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    Teil 71: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 48-53

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    Teil 71: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 48-53

     

    Dieser Koranbeitrag beginnt mit der Übersetzung der Verse 48 und 49 der 3. Sure, Sure Al-e Imran: Darin steht über Jesus:

     

    (3: 44- 53)

     

    وَيُعَلِّمُهُ الْكِتَابَ وَالْحِكْمَةَ وَالتَّوْرَاةَ وَالْإِنجِيلَ

     

    „Und er wird ihn die Schrift, die Weisheit, die Thora und das Evangelium lehren. (3: 48)

     

    وَرَسُولًا إِلَىٰ بَنِي إِسْرَائِيلَ أَنِّي قَدْ جِئْتُكُم بِآيَةٍ مِّن رَّبِّكُمْ ۖ أَنِّي أَخْلُقُ لَكُم مِّنَ الطِّينِ كَهَيْئَةِ الطَّيْرِ فَأَنفُخُ فِيهِ فَيَكُونُ طَيْرًا بِإِذْنِ اللَّـهِ ۖ وَأُبْرِئُ الْأَكْمَهَ وَالْأَبْرَصَ وَأُحْيِي الْمَوْتَىٰ بِإِذْنِ اللَّـهِ ۖ وَأُنَبِّئُكُم بِمَا تَأْكُلُونَ وَمَا تَدَّخِرُونَ فِي بُيُوتِكُمْ ۚ إِنَّ فِي ذَٰلِكَ لَآيَةً لَّكُمْ إِن كُنتُم مُّؤْمِنِينَ

    Und als Gesandter an die Kinder Israels, (wies Jesus sich aus mit den Worten:) Ich bin mit einem Zeichen von eurem Herrn zu euch gekommen, dass ich euch aus Lehm etwas schaffe, was so aussieht, wie ein Vogel. Dann werde ich hineinhauchen und es wird mit Gottes Erlaubnis ein Vogel sein. Und ich werde mit Gottes Erlaubnis Blinde und Aussätzige heilen und Tote lebendig machen. Und ich werde euch Kunde geben von dem, was ihr in euern Häusern esst und speichert. Darin liegt für euch ein Zeichen, wenn ihr gläubig seid (und die Wahrheit anerkennt).“ (3: 49)

     

    Im vorherigen Teil war davon die Rede gewesen, dass Jesus (Friede sei mit ihm) schon in der Wiege zu den Menschen gesprochen hat und die Keuschheit seiner Mutter verteidigte. In diesen beiden Versen werden nun weitere Merkmale genannt, durch die sich Jesus auszeichnet.

     

    Ein Prophet soll eine Gemeinschaft lenken, und muss daher besondere Eigenschaften besitzen. Eine davon ist Wissen. Gott lehrt die Propheten auf eine Weise, dass ihr Wissen frei von jedem Irrtum ist und das sie Kenntnisse besitzen, die für die anderen Menschen im Verborgenen liegen.

     

    Doch Wissen alleine reicht nicht aus und jeder Prophet muss durch wundersame Werke seine Prophetschaft unter Beweis stellen. Er muss beweisen, das seine Botschaft von Gott kommt, damit die Menschen ihm vertrauen und ihm zuhören und seinen Anweisungen folgen.

     

     

    Schon die Geburt Jesus ist ein göttliches Wunder, denn seine Mutter Maria (Maryam) hat durch den göttlichen Willen ein Kind geboren, obwohl sie Jungfrau blieb. Und dieses Kind, Jesus, hat schon nach seiner Geburt zu den Menschen gesprochen.

     

    Darüber hinaus hat Jesus, den Gott als Propheten zu den Kindern Israel geschickt hat, diesen noch mehr Wunder gezeigt, damit sie seiner Botschaft glauben. Er schuf aus Lehm einen Vogel und heilte Kranken, machte Tote wieder lebendig und vollbrachte die Wunder, die in der obigen Koranstelle genannt werden. Aber dies geschah alles mit Gottes Erlaubnis, denn nur Gott erschafft und besitzt Wissen über das Verborgene.

     

    Aber diejenigen, die an Jesus glauben, haben ihn wegen seiner außergewöhnlichen Geburt und seiner außergewöhnlichen Werke, als übermenschlich betrachtet und sogar als Sohn Gottes bezeichnet. Jesus ist jedoch der Sohn der Maria. Seine wundersame Geburt und dass er in der Wiege sprechen konnte und in seinem Leben viele Wunder vollbrachte, geschah durch die Macht Gottes, nicht durch seine eigene Macht.

     

    Wir entnehmen diesen Versen:

     

     

    Erstens: Die wahren Gottesfreunde können aufgrund Seiner Macht und Seines Willens auf die Schöpfungsordnung Einfluss ausüben und Änderungen hervorrufen.

     

    Zweitens: Wenn rechtschaffene Diener Gottes im irdischen Leben Tote wieder zum Leben erwecken können, dann ist die Wiederbelebung der Toten am Jüngsten Tag durch Gott nichts Schwieriges oder Unmögliches.

     

     Drittens: Die wahren Gottesfreunde und Propheten dürfen wir nicht als Wesen sehen, die über dem Menschen stehen, denn das ist eine Abirrung von dem Glauben an die Einzigkeit Gottes.

     

    Es folgen die Verse 50 und 51, Sure 3,

     

    وَمُصَدِّقًا لِّمَا بَيْنَ يَدَيَّ مِنَ التَّوْرَاةِ وَلِأُحِلَّ لَكُم بَعْضَ الَّذِي حُرِّمَ عَلَيْكُمْ ۚ وَجِئْتُكُم بِآيَةٍ مِّن رَّبِّكُمْ فَاتَّقُوا اللَّـهَ وَأَطِيعُونِ

     

    „Und (Jesus sprach) ich bestätige, was von der Thora vor mir ist. Und ich will euch einiges von dem erlauben, was euch verboten worden ist. Ich bin mit einem Zeichen von eurem Herrn zu euch gekommen. Daher fürchtet Gott und gehorcht mir. (3: 50)

     

    إِنَّ اللَّـهَ رَبِّي وَرَبُّكُمْ فَاعْبُدُوهُ ۗ هَـٰذَا صِرَاطٌ مُّسْتَقِيمٌ

     

    Fürwahr! Gott ist mein Herr und euer Herr. Dienet ihm! Das ist der gerade Weg.“ (3: 51)

     

    Da Moses der Prophet der Bani Israel war, ist die Thora, die Schrift die er überbrachte, deren himmlische Schrift gewesen. In der eben genannten Koranstelle verkündet Jesus:

     

    „Ich wurde von dem Gott, der Moses geschickt hat, gesandt und ich bestätige seine Schrift und erkenne sie an. Einige der Gebote der Thora, welche zur Bestrafung euer Sünden aufgestellt werden, hebe ich für euch auf, vorausgesetzt, dass ihr gottesfürchtig seid und meiner Lehre, die die Religion Gottes ist folgt“.

     

    Dann stellt Jesus sich als Diener Gottes vor, denn er sagt:

     

    „Gott ist mein und euer Herr! Somit sollten wir ihn alle anbeten und seinen Weg gehen. Der Weg der gerade ist“.

     

     

    Wir lernen also aus diesen Versen:

     

     

    Erstens: Die göttlichen Propheten erkennen einander alle an. Jeder Prophet bestätigt, die Schrift und Religion seiner Vorgänger.

     

    Zweitens: Die Aussendung von Propheten ist göttliches Wirken, welches die menschliche Geschichte durchzieht, und ist nicht nur an eine bestimmte Zeit oder einen bestimmten Ort gebunden.

     

     Drittens: Propheten haben, so wie sie von Gott zu Führern bestimmt werden und die Daseinswelt beeinflussen können, auch ein im Religionsgesetz begründetes Führungsamt inne und können Gesetze erlassen. Beides natürlich nur mit der Erlaubnis Gottes.

     

    In Fortsetzung folgen nun die Verse 52 und 53 der Sure Al-e Imran in ihrer Übersetzung:

     

    فَلَمَّا أَحَسَّ عِيسَىٰ مِنْهُمُ الْكُفْرَ قَالَ مَنْ أَنصَارِي إِلَى اللَّـهِ ۖ قَالَ الْحَوَارِيُّونَ نَحْنُ أَنصَارُ اللَّـهِ آمَنَّا بِاللَّـهِ وَاشْهَدْ بِأَنَّا مُسْلِمُونَ

     

    „Als Jesus aber fand, dass sie Ungläubige waren, sagte er: Wer sind meine Helfer (auf dem Weg?) zu Gott. Die Jünger sagten: Wir sind die Helfer Gottes. Wir glauben an ihn. Bezeuge, dass wir (ihm) ergeben sind. (3: 52)

     

    رَبَّنَا آمَنَّا بِمَا أَنزَلْتَ وَاتَّبَعْنَا الرَّسُولَ فَاكْتُبْنَا مَعَ الشَّاهِدِينَ

     

    Herr! Wir glauben an das, was du herabgesandt hast und folgen dem Gesandten. Verzeichne uns unter der Gruppe derer, die (die Prophetschaft Jesu) bezeugen.“ (3: 53)

     

    Trotz aller Zeichen, die die Bani Israel als Beweis für die Prophetschaft Jesus erhalten hatten, glaubten viele nicht. Nur eine kleine Schar glaubte an Jesus und unterstützte ihn. Der Koran nennt diese Jünger Hawaai, dieses Wort bezeichnet jemanden, der vom Irrweg der Allgemeinheit ablässt und sich dem Weg der Wahrheit anschließt.

     

    Aus diesen Versen entnehmen wir:

     

     

    Erstens: Die Propheten rufen die Menschen zu Gott auf, nicht zu sich selber. Prophet Jesus sagt daher: „Wer sind meine Helfer zu Gott“?

     

     

    Zweitens: Dem Glauben folgt die Ergebenheit, d.h. ein Gottgläubiger muss Gottes Anweisungen und denen seiner Propheten folgen.

     

     

    Auch wir hoffen, unseren Glauben durch vollständige Gottergebenheit zum Ausdruck bringen zu können.