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    Teil 74: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 65-71

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    Zu Beginn dieses Teiles, folgen die Verse 65 und 66 der Sure 3, Al-e Imran in einer deutschen Übersetzung: (3: 65- 71)

     

    يَا أَهْلَ الْكِتَابِ لِمَ تُحَاجُّونَ فِي إِبْرَاهِيمَ وَمَا أُنزِلَتِ التَّوْرَاةُ وَالْإِنجِيلُ إِلَّا مِن بَعْدِهِ ۚ أَفَلَا تَعْقِلُونَ

     

    „Ihr Leute der Schrift! Warum streitet ihr über Abraham, wo doch die Thora und das Evangelium erst nach ihm herabgesandt worden sind? Denkt ihr denn nicht nach? (3: 65)

     

    هَا أَنتُمْ هَـٰؤُلَاءِ حَاجَجْتُمْ فِيمَا لَكُم بِهِ عِلْمٌ فَلِمَ تُحَاجُّونَ فِيمَا لَيْسَ لَكُم بِهِ عِلْمٌ ۚ وَاللَّـهُ يَعْلَمُ وَأَنتُمْ لَا تَعْلَمُونَ

     

    Ja, ihr seid die, die über das, worüber ihr Wissen hattet, (Jesus) strittet. Warum streitet ihr nun aber über etwas, worüber ihr kein Wissen, (Abraham) habt? Gott weiß Bescheid, ihr aber nicht.“ (3: 66)

     

    Die gesamte Menschheitsgeschichte hindurch waren sich die Anhänger der Religionen göttlicher Herkunft über die Wahrheit uneinig. Dabei sind alle Propheten von Gott geschickt worden und alle göttlichen Schriften harmonieren miteinander. Aber falscher ethnischer oder religiöser Eifer hatte zur Folge, dass manche Gottgläubige ohne logische Argumente andere zu ihrer Religion einladen wollen und sich um unsinnige Dinge streiten oder sogar Kriege auslösen.

     

    Als Jesus zu den Menschen gesandt wurde, war es die Pflicht der Anhänger Moses, auf ihn zu hören und ihm zu folgen. Aber aufgrund von Stolz und blindem Eifer, waren sie nicht dazu bereit und behaupteten sogar, dass Abraham, der vor Moses gelebt hat, ihre Religion befolgt hätte. Aber dies ist mit der Geschichte nicht zu vereinbaren.

     

    Wir entnehmen dieser Koranstelle:

     

     

    Erstens: Die Echtheit einer Religion muss durch handfeste logische Argumente bewiesen werden und nicht dadurch, dass wir sie einer bestimmten Persönlichkeit zuschreiben oder dass wir sagen, die eine Religion wurde früher gegründet als die andere.

     

     Zweitens: Gespräche sind dann von Wert, wenn durch sie die Wahrheit herauskristallisiert wird, ansonsten führen sie nur zu Zwiespalt und Auseinandersetzungen.

     

    Weiter geht es mit Vers 67 und 68 der Sure Al-e Imran:

     

    مَا كَانَ إِبْرَاهِيمُ يَهُودِيًّا وَلَا نَصْرَانِيًّا وَلَـٰكِن كَانَ حَنِيفًا مُّسْلِمًا وَمَا كَانَ مِنَ الْمُشْرِكِينَ

     

    „Abraham war weder Jude noch Christ. Er war vielmehr ein Gott ergebener Hanif, und kein Götzenanbeter. (3: 67)

     

    إِنَّ أَوْلَى النَّاسِ بِإِبْرَاهِيمَ لَلَّذِينَ اتَّبَعُوهُ وَهَـٰذَا النَّبِيُّ وَالَّذِينَ آمَنُوا ۗ وَاللَّـهُ وَلِيُّ الْمُؤْمِنِينَ

     

    In der Tat sind die Menschen, die Abraham am nächsten stehen, diejenigen, die ihm gefolgt sind, und dieser Prophet (d.h.Mohammad), und die, die mit ihm gläubig sind. Gott ist Herr und Freund der Gläubigen.“ (3: 68)

     

    Im Vers 67 wird Abraham als ein nach Recht und Wahrheit Suchender vorgestellt, der von allem Götzentum frei und ein reiner Gottergebener ist. Auf diese Weise wird den Anhängern von Moses und Jesus indirekt gesagt, lasst von falschem Ehrgeiz ab und folgt der Wahrheit. Ergebt euch der Wahrheit. Euer Streit geht auf Egoismus zurück, auf Selbstanbetung und nicht auf Gottesanbetung. Egoismus ist aber die schlimmste Form des Götzentum.

     

    Und weiter heißt es, wenn ihr Abraham näher kommen wollt, und mit Hilfe seiner Beliebtheit eure Religion verbreiten wollt, so wisset:

     

    „Religiosität ist nicht, Behauptungen aufzustellen, sondern derjenige steht Abraham am nächsten, der seinem wahrhaftigen Weg folgt. Beweist in der Praxis das, wovon ihr sprecht. So wie der Prophet des Islam und seine Gefährten. Sie haben nicht behauptet, dass Abraham ihrer Religion folgt, sondern sie haben sich als Anhänger der Lehre Abrahams betrachtet“.

     

     

    Aus der obigen Koranstelle leiten wir wie folgt ab:

     

     

    Erstens: Die geistigen Verbindungen und die Verbindungen aufgrund einer göttlichen Religion stehen über den ethnischen und verwandtschaftlichen Beziehungen. Menschen, die wie wir denken und an das gleiche glauben, stehen uns näher als Verwandte, die nicht wie wir denken und glauben.

     

    Zweitens: Es ist nicht nötig, dass ein Führer und seine Anhänger gleicher Rasse sind. Grundlage sind Glauben und Lehre, nicht Sprache und Rasse. Als Beispiel: Der Prophet des Islam sagte zu Salman Farsi, der kein Araber war, sondern Iraner: „Salman ist von uns.“

     

    Die Verse 69, 70 und 71 der Sure 3 bedeuten übersetzt:

     

    وَدَّت طَّائِفَةٌ مِّنْ أَهْلِ الْكِتَابِ لَوْ يُضِلُّونَكُمْ وَمَا يُضِلُّونَ إِلَّا أَنفُسَهُمْ وَمَا يَشْعُرُونَ

     

    „Eine Gruppe von den Leuten der Schrift möchte euch gern irreführen. Aber sie führen nur sich selber in die Irre, ohne sich bewusst zu sein. (O Prophet sag Ihnen): (3: 69)

     

    يَا أَهْلَ الْكِتَابِ لِمَ تَكْفُرُونَ بِآيَاتِ اللَّـهِ وَأَنتُمْ تَشْهَدُونَ

     

    Ihr Leute der Schrift! Warum glaubt ihr nicht an die Zeichen Gottes, (und die Zeichen für die Gesandtschaft des Propheten des Islam) wo ihr doch selber Zeugen (der göttlichen Wahrheit) seid?“ (3: 70)

     

    يَا أَهْلَ الْكِتَابِ لِمَ تَلْبِسُونَ الْحَقَّ بِالْبَاطِلِ وَتَكْتُمُونَ الْحَقَّ وَأَنتُمْ تَعْلَمُونَ

     

    Ihr Leute der Schrift! Warum verdunkelt ihr die Wahrheit mit Lug und Trug und verheimlicht sie, während ihr doch (um sie) wisst?“ (3: 71)

     

    Diese Ayeh enthüllt das Gesicht der Feinde des rechten Weges und deckt ihre heimlichen Wünsche auf. Es heißt nämlich, dass eine Gruppe von denen, die sich Schriftbesitzer und Gottesanbeter nennen, wünschen, dass ihr Muslime, euch ihrer Religion anschließt und vom Weg des Islam abgeratet. Dabei wissen sie genau, dass sie dem Propheten des Islam, dessen Kennzeichnen in der Thora und dem Evangelium genannt werden, folgen müssen. Aber wegen Unwissenheit und Übereifer verbergen sie diese Wahrheit oder sie verstellen sie auf eine Weise, dass die anderen auch in die Irre geführt werden.

     

    Daher warnen diese Koranverse die Muslime, dass sie im Umgang mit den Anhängern anderer Religionen Acht geben sollen. Sie sollten wissen, welche Ziele einige von ihnen verfolgen, um die Muslime vom rechten Weg abzubringen.

     

     

    Drei wichtige Punkte entnehmen wir der genannten Koranstelle:

     

    Erstens: Um vor eventuellen Schäden sicher zu sein, muss man Feinde und feindliche Verschwörungen erkennen können. Besonders junge Muslime sind für solche Irreführungen empfänglich.

     

     Zweitens: Diejenigen, die versuchen, Andere auf Abwege zu bringen, bringen als erstes sich selber auf Abwege, denn das erste was Heuchelei und Betrug zur Folge haben, ist die Selbsttäuschung.

     

    Drittens: Ein gläubiger Mensch muss immer danach streben Recht von Unrecht zu trennen, damit der Feind die Wahrheit nicht mit Lügen verdunkeln kann und so an sein Ziel gelangt.

     

    Wir bitten Gott, er möge uns von jeder Form des Stolzes freimachen und in uns immer die Suche nach Gott und der Wahrheit wach halten und zur Entfaltung bringen.