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    Teil 44: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 206- 210

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    Wir lesen im Koran und erklären die Übersetzung der Koranverse näher. Wir haben bereits bis zum Offenbarungswort 205 der Sure Al Baqara kurze Interpretationen gegeben. Der Koran enthält Ratschläge, die wir auch heute im Leben anwenden können. Wir hoffen dass uns dies gelingt und wir am Segen der göttlichen Gebote teilhaben.

     

    Hier nun die Verse 206 und 207, Sure Al Baqara:

     

    وَإِذَا قِيلَ لَهُ اتَّقِ اللَّـهَ أَخَذَتْهُ الْعِزَّةُ بِالْإِثْمِ ۚ فَحَسْبُهُ جَهَنَّمُ ۚ وَلَبِئْسَ الْمِهَادُ

     

    Und wenn man zu jenen Unheilstiftern sagt: fürchtet Gott! (und stiftet kein Unheil, werden sie noch starrsinniger und) der Stolz lässt sie sündigen. Für sie reicht der Höllenbrand vollkommen! Ein schlimmes Lager! (2: 206)

     

     

    وَمِنَ النَّاسِ مَن يَشْرِي نَفْسَهُ ابْتِغَاءَ مَرْضَاتِ اللَّـهِ ۗ وَاللَّـهُ رَءُوفٌ بِالْعِبَادِ

     

    Und unter den Menschen (die gläubig und opferbereit sind) gibt es welche , die im Streben nach Gottes Wohlgefallen sich selbst veräußern. Gott ist gütig zu Seinen Dienern. (2: 207)

     

    In den vorherigen Versen wurde von dem Unheil, dass die Heuchler, (die Munafiqin) stiften, gesprochen. Der Vers 206 weist nun auf ihren falschen Stolz hin. Er streicht heraus, wenn sie gemahnt werden, ihr häßliches tun doch einzustellen, hören Sie nicht darauf. Im Gegenteil! Sie treiben es noch schlimmer und sind zu jeder Untat bereit.   Es sind arrogante Menschen, die das Weltliche vergötzen.

     

    Doch es gibt Menschen, so heisst es daraufhin im Vers 207, die völlig anderes sind. Menschen mit einem reinen Weisen, die zu jeder Opfertat bereit sind. Absolut Gott ergebene Menschen. Die um Gottes Zuriedenheit zu finden, sogar ihr Leben hergeben.

     

    Zu dem Vers 207, Sure 2 finden wir in den Koranauslegungen folgende geschichtlichen Zusammenhang:

     

    Die Götzenanbeter von Mekka hatte beschlossen, in nächtlicher Dunkelheit in das Haus des Propheten einzudringen und ihn umzubringen. Der Prophet erfuhr durch göttliche Inspiration von ihrem niederträchtigen Vorhaben und verließ unbemerkt die Stadt. Ali Ebne Abi Taleb aleihe salam blieb in dieser nacht im haus des Propehten, damit die Feinde, die das haus beobachteten nicht dachten, es sei leer. Als sie hereinstürmten fanden sie Imam Ali auf dem Bettlager des Propheten ausstreckt.

     

    Der Vers 207 bezieht sich auf diese historische Nacht und erinnert an die Opferbereitschaft von Imam Ali.

     

    Aus den Versen 206 und 207 entnehmen wir:

     

    Erstens: Aroganz und Halsstarrigkeit gegenüber der Wahrheit, sind zwei Faktoren für wiederholtes Sündigen. Sie haben zur Folge, dass der Mensch nicht bereut sondern noch mehr sündigt.

     

    Zweitens: Ein gläubiger Mensch redet nicht nur: Er handelt auch. Er möchte, dass Gott mit ihm zufrieden ist. Aber den Heuchlern kommt es nicht darauf an, dass Gott mit ihnen zufrieden ist. Sie wollen, dass ihnen die Menschen wohlgesinnt sind.

     

    Zu den nächsten Versen, Vers 208 und 209, hier die Übersetzung ins Deutsche:

     

     

    يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا ادْخُلُوا فِي السِّلْمِ كَافَّةً وَلَا تَتَّبِعُوا خُطُوَاتِ الشَّيْطَانِ ۚ إِنَّهُ لَكُمْ عَدُوٌّ مُّبِينٌ

     

    Ihr Gläubigen! Tretet allesamt ein in den Zustand des Friedens (und ergebt euch Gott) Und tretet nicht in die Fußtapfen des Satans! Er ist euch ein klarer Feind. (2: 208)

     

     

    فَإِن زَلَلْتُم مِّن بَعْدِ مَا جَاءَتْكُمُ الْبَيِّنَاتُ فَاعْلَمُوا أَنَّ اللَّـهَ عَزِيزٌ حَكِيمٌ

     

    Wenn ihr aber einen Fehltritt tut, nachdem (all) die Wunder und klaren Beweise zu euch gekommen sind, dann müßt ihr wissen, dass Gott mächtig und weise ist. (2: 209)

     

    Die Gläubigen werden in dem Vers 208 dieser Sure aufgerufen, dem Frieden entgegen zu gehen und die Versöhnung zu suchen. In der islamischen Gesellschaft soll Freundlichkeit und Einigkeit herrschen. Es sollte in ihr keine Konflikte und Auseindandersetzungen mehr geben, denn solche sind immer der beste Hebel für Satan, Hass und Zwietracht zu streuen.

     

    Unterschiede in der Rasse, dem Geschlecht, der Sprache oder dem Vermögen usw. Verleiten einige dazu Ansprüche auf Privilegien zu stellen und die Menschen nach diesen Unterschieden in getrennte Klassen einzuteilen. Aber der Glaube an Gott kann unter allen eine Einheit hervorrufen und der Garant für einen wahren universalen Frieden sein.

     

    Aufgrund klarer Gründe, die Vernunft und Offenbarung dafür vorbringen, dass der Mensch nicht auf Satan hören soll, ist daher alles was den Zusammenhalt, Frieden und Sicherheit in der islamischen Gesellschaft stört, ein Abgleiten vom Glauben. Dieser Mensch sollte wissen: Er hat sich gegen Gott den Mächtigen und Weisen gestellt.

     

    Aus den Versen 208 und 210 schließen wir:

     

    Erstens: Frieden und Ruhe ist nur durch wahren Glauben an Gott und Seine Gebote zu erreichen. Ohne Glauben und nur gestützt auf die menschlichen Gesetze, wird es immer Kriege und keine Sicherheit geben.

     

    Zweitens: Satan ist der Feind der Einheit. Jeder Zwietracht säender Aufruf kommt aus seiner Kehle.

     

    Nun noch die Übersetzung des Koranverses 210, Sure 2:

     

    هَلْ يَنظُرُونَ إِلَّا أَن يَأْتِيَهُمُ اللَّـهُ فِي ظُلَلٍ مِّنَ الْغَمَامِ وَالْمَلَائِكَةُ وَقُضِيَ الْأَمْرُ ۚ وَإِلَى اللَّـهِ تُرْجَعُ الْأُمُورُ

     

    Erwarten die Verirrten (trotz all der klaren Beweise) denn , dass Gott und die Engel in Schatten aus Wolken zu ihnen kommen (und ihnen neue Beweise bringen, damit sie glauben) während der Befehl Gottes (über die Rechtleitung der Menschen) bereits erfolgt ist und alle Angelegenheiten zu Gott zurückkehren? (2: 210)

     

    Viele fordern, Gott und die Engel zu sehen oder sie reden zu hören. Dann würden sie angeblich glauben. Aber Gott ist nicht Materie. ER ist nicht sichtbar. Außerdem hat Gott den Menschen Vernunft und Offenbarung zur Verfügung gestellt. Seine Anweisung zur Rechtleitung ist perfekt erfolgt. Es ist nicht nötig, dass irrationalen Wünsche wie diese erfüllt werden.

     

    Wir sehen anhand der Ayeh 210 der Sure 2, dass es nur ein Vorwand ist, wenn jemand fordert, er müsse Gott erst sehen. Dieser Vorwand ist völlig unangebracht. Der Glaube an Gott ist dann etwas wert, wenn er durch den Verstand, die Logik und aufgrund der inneren Gott mit gegebenen Natur des Menschen gewonnen wird..