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    Teil 79: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 95-99

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    Wir setzten diesen Teil mit der Übersetzung des 95. Verses der Sure Al-e Imran fort. (3: 95- 99)

     

    قُلْ صَدَقَ اللَّـهُ ۗ فَاتَّبِعُوا مِلَّةَ إِبْرَاهِيمَ حَنِيفًا وَمَا كَانَ مِنَ الْمُشْرِكِينَ

     

    „Sag: Gott hat die Wahrheit gesagt. Darum folgt der Religion Abrahams, eines Hanifen, er war kein Götzenanbeter.“ (3: 95)

     

    Im letzten Teil hieß es, dass die Juden sich selber einige Speisen verwehrt hatten und sagten, Gott hätte sie verboten. Der Prophet des Islam aber sagte zu Ihnen:

     

    Bringt Beweise aus eurer Schrift, der Thora, dass diese Dinge verboten sind. Der Vers 95 dieser Sure mahnt die Juden daher weiter: Wenn ihr der Lehre Abrahams folgt, so sollt ihr auch nach seiner Lehre handeln und auf Gott hören, d.h. den Anweisungen in Gottes Schrift folgen. Folgt nicht dem, was euch selber gefällt oder was eure Vorväter als Brauch pflegten oder abergläubischen Dingen, die in der Gesellschaft praktiziert werden. Diesen zu folgen ist eine Art Götzentum, eine Art Gottesverleumdung, ist Schirk.

     

    Vers 95 der Sure 3 lehrt uns:

     

    Erstens: Die Menschen, die in der Geschichte die anderen überragten, zeichneten sich besonders dadurch aus, dass sie nach Wahrheit suchten und nach Recht. Wir sollten uns an diesen Menschen ein Beispiel nehmen.

     

    Zweitens: Wenn wir eine Sitte oder ein Gesetz neben den Gesetzen Gottes gelten lassen, bedeutet dies, dass wir einen anderen Gesetzgeber neben Ihm gelten lassen.

     

    Die nächsten beiden Verse der Sure Al-e Imran, Vers 96 und 97, lauten übersetzt:

     

    إِنَّ أَوَّلَ بَيْتٍ وُضِعَ لِلنَّاسِ لَلَّذِي بِبَكَّةَ مُبَارَكًا وَهُدًى لِّلْعَالَمِينَ

     

    „Das erste Haus, das den Menschen (zur Anbetung Gottes) aufgestellt worden ist, ist dasjenige in Bakka (Mekka), (ein Haus) zum Segen und zur Rechtleitung für die Menschen in aller Welt. (3: 96)

     

    فِيهِ آيَاتٌ بَيِّنَاتٌ مَّقَامُ إِبْرَاهِيمَ ۖ وَمَن دَخَلَهُ كَانَ آمِنًا ۗ وَلِلَّـهِ عَلَى النَّاسِ حِجُّ الْبَيْتِ مَنِ اسْتَطَاعَ إِلَيْهِ سَبِيلًا ۚ وَمَن كَفَرَ فَإِنَّ اللَّـهَ غَنِيٌّ عَنِ الْعَالَمِينَ

     

    In diesem Haus liegen klare Zeichen vor (wie:) Der Platz Abrahams. Wer dieses Haus betritt, der ist in Sicherheit. Und die Menschen sind Gott gegenüber verpflichtet, die Wallfahrt nach dem Hause zu machen – soweit sie dazu eine Möglichkeit finden. Wer jedoch ungläubig ist (und den Hadsch nicht vollzieht, der soll wissen), Gott ist auf niemanden in der Welt angewiesen.“ (3: 97)

     

    Die Juden sagten zu den Muslimen: 1000 Jahren vor Christus ist Beyt-ol-Moghadas = Jerusalem, von Salomon erbaut worden. Warum habt ihr nun die Kaaba in Mekka als Gebetsrichtung gewählt, die noch nicht so alt ist.

     

    Der Koran antwortet ihnen: die Kaaba ist der erste Ort für den Gottesdienst der Menschen. Sie ist viel älter als jedes andere Gotteshaus. In den Überlieferungen steht, dass als allererster Adam die Kaaba errichtet hat. Alle göttlichen Propheten sind zu ihr gepilgert. Abraham hat dieses historische Bauwerk erneut errichtet. Für die Wallfahrt zur Kaaba wurde eine besondere Zeremonie festgelegt. Sie ist außerdem nicht nur die Qibla – die Gebetsrichtung, in deren Richtung die Muslime in aller Welt fünfmal am Tag beten, sie vereint auch Zeichen für die Macht Gottes in sich. Jedes Jahr treffen sich dort die Muslime aus aller Welt zur Wallfahrt. Jeder Muslim, der körperlich und finanziell dazu in der Lage ist, soll mindestens einmal in seinem Leben an dieser Wallfahrt teilnehmen.

     

    Als Abraham, die Wände der Kaaba neu errichtete stellte er sich auf einen großen Stein. Dieser Stein ist bis heute erhalten geblieben. Er wird Maqame Ibrahim – Platz des Abraham – genannt und befindet sich neben der Kaaba. Die Kaaba ist viele Jahrhunderte vor Moses und Jesus neu aufgebaut worden. Trotz Überschwemmungen und Zerstörungen blieb der Stein auf dem Abraham stand (der Maqame Ibrahim), in Mekka liegen. Auch dies ist ein klares Zeichen Gottes.

     

    Heute pilgern wir zu dem Maqame Ibrahim neben der Kaaba und es wird ein Tag kommen, an dem der letzte Beweis Gottes – der verheißene Mahdi – sich an der Kaaba einfinden und die Rettung aller Menschen ausrufen wird. Er wird Gerechtigkeit in der Welt herstellen.

     

    Mekka und die Kaaba sind sicheres göttliches Gebiet. Selbst Pflanzen und Tiere sind dort sicher. Keiner darf einen Baum fällen oder einen Vogel schießen.

     

    Wir entnehmen den Versen 96 und 97 der Sure 3 folgende Punkte:

     

    Erstens: Im 20. Jahrhundert wurde die UNO gegründet, damit sich die Vertreter der Völker dort versammeln. Unterdessen hat Gott seit Beginn der Schöpfung einen Versammlungsort für die Menschen vorgesehen: Die Kaaba in Mekka. Sie ist Zentrum für die Gottesanbetung und Treffpunkt für die Vertreter aller Völker und Rassen.

     

    Zweitens: Die Durchführung der göttlichen Pflichten hängt von den Kräften des Menschen ab. Nicht alle Menschen sind gleich verpflichtet. Der Mensch ist im Islam insoweit zu etwas verpflichtet, als es finanziell und körperlich in seinen Kräften steht.

     

    Drittens: Der Nutzen der Durchführung göttlicher Anordnungen kommt uns selbst zugute. Gott ist keineswegs darauf angewiesen, dass wir seine Gebote beachten, genauso wenig wie er auf unsere Existenz angewiesen ist.

     

     

    In den Versen 98 und 99 der Sure 3 heißt es:

     

    قُلْ يَا أَهْلَ الْكِتَابِ لِمَ تَكْفُرُونَ بِآيَاتِ اللَّـهِ وَاللَّـهُ شَهِيدٌ عَلَىٰ مَا تَعْمَلُونَ

     

    „Sag: Ihr Leute der Schrift! Warum glaubt ihr nicht an die Zeichen Gottes? Gott ist Zeuge über das, was ihr tut (3: 98)

     

    قُلْ يَا أَهْلَ الْكِتَابِ لِمَ تَصُدُّونَ عَن سَبِيلِ اللَّـهِ مَنْ آمَنَ تَبْغُونَهَا عِوَجًا وَأَنتُمْ شُهَدَاءُ ۗ وَمَا اللَّـهُ بِغَافِلٍ عَمَّا تَعْمَلُونَ

     

    Sag: Ihr Leute der Schrift! Weshalb haltet ihr (Leute), die gläubig sind, vom Weg Gottes ab, indem ihr wünscht, dass er krumm sei, wo ihr doch Zeugen seid (dass ihr Weg der richtige Weg ist)? Gott gibt wohl acht auf das, was ihr tut.“ (3: 99)

     

    Die Schriftbesitzer, die es zu Beginn des Islam auf der Arabischen Halbinsel gab, waren vor allen Dingen die Juden. Sie und die Christen erwarteten aufgrund der Verheißungen in der Thora und dem Evangelium, dass der letzte göttliche Botschafter kommen würde. Aber als der letzte Prophet Gottes nach Medina kam, kehrten sich viele der Schriftbesitzer von ihm ab. Sie glaubten nicht an Mohammad und den Koran. Sie halfen den Muslimen nicht, sondern bekämpften sie sogar.

     

    Sie versuchten die anderen vom Islam abzuhalten und verstellten diese neue Religion auf eine Weise, dass die viele das Interesse verloren und nicht an den Propheten glaubten.

     

    Gott hat in dieser Offenbarung zum Propheten gesagt, er solle sie mahnen, dass Gott alles sieht. Auch das was sie zu verbergen suchen. Der Prophet sollte sie fragen: Warum legt ihr Steine auf den Weg Gottes und wollt, dass die Gläubigen den geraden Weg verlassen?

     

    Zwei Dinge lernen wir aus den Versen 98 und 99 der Sure 3:

     

    Erstens: Wenn wir uns bewusst machen, das Gott unser Handeln sieht, werden wir Vieles unterlassen. Der Glaube an das Allwissen Gottes hält den Menschen von vielen Sünden ab.

     

    Zweitens: Viele Feinde des Islam wissen, dass diese Religion wahr ist und ihr eigener Weg falsch. Aber dennoch versuchen sie die Menschen auf Abwege zu locken, denn das Wichtigste für sie sind weltliche Interessen.

     

    Wir bitten Gott, dass ER es uns ermöglicht nach Mekka zu kommen damit wir an jenem heiligen Ort mit allen rechtschaffenen Menschen, den Treueid leisten: Wir werden standhaft den Weg des Rechtes weitergehen!