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    Teil 69: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 38-43

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    In Folge der bisher vorgetragenen Erklärungen der Koranverse, geht es in diesem Teil weiter mit den Versen 38 und 39 der Sure 3, diese ergeben übersetzt folgenden Sinn: (3: 38- 43)

     

    هُنَالِكَ دَعَا زَكَرِيَّا رَبَّهُ ۖ قَالَ رَبِّ هَبْ لِي مِن لَّدُنكَ ذُرِّيَّةً طَيِّبَةً ۖ إِنَّكَ سَمِيعُ الدُّعَاءِ

     

    „Da betete Zacharias zu seinem Herrn. Er sagte: Herr! Schenk (auch) mir von dir eine gute Nachkommenschaft (wie Maryam)! Du erhörst das Beten. (3: 38)

     

    فَنَادَتْهُ الْمَلَائِكَةُ وَهُوَ قَائِمٌ يُصَلِّي فِي الْمِحْرَابِ أَنَّ اللَّـهَ يُبَشِّرُكَ بِيَحْيَىٰ مُصَدِّقًا بِكَلِمَةٍ مِّنَ اللَّـهِ وَسَيِّدًا وَحَصُورًا وَنَبِيًّا مِّنَ الصَّالِحِينَ

     

    Da riefen ihm, während er im Tempel das Gebet verrichtete, die Engel zu: Gott verkündet dir (einen Sohn namens) Johannes. Er wird ein Wort von Gott bestätigen und ein Herr sein, ein Prophet, rein und gottesfürchtig, einer der Rechtschaffenen.“ (3: 39)

     

    Im letzten Teil lasen wir, dass die Mutter Marias gelobt hatte, dass ihr Kind im Hause Gottes dienen sollte. Maria verbrachte also ihr Leben im Hause Gottes, im Gebet und mit Gott-Dienen. Ihre Andacht war so tief, dass Sie Essen und Trinken vergaß. Zacharias, der mit ihrer Fürsorge betraut war, sah aber immer Speise in ihrer Kammer. Es war himmlische Speise, die Gott ihr schickte. Zacharias war darüber sehr erstaunt. Auch er wünschte sich, dass Gott ihm ein Kind schenke, so wie er der Gemahlin Imrans, die viele Jahre kinderlos geblieben war, ein Kind geschenkt hatte. Ein Kind so rein und gottesfürchtig wie Maria.

     

    Gott erhörte das Gebet des Zacharias. Und als er im Gotteshaus ins Gebet vertieft war, schickte er seine Engelsboten, und diese gaben ihm die frohe Botschaft, dass ihm ein Sohn namens Johannes geboren werde. Ein Sohn mit besonderen Eigenschaften:

     

    „Johannes wird an den Propheten seiner Zeit, an Jesus, glauben und ihn bestätigen. Und weil ihn die Menschen als edel und gottesfürchtig kennen, werden sie Jesus folgen, da er, Johannes, ihn bestätigt hat. Johannes wird von den Menschen wegen seiner guten Werke und seines edlen Charakters geachtet und als Vorbild betrachtet. Johannes bleibt standhaft gegenüber den weltlichen Verlockungen und lässt sich nicht von der Liebe zur Welt vereinnahmen“.

     

     

    Johannes wird wegen dieser hohen Eigenschaften von Gott zum Propheten auserkoren. Er gehörte zu den Rechtschaffenen und zu den Reformern.

     

    Wir lernen aus den Versen 38 und 39:

     

    Der Wert eines Kindes liegt nicht darin, ob es ein Sohn ist oder eine Tochter, sondern darin, dass es gut und rein ist. Gott schenkte dem Imran eine Tochter, die edel und rein war und dem Zacharias einen Sohn, der diese Eigenschaften besaß. Beide gingen als edle Menschen mit reinen Herzen in die Geschichte ein.

     

    Die Verse 40 und 41 der Sure 3 können wie folgt übersetzt werden:

     

    قَالَ رَبِّ أَنَّىٰ يَكُونُ لِي غُلَامٌ وَقَدْ بَلَغَنِيَ الْكِبَرُ وَامْرَأَتِي عَاقِرٌ ۖ قَالَ كَذَٰلِكَ اللَّـهُ يَفْعَلُ مَا يَشَاءُ

     

    „Er sagte: Herr! Wie soll ich einen Jungen bekommen, wo ich hochbetagt geworden bin und meine Frau unfruchtbar ist?! Er sagte: Auf diese Weise vollbringt Gott, was Er will. (3: 40)

     

    قَالَ رَبِّ اجْعَل لِّي آيَةً ۖ قَالَ آيَتُكَ أَلَّا تُكَلِّمَ النَّاسَ ثَلَاثَةَ أَيَّامٍ إِلَّا رَمْزًا ۗ وَاذْكُر رَّبَّكَ كَثِيرًا وَسَبِّحْ بِالْعَشِيِّ وَالْإِبْكَارِ

     

    Zacharias sagte: Herr! Lass mir ein Zeichen sein! Er sagte: Dein Zeichen sei, dass du drei Tage nicht mit den anderen sprechen kannst außer mit Handzeichen und Winken. (Natürlich wirst du sprechen können, wenn du Gottes gedenkst, so) gedenke deines Herrn reichlich und preise ihn abends und morgens!“ (3: 41)

     

    Zacharias hatte Gott selber gebeten, er möge ihm einen Nachkommen schenken. Dennoch war er völlig verwundert, als ihm verheißen wurde, Gott werde ihm ein Kind schenken, denn seine Gemahlin war als junge Frau nie schwanger geworden und jetzt, wo sie wie er alt und betagt war, glaubte er nicht mehr an die Möglichkeit einer Schwangerschaft.

     

    Es war natürlich, dass Zacharias sich wunderte. Jeder wundert sich über Dinge, die augenscheinlich nicht den Gesetzen der Natur folgen. Gerne möchte er es glauben, aber richtig begreifen kann er es erst, wenn er Beweise gesehen hat. Deshalb bat Zacharias Gott um ein Zeichen. Er bat ihn, er möge ihm seine Macht zeigen. Und Gott schickte ihm ein Zeichen.

     

    Das göttliche Zeichen war, dass Zacharias drei Tage lang plötzlich nicht mehr sprechen, und sich nur durch Handzeichen verständigen konnte. Nur wenn er Gottes gedachte, löste sich seine Zunge wieder.

     

    Wir entnehmen dieser Koranstelle:

     

    Erstens: Der Wille Gottes steht über allem. Wenn er will, wird das Alter des Vaters und die Unfruchtbarkeit der Mutter kein Hindernis für die Geburt eines Kindes sein.

     

    Zweitens: Gott hat zu allem die Macht. Er kann die Zunge des Menschen zum Sprechen bringen, wenn er möchte und jederzeit, wenn er will, dem Menschen dieses Vermögen nehmen.

     

    Die Verse 42 und 43 der Sure Al-e Imran lauten in ihrer Übersetzung:

     

    وَإِذْ قَالَتِ الْمَلَائِكَةُ يَا مَرْيَمُ إِنَّ اللَّـهَ اصْطَفَاكِ وَطَهَّرَكِ وَاصْطَفَاكِ عَلَىٰ نِسَاءِ الْعَالَمِينَ  

     

    „Und als die Engel sagten: Maria! Wahrlich! Gott hat dich auserwählt und rein gemacht! Er hat dich über die Frauen aller Weltbewohner gestellt. (3: 42)

     

    يَا مَرْيَمُ اقْنُتِي لِرَبِّكِ وَاسْجُدِي وَارْكَعِي مَعَ الرَّاكِعِينَ

     

    „Maria! Sei deinem Herrn demütig ergeben, wirf dich (vor ihm) nieder und nimm, (beim Gottesdienst) mit den Sich-Verneigenden, an der Verneigung teil.“ (3: 43)

     

    Maryam war edel und reinen Herzens. Gott erwählte sie wegen ihres aufrichtigen Betens und Gottdienens. Er gab ihr einen Rang, der höher war als der der anderen Frauen. Ihr Rang war so hoch, dass die Engel Gottes mit ihr sprachen und ihr direkt die Verheißungen und die Anweisungen Gottes überbrachten. Sie wurde auserwählt, einen Propheten wie Jesus zur Welt zu bringen und seine Mutter zu sein. Die Engel sprachen zu Maria:

     

    „Als Zeichen des Dankes für diesen Segen Gottes, sei weiter voller Demut gegenüber Gott! Verbeuge dich vor Ihm und knie nieder und berühre mit der Stirn den Boden. Verrichte das Gebet in Gemeinschaft mit den anderen, die sich vor Gott verbeugen“.

     

    Wir können diesen Koranversen wie folgt entnehmen:

     

    Erstens: Ohne Grund wählt Gott niemanden aus. Gott wählte Maryam, weil sie würdig war. Weil sie Ihm in ihrem Leben aufrichtig gedient hat.

     

     Zweitens: Die Engel sprechen nicht nur mit Propheten. Natürlich muss der Mensch, mit dem sie sprechen, die entsprechenden Voraussetzungen dafür haben.

     

    Drittens: Die Teilnahme der Frau am Gemeinschafts-Gebet ist gut. Aber sie sollte sich wie Maryam verhalten.

     

    Möge Gott uns Nachkommen bescheren, die rechtschaffen sind. Möge Er uns helfen, dass wir Ihm aufrichtig dienen und das Gemeinschaftsgebet mit den anderen pflegen.