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    Teil 49: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 228- 232

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    Teil 49: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 228- 232
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    Im vorhergehenden Teil wurde dargelegt, dass der Islam großen Wert auf die Rechte der Ehefrau legt und nicht erlaubt, dass sie von ihrem Ehemann misshandelt wird. Wenn Mann und Frau nicht miteinander auskommen, dann ist es besser, wenn sie sich scheiden, als wenn der Mann die Frau unter Druck setzt und in der Schwebe hält.In diesem Teil geht es nun um die Bestimmungen bei einer Scheidung.

     

    Koranvers 228 der Sure 2 sagt in der Übersetzung wie folgt:

     

    (2: 228- 232)

     

    وَالْمُطَلَّقَاتُ يَتَرَبَّصْنَ بِأَنفُسِهِنَّ ثَلَاثَةَ قُرُوءٍ ۚ وَلَا يَحِلُّ لَهُنَّ أَن يَكْتُمْنَ مَا خَلَقَ اللَّـهُ فِي أَرْحَامِهِنَّ إِن كُنَّ يُؤْمِنَّ بِاللَّـهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ ۚ وَبُعُولَتُهُنَّ أَحَقُّ بِرَدِّهِنَّ فِي ذَٰلِكَ إِنْ أَرَادُوا إِصْلَاحًا ۚ وَلَهُنَّ مِثْلُ الَّذِي عَلَيْهِنَّ بِالْمَعْرُوفِ ۚ وَلِلرِّجَالِ عَلَيْهِنَّ دَرَجَةٌ ۗ وَاللَّـهُ عَزِيزٌ حَكِيمٌ  

     

    „Die Frauen, die entlassen sind, sollen ihrerseits drei Perioden abwarten (und nicht erneut heiraten). Und es ist ihnen nicht erlaubt (wegen der Heirat mit einem anderen) zu verheimlichen, was Gott (als Frucht der vorausgegangenen Ehe) in ihrem Schoß geschaffen hat, (und sie müssen bis zur Entbindung warten) wenn sie an Gott und den Jüngsten Tag glauben. Und ihre Gatten haben ohne weiteres das Recht, sie in dieser Zeit zurückzunehmen, wenn sie eine Aussöhnung herbeiführen wollen. (Die Männer müssen wissen:) Genauso wie die Frauen Pflichten haben, haben sie auch angemessene Rechte. (Und die Frauen müssen wissen, dass die Männer (hinsichtlich der Leitung der Familie) über ihnen stehen. Gott ist mächtig und weise.“ (2: 228)

     

    Dieser Vers gilt dem Schutz der Familie und der Kinder. Die Frau soll bei einer Scheidung etwa drei Monate warten, bevor sie erneut heiratet. In dieser Zeit wird deutlich, ob sie sie ein Kind aus ihrer geschiedenen Ehe erwartet. Auf diese Weise wird das Recht der Kinder geschützt. Wegen diesem Kind kann es sogar so sein, dass die Ehepartner wieder zusammenfinden und keine Scheidung mehr wollen.

     

    Schließlich wird am Ende dieses Koranvers noch auf zwei wichtige Punkte hingewiesen, durch deren Beachtung bessere Bedingungen für eine standhafte Ehe geschaffen werden. Gerichtet an die Frauen heißt es, dass sie zwar Pflichten als Ehefrau haben, aber auch Rechte als Mensch. Und an die Frauen gerichtet heißt es, der Mann bestimmt über die Familie, da er für diese Aufgabe anders geschaffen wurde als die Frau und bessere Voraussetzungen dafür mitbringt.

     

    Weiter geht es nun mit der Übersetzung des Koranverses 229 der Sure 2:

     

    الطَّلَاقُ مَرَّتَانِ ۖ فَإِمْسَاكٌ بِمَعْرُوفٍ أَوْ تَسْرِيحٌ بِإِحْسَانٍ ۗ وَلَا يَحِلُّ لَكُمْ أَن تَأْخُذُوا مِمَّا آتَيْتُمُوهُنَّ شَيْئًا إِلَّا أَن يَخَافَا أَلَّا يُقِيمَا حُدُودَ اللَّـهِ ۖ فَإِنْ خِفْتُمْ أَلَّا يُقِيمَا حُدُودَ اللَّـهِ فَلَا جُنَاحَ عَلَيْهِمَا فِيمَا افْتَدَتْ بِهِ ۗ تِلْكَ حُدُودُ اللَّـهِ فَلَا تَعْتَدُوهَا ۚ وَمَن يَتَعَدَّ حُدُودَ اللَّـهِ فَأُولَـٰئِكَ هُمُ الظَّالِمُونَ

    „Die Entlassung (mit dem Recht die Frau zurückzunehmen) ist nur zweimal erlaubt. Dann ist die Ehefrau in rechtlicher Weise zu behalten oder auf ordentliche Weise freizugeben. Und es ist euch nicht erlaubt, etwas von dem, was ihr ihnen (zuvor als Morgengabe) gegeben habt, zu nehmen – außer wenn die beiden (Mann und Frau) fürchten, dass sie die Gebote Gottes nicht einhalten werden. Wenn aber zu befürchten ist, dass die beiden die Gebote Gottes nicht einhalten werden, ist es für sie keine Sünde, wenn die Frau (falls sie die Scheidung wünscht) sich mit einem gewissen Betrag (durch den Erlass der Morgengabe) loskauft. Das sind die Gebote Gottes. Übertretet sie nicht! Diejenigen, die sie übertreten, sind die Frevler.“ (2: 229)

     

     

    In dieser Ayeh heißt es, dass der Mann nur zweimal nach einer Scheidung zu seiner Frau zurückkehren kann.

     

    Darauf wird den Männern ein wichtiger Grundsatz, der für die Leitung einer Familie nötig ist, deutlich gemacht, nämlich: Wenn sie das Leben ernst nehmen, sollen sie in angemessener Weise mit ihren Ehefrauen zusammenleben. Sollte das nicht möglich sein, dann sollen sie in Güte ihre Frau freigeben und deren Morgengabe zahlen.

     

    Wenn die Frau die Trennung fordert, kann sie auf ihre Morgengabe verzichten.

    Auf keinen Fall hat der Mann das Recht, seine Frau so sehr unter Druck zu setzen, dass sie selber die Scheidung möchte und auf ihre Morgengabe verzichtet.

     

    Wir können dieser Ayeh entnehmen:

     

    Erstens: Nicht nur die Rechte der Ehefrau als Mensch sind zu achten, sondern auch ihre wirtschaftlichen Rechte. Der Mann hat nicht das Recht, etwas von dem Eigentum der Frau an sich zu reißen oder ihr die Morgengabe vorzuenthalten.

     

    Zweitens: Wenn eine Scheidung nicht umgehbar ist, so darf sie nicht begleitet von Hass- und Rachegefühlen sein. Mann und Frau sollen sich in Güte trennen.

     

    Drittens: Eine glückliche Ehe ist eine Ehe, in der sich die Beziehung aufgrund der göttlichen Gebote gestaltet. Aber wenn eine Ehe für die Ehepartner bedeutet, dass sie sündigen, so ist eine Scheidung besser als der Weiterbestand der Ehe.

     

    Jetzt folgt die Übersetzung der nächsten drei Koranverse, es sind die Verse 230 bis 232, der Sure Baqarah:

     

    فَإِن طَلَّقَهَا فَلَا تَحِلُّ لَهُ مِن بَعْدُ حَتَّىٰ تَنكِحَ زَوْجًا غَيْرَهُ ۗ فَإِن طَلَّقَهَا فَلَا جُنَاحَ عَلَيْهِمَا أَن يَتَرَاجَعَا إِن ظَنَّا أَن يُقِيمَا حُدُودَ اللَّـهِ ۗ وَتِلْكَ حُدُودُ اللَّـهِ يُبَيِّنُهَا لِقَوْمٍ يَعْلَمُونَ

     

    „Und wenn der Mann (die Frau entgültig) entlässt, ist sie ihm künftig nicht erlaubt, bevor sie nicht einen anderen Gatten heiratet. Falls dieser sie entlässt, ist es keine Sünde für die beiden (d.h. den früheren Gatten und die Frau) wieder zueinander zu kommen, wenn sie glauben, die Gebote Gottes halten zu können. Das sind die Gebote Gottes. Er macht sie Leuten klar, die verständig sind.“ (2: 230)

     

    وَإِذَا طَلَّقْتُمُ النِّسَاءَ فَبَلَغْنَ أَجَلَهُنَّ فَأَمْسِكُوهُنَّ بِمَعْرُوفٍ أَوْ سَرِّحُوهُنَّ بِمَعْرُوفٍ ۚ وَلَا تُمْسِكُوهُنَّ ضِرَارًا لِّتَعْتَدُوا ۚ وَمَن يَفْعَلْ ذَٰلِكَ فَقَدْ ظَلَمَ نَفْسَهُ ۚ وَلَا تَتَّخِذُوا آيَاتِ اللَّـهِ هُزُوًا ۚ وَاذْكُرُوا نِعْمَتَ اللَّـهِ عَلَيْكُمْ وَمَا أَنزَلَ عَلَيْكُم مِّنَ الْكِتَابِ وَالْحِكْمَةِ يَعِظُكُم بِهِ ۚ وَاتَّقُوا اللَّـهَ وَاعْلَمُوا أَنَّ اللَّـهَ بِكُلِّ شَيْءٍ عَلِيمٌ

    „Und wenn ihr Frauen entlasst und sie dann ihren Termin erreichen, dann behaltet sie in rechtlicher Weise oder gebt sie in rechtlicher Weise frei! Behaltet sie nicht aus Schikane, um zu übertreten! Wer dies tut, frevelt gegen sich selber. Und treibt nicht euren Spott mit den Zeichen Gottes. Und gedenket der Gnade, die Gott euch erwiesen und der Schrift und der Weisheit, die er auf euch herabgesandt hat, um euch damit zu ermahnen! Und fürchtet Gott! Ihr müsst wissen, dass er über alles Bescheid weiß.“ (2: 231)

     

    وَإِذَا طَلَّقْتُمُ النِّسَاءَ فَبَلَغْنَ أَجَلَهُنَّ فَلَا تَعْضُلُوهُنَّ أَن يَنكِحْنَ أَزْوَاجَهُنَّ إِذَا تَرَاضَوْا بَيْنَهُم بِالْمَعْرُوفِ ۗ ذَٰلِكَ يُوعَظُ بِهِ مَن كَانَ مِنكُمْ يُؤْمِنُ بِاللَّـهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ ۗ ذَٰلِكُمْ أَزْكَىٰ لَكُمْ وَأَطْهَرُ ۗ وَاللَّـهُ يَعْلَمُ وَأَنتُمْ لَا تَعْلَمُونَ

    „Und wenn ihr Frauen entlasst und sie dann ihren Termin erreichen, dann hindert sie nicht durch Zwangsmaßnahmen daran, sich mit ihren vorherigen Gatten zu verheiraten, falls sie sich miteinander in rechtlicher Weise geeinigt haben! Das ist eine Ermahnung an diejenigen von euch, die an Gott und den jüngsten Tag glauben. Auf diese Weise haltet ihr euch am ehesten sittlich und rein. Gott weiß, ihr aber nicht.“ (2: 232)

     

    Der Islam respektiert die legalen und natürlichen Bedürfnisse des Menschen. Er begrüßt es, wenn die Ehepartner sich wieder versöhnen und gemeinsam ihre Kinder erziehen. Deshalb gestattet er, dass die Frau, von der sich der Mann zweimal geschieden hat, nach ihrer Scheidung vom zweiten Mann zu ihrem ersten Ehemann zurückkehrt. In diesem Falle dürfen die Eltern der Frau oder andere sie nicht hindern, dass sie nochmals zu ihrem ersten Mann zurückkehrt.

     

    Diese Entscheidung der Frau ist zu respektieren, denn die Ehe ist eine beiderseitige Einigung.

     

    Abschließend hoffen wir, dass alle die Rechte in der Familie respektieren und Mann und Frau durch Beachtung der Rechte ihres Ehepartners nicht erlauben, dass ernsthafte Krisen in ihrer Ehegemeinschaft zu einer Trennung führen.