 heißt es nun sinngemäß:

     

    إِنَّ الَّذِينَ يَكْتُمُونَ مَا أَنزَلَ اللَّـهُ مِنَ الْكِتَابِ وَيَشْتَرُونَ بِهِ ثَمَنًا قَلِيلًا ۙ أُولَـٰئِكَ مَا يَأْكُلُونَ فِي بُطُونِهِمْ إِلَّا النَّارَ وَلَا يُكَلِّمُهُمُ اللَّـهُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وَلَا يُزَكِّيهِمْ وَلَهُمْ عَذَابٌ أَلِيمٌ

     

    „Diejenigen, die verheimlichen, was Gott von der Schrift herabgesandt hat und es verschachern, nehmen nur Feuer in ihren Bauch auf. Und am Tag der Auferstehung spricht Gott nicht zu ihnen und erklärt sie nicht für rein. Eine schmerzhafte Strafe haben sie zu erwarten.“ (2: 174)

     

    In der vorherigen Koranstelle war von Verbotenem wie Schweinefleisch oder Fleisch von verendeten Tiere die Rede. Der Koranvers 174 bringt nun folgenden allgemeinen Grundsatz: Wenn jemand auf verbotenem und sündhaftem Wege zu Geld kommt, so ist alles was er sich mit diesem Geld beschafft und von diesem Geld verbraucht, auch wenn es sich dabei z.B. um religionsrechtlich erlaubte Nahrung handelt, wie Feuer, dass er herunterschluckt. Unerlaubt erworbenes Geld ist zum Beispiel das Geld, dass man erwirbt, weil man die Wahrheit verschweigt. Einige jüdische und christliche Gelehrte haben auf diese Weise Geld erworben.

    Obwohl sie wussten, dass die Merkmale, die der Prophet des Islams besaß, den Merkmalen des angekündigten Propheten, die in der Thora und der Bibel standen, entsprach und wussten, dass er der verheißene Gottgesandte ist. Aus Angst ihre gute gesellschaftliche Position und ihr Einkommen zu verlieren, haben sie die Wahrheit verheimlicht.

     

    Über ihre Strafe sagt Gott: Jene, die nicht wollten, dass das Wort Gottes unter den Menschen verbreitet wurde, werden am Jüngsten Tag nicht die göttliche Stimme hören dürfen.

     

    In den Offenbarungsworten 175 und 176 steht nun sinngemäß folgendes über sie:

     

    أُولَـٰئِكَ الَّذِينَ اشْتَرَوُا الضَّلَالَةَ بِالْهُدَىٰ وَالْعَذَابَ بِالْمَغْفِرَةِ ۚ فَمَا أَصْبَرَهُمْ عَلَى النَّارِ

     

    „Die, welche die Wahrheit verheimlichen, sind die, die den Irrtum gegen die Rechtleitung und die Strafe der Hölle gegen die Vergebung eingetauscht haben. Wie können sie dem Höllenfeuer gegenüber so gefasst sein!“ (2: 175)

     

    ذَٰلِكَ بِأَنَّ اللَّـهَ نَزَّلَ الْكِتَابَ بِالْحَقِّ ۗ وَإِنَّ الَّذِينَ اخْتَلَفُوا فِي الْكِتَابِ لَفِي شِقَاقٍ بَعِيدٍ

     

    „Diese Strafe erfolgt darum, weil Gott die Schrift mit der Wahrheit herabgesandt hat. Diejenigen aber, die hinsichtlich der Schrift uneins sind, bekämpfen die Wahrheit heftig.“ (2: 176)

     

    Die Koranverse 175 und 176 der Sure 2 kündigen die schweren Folgen einer Sünde an, die Gelehrte begehen können: die Verheimlichung von Recht und Wahrheit. Ein solches Vorgehen hat zur Folge, dass die, welche die Wahrheit verheimlichen, das Licht der Rechtleitung aus den Augen verlieren und auf Abwege mit einem schlimmen Ausgang geraten.

     

    Korrupte Gelehrte verlieren nicht nur die eigene Rechtleitung, sondern führen viele andere Menschen auf Abwege. Die Strafe, die sie sich damit einhandeln, gilt nicht nur, weil sie selber vom Weg abgekommen sind, sondern weil sie viele andere vom Weg abgebracht haben. Sie bekommen die schmerzlichen Folgen ihrer Abirrung zu spüren und es sind wirklich harte Folgen!

     

    Vers 176 führt die Opposition gegen die Wahrheit als Grund dafür an, dass einige Gelehrte sie verheimlichen wollen. D.h., Einige kennen die Wahrheit, wollen sie aber nicht akzeptieren, und bekämpfen sie deshalb. Auf verschiedenen Wegen verursachen sie Uneinigkeit unter den Anderen und veranlassen diese, an der Wahrheit zu zweifeln.

     

     

    Folgende Punkte wurden in diesem Teil hervorgehoben:

     

    1. Der Islam misst der Ernährung des Menschen einen hohen Wert bei. Er mahnt, das er nur Erlaubtes zu sich nehmen und sich vor unerlaubter Nahrung hüten soll.

     

    1. An Gott denken, sollen wir nicht nur in Form von Gebeten und anderem Gott-Dienen, sondern auch bei der Wahl unserer Nahrung sollen wir, entsprechend den Regelungen des Koran, an Ihn denken. Daher ist es nicht erlaubt, Fleisch von einem Tier zu essen, über dem beim Schlachten ein anderer Name als der des einzigen Gottes – Allah – genannt wurde.

     

    1. Selbst wenn die Nahrung, die man zu sich nimmt, religiös gesehen auch noch so einwandfrei ist, so nützt dies nichts, wenn sie mit Geld, an das man auf einem religiös unerlaubten Weg gelangt ist, gekauft wurde: Der Bauch wird durch sie nur mit Feuer gefüllt.

     

    1. Gott hat schon in dieser Welt unmittelbar mit Propheten gesprochen, zum Beispiel mit Prophet Moses. Aber am Jüngsten Tag werden alle Menschen mit reinem Herzen Gottes Stimme hören.

     

    1. Die Religion gegen etwas anderes einzutauschen bedeutet immer Schaden, selbst dann, wenn einem der größte Reichtum dafür beschert wird.

     

    1. Wenn Einige nicht glauben, liegt das nicht daran, dass sie die Wahrheit nicht kennen, sondern sie sind gegen die Wahrheit, d.h. auch wenn sie diese kennen, wollen sie sie nicht akzeptieren.

     

     

    Abschließend möchten wir Gott bitten, Er möge unser Einkommen immer ‚hilal‘, also religiös erlaubt sein lassen und uns helfen, dass wir stets die Wahrheit anerkennen und uns ihr unterwerfen.