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    Teil 54: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 253- 255

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    Dieser Teil beginnt mit dem Vers 253 der Sure Baqarah. (2: 253- 255)

     

    تِلْكَ الرُّسُلُ فَضَّلْنَا بَعْضَهُمْ عَلَىٰ بَعْضٍ ۘ مِّنْهُم مَّن كَلَّمَ اللَّـهُ ۖ وَرَفَعَ بَعْضَهُمْ دَرَجَاتٍ ۚ وَآتَيْنَا عِيسَى ابْنَ مَرْيَمَ الْبَيِّنَاتِ وَأَيَّدْنَاهُ بِرُوحِ الْقُدُسِ ۗ وَلَوْ شَاءَ اللَّـهُ مَا اقْتَتَلَ الَّذِينَ مِن بَعْدِهِم مِّن بَعْدِ مَا جَاءَتْهُمُ الْبَيِّنَاتُ وَلَـٰكِنِ اخْتَلَفُوا فَمِنْهُم مَّنْ آمَنَ وَمِنْهُم مَّن كَفَرَ ۚ وَلَوْ شَاءَ اللَّـهُ مَا اقْتَتَلُوا وَلَـٰكِنَّ اللَّـهَ يَفْعَلُ مَا يُرِيدُ

    „Das sind die Gesandten. Wir haben die einen von ihnen vor den anderen ausgezeichnet. Mit einem von ihnen hat Gott (unmittelbar) gesprochen. Einigen von ihnen hat er einen höheren Rang verliehen. Und Jesus, dem Sohn der Maria, haben wir die klaren Beweise gegeben und ihn mit dem Heiligen Geist gestärkt. Und wenn Gott gewollt hätte, hätten diejenigen nach ihnen einander nicht bekämpft, nachdem sie die klaren Beweise erhalten hatten. Aber (Gott wollte die Menschen nicht zur Rechtleitung zwingen) sie wurden uneins. Die einen von ihnen waren gläubig, die anderen ungläubig. Und wenn Gott gewollt hätte, hätten sie einander nicht bekämpft. Aber Gott tut, was er (aufgrund seiner Allweisheit) will.“ (2: 253)

     

    In dem vorangegangenen Koranvers heißt es, dass Gott Davud (David) Weisheit und die Königsherrschaft schenkte. Der Koranvers 253 verweist nun auf die Unterschiede im Rang der Gottgesandten. Es heißt:

     

    Wir haben die einen von ihnen vor den anderen ausgezeichnet. Also hat Gott einigen seiner Gesandten einen höheren Rang verliehen.

     

    Mit Moses zum Beispiel hat er direkt und ohne Vermittler gesprochen, und Jesus hat er unentwegt durch den Heiligen Geist bestätigt.

     

    Der obige Koranvers verweist auch auf eine wichtige Tradition Gottes, denn es heißt dort:

     

    Die Menschen können frei darüber entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen: wollen sie sich für den Glauben an den Einen Gott entscheiden, oder wollen sie Gottesverleumder sein. Wollen sie diesem Propheten folgen oder der Botschaft eines anderen Propheten.

    Gott ist zweifelsohne in der Lage den Streit unter den Menschen zu verhindern und könnte alle zwingen, denselben Weg zu gehen. Aber er überlässt den Menschen die Entscheidung die Religion Gottes anzunehmen oder abzulehnen.

     

    Hieraus geht hervor, dass:

     

    Erstens: Der Glaube an den einen Gott ist nur dann von Wert, wenn wir uns freiwillig dafür entscheiden. Daher ist es nur natürlich, dass die Menschen sich in dieser Frage uneinig sind. Sie selber wollen es so.

     

    Zweitens: Gott hat den Propheten die er zu den Menschen sandte, Beweise und deutliche Zeichen mitgegeben. Einige akzeptieren diese nicht, weil sie ihren Wünschen gehorchen, die etwas anderes wollen und andere akzeptieren sie aus einem anderen Grund nicht: Sie sind nicht ausreichend informiert.

     

    Es folgt nun die Übersetzung des Verses 254 der Sure Baqarah:

     

    يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا أَنفِقُوا مِمَّا رَزَقْنَاكُم مِّن قَبْلِ أَن يَأْتِيَ يَوْمٌ لَّا بَيْعٌ فِيهِ وَلَا خُلَّةٌ وَلَا شَفَاعَةٌ ۗ وَالْكَافِرُونَ هُمُ الظَّالِمُونَ

     

    „Ihr Gläubigen! Gebt Spenden von dem, was wir euch (als Unterhalt) beschert haben, bevor ein Tag kommt, an dem es weder Handel noch Freundschaft noch Fürsprache gibt! (Wisset:) Die Gottesleugner sind die (wahren) Frevler.“ (2: 254)

     

    Dieser Koranvers ist eine Mahnung an die Gläubigen: Nutzt die Gelegenheiten, die sich für euch ergeben, um für den Jüngsten Tag Vorrat zu schaffen. Auf dieser Welt könnt ihr mit Gott einen guten Tausch machen. Ihr könnt von dem, was er euch zukommen lässt anderen spenden. Am Jüngsten Tag wird es keinen solchen guten Handel mehr geben, mit dem ihr euch Glückseligkeit und die Rettung vor der Strafe erkaufen könnt. In unsere Beziehungen zu Freunden und Bekannten brauchen wir keine Hoffnung zu setzen. Auch nicht auf einflussreiche Verwandte, die nützen uns an jenem Tage gar nichts. Keiner von ihnen kann Fürbitte für uns einlegen.

     

    Um uns zum Spenden anzuregen, erinnern uns diese Koranverse an drei Dinge:

     

    Erstens: Was ihr besitzt, hat Gott euch geschickt. Ihr seid nicht der wahre Eigentümer.

     

    Zweitens: Ihr solltet einen Teil von dem, was Gott euch zukommen lässt spenden, aber nicht alles!

     

    Drittens: Dieses Spenden nützt euch vor dem Jüngsten Gericht mehr als jeder Freund.

     

    Die Übersetzung des Verses 255 der Sure Baqarah lautet:

     

    اللَّـهُ لَا إِلَـٰهَ إِلَّا هُوَ الْحَيُّ الْقَيُّومُ ۚ لَا تَأْخُذُهُ سِنَةٌ وَلَا نَوْمٌ ۚ لَّهُ مَا فِي السَّمَاوَاتِ وَمَا فِي الْأَرْضِ ۗ مَن ذَا الَّذِي يَشْفَعُ عِندَهُ إِلَّا بِإِذْنِهِ ۚ يَعْلَمُ مَا بَيْنَ أَيْدِيهِمْ وَمَا خَلْفَهُمْ ۖ وَلَا يُحِيطُونَ بِشَيْءٍ مِّنْ عِلْمِهِ إِلَّا بِمَا شَاءَ ۚ وَسِعَ كُرْسِيُّهُ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضَ ۖ وَلَا يَئُودُهُ حِفْظُهُمَا ۚ وَهُوَ الْعَلِيُّ الْعَظِيمُ

    „Gott (ist einer allein). Es gibt keinen Gott außer ihm. Er ist der Lebendige und Beständige. Ihn überkommt weder Ermüdung noch Schlaf. Ihm gehört, was im Himmel und auf der Erde ist. Wer könnte – außer mit seiner Erlaubnis – bei Ihm Fürsprache einlegen? Er weiß, was vor (in der Gegenwart und Zukunft) und was hinter (in der Vergangenheit) ihnen liegt. Sie aber wissen nichts, außer was Er will. Sein Thron reicht weit über Himmel und Erde. Und es fällt ihm nicht schwer, sie zu bewahren. Er ist der Erhabene und Gewaltige.“ (2: 255)

     

    In dieser Ayeh kommt im Originaltext das Wort „korsi“ – Thron – vor. Daher wurde dieser Vers auch „Thronvers“ genannt. Der Thronvers beschreibt die Einzigartigkeit Gottes und die göttlichen Attribute.

     

    Er ist der einzige Gott: Das ist die Botschaft des Korans und die Botschaft aller Religionen göttlichen Ursprungs. Der Glaube an den einzigen Gott rettet den Menschen davor, Knecht von Götzen, Götzenbildern und falschen Göttern zu werden. Der Monotheismus ist der Weg zu Befreiung und Freiheit. Wer ihn geht, befreit sich aus der Hand unterdrückender Herrscher und geht auf Wohl und Glück zu.

     

    Im Thronvers heißt es auf Arabisch: La illaha illalah – Es gibt keinen Gott außer Gott. Dieser Satz ist jedem Muslim völlig vertraut. Er hört ihn jeden Tag bei den Gebetsrufen. Dieser Worte sind ihm in Fleisch und Blut übergangen: La illaha illalah. Das bedeutet: außer Ihm, außer Gott, verdient es niemand, dass wir ihn anbeten. Er ist Vollendung, Er ist Herrlichkeit. Nur Er. Alles andere besitzt von sich aus keine Vollkommenheit und daher verdient nichts anders die Liebe und Verehrung, die Gott gebührt.

     

    Sein Leben ist wahres Leben. Leben, das keine Vergänglichkeit kennt, während alles andere Leben auf die eigene Vernichtung zugeht. Nur Er ist frei von jedem und allem, unabhängig. Aber alle anderen und alles andere ist von Ihm abhängig, benötigt Ihn.

     

    Gott kennt keine Schwäche, keine Müdigkeit, noch leichten oder tiefen Schlaf. Würde er nur einen winzigsten Augenblick lang die Welt sich selbst überlassen, so würde dies deren Vernichtung bedeuten.

     

    Ihm gehört alles Dasein und alles ist Sein Eigentum. Er ist aller Herr. Sollen wir jemanden preisen und ehren, der wie wir Untertan ist? Warum sollten wir uns anderen unterwerfen als Ihm. Warum sollten wir nicht Ihm, unserem Erschaffer und unserem Herrn dienen?

     

    Die Götzendiener von Mekka glaubten an Gott als Schöpfer der Welt, aber die Götzen waren für sie Fürbitter. Die Offenbarungsworte des Verses 255, welche auf den Propheten Gottes herabgesandt wurden, sagen: wendet euch nicht an Götzen, die können euch nicht helfen. Wer für euch Fürbitte einlegen kann sind jene Gottesfreunde, die einen so hohen Rang erreicht haben, dass Gott ihnen dies erlaubt.

     

    Allmacht und Wissen Gottes wird in der Ayeh 255 symbolisch mit „Thron“ bezeichnet, Dort wo es heißt: Sein Thron reicht weit über Himmel und Erde hinaus. Dieses Wort symbolisiert die Allherrschaft Gottes. Er herrscht über alles Dasein und alles was existiert. Nichts und niemand liegt jenseits seines mächtigen Willens.

     

     

    Dieser Vers sagt uns, dass wir uns nur vor Gott, der alle Vollkommenheit bedeutet, allwissend, allmächtig, gütig und fern von jeder geringsten Schwäche und jedem Mangel ist, ehrfürchtig verbeugen sollen.