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    Teil 76: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 77-82

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    Teil 76: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 77-82
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    Dieser Teil beginnt mit Vers 77 aus der Sure 3, Sure Al-e Imran in einer Übersetzung: (3: 77- 82)

     

    إِنَّ الَّذِينَ يَشْتَرُونَ بِعَهْدِ اللَّـهِ وَأَيْمَانِهِمْ ثَمَنًا قَلِيلًا أُولَـٰئِكَ لَا خَلَاقَ لَهُمْ فِي الْآخِرَةِ وَلَا يُكَلِّمُهُمُ اللَّـهُ وَلَا يَنظُرُ إِلَيْهِمْ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وَلَا يُزَكِّيهِمْ وَلَهُمْ عَذَابٌ أَلِيمٌ

     

    „In der Tat! Diejenigen, die die Verpflichtung gegen Gott und ihre Eide verschachern, haben am Jenseits keinen Anteil. Und Gott spricht am Tag der Auferstehung nicht zu ihnen und blickt sie nicht (barmherzig) an und erklärt sie nicht für rein (von dem Schmutz der Sünde). Eine schmerzhafte Strafe haben sie zu erwarten.“ (3: 77)

     

    Gott lenkt den Menschen auf zweierlei Weise auf den Weg zum Glück. Einmal durch den inneren Seelenurgrund, die innere Stimme, die den Menschen zeigt, was gut und schlecht ist. Der zweite Weg ist die Offenbarung, die aus der unendlichen Quelle göttlichen Wissens fließt und als die Religion Gottes und die göttlichen Geboten allmählich für die Menschen herabgesandt wurde, um ihnen als Wegweiser zu dienen.

     

    Die Gesamtheit der inneren und religiösen Wegweisungen ist das Bündnis mit Gott, welches die Vernunft unterzeichnet hat und welches die Menschen verpflichtet. Viele Menschen verstoßen aber gegen dieses Bündnis. Sie stellen ihre beliebigen Wünsche und ihre Launen den Forderungen Gottes voran. Dieses Verhalten zieht natürlich Folgen nach sich. Die schlimmste davon ist, dass an dem Tag, an dem alle nichts mehr brauchen als die göttliche Gnade, sie keine göttliche Barmherzigkeit mehr erfahren können.

     

    Wir entnehmen dieser Koranstelle:

    Vertragsbruch gegenüber Gott bedeutet Abfall von der Religion und Eintritt in die Verdammnis.

    In dieser Ayeh wird die Wahrung des Vertrages mit Gott als Pfandtreue betrachtet die alle einhalten müssen.

     

    In der nächsten Ayeh der Sure 3, Ayeh 78, heißt es:

     

    وَإِنَّ مِنْهُمْ لَفَرِيقًا يَلْوُونَ أَلْسِنَتَهُم بِالْكِتَابِ لِتَحْسَبُوهُ مِنَ الْكِتَابِ وَمَا هُوَ مِنَ الْكِتَابِ وَيَقُولُونَ هُوَ مِنْ عِندِ اللَّـهِ وَمَا هُوَ مِنْ عِندِ اللَّـهِ وَيَقُولُونَ عَلَى اللَّـهِ الْكَذِبَ وَهُمْ يَعْلَمُونَ

     

    „Und einige von ihnen (den Schriftbesitzern) drehen und Wenden beim Lesen ihrer (handgeschriebenen) Schrift ihre Zunge derartig, dass ihr glaubt, es stamme aus der Schrift, während es nicht daraus stammt, und sagen (sogar eindeutig), es stamme von Gott, während es nicht von ihm stammt. Damit sagen sie gegen Gott wissentlich eine Lüge aus.“ (3: 78)

     

    An anderer Stelle wurde schon einmal gesagt, dass einige Schriftgelehrte Schuld an der Abweichung der Menschen waren, da sie aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung und manchmal aus Neid nicht bereit waren, den Menschen die Wahrheit zu vermitteln. Sie versteckten nicht nur die Wahrheit sondern entstellten sie sogar und im Namen der „heiligen Schrift“ stellten sie ihre eigenen Gedanken vor.

     

    Der Koran warnt die Muslime vor solchen Leuten, damit sie nicht auf deren schönes Gerede hereinfallen. Denn oftmals ist es vorgekommen, dass solche Leute Lügen über Gott verbreitet haben.

     

    Wir sehen also dass:

     

    Erstens: wir nicht jedem zuhören sollen, denn oft hört sich etwas nur sehr schön an, ist jedoch gelogen. Wir sollten wissen, dass manche im Namen der Religion, diese bekämpfen wollen.

     

    Zweitens: Wir sollten uns vor Gelehrten, die keine Gottesfurcht besitzen in Acht nehmen. Sie versuchen auf Abwege zu führen, verleugnen Gott und bezeichnen ihre Verleugnungen als Gottes Wort.

     

    In den Versen 79 und 80 der Sure 3 heißt es nun inhaltlich wie folgt weiter:

     

    مَا كَانَ لِبَشَرٍ أَن يُؤْتِيَهُ اللَّـهُ الْكِتَابَ وَالْحُكْمَ وَالنُّبُوَّةَ ثُمَّ يَقُولَ لِلنَّاسِ كُونُوا عِبَادًا لِّي مِن دُونِ اللَّـهِ وَلَـٰكِن كُونُوا رَبَّانِيِّينَ بِمَا كُنتُمْ تُعَلِّمُونَ الْكِتَابَ وَبِمَا كُنتُمْ تَدْرُسُونَ

     

    „(Ihr Gelehrten der Schriftbesitzer, wisst ihr denn nicht): Es darf nicht sein, dass ein Mensch weil Gott ihm die Schrift, Urteilsfähigkeit (Regierungsrecht) und den Prophetenauftrag gibt, daraufhin zu den anderen Menschen sagt: Wendet eure Verehrung mir zu, statt Gott anzubeten! – Ihr, welche ihr die Schrift lehret und sie studiert habt, sollt fromm(e Gelehrte) sein (und euch nicht als Herren über die Menschen wissen.) (3: 79)

     

    وَلَا يَأْمُرَكُمْ أَن تَتَّخِذُوا الْمَلَائِكَةَ وَالنَّبِيِّينَ أَرْبَابًا ۗ أَيَأْمُرُكُم بِالْكُفْرِ بَعْدَ إِذْ أَنتُم مُّسْلِمُونَ

     

    Und keiner (der Propheten erlaubt und) befiehlt euch, euch die Engel und Propheten zu Herren zu nehmen. Darf er euch denn befehlen, ungläubig zu sein, nachdem ihr Gott ergeben wurdet?“ (3: 80)

     

    In dieser Koranstelle heißt es, gerichtet an die Gelehrten der Schriftbesitzer: selbst Propheten, die die göttliche Botschaft überbracht haben und aufgrund ihrer Weisheit das Recht zu regieren haben, dürfen sich nicht zum Herrn über die Menschen ernennen. Wie könnt ihr Schriftgelehrten euch dann gestatten, an den Geboten Gottes etwas zu ändern und zwar auf eine Weise als wäret ihr Herr der Menschen. Einen Menschen wie Gott zu betrachten und Gottes Gebote zu ändern bedeutet Unglauben.

     

    Aus diesen Versen der Sure 3 entnehmen wir, dass niemand seine Position ausnutzen darf, selbst Propheten dürfen das nicht. Außerdem dürfen nur gottesfürchtige Religionsgelehrte den Koran auslegen. Weiter geht aus den Versen 79 und 80 hervor, dass man in den Propheten und Gottesfreunden immer nur Diener Gottes sehen darf, die nur durch die Anbetung Gottes ihre Vollkommenheit erreicht haben.

     

    Außerdem gilt: Kufr (Unglauben) bedeutet nicht nur Gott zu leugnen, es ist auch Kufr wenn wir annehmen, ein Mensch könne die Gesetze Gottes ändern.

    Die Verse 81 und 82 der Sure 3 lauten in ihrer Übersetzung:

     

    وَإِذْ أَخَذَ اللَّـهُ مِيثَاقَ النَّبِيِّينَ لَمَا آتَيْتُكُم مِّن كِتَابٍ وَحِكْمَةٍ ثُمَّ جَاءَكُمْ رَسُولٌ مُّصَدِّقٌ لِّمَا مَعَكُمْ لَتُؤْمِنُنَّ بِهِ وَلَتَنصُرُنَّهُ ۚ قَالَ أَأَقْرَرْتُمْ وَأَخَذْتُمْ عَلَىٰ ذَٰلِكُمْ إِصْرِي ۖ قَالُوا أَقْرَرْنَا ۚ قَالَ فَاشْهَدُوا وَأَنَا مَعَكُم مِّنَ الشَّاهِدِينَ

    „Und als Gott die Verpflichtung der (vorherigen) Propheten entgegennahm (des Inhalts): Wenn immer ich euch eine Schrift und Weisheit gebe und hierauf ein Gesandter zu euch kommt, der bestätigt, was euch vorliegt, dann müsst ihr an ihn glauben und ihm helfen! Er (Gott) sagte: Erkennt ihr Meine Botschaft an und bekennt ihr euch zu Ihr? Sie sagten (alle): wir erkennen sie an. Gott sagte: Dann bezeugt, und ich will mit euch Zeuge sein!. (3: 81)

     

    فَمَن تَوَلَّىٰ بَعْدَ ذَٰلِكَ فَأُولَـٰئِكَ هُمُ الْفَاسِقُونَ

     

    Diejenigen aber, die sich abwenden, nachdem dies vor sich gegangen ist, das sind die Frevler.“ (3: 82)

     

    Wie in den islamischen Überlieferungen steht, hat Gott den vorhergehenden Propheten wie Moses und Jesus das Bündnis abgenommen, dass sie den Menschen den Propheten des Islam verheißen sollen und durch Beschreibung seiner Eigenschaften die Menschen auf ihn vorbereiten sollen. Alle Propheten sind vor Gott gleich und die Schriften die sie brachten bestätigen einander. Wenn also ein neuer Prophet kommt, so sollen die Anhänger des vorherigen Propheten an ihn glauben und ihn vor seinen Feinden schützen.

     

    Auch wenn diese Propheten nicht mehr lebten, als Mohammad zum Propheten des Islam bestimmt wurde um seine Anhänger zu werden, so waren sie bereit dies zu tun. Und das ist das Wichtigste. Die Bereitschaft dem Gebot Gottes zu folgen zählt, auch wenn es nicht dazu kommt, dieses Gebot zu befolgen.

     

    Den obigen beiden Koranversen entnehmen wir:

     

    Erstens: Der Unterschied der Propheten bei der Erfüllung ihres Auftrages ist wie der Unterschied bei Lehrern an einer Schule. Alle habe das gleiche Ziel und jeder Lehrer stellt seine Schüler dem Lehrer in der nächsten Klasse vor.

     

    Zweitens: Glauben alleine genügt nicht, man muss auch die Religion und ihre Bannerträger unterstützten.

     

    Drittens: Die Propheten kannten einander an. Deshalb gibt es keinen Grund weshalb die Anhänger der Gottesreligionen dies nicht tun sollten.