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    Teil 6: Sure Al Baqarah (die kuh) Verse 14-17

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    In den letzten Beiträgen haben wir darauf hingewiesen, dass das 13. Offenbarungswort der Sure Baqarah, Sure 2, die Heuchler, Munafeqin, beschreibt. Einige ihrer Merkmale haben wir bereits genannt. Im Offenbarungswort 14 der Sure 2 heißt es:

     

    (2: 14- 17)

     

    وَإِذَا لَقُوا الَّذِينَ آمَنُوا قَالُوا آمَنَّا وَإِذَا خَلَوْا إِلَىٰ شَيَاطِينِهِمْ قَالُوا إِنَّا مَعَكُمْ إِنَّمَا نَحْنُ مُسْتَهْزِئُونَ

     

    „Immer wenn die Heuchler den  begegnen, sagen sie: Wir glauben (wie ihr). Aber wenn sie mit ihren teuflischen Gesinnungsgenossen alleine sind, sagen sie: Wir sind mit euch. Wir machen uns ja nur lustig (über die Gläubigen).“

     

    Ein weiteres Merkmal eines Heuchlers ist, dass er keine eigenständige feste Persönlichkeit hat. Je nach Umgebung „wechselt er die Farbe“. Wenn er unter gläubigen Menschen ist, spricht er vom Glauben und passt sich ihnen an. Aber wenn er sich unter die Ungläubigen mischt, redet er ihnen nach dem Mund und gegen die Gläubigen. Er versucht sich bei ihnen beliebt zu machen, indem er sich über die gläubigen Menschen lustig macht. Dieser Koranvers nun mahnt: Lasst euch nicht von diesen Leuten täuschen. Haltet nicht jeden, der behauptet zu glauben, für einen aufrichtigen Gläubigen. Es kann nicht sein, dass jemand aufrichtig glaubt und gleichzeitig mit den Ungläubigen gut auskommt und mit ihnen befreundet ist. Heuchler dienen den Feinden als „langer Arm“, der unter der Bevölkerung Einfluss nimmt und sich so verhält, wie es dem Feinde zu Gunsten ist.

     

    In den beiden folgenden Koranversen dieser Sure, 15 und 16, spricht Gott über das Resultat des abtrünnigen und gefährlichen Handelns der Munafeqin:

     

     

    اللَّـهُ يَسْتَهْزِئُ بِهِمْ وَيَمُدُّهُمْ فِي طُغْيَانِهِمْ يَعْمَهُونَ

     

    „Gott wird sich über sie lustig machen. Er gewährt ihnen eine Frist für ihre Widersetzlichkeit, so dass sie sich verirren.“ (2: 15)

     

     

    أُولَـٰئِكَ الَّذِينَ اشْتَرَوُا الضَّلَالَةَ بِالْهُدَىٰ فَمَا رَبِحَت تِّجَارَتُهُمْ وَمَا كَانُوا مُهْتَدِينَ

     

    „Sie haben Niedertracht und Irrweg erstanden und dafür mit dem Verlust der Rechtleitung bezahlt. Aber bei diesem Handel haben sie nichts gewonnen. Sie sind keine Rechtgeleiteten.“ (2: 16)

     

    Es ist Gottes Gesetz und Regel, den Sündern und Unrecht Tuenden eine Frist einzuräumen, damit sie sich vielleicht ihres falschen Verhaltens bewusst werden und reuevoll umkehren. Wenn der Mensch jedoch diese Frist und Gelegenheit nicht nutzt, wird er noch mehr vom Strudel der Sünden erfasst und schließlich von diesem herabgezogen und vernichtet.

     

    In diesem Moment erfahren die Heuchler was der „Spott“ Gottes bedeutet: Er überlässt sie sich selber, was Verirrung und Unheil zur Folge hat. Imam Reza, edler Nachkomme des Propheten sagt: Gott liebt Tücke und Spott nicht. Den Feinden vergilt er ihre Tücke und ihren Spott. Die nächste Ayeh (Vers) verweist darauf, dass die Munafeqin ein schädliches Tauschgeschäft machen, welches zu ihrem eigenen Abirren führt. Gott hat für gute und schlechte Handlungen den Vergleich zu einem Handel gezogen. Der Glauben und das Mühen auf dem Wege Gottes sind beides ein fruchtbarer Handel.

     

    In der Sure Saf, der Sure 61, heißt es im Offenbarungszeichen 10: Ihr Glaubigen! Soll ich euch zu einem Handel weisen, der euch vor der schmerzhaften Strafe rettet? Glaubt an Gott und seinen Propheten und setzt euch auf seinem Wege mit eurem Leben und dem, was ihr besitzt, ein. Aber im Gegensatz zu den Gl?ubigen haben die Heuchler ihre Rechtleitung gegen die Abirrung eingetauscht. Korankommentatoren verweisen darauf, dass die Munafeqin die von Gott gegebene Veranlagung in ihrem Innern, welche zur Rechtleitung führt, verloren haben, und zwar indem sie sich Sünden und Heuchelei angewöhnt haben. Das Lehrreiche jedoch ist, dass sie bei diesem Handel nicht nur nichts gewonnen haben, sondern auch ihre niederen Ziele nicht erreichten und trotz ihrer schlechten Absichten, der Islam sich weiter verbreitete und erstarkt ist und viele Menschen auf der Welt erreicht hat.

     

    Diese Verse der Sure 2 lehren uns, dass wir im Leben nicht darauf achten sollen, was wir anhaufen, sondern darauf achten sollen, an was wir unsere Seele verkaufen und was wir gewinnen. Wir sollten dabei nicht vergessen, dass der richtige Weg oder der Irrweg aus unserem Handeln resultieren, und Gott uns zu nichts gezwungen hat. Au?erdem sollten wir uns vor Augen halten, dass die Wahl des Glaubens Wohl und Glück bringt. In dem 17. Offenbarungszeichen der Sure Baqarah, Sure 2, entlarvt Gott die Heuchler, in dem er einen Vergleich zieht:

     

     

    مَثَلُهُمْ كَمَثَلِ الَّذِي اسْتَوْقَدَ نَارًا فَلَمَّا أَضَاءَتْ مَا حَوْلَهُ ذَهَبَ اللَّـهُ بِنُورِهِمْ وَتَرَكَهُمْ فِي ظُلُمَاتٍ لَّا يُبْصِرُونَ

     

    „Die Heuchler sind wie die, die ein Feuer anzünden. Wenn das Feuer ihre Umgebung erhellt, nimmt Gott ihnen ihr Licht und lässt sie inmitten der Finsternis, in der sie nichts sehen, zurück. Sie sind taub (weil sie die Wahrheit nicht hören), stumm (weil sie nicht Recht und Wahrheit sagen) und blind (weil sie nicht die Wahrheit sehen). Daher lassen sie nicht vom Unglauben ab und kehren nicht (zur Wahrheit) zurück.“ (2: 17)

     

    In diesem Vergleich heißt es: Die Heuchler sind wie Menschen, die sich in absoluter Dunkelheit befinden, weil sie nicht unterscheiden können, was gut oder schlecht, nützlich oder schädlich ist.

     

    Um gegen das Dunkel anzukommen, zünden sie ein Feuer an, damit sie etwas von ihrer Umgebung sehen. Aber kaum haben sie das Feuer angezündet, lässt Gott es durch Wind oder Regen erlöschen und wieder sind sie in Dunkelheit eingehüllt. Mit anderen Worten: Dieses schwache unbeständige Licht wird schnell vernichtet und die Heuchler versinken in der Dunkelheit, die sie durch ihr eigenes Verhalten und Handeln geschaffen haben. Als sie sich für ihr Heuchlertum entschieden, dachten sie, dass sie sowohl von der Welt der Ungläubigen als auch von dem Paradies der Gläubigen etwas bekommen. Aber das Leben ist wie eine lichtlose Wüste, und um diese heil zu durchqueren, brauchen wir ein helles, beständiges Licht. Jedes schwache Licht kann im Sturm der Probleme und Ereignisse ausgelöscht werden und den Menschen der Dunkelheit überlassen.

     

    Die Munafeqin wollen nicht die Wahrheit annehmen und einsehen. Sie hören nicht auf das gerechte Gotteswort und sind nicht bereit, die Wahrheit zuzugeben, daher vergleicht der Koran sie am Ende des 17. Verszeichens der Sure 2 mit Menschen, die nicht die physischen Werkzeuge für Hören, Sehen und Sprechen und die Erkenntnis der Wahrheit besitzen. Die Heuchler hat das Dunkel des Unglaubens auf eine Weise erfasst, dass sie nicht mehr zwischen Recht und Unrecht unterscheiden können. Wenn sie weiter am Rande des dunklen Abgrunds entlanggehen, werden sie unweigerlich abstürzen und vernichtet werden.