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    Teil 48: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 222- 227

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    Die Verse 222 und 223 der Sure 2 behandeln die Beziehung zwischen den Ehepartnern. Hier nun die Übersetzung dieser beiden Verse:

     

    (2: 223- 227)

     

    وَيَسْأَلُونَكَ عَنِ الْمَحِيضِ ۖ قُلْ هُوَ أَذًى فَاعْتَزِلُوا النِّسَاءَ فِي الْمَحِيضِ ۖ وَلَا تَقْرَبُوهُنَّ حَتَّىٰ يَطْهُرْنَ ۖ فَإِذَا تَطَهَّرْنَ فَأْتُوهُنَّ مِنْ حَيْثُ أَمَرَكُمُ اللَّـهُ ۚ إِنَّ اللَّـهَ يُحِبُّ التَّوَّابِينَ وَيُحِبُّ الْمُتَطَهِّرِينَ

    „(Prophet) Und man fragt dich nach der Menstruation (der Frauen). Sag: Sie ist eine Plage. Darum haltet euch während der Menstruation von den Frauen fern, und kommt ihnen nicht nahe, bis sie rein sind! Wenn sie sich dann gereinigt haben, dann geht zu ihnen, so wie Gott es euch befohlen hat. Gott liebt die Bußfertigen. Und er liebt die, die sich reinigen.“ (2: 222)

     

    نِسَاؤُكُمْ حَرْثٌ لَّكُمْ فَأْتُوا حَرْثَكُمْ أَنَّىٰ شِئْتُمْ ۖ وَقَدِّمُوا لِأَنفُسِكُمْ ۚ وَاتَّقُوا اللَّـهَ وَاعْلَمُوا أَنَّكُم مُّلَاقُوهُ ۗ وَبَشِّرِ الْمُؤْمِنِينَ

     

    „Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. Geht zu eurem Saatfeld! Und legt euch einen Vorrat an (durch Zeugung guter Kinder)! Und fürchtet Gott! Ihr müsst wissen, dass ihr ihm (am Jüngsten Tag) begegnen werdet. Und bring den Gläubigen gute Nachricht über diesen Tag!“ (2: 223)

     

    Der Sinn der Ehe ist unter anderem, dass Kinder gezeugt werden damit die Menschheit fortbesteht. Bei der Verwirklichung dieser Aufgabe sind Mann und Frau beteiligt. Aber die Schöpfung überlässt der Frau eine sehr wichtige Aufgabe, nämlich die Aufgabe der Erziehung dieser Kinder, und die Vorbereitungen zu dieser beginnen schon vor der Geburt.

     

    Der Koran vergleicht die Frau mit einem Saatfeld. Das Saatkorn des Mannes ernährt sich neun Monate lang von diesem Saatfeld und der junge Keimling wird dann in dessen (der Mutter) Obhut zu einem jungen Baum. Dieses Saatfeld muss auf die Saat vorbereitet werden, regelmäßig jeden Monat geschieht. Gott sagt, nähert euch in dieser Zeit nicht euren Frauen, denn das würde ihnen seelisch und körperlich schaden. In dieser Zeit können keine Kinder gezeugt werden.

     

    Wir sollten wissen, dass wir vor Gott am Jüngsten Tag Rede und Antwort über die Erfüllung unserer elterlichen Pflichten gegenüber unseren Kindern (auch schon vor der Geburt), stehen müssen.

     

    Folgende Punkte entnehmen wir den beiden Koranversen:

     

    Erstens: Der Islam beachtet alle Aspekte und hält Antworten auf alle Fragen und Bedürfnisse der Menschen, darunter auch der Frage der Familiengründung und der Zeugung von Kindern, bereit.

     

    Zweitens: Die Regeln der Religion stimmen mit der Schöpfungsordnung überein. Alles was Schaden nach sich zieht, dem Menschen selber oder anderen schadet, ist nicht erlaubt. Ziel ist die Gesundheit und das Wohlergehen aller Mitglieder der Gesellschaft.

     

    Drittens: Die Triebe des Menschen müssen kontrolliert werden. Die Befriedigung der Lust muss sich in einem Rahmen halten, in dem die Gesundheit der Familie gewahrt bleibt.

     

    Viertens: Die Frau ist aus der Sicht des Islam ein Garten, der dem Ehepartner Ruhe schenkt und in dem moralisch gesunde Kinder aufwachsen.

     

    Weiter geht es mit der Übersetzung der Koranverse 224 und 225 der Sure Baqarah:

     

    وَلَا تَجْعَلُوا اللَّـهَ عُرْضَةً لِّأَيْمَانِكُمْ أَن تَبَرُّوا وَتَتَّقُوا وَتُصْلِحُوا بَيْنَ النَّاسِ ۗ وَاللَّـهُ سَمِيعٌ عَلِيمٌ

     

    „Und (ihr Gläubigen) macht nicht Gott mit euren Eiden zu einem Vorwand, um Gutes und Gottesfurcht zu unterlassen und keinen Ausgleich zwischen den Leuten herbeizuführen! Gott hört und weiß.“ (2: 224)

     

    لَّا يُؤَاخِذُكُمُ اللَّـهُ بِاللَّغْوِ فِي أَيْمَانِكُمْ وَلَـٰكِن يُؤَاخِذُكُم بِمَا كَسَبَتْ قُلُوبُكُمْ ۗ وَاللَّـهُ غَفُورٌ حَلِيمٌ

     

    „Gott belangt euch nicht wegen des Geredes in euren Eiden. Er belangt euch vielmehr wegen dessen, was euer Herz (bewusst) begeht. Er ist mild und bereit zu vergeben.“ (2: 225)

     

    Wie in den Koranauslegungen nachzulesen ist, kam es zu einem Streit zwischen einem jungen Paar unter den Anhängern des Propheten. Der Prophet schwor, er werde sich nicht einmischen. Aber da kamen diese Koranverse auf ihn herab, und Gott sprach: macht nicht Gott mit euren Eiden zu einem Vorwand, um euch aus der Verantwortung zu stehlen oder Versöhnungs-Versuchen auszuweichen. Verwehrt euch das Gute nicht, indem ihr unangemessen schwört.

     

    Solche Eide sind nichts wert. Gott zieht niemanden zur Rechenschaft, weil er sich nicht an seinen Eid gehalten hat. Er verzeiht, weil sie aus Achtlosigkeit und Gedankenlosigkeit des Menschen geschworen werden.

     

    Wir entnehmen diesen beiden Versen, dass wir uns nicht wegen einem Schwur von einem guten Werk abhalten lassen sollen. Mit Gottes Namen sollten wir respektvoll umgehen, und ihn nicht für etwas wertloses missbrauchen.

     

    Weiter geht es mit den Versen 226 und 227 der Sure 2:

     

    لِّلَّذِينَ يُؤْلُونَ مِن نِّسَائِهِمْ تَرَبُّصُ أَرْبَعَةِ أَشْهُرٍ ۖ فَإِن فَاءُوا فَإِنَّ اللَّـهَ غَفُورٌ رَّحِيمٌ

     

    „Diejenigen, die schwören, sich von ihren Frauen fernzuhalten (um sie zu quälen), haben eine Wartezeit von vier Monaten. Wenn sie wieder einlenken ist Gott barmherzig und bereit zu vergeben.“ (2: 226)

     

    وَإِنْ عَزَمُوا الطَّلَاقَ فَإِنَّ اللَّـهَ سَمِيعٌ عَلِيمٌ

     

    „Wenn sie aber zur Trennung entschlossen sind: Gott hört und weiß.“ (2: 227)

     

    Unter den Arabern herrschte vor dem Islam die Unsitte, dass einige Männer, die ihre Ehefrau in die Enge treiben und unter Druck setzen wollten, den Eid schworen, dass sie sich von ihnen abwenden. Damit überließen sie ihre Frau in der Schwebe. Weder ließen sie sich von ihr scheiden, damit sie frei sein konnte, noch kümmerten sie sich weiter um sie.

     

    Um ein derartiges Vorgehen zu unterbinden gebot Gott den Menschen durch den Propheten, dass jeder, der einen solchen Eid geschworen hat, nur vier Monate Zeit hat sich zu entscheiden. Entweder muss er dann seinen Eid zurücknehmen und mit der Ehefrau weiter zusammenleben oder wenn einer von ihnen die Ehe nicht mehr weiterführen kann, muss die Scheidung erfolgen.

     

    Dieser Koranstelle entnehmen wir also:

     

    Erstens: Die Propheten haben unter anderem die Aufgabe falsche Traditionen, die auf Unwissen und Aberglauben beruhen, aus der Gesellschaft zu entfernen.

     

    Zweitens: Auch wenn der Mann im Haus entscheidet, darf er nicht ungerecht vorgehen oder seine Frau misshandeln.

     

    Drittens: Der Islam erlaubt die Scheidung, auch wenn sie viele bittere Seiten hat. Er lässt aber nicht zu, dass der Ehepartner in der Schwebe gehalten wird. Natürlich ist nur eine Scheidung angebracht, die im Interesse aller Beteiligten ist, nicht aber eine Scheidung aufgrund einer Laune des Mannes oder der Frau, für die sie am Jüngsten Tag gerade stehen müssen.

     

    Zum Abschluss bitten wir, dass Gott uns immer mehr mit seinem Wort Bekanntschaft schließen lässt und dass wir auf sein Wort hören, denn unser Wohl hängt davon ab, dass wir seine Gebote befolgen.