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    Teil 70: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 44-47

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    In diesem Teil geht es weiter mit Vers 44, Sure Al-e Imran und seiner Übersetzung ins Deutsche: (3: 44- 47)

     

    ذَٰلِكَ مِنْ أَنبَاءِ الْغَيْبِ نُوحِيهِ إِلَيْكَ ۚ وَمَا كُنتَ لَدَيْهِمْ إِذْ يُلْقُونَ أَقْلَامَهُمْ أَيُّهُمْ يَكْفُلُ مَرْيَمَ وَمَا كُنتَ لَدَيْهِمْ إِذْ يَخْتَصِمُونَ

     

    „(Prophet!) Dies (die Nachricht über die Geburt der Maria) gehört zu den Geschichten, deren Kenntnis (den gewöhnlichen Sterblichen) verborgen ist. Wir geben es dir (als Offenbarung) ein. Du warst nicht bei ihnen, als sie ihre Losstäbe warfen, wer von ihnen Maria betreuen sollte. Und du warst nicht bei ihnen als sie miteinander (um diese Ehre) stritten.“ (3: 44)

     

    Die Götzendiener von Mekka wollten nicht akzeptieren, dass der Koran die Offenbarung Gottes ist. Deshalb behaupteten sie, was der Koran sagt, sind nur Märchen und Legenden. Die hat Mohammad von den jüdischen Gelehrten gehört oder in den Büchern der Vorfahren gelesen.

     

    Aber Gott erwidert Ihnen:

     

    „Viele Schilderungen von Ereignissen, die im Koran stehen, gehören zu dem Wissen, das im Verborgenen liegt und das kein gewöhnlich Sterblicher kennt. Auch der Prophet hat darüber nur auf dem Weg der Offenbarung erfahren. Niemand wusste von dem Gelöbnis der Mutter Marias. Niemand wusste von der Betreuung Marias. Das alles ist Wissen, das aus dem Verborgenen kommt und dem Propheten offenbart wurde“.

     

    Über die Fürsorge Marias hatten wir bereits gesprochen. Die Mutter Marias hatte ja gelobt, das Kind, mit dem sie schwanger war, dem Gotteshaus in Beit-ol-Moghadas (Jerusalem) zu weihen, damit es dort Gott diene. Sie brachte das Kind, das nicht der erwartete Sohn war, sondern eine Tochter, zu den Geistlichen im Heiligen Tempel und diese stritten darum, wer die Fürsorge übernehmen darf. Denn es war das Kind aus einem edlen, hoch geschätzten Geschlecht der Bani Israel, und jeder von ihnen hätte gerne die Ehre gehabt, Maria in seine Obhut zu nehmen.

     

    Wenn wir den Vers 44 der Sure 3 lesen, sehen wir, dass er folgende Punkte enthält:

     

    Erstens: Der Koran ist göttliches Offenbarungswort, es ist keine Abschrift von anderen Schriften, oder keine Wiedergabe dessen, was andere sich gemerkt haben.

     

    Zweitens: Beim Wetteifer um eine Aufgabe muss es nicht unbedingt um einen hohen Posten oder einen weltlichen Rang gehen, sondern es kann auch eine religiöse und heilige Pflicht sein.

     

    Der Vers 45 der Sure 3 lautet:

     

    إِذْ قَالَتِ الْمَلَائِكَةُ يَا مَرْيَمُ إِنَّ اللَّـهَ يُبَشِّرُكِ بِكَلِمَةٍ مِّنْهُ اسْمُهُ الْمَسِيحُ عِيسَى ابْنُ مَرْيَمَ وَجِيهًا فِي الدُّنْيَا وَالْآخِرَةِ وَمِنَ الْمُقَرَّبِينَ

     

    „Als die Engel sagten: Maria! Gott verkündet dir ein Wort von sich, dessen Name Jesus Christus, der Sohn der Maria ist! Er wird im Diesseits und im Jenseits angesehen sein, einer von denen, die (Gott) nahe stehen.“ (3: 45)

     

    Die Mutter Marias hatte ihr Kind dem Gotteshaus geweiht. Maria oder Maryam, wie sie im Koran genannt wird, hatte viele Jahre im Tempel Gott gedient und Gott schickte ihr himmlische Speise. Die Jungfrau Maria war es würdig, dass Gott ihr einen Sohn schenkt, der bei den Menschen hohes Ansehen genießt und Gott nahe steht.

     

    Dieser Jesus, ist der Sohn der Maria, nicht der Sohn Gottes. Aber Gott schuf ihn auf eine Art und Weise, die seine große Schöpferkraft zeigt. Gott bezeichnet Jesus in dieser Koranstelle als „Wort“ in einer anderen Sure, der Sure „Kahf“, Sure 18, werden alle Geschöpfe Gottes als „Worte Gottes“ bezeichnet.

     

    Dem Vers 45 der Sure 3 entnehmen wir erneut, dass die Engel nicht nur mit den Propehten, sondern auch mit anderen aufrichtigen Dienern Gottes sprechen, auch mit weiblichen.

     

    Auch wenn Jesus ohne Vater auf die Welt kam, ist er dennoch nicht Gottes Sohn, sondern der Sohn der Maria. Er ist in ihrem Leib herangewachsen, wie andere Kinder im Leib ihrer Mutter heranwachsen, und dann zur Welt gekommen.

     

    Der Inhalt des Verses 46, der Sure Al-e Imran, lautet nunmehr:

     

    وَيُكَلِّمُ النَّاسَ فِي الْمَهْدِ وَكَهْلًا وَمِنَ الصَّالِحِينَ

     

    „(Maria!) Und er (der Sohn, den wir dir verhießen) wird (schon als Kind) in der Wiege zu den Leuten sprechen, und (auch später) als Erwachsener, und (wird) einer von den Rechtschaffenen (sein).“ (3: 46)

     

    Maria bekam einen großen Schrecken, als ihr die Geburt eines Kindes verheißen wurde und sie fürchtete sich davor, dass die Leute ihr Unkeuschheit vorwerfen werden. Sie war ja mit niemandem verheiratet. Aber die Engel sagten ihr:

     

    „Gott wird – um deine Keuschheit zu beweisen, das Kind in der Wiege sprechen lassen. Es wird jede Verleumdung abwehren. Es wird wie die Erwachsenen so klar und deutlich sprechen, dass alle in Erstaunen geraten und in seiner Erschaffung das göttliche Wunder erkennen“.

     

    Wir entnehmen dieser Koranstelle:

     

    Erstens: Wir sollten nicht an der Macht Gottes zweifeln. Er vermochte Maria ein Kind zu schenken, ohne dass sie mit einem Mann zusammen lebte. Und er vermochte das Kind in der Wiege sprechen zu lassen.

     

    Zweitens: Wenn eine Mutter würdig und rechtschaffen ist, äußert sich dies in Würde und Wohl ihres Kindes.

     

    Der Koranvers 47, Sure 3 lautet in seiner Übersetzung:

     

    قَالَتْ رَبِّ أَنَّىٰ يَكُونُ لِي وَلَدٌ وَلَمْ يَمْسَسْنِي بَشَرٌ ۖ قَالَ كَذَٰلِكِ اللَّـهُ يَخْلُقُ مَا يَشَاءُ ۚ إِذَا قَضَىٰ أَمْرًا فَإِنَّمَا يَقُولُ لَهُ كُن فَيَكُونُ

     

    „Sie sagte: Herr! Wie sollte ich ein Kind bekommen, wo mich kein Mann berührt hat? Er sagte: Das ist Gottes Art. Er schafft, was er will. Wenn er eine Sache beschlossen hat, sagt er zu ihr nur: Sei! Dann ist sie.“ (3: 47)

     

    Maryam war die frohe Botschaft von einem Sohn verheißen worden. Doch sie fragte Gott: „Wie ist dies möglich. Ich habe keinen Mann. Wie kann ich da ein Kind bekommen“.

     

    Die Verwunderung Maryams war nur natürlich. Daher ließ Gott sie durch Seinen Engelsboten wissen:

     

    „Die Daseinsordnung wird von Gott erschaffen. Sie muss ihm gehorchen. Seine Macht ist derartig groß, dass Er, wann immer Er nur will, unabhängig von natürlichen Vorgängen, Geschöpfe ins Leben rufen kann“.

     

    Vers 47 der Sure 3 weist demnach auf einen wichtigen Grundsatz über die Schöpfung Gottes hin, nämlich, dass der Wille Gottes geschieht und etwas aufgrund seines Willens entsteht, ohne dass eine bestimmte Zeit oder bestimmte natürliche Abläufe nötig werden. Nur durch das Wort ‚Sei‘, kann Er erschaffen, was Er will.

     

    Wir entnehmen daher dem Vers 47, dass niemand und nichts Gott daran hindern kann, etwas zu erschaffen, sei es unter Ablauf natürlicher Umstände, sei es ohne diese.

     

    Abschließend wünschen wir uns, redliche Diener Gottes zu sein und würdig zu sein, rechtschaffenen Kindern das Leben zu schenken.