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    Teil 67: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 28-32

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    Dieser Teil beginnt mit der Übersetzung der Verse 28 und 29, Sure 3, Al-e Imran: (3: 28- 32)

     

    لَّا يَتَّخِذِ الْمُؤْمِنُونَ الْكَافِرِينَ أَوْلِيَاءَ مِن دُونِ الْمُؤْمِنِينَ ۖ وَمَن يَفْعَلْ ذَٰلِكَ فَلَيْسَ مِنَ اللَّـهِ فِي شَيْءٍ إِلَّا أَن تَتَّقُوا مِنْهُمْ تُقَاةً ۗ وَيُحَذِّرُكُمُ اللَّـهُ نَفْسَهُ ۗ وَإِلَى اللَّـهِ الْمَصِيرُ

     

    „Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft (mehr) mit Gott. Anders ist es, wenn ihr euch vor ihnen fürchtet (und um euch vor ihnen zu schützen, euch freundlich verhaltet). Gott warnt euch vor sich selber (und dem Ungehorsam ihm gegenüber). (Und wisset:) Bei ihm wird es (schließlich alles) enden. (3: 28)

     

    قُلْ إِن تُخْفُوا مَا فِي صُدُورِكُمْ أَوْ تُبْدُوهُ يَعْلَمْهُ اللَّـهُ ۗ وَيَعْلَمُ مَا فِي السَّمَاوَاتِ وَمَا فِي الْأَرْضِ ۗ وَاللَّـهُ عَلَىٰ كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرٌ

    Sag: Ihr mögt geheimhalten, was ihr in eurem Innern hegt, oder es kundtun. Gott weiß es. Er weiß (alles), was im Himmel und auf der Erde ist. Gott hat zu allem die Macht.“ (3: 29)

     

    Diese beiden Verse aus der Sure 3 geben an, wie sich die Muslime gegenüber den Glaubensgeschwistern und den Gottesleugnern verhalten sollen.

     

    Die Beziehungen der Gläubigen untereinander sollen auf ihrem Glauben aufbauen. Die Verbindung die durch den Glauben entsteht ist stärker als eine Verbindung aufgrund von Volks- oder Staatsangehörigkeit, ja sogar stärker als aufgrund von Verwandschaftsbeziehungen. Alle Gläubigen, wo immer sie auch leben, sollen ihre Beziehung untereinander stärken und zum Zusammengehörigkeitsgefühl beitragen. Sie dürfen nicht zulassen, dass die Nicht-Gläubigen sie beherrschen.

     

    Wo aber Unglauben und Vielgötterei herrschen und keine freie Meinungsäußerung möglich ist, soll der Gläubige (Muslim) seine Meinung nicht äußern, wenn dies seinen Tod und die Vernichtung der anderen Gläubigen (Muslime) zur Folge hätte. Unter solchen Umständen soll er seine Meinung im Innern bewahren und sich dem Feind gegenüber vorläufig zurückhalten. Wenn aber die Religion selber in Gefahr ist, dann gilt diese Regel nicht mehr und jedes Opfer wird notwendig. So war es als Hossein Ebne Ali, aleihe salam, der Enkelsohn des Propheten sich gegenüber Yazid erhob: Er wusste, dass er zusammen mit seinen Mitkämpfern den Tod finden und seine Familie in Gefangenschaft geraten würde. Dennoch brachte er dieses große Opfer, um den Islam zu retten.

     

    Im Hinblick auf eine solche Gefahr verweist die obige Koranstelle in ihrer Fortstetzung darauf, dass es keinem unter dem Vorwand der Zurückhaltung gegenüber dem Feind erlaubt ist, sich dem Feind zu beugen und seine Vorherrschaft zu akzeptieren.

     

    Es erfolgt die Mahnung, dass Gott die innersten Geheimnisse des Menschen genau kennt und weiss, aus welchen Gründen er mit den Gottesleugnern in Verbindung tritt.

     

    Wir sollten noch einmal zwei wichtige Aussagen der Verse 28 und 29 wiederholen:

     

    Erstens: Alles, was zur Vorherrschaft der Gottesleugner (Kafir) über die Gottgläubigen (Mumenin) führt, ist untersagt. Die gläubigen Muslime müssen ihre Beziehungen untereinander auf eine Weise stärken, dass der Feind sie nicht mehr beeinflussen kann.

     

    Zweitens: Um sich vor dem Übel der Gottesleugner zu schützen, ist es erlaubt, dass ein Gläubiger seine Anschauung verbirgt, jedoch darf dabei die Religion nicht grundlegend geopfert werden.

     

    Es folgt nun Vers 30 der Sure 3 in seiner deutschen Übersetzung:

     

    يَوْمَ تَجِدُ كُلُّ نَفْسٍ مَّا عَمِلَتْ مِنْ خَيْرٍ مُّحْضَرًا وَمَا عَمِلَتْ مِن سُوءٍ تَوَدُّ لَوْ أَنَّ بَيْنَهَا وَبَيْنَهُ أَمَدًا بَعِيدًا ۗ وَيُحَذِّرُكُمُ اللَّـهُ نَفْسَهُ ۗ وَاللَّـهُ رَءُوفٌ بِالْعِبَادِ

     

    „Am Tag (des Gerichts), da jeder vorgebracht finden wird, was er an Gutem getan hat, oder an Bösem! Er möchte (dann) gern, dass er (der Tag des Gerichts) in weiter Ferne vor ihm läge. Gott warnt euch vor sich selber (und dem Ungehorsam ihm gegenüber). Gott hat Mitleid mit den Menschen.“ (3: 30)

     

    Vers 30 der Sure 3 mahnt uns alle, das all unsere Taten, ob gut oder schlecht, nicht verloren gehen. Sie alle werden bei Gott „registriert“ und uns am Tag des Jüngsten Gerichtes vor Augen geführt. Dann möchten wir gerne vor unseren schlechten Taten weglaufen und wünschen sie weit entfernt von uns selber, weil uns bei ihrem Anblick übel wird und wir vor uns selber Abscheu empfinden. Fürchten wir daher den Zorn Gottes und lassen von schlechten Taten ab.

     

    Dieser Vers der Sure 3 lehrt uns folgendes:

     

    Erstens: Es gibt viele Dinge, die wir gerne tun im Leben, die wir aber am Tag des Jüngsten Gerichtes als abstoßend empfinden. Wir sollten daher bei all unserem Tun diesen Tag niemals aus den Augen verlieren.

     

    Zweitens: Dieser Koranvers sagt uns auch, dass die göttlichen Mahnungen aus der großen Güte Gottes und seiner Barmherzigkeit hervorgehen. Gott liebt uns, deshalb warnt er uns vor den Gefahren.

     

    Hier nun die Übersetzung der nächsten beiden Verse, Vers 31 und 32, der Sure Al-e Imran:

     

    قُلْ إِن كُنتُمْ تُحِبُّونَ اللَّـهَ فَاتَّبِعُونِي يُحْبِبْكُمُ اللَّـهُ وَيَغْفِرْ لَكُمْ ذُنُوبَكُمْ ۗ وَاللَّـهُ غَفُورٌ رَّحِيمٌ

     

    „(Prophet!) Sag: Wenn ihr Gott liebt, dann folgt mir, damit Gott euch liebt und euch eure Schuld vergibt! Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben. (3: 31)

     

     

    قُلْ أَطِيعُوا اللَّـهَ وَالرَّسُولَ ۖ فَإِن تَوَلَّوْا فَإِنَّ اللَّـهَ لَا يُحِبُّ الْكَافِرِينَ

     

    Sag: Gehorchet Gott und dem Gesandten! Wenn Ihr euch abwendet (seid ihr ungläubig). Gott liebt in der Tat die Ungläubigen nicht.“ (3: 32)

     

    Eine Gefahr für die Religion sind falsche Behauptungen von denjenigen, die glauben, die jedoch nicht die religiösen Pflichten befolgen. Aus verschiedenen Gründen versuchen sie diesen zu entgehen und um ihre Nachlässigkeit zu rechtfertigen sagen sie; ‚Der Mensch muss in seinem Inneren Gott und die Gottesfreunde lieben und äußerliche Handlungen, welche den einen oder anderen zur Heuchelei oder Vortäuschung verführen können, sind unnötig. Wichtig ist wie man denkt und fühlt, nicht wie man handelt.‘

     

    Die Leute die so reden, geben sich als Intellektuelle aus, die behaupten religiös zu sein. Aber sie merken nicht, dass sie sich selbst etwas vortäuschen. Denn die Bezeugung Gott zu lieben bleibt eine leere Behauptung, wenn der Mensch nicht auch Gott und seinem Propheten folgt. Keiner nimmt ihnen eine solche Behauptung ab.

     

    Außerdem hängt die Liebe und Güte Gottes für uns davon ab, ob wir seine Gebote befolgen. Gott liebt den, der seinen Geboten folgt. Wen er dies tut, verzeiht ihm Gott seine bisherigen Sünden und erbarmt sich seiner.

     

    Folgende drei Punkte lassen sich aus den Versen 31 und 32 der Sure 3 entnehmen:

     

    Erstens: Der Mensch kann eine Stufe erreichen, auf der seine Zufriedenheit die Zufriedenheit Gottes bedeutet und Gehorsam gegenüber ihm (dem Prophten), Gehorsam gegenüber Gott bedeutet. Denn, wir sehen in Ayeh 32, dass der Gehorsam gegenüber dem Propheten Gottes, als Gehorsam gegenüber Gott bezeichnet wird.

     

    Zweitens: Die Liebe zu Gott nur mit Worten zu bezeugen ist, wenn dies nicht mit Gottdienen und Gehorsam im Handeln einhergeht, sinnlos. Eine bloße Behauptung genügt nicht. Sie muss durch entsprechendes Handeln bewiesen werden.

     

    Drittens: Die Tradition des Propheten ist wie das Wort Gottes für uns ein Beweis. Die Missachtung dessen, was er sagt, ist also Kufr (Unglauben).

     

    Hoffen wir, dass wir immer die Freundschaft mit den Gläubigen der Freundschaft mit den Ungläubigen vorziehen und bei all unserem Tun an den Tag des Jüngsten Gerichtes denken, da unser Tun mit uns zusammen erscheinen wird. Nehmen wir uns auch vor, den Empfehlungen des Propheten zu folgen.