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    Teil 45: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 211- 214

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    In diesem Beitrag werden wir kurz den Inhalt der Koranverse 211 bis 214 der Sure 2, Al Baqara (Die Kuh), behandeln. Vers 211 läßt sich wie folgt übersetzen:

     

    سَلْ بَنِي إِسْرَائِيلَ كَمْ آتَيْنَاهُم مِّنْ آيَةٍ بَيِّنَةٍ ۗ وَمَن يُبَدِّلْ نِعْمَةَ اللَّـهِ مِن بَعْدِ مَا جَاءَتْهُ فَإِنَّ اللَّـهَ شَدِيدُ الْعِقَابِ

     

    (Prophet!)Frag die Kinder Israels, wieviel klare Zeichen wir ihnen gebracht haben! (Und sag ihnen) Wenn aber einer die Gnade Gottes, nachdem sie zu ihm gekommen ist, verfälscht, (und all die Zeichen übergeht) verhängt Gott in der Tat schwere Strafen. (2: 211)

     

    Die Geschichte ist ein guter Lehrmeister. Gott hat den Kindern Israels viel Segen geschickt, materiellen und immateriellen. Er hat einen Menschen wie Mussa (Moses) an ihre Spitze gestellt, damit er sie aus der Hand des Pharaos rettet und er schickte ihnen viel Gutes für ihr weltliches Wohl. Aber sie missbrauchten die Möglichkeiten, die ihnen geschenkt wurden für abwegige Dinge. Sie beteten das goldene Kalb an, statt Gott. Sie kehrten Mussa , dem Gesandten Gottes den Rücken zu und versammelten sich um den abtrünnigen Samera… . Dadurch zogen sie den Zorn Gottes auf sich und handelten sich für das weltliche Leben kein gutes Schicksal ein.

     

    Heutzutage ist es nicht viel anders mit vielen Menschen auf der Welt. Den Menschen stehen zahllose Möglichkeiten und Gaben in der technisch entwickelten Welt zur Verfügung. Aber dieser Segen wird nicht auf dem Weg eingesetzt, für den er gedacht ist, sondern dient der Sünde und Unterdrückung, der Zerstörung und Vernichtung der Gesellschaft. In dem nächsten Vers der Sure 2, dem Vers 212 steht:

     

    زُيِّنَ لِلَّذينَ کَفَرُوا الْحَياةُ الدُّنْيا وَ يَسْخَرُونَ مِنَ الَّذينَ آمَنُوا وَ الَّذينَ اتَّقَوْا فَوْقَهُمْ يَوْمَ الْقِيامَةِ وَ اللَّهُ يَرْزُقُ مَنْ يَشاءُ بِغَيْرِ حِسابٍ

     

    Denen, die ungläubig sind, zeigt sich das diesseitige Leben im schönsten Licht. Und sie spotten (deshalb) über diejenigen, die gläubig (und oftmals mittellos) sind. Unterdessen stehen am Tag der Auferstehung die Gottesfürchtigen höher als sie. Und Gott beschert wen er will, ohne abzurechnen. (2: 212)

     

    Die Ungläubigen hat der Glanz des Weltlichen verblendet und stolz gemacht. Sie bezeichnen die Gläubigen, die sich nicht vom weltlichen Glanz verleiten lassen, als dumm und verspotten sie. Aber der Maßstab, nach dem Menschen bei Gott höher eingestuft werden, besteht aus immateriellen Werten wie Glaube und Gottesfürchtigkeit. Diese Werte kommen am Jüngsten Tag zur Geltung . An jenem Tag sind   weltliche Positionen und Besitz kein Bewertungsmaßstab.

     

    Wer das Weltliche als Ziel vor sich sieht, ist leicht versucht, sich als besser zu empfinden. Er schaut auf die anderen herab und macht sich über sie lustig. Aber wer Gott als Ziel vor sich sieht und gottesfürchtig handelt, dem schickt Gott seine Segensgaben schon in dieser Welt und beschert ihn damit erst recht in der Ewigkeit.

     

    Es folgt nun die Übersetzung des Verses 213 der Sure Baqara:

     

    كَانَ النَّاسُ أُمَّةً وَاحِدَةً فَبَعَثَ اللَّـهُ النَّبِيِّينَ مُبَشِّرِينَ وَمُنذِرِينَ وَأَنزَلَ مَعَهُمُ الْكِتَابَ بِالْحَقِّ لِيَحْكُمَ بَيْنَ النَّاسِ فِيمَا اخْتَلَفُوا فِيهِ ۚ وَمَا اخْتَلَفَ فِيهِ إِلَّا الَّذِينَ أُوتُوهُ مِن بَعْدِ مَا جَاءَتْهُمُ الْبَيِّنَاتُ بَغْيًا بَيْنَهُمْ ۖ فَهَدَى اللَّـهُ الَّذِينَ آمَنُوا لِمَا اخْتَلَفُوا فِيهِ مِنَ الْحَقِّ بِإِذْنِهِ ۗ وَاللَّـهُ يَهْدِي مَن يَشَاءُ إِلَىٰ صِرَاطٍ مُّسْتَقِيمٍ

     

    Die Menschen waren (anfangs) eine einzige Gemeinschaft (und erst mit der Zeit entstanden verschiedene Gemeinschaften und es kam unter diesen zu Konflikten). Dann ließ Gott die Propheten als Verkünder froher Botschaft und als Warner auftreten. Und er sandte mit ihnen die Schrift mit der Wahrheit herab, um zwischen den Menschen über das, worüber sie uneins waren, zu entscheiden, (Die Gläubigen haben nicht an der Schrift gezweifelt) nur (eine Gruppe von denjenigen) die die Schrift erhalten hatten, wurden – obwohl sie klare Beweise erhalten hatten – in gegenseitiger Auflehnung – über die Schrift uneins. Und nun hat Gott mit Seiner Güte diejenigen, die gläubig sind, zu der Wahrheit geleitet, über die sie sich uneins waren (während er diejenigen, die nicht glaubten, auf Abwegen und in Uneinigkeit beließ) . Gott führt, wen er will, auf einen geraden Weg. (2: 213)

     

    Das Offenbarungswort 213 der Sure 2 weist auf die wichtige Rolle der Religion und der göttlichen Gebote bei der Verwaltung der menschlichen Geselschaften hin. Es heißt in ihr, dass die Menschen zunächst ein einfaches Leben führten, aber nachdem die Bevölkerung gewachsen war , verschiedene Gemeinschaften entstanden und auf diese Weise natürlich Uneinigkeit zwischen ihnen auftrat und das Bedürfnis nach einem Gesetz und einem Verwalter spürbar wurde.

     

    So schickte Gott Propheten , die die Menschen retten und ihnen Rechtlenkung von Gott bringen sollten und aufgrund der himmlischen Schriften urteilten und regierten.

     

    Auch wenn sich die Propheten intensiv dafür einsetzten in den menschlichen Gemeinschaften Sicherheit und Stabilität herzustellen, so haben sich ihnen viele Menschen aufgrund von Gelüsten, falschem Ehrgeiz und Neid widersetzt und der Wahrheit nicht gebeugt.

     

    Nur die Gläubgen haben dank des Glaubens an Gott, an die Propeten und die Himmelschrift, eine Einheit und Frieden erzielt und sind den Weg der Wahrheit und der Lenkung gegangen. Aber die Ungläubigen blieben weiter in ihren materiell orientierten Auseinandersetzungen verstrickt, welche sie auf Abwege führt.

     

    Wir entnehmen Vers 213 folgendes:

     

    Erstens: Die Gesellschaft ist auf eine Gesetzgebung und Verwaltung angewiesen, die besten Gesetze sind die der himmlischen Schriften und die besten Regenten sind die Propheten und religiösen Führer

     

    Zweitens: Der beste Weg zur Beilegung von Konflikten ob in der Familie oder der Gesellschaft, besteht darin, sich den Gesetzen Gottes zu beugen.

     

    Jetzt die Übersetzung des nächstens Vers:

     

    Vers 214, der Sure 2:

     

    أَمْ حَسِبْتُمْ أَن تَدْخُلُوا الْجَنَّةَ وَلَمَّا يَأْتِكُم مَّثَلُ الَّذِينَ خَلَوْا مِن قَبْلِكُم ۖ مَّسَّتْهُمُ الْبَأْسَاءُ وَالضَّرَّاءُ وَزُلْزِلُوا حَتَّىٰ يَقُولَ الرَّسُولُ وَالَّذِينَ آمَنُوا مَعَهُ مَتَىٰ نَصْرُ اللَّـهِ ۗ أَلَا إِنَّ نَصْرَ اللَّـهِ قَرِيبٌ

     

    (Ihr Gläubigen) habt ihr gedacht, dass ihr ins Paradies eingehen werdet, noch ehe Ähnliches über euch gekommen ist, wie über diejenigen, die vor euch waren? Not und Ungemach hat sie erfasst, und sie sind (von den Ereignissen) erschüttert worden, so dass der Gesandte und diejenigen, die mit ihm Gläubige waren, schließlich sagten: ‚Wann wird die Hilfe Gottes kommen?’ Wisset! Gottes Hilfe ist ja nahe. (2: 214)

     

    Im vorherigen Vers wurde aufgezeigt, welche Rolle der Glaube an Gott dabei spielt, dass der Mensch Rechtlenkung findet, das höchste Glück erreicht und vor Konflikten sicher ist.

     

    Nun heisst es in 214: Der Glaube allein genügt nicht, sondern man muss auch nach ihm handeln und seinen Glauben durch alle Engpässe des Lebens hindurch bewahren, in dem man das Vertrauen in Gott bewahrt und in schwierigen situationen nicht von Seinem Wege abgerät. Alle Ereignisse sind Prüfungen an den Menschen. Die Intensität seines Glaubens wird auf die Probe gestellt. Bei solchen Prüfungen stellt sich heraus, wie stark unser Glaube überhaupt ist.

     

    Wir entnehmen folgendes:

     

    Die Erwartung, ins Paradies zu kommen, ohne mit Härten des Lebens auf die Probe gestellt worden zu sein, ist eine Illusion.

     

    Jeden Menschen auf die Probe zu stellen, ist zweifelsohne eine Tradition Gottes . Durch diese Prüfungen kann der Mensch seinen wahren Wert zeigen und erkennen.

     

    Zum Schluss bitten wir Gott, dass er uns aus der Geschichte unserer Vorfahren lernen lässt und dass wir göttliche Segensgaben nicht undankbar vergeuden. Dass wir geduldig den Spott und Hohn von Feinden ertragen. Dass wir ergeben sind in die Gebote Gottes und unseren Glauben nicht verlieren, wenn wir in Schwierigkeiten geraten.