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    Teil 5: Sure Al Baqarah ( die Kuh) Verse 10-12

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    Der Prophet Gottes hat einmal gesagt: „Jeder, der sich den Koran zum Führer nimmt, den wird er zum Paradies leiten … und für jeden, der ihn kennt, ist er ein Wegführer zum Guten.“ Mit diesem Hadith beginnen wir unseren heuten Beitrag. Bei der Überprüfung der Sure Baqareh erfuhren wir, dass einige Menschen eine Doppelrolle spielen. Während sie innerlich gar keine religiöse Überzeugung besitzen, mimen sie nach außen hin gläubig zu sein. Solche Heuchler sind für eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten eine größere Gefahr als ihre Gegner. Daher hat Gott zu Anfang der Sure Baqarah über ihr Vorgehen gesprochen und auch in anderen Suren ihre häßliche Moral und ihre Heimtücken aufgezeigt.

     

    Wenn uns jemand offen anfeindet, so können wir ihn leicht an seinem Vorgehen erkennen und uns gegen ihn wappnen. Schwierig wird es, wenn uns jemand innerlich feindselig gegenübersteht, uns jedoch als Freund begegnet. Solche scheinbaren Freunde können den Menschen harte Schläge versetzen. Der Prophet Gottes hat daher gesagt: „Ich habe wegen den Gläubigen und den Götzenanbetern keine Angst um meine Gemeinde, denn der Glaube des Gläubigen hält ihn davon ab, absichtlich Schaden zu verursachen und Gott lässt den Schaden der Götzenanbeter Dank der Bemühungen von gläubigen Menschen zunichte werden. Ich fürchte mich jedoch wegen der Heuchler, die in eure Richtung reden, aber im Gegensatz zu dem, was sie sagen, handeln.“

     

    Die Offenbarungszeichen 10 bis 12 der Sure 2 lauten:

     

    (2: 10- 12)

     

     

    فِي قُلُوبِهِم مَّرَضٌ فَزَادَهُمُ اللَّـهُ مَرَضًا وَلَهُمْ عَذَابٌ أَلِيمٌ بِمَا كَانُوا يَكْذِبُونَ

     

    „In den Herzen jener Heuchler steckt eine Krankheit und Gott lässt sie noch kränker werden. Sie erwartet eine schmerzhafte Strafe wegen ihrer Lügenhaftigkeit.“ (2: 10)

     

     

    وَإِذَا قِيلَ لَهُمْ لَا تُفْسِدُوا فِي الْأَرْضِ قَالُوا إِنَّمَا نَحْنُ مُصْلِحُونَ

     

     

    „Immer wenn den Monafeqin, den Heuchlern, gesagt wird: Richtet kein Unheil auf der Erde an, sagen sie: Wir sind doch nur für Ordnung und Wohl!“ (2: 11)

     

     

    أَلَا إِنَّهُمْ هُمُ الْمُفْسِدُونَ وَلَـٰكِن لَّا يَشْعُرُونَ

     

    „Ihr solltet wissen: Sie sind Unheilstifter, aber sie merken es nicht.“ (2: 12)

     

     

    Der menschliche Geist kann, wie es im Koran steht, ebenso wie der Körper erkranken. Diese Erkrankung wird immer schlimmer, falls keine Heilung begonnen wird. Sie kann so schlimm werden, dass sie das Humane im Menschen vernichtet. Die genannten Koranverse drücken aus, dass die Heuchelei eine der gefährlichsten geistig-seelischen Krankheiten ist und die Gesundheit des Menschen ernsthaft bedroht. Der Widerspruch zwischen Wort und Handeln, zwischen Äußerem und Innerem, läßt nicht zu, dass Geist und Seele sich entfalten, gesund bleiben und ihr innerer Friede bewahrt wird.

     

    Dieser Widerspruch ruft im Gegenteil Bedingungen hervor, die seelische Erkrankungen wie Gier und Eifersucht nach sich ziehen. Ein an der Seele Erkrankter kann Wahrheit und Wissen nicht erkennen und richtig verarbeiten. Es bereitet ihm keine Freude, richtig zu denken, sich Gott zuzuwenden und seinem Nächsten einen Dienst zu erweisen. Er besitzt keine feste Ansicht, auf die er sich stützen könnte.

     

     

    In Wirklichkeit ist seine Persönlichkeit im Denken und Entscheiden schwach. Daher passt er sich an jede Umgebung und jede Gruppe an, hat viele Gesichter und macht den anderen etwas vor. Sein Leben voller Widersprüche will er durch alle möglichen Lügen und Vorwände rechtfertigen. Gott sagt diesen seelisch Gestörten, nämlich den Monafeqin am Ende der obigen Koranstelle ein schlimmes Ende voraus. Es sind die Konsequenzen für ihre Lügen. Die genannte Koranstelle enthält auch einen deutlichen Hinweis auf die Arroganz und den Dünkel der Monafeqin. Und zwar sind sie verdorben und Unheilstifter, behaupten aber von sich, nur das Beste zu wollen, und Reformer zu sein.