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    Teil 68: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 33-37

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    Auch in diesem Teil wollen wir wieder einige unkomplizierte Erläuterungen zu den Versen des Korans bringen. In den Versen 33 und 34 der Sure Al-e Imran heisst es: (3: 33- 37)

     

    إِنَّ اللَّـهَ اصْطَفَىٰ آدَمَ وَنُوحًا وَآلَ إِبْرَاهِيمَ وَآلَ عِمْرَانَ عَلَى الْعَالَمِينَ

     

    „Gott hat in der Tat Adam und Noah und die Sippe Abrahamas und die Sippe Imrans vor den Menschen in aller Welt auserwählt, (3: 33)

     

    ذُرِّيَّةً بَعْضُهَا مِن بَعْضٍ ۗ وَاللَّـهُ سَمِيعٌ عَلِيمٌ

     

    Nachkommen, die zueinander gehören. Und Gott hört und weiß alles.“ (3: 34)

     

    Gott hat zur Wegweisung der Menschen Ausgewählte gesandt, die sein Wort verbreiten sollen. Er hat für die Überbringung seiner Botschaft Menschen mit edlem Charakter und Glaubensstärke erschaffen, die für die anderen Wegführer sein können. Aber sie selber entscheiden sich für den Weg und haben somit eine große Verantwortung.

     

    Diese Koranstelle enthält den Hinweis auf eine der wichtigsten Vorzüge der Propheten: Sie stammen von gottesfürchtigen Vorfahren ab. Nicht nur Abraham, sondern auch seine Nachkommen, aus denen Moses, Jesus und Mohammad hervorgingen, sind Auserwählte Gottes auf Erden und hatten die Aufgabe, die Religion zu verkündigen und zu verbreiten.

     

    Aus dieser Koranstelle lässt sich ableiten, dass Gott in seiner Weisheit zur Rechtleitung der Menschheit einige Menschen auf eine höhere Stufe erhebt und sie mit besonderen Eigenschaften versieht, damit sie zu Vorbildern werden.

     

    Außerdem sehen wir, dass die Abstammung eine wichtige Rolle bei der Übertragung von besonders guten Eigenschaften auf die Nachkommen haben kann.

     

    Die Koranverse 35 und 36 der Sure 3 bedeuten übersetzt:

     

    إِذْ قَالَتِ امْرَأَتُ عِمْرَانَ رَبِّ إِنِّي نَذَرْتُ لَكَ مَا فِي بَطْنِي مُحَرَّرًا فَتَقَبَّلْ مِنِّي ۖ إِنَّكَ أَنتَ السَّمِيعُ الْعَلِيمُ

     

    „Als die Frau Imrans sagte: Herr! Ich habe dir gelobt, was (als Frucht) in meinem Leib ist. Es soll (Dir und Deinem Dienst) geweiht sein. Nimm es von mir an! Du bist der, der alles hört und weiß. (3: 35)

     

    فَلَمَّا وَضَعَتْهَا قَالَتْ رَبِّ إِنِّي وَضَعْتُهَا أُنثَىٰ وَاللَّـهُ أَعْلَمُ بِمَا وَضَعَتْ وَلَيْسَ الذَّكَرُ كَالْأُنثَىٰ ۖ وَإِنِّي سَمَّيْتُهَا مَرْيَمَ وَإِنِّي أُعِيذُهَا بِكَ وَذُرِّيَّتَهَا مِنَ الشَّيْطَانِ الرَّجِيمِ

     

    Als sie es, (das Mädchen) dann zur Welt gebracht hatte, sagte sie: Herr! Was ich zur Welt gebracht habe, ist ein weibliches Wesen (das nicht in deinem Tempel dienen kann), dabei wußte Gott sehr wohl, was sie zur Welt gebracht hatte (dass es nicht ein Sohn ist, den sie sich gewünscht hatte) (sie sprach:) Und ich habe sie Maria genannt. Und ich möchte, dass sie und ihre Nachkommen bei dir Zuflucht (und Schutz) finden vor dem verfluchten Satan.“ (3: 36)

     

    Im Vers 33 war auf die Sippe des Imran hingewiesen worden. Der Vers 34 enthält nun den Hinweis auf die Nachkommen Imrans, auf Maryam (Maria) und deren Sohn Jesus. Die Sure Al-e Imran, d.h. die Familie oder das Haus des Imran, erhielt daher ihre Bezeichnung.

     

    Imran war zusammen mit Zacharias ein Prophet der Kinder Israel. Weiter steht in den Chroniken, dass diese beiden Auserwählten zwei Schwestern heirateten. Doch beide blieben sie kinderlos.

     

    Die Gemahlin des Imran gelobte Gott schließlich, dass wenn er ihr ein Kind schenkt, sie es als Diener in das Gotteshaus in Beyt-ol-Moghadas (Jerusalem) schicken und es Gott weihen werde.

     

    Ihr Wunsch nach einem Kind wurde erhört. Aber es war ein Mädchen und das erfüllte sie mit Sorge: Bis dahin war es nämlich nie vorgekommen, dass ein Mädchen als Gottesdiener im Heiligen Tempel aufgenommen wurde.

     

    An dieser Stelle heisst es also im Koran:

     

     

    „Gott schenkt ein Kind aufgrund Seiner Weisheit und Seines Wohlwollens. Er weiss besser, ob er einen Sohn oder eine Tochter schenkt. Wenn das Kind eine Tochter ist, so ist es in Gottes Plan besser als ein Sohn, auf den die Mutter gehofft hat“.

     

    Das Beispiel von Maryam (Maria) zeigt, das Gottes Pläne nicht immer den menschlichen Erwartungen entsprechen.

    Wir können vier wichtige Punkte aus dieser Koranstelle entnehmen:

     

     

    Erstens: Wer für sein Kind eine gute Zukunft wünscht, der sollte schon vor der Geburt des Kindes daran denken, dass es einen guten Weg im Leben geht und Gott versprechen, dass es der Religion und der Gesellschaft dienen soll.

     

    Zweitens: Der Gottesdienst im Tempel war so wertvoll, dass fromme und tugendhafte Menschen gelobten, das sie ihre Kinder diesem Dienst weihen.

     

    Drittens: Wir sollten für unsere Kinder einen wertvollen Namen wählen. Die Gemahlin des Imran nannte ihr Kind Maryam. Maryam bedeutet: Ein Mensch, der sich der Gottesanbetung und dem Gottdienen widmet.

     

    Viertens: Bei der Erziehung unserer Kinder sollten wir uns nicht nur auf uns selbst verlassen, sondern Gott bitten, dass er sie vor Abweichungen vom rechten Weg bewahrt.

     

    Die Übersetzung des Verses 37 der Sure Al-e Imran lautet nun:

     

    فَتَقَبَّلَهَا رَبُّهَا بِقَبُولٍ حَسَنٍ وَأَنبَتَهَا نَبَاتًا حَسَنًا وَكَفَّلَهَا زَكَرِيَّا ۖ كُلَّمَا دَخَلَ عَلَيْهَا زَكَرِيَّا الْمِحْرَابَ وَجَدَ عِندَهَا رِزْقًا ۖ قَالَ يَا مَرْيَمُ أَنَّىٰ لَكِ هَـٰذَا ۖ قَالَتْ هُوَ مِنْ عِندِ اللَّـهِ ۖ إِنَّ اللَّـهَ يَرْزُقُ مَن يَشَاءُ بِغَيْرِ حِسَابٍ

    „Da nahm ihr Herr sie (Maria) gnädig an und ließ sie auf schöne Weise heranwachsen. Und er ließ Zacharias sie betreuen. Sooft Zacharias zu ihr in den Tempel kam, fand er Unterhalt (Speise) bei ihr. Er sagte: Maria! Woher hast du das tägliche Brot? Sie sagte: Es kommt von Gott. Gott beschert, wem er will, ohne abzurechnen.“ (3: 37)

     

    Wie wir zuvor sagten, hatte Hanna die Mutter Maryam’s (Maria’s) gelobt, ihr Kind solle im Tempel dienen. Sie hatte sich einen Sohn gewünscht, damit sie ihr Gelöbnis erfüllen kann. Aber Gott offenbarte ihr, dass ihre Tochter auch den Gottesdienst im Heiligen Tempel erfüllen dürfe.

     

    Maria war noch nicht zur Welt gekommen, als ihr Vater verstarb. Die Mutter Marias nahm das Kind und ging zum heiligen Tempel. Sie sagte zu den jüdischen Gelehrten:

     

    „Dieses Kind ist ein Geschenk für das Gotteshaus. Einer von euch soll die Fürsorge übernehmen“.

     

    Zacharias übernahm diese Aufgabe. So wuchs Maryam in der Obhut des Zacharias auf. Sie begann zu beten und Gott zu dienen und das Gott-Dienen erfüllte sie so sehr, dass sie Essen und trinken vergass. Gott sandte ihr paradiesische Speisen und wenn Zacharias zu ihr kam, sah er dies mit Verwunderung.

     

    Drei Weisheiten werden uns mit diesen Koranversen vermittelt:

     

    Erstens: Wenn wir unser Tun Gott widmen, so bringt Gott es immer mehr zur Entfaltung.

     

     

    Zweitens: Eine Frau kann eine solche Vollkommenheit erreichen, dass sie einen Propheten Gottes in Verwunderung versetzt.

     

    Drittens: Wir sollten unsere Aufgabe, im Dienste Gottes zu stehen, gut erfüllen. Dann wird Gott sein Versprechen, seinen Dienern das tägliche Brot zu bescheren, auf beste Weise erfüllen.

     

    Wünschen wir uns, wie die rechtschaffenen und rein gebliebenen Menschen der Geschichte, aufrichtige Diener Gottes zu sein, damit Er uns seinen besonderen Segen zukommen lässt.